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Präsidentenwahl am Nil: Schaut hin, was in Ägypten passiert!
DPA

Abdel Fattah el-Sisi wird die Präsidentenwahl in Ägypten klar gewinnen. Doch die Welt darf sich davon nicht blenden lassen. Das ist nämlich kein Gradmesser für die Stabilität seines Regimes.

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Direkteinspritzer 26.03.2018, 12:22
20. Alles ist besser als diese Muslim-Bruderschaft.

Alles ist besser als diese Muslim-Bruderschaft. In welches Mittelalter die, Ägypten führen würden, hatten wir ja nun vor ein paar Jahren. Dass mit Ausnahme von Israel in Nah-Ost keine demokratischen Wahlen gibt, wissen wir daneben. So wot?

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darthmax 26.03.2018, 12:23
21. Vergessen

leider wird immer der Einfluss der Religion in den Islamischen Ländern ausgeblendet.
Gibt es ein demokrtisches islamisches Land ? die Türkei hat sich gerade verabschiedet.
Das Problem der Menschenvermehrung wird durch die Religionen leider nur verstärkt, so dass in diesen Ländern auch kein wirtschaftlicher Fortschritt abzusehen ist, der dem gesamten Volk zu Gute kommt.
Die Alternative ist immer ein Führer, der über eine dumme unwissende Masse regiert.

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catcargerry 26.03.2018, 12:30
22. So relativ sind Menschenrechte

Zitat von archi47
Den "demokratischen Frühling", der vor allem unwissende Religöse aus der Mehrheitsgesellschaft an an die Macht brachte und deren Demokratieverständnis sich darin reduzierte, dass Minderheiten sich der Mehrheit unterzuordnen haben, bis zur Aufgabe ihrer Menschenrechte. Es sei denn sie würden konvertieren. Oder eine Diktatur, die ihre Macht diktatorisch absichert, dafür aber Minderheiten soweit toleriert, soweit es die Religionseiferer der Mehrheit noch nicht neu herausfordert. Demokratur um jeden Preis, also unter Verlust der Minderheitenrechte und Toleranz, scheint mir die schlechtere Lösung zu sein. Das gilt auch für andere moslemisch dominierte Länder. Das Pochen auf ein demokratisches Prinzip um der Prinzipes willen, aber um den Preis dass Demokratie nur eine Übergangsform zu einer religiösen Demokratur ist, analog des Straßenbahnvergleichs von Erdogan, scheint mir doch der Problemstellung unangemessen.
Sie haben Recht. 3,3 Mrd. Menschen leben unter autokratischen oder schlimmeren Regimen. Ist da eigentlich Pakistan mitgezählt, oder tangiert eine intolerant-islamistische Mehrheit und Öffentlichkeit demokratische Tugenden nicht? Natürlich kann man sich streiten, ob Sisi ein kleineres Übel ist, als von der Muslim-Bruderschaft zu erwarten war. Rückblickend ist aber auch der misslungene Putsch gegen die Regierung in der Türkei nach dem anschließenden bisher erfolgreichen Putsch gegen die Demokratie dort differenziert zu bewerten. Man kann vermuten, dass ein wesentliches Motiv dieser Leute die Befürchtung dessen war, was wir nun als Weg zum neuen Sultanat, in Kurdistan bereits klarer: Blut-Sultanat, sehen.

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michael3210 26.03.2018, 12:32
23. Stabile Verhältnisse für die Menschen

Mittlerweile müsste auch der letzte Dummkopf mitbekommen haben, dass der "arabische Frühling" und die Demokratisierung im europäischen Stil im arabischen Raum nicht praktikabel ist. Die Folgen waren und sind Chaos und Leid für die Menschen. Da ist mir Sisi viel lieber als ein Moslembruder oder andere Terroristen.

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investor3000 26.03.2018, 12:32
24. Hauptsache, das Problem ist nicht sichtbar

Wir wollen und stützen diese Menschen, damit sie für uns die "Drecksarbeit" machen und die Menschen aus Afrika von uns fernzuhalten. Das halte ich leider aber auch für erforderlich, da der Wunsch in Deutschland zu leben wahrscheinlich bei mehr als 300 Mio. Menschen weltweit besteht. Das Problem ist m.E., dass der deutsche Staat es nicht gebacken bekommt, jemand ohne Papier (gegen Geldzahlungen) in ein sicheres Land, wie z.B. Russland zu überführen. Die die um Ihr Leben gebangt haben werden damit für eine Zeit zufrieden sein, bis sich die Lage in Ihrem Ursprungsland wieder stabilisiert. Bei den anderen werden die Papiere ganz schnell wieder gefunden werden.

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kuschl 26.03.2018, 12:33
25. Demokratie und Islam

Wer hier von demokratischen Strukturen in islamischen Ländern redet, zeigt, dass er nichts begriffen hat. Demokratie und Islam schließen sich aus, wie man gerade an der neuesten Entwicklung in der Türkei sieht. Der Islam als "Gehorsamsreligion" duldet keine freiheitliche Gesellschaft, da er Gefahr läuft, sich selbst abzuschaffen. Darüber sollten auch unsere Multikultibefürworter einmal genauer nachdenken.

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karlm99 26.03.2018, 12:37
26. Wer

keine Islamisten in Ägypten an der Macht will, muss Sisi und damit die Herrschaft der Armee akzeptieren.

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pariah_aflame 26.03.2018, 12:39
27.

Zitat von Weltbild
In den Ländern des nahen Ostens sind die Vorraussetzungen für eine Demokratie überhaupt nicht gegeben.
Das ist ja wohl purer Rassismus!

Ich gebe zu bedenken, dass Deutschland erst zweimal die Welt anzünden musste, bevor man "uns" zur Demokratie erzogen hat. Da sollten wir etwas demütiger auf die Demokratiefortschritte im Rest der Welt schauen.

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adal_ 26.03.2018, 12:45
28. Witzbold

Zitat von Beat Adler
...Die Muslimbrueder haben Dank ihren charitativen Arbeiten einen grossen Rueckhalt besonders bei den einkommensschwachen Schichten der Bevoelkerung. Allerdings ist eine Beteiligung an den Regierungsgeschaeften schwierig, weil Aegypten mit Alkoholverbot, bei 15% koptischen Christen und unzaehligen Touristen, grosse oekonomische Verluste bewaeltigen muesste....
Sehr witzig. Die "Beteiligung" der Moslembrüder an den Regierungsgeschäften hatte massenhafte Pogrome gegen die Kopten, den Kollaps des ägyptischen Tourismus, die Unterstützung der Hamas und die faktische Aufkündigung des Friedensvertrags mit Israel zur Folge.

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pavel1100 26.03.2018, 12:48
29. Da gibts wohl Unterschiede

Zitat von Ossifriese
Die Zuschriften sind eindeutig: Besser ein Sisi als Islamisten und andere Fanatiker. Soweit könnte man beinahe zustimmen. Gilt das nun aber auch für Assad? Oder misst man wie so oft mit zweierlei Maß?
Assad hat bisher wohl so an die 300.000 seiner Landsleute umgebracht. Aus ihrer Sicht natürlich alles Terroristen. Er betreibt Folter in großem Stil und setzt Giftgas ein. In Agypten gibts keinen Bürgerkrieg und Sissy passt auf, dass er es mit seinen Menschenrechtsverletzungen nicht zu weit treibt. Trotzdem muss man Sissy kritisieren wie jeden anderen Diktator. Eine menschenverachtende Diktatur ist niemals auf Dauer akzeptabel.

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