Forum: Politik
Präsidentenwahl in Österreich: Servus Rechtsruck!
AFP

Österreich einen neuen Bundespräsidenten: Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen. Das Land stoppt nach der "Brexit"-Entscheidung und Wahlsieg Trumps den weltweiten Siegeszug der Rechtspopulisten.

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UlrichSchweizer 05.12.2016, 06:05
210. keine Richtungswahl

In Oesterreich hat sich wohl politisch mit dieser Wahl nichts verändert. Viele Wähler, welche nicht links sind , aber auch nicht ÖVP-Wähler, haben den Grünen wohl als das kleinere Uebel gesehen als einer, welcher als Rechtspopulist verschrieen wird.

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die-metapha 05.12.2016, 06:09
211.

Zitat von wahrsager26
Bitte glauben Sie nicht,dass ich die Rechten für Heilsbringer halte.
Weshalb sehnen Sie sich dann nach solchen Kräften in der Politik. Ich finde es sehr bedenklich, das sie das genaue Gegenteil von dem schreiben, was Sie nach eigenem Bekunden zu denken scheinen.
Den Begriff "Humanismus" sollten Sie besser einmal im Duden nachschlagen, bevor Sie darauf eine solche Antwort geben.
Ihr Verweis auf Freiburg ist ebenso abgedroschen wie billig.
Das steht doch außer Frage, das dies schrecklich ist und gut, das der Täter ermittelt wurde. Weshalb brechen das wieder auf das herunter, was Populisten auch gerne nutzen um die einfacher gestrickten davon zu überzeugen das es ohne Flüchtlinge in Deutschland keine Kriminalität und Gewalttaten geben würde.

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divStar 05.12.2016, 06:11
212. Und wieder

Tut SPON das was es am besten kann: Populismus pur. Im Ernst: wenn Österreich tatsächlich an die 50% Rechtsradikale hätte, wäre das Debakel hier eher eine kleine, kaum erwähnenswerte Nebengeschichte.

Für den nicht Kritikfähigen kann es aussehen als seien es alles ungebildete Rechtsradikale, die da - Pardon - ihren "Führer" wählen. Das mag im übrigen auch den Linken und Linksradikalen so erscheinen. Und obwohl diese Ansicht angenehm und schön einfach ist, ist sie naiv, kurzsichtig und eigentlich schlicht falsch.

Warum fragt sich niemand warum die Menschen sich von den ach so schlimmen Populisten denn überhaupt ködern lassen? Und was genau haben die Nichtrechtsradikalen denkwürdiges erreicht? Vom Ansehen eines Landes außerhalb dessen Grenzen können die Bürger des Landes auch nicht leben - jedenfalls nicht ausschließlich.

Ehrlich : es ist Zeit mal die rosa-rote Brille abzunehmen und die Entwicklung nüchtern und vor allem unvoreingenommen zu analysieren. Nur so hat man noch eine Chance den Rechtsruck, der in Europa grasiert, abzuwenden. Aber dafür müsste man aufhören nach billigen und ungebildet einfachen Erklärungen zu suchen wie es die Medien gerne machen. Stattdessen sollte man sich mit den Ängsten der Menschen beschäftigen und verstehen was die jetzigen Regierungen - auch hierzulande - falsch machen. Andererseits ist halt auffällig, dass Menschen sich einfach fremd in ihrem Land vorkommen weil die Menschen, die dazukommen, oftmals ihre eigene Kultur mitbringen. Das ist zwar rechtlich in Ordnung, gefällt aber wohl vielen nicht. Etwas mehr Respekt jenen Menschen gegenüber, die einen aufnehmen, wäre sicher nicht unangebracht - das habe ich als ich hierher gekommen bin, auch so gehalten. Und das bis heute und mit recht gutem Erfolg.

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teacher20 05.12.2016, 06:13
213.

Angesichts der Wahlniederlage Matteo Renzis im bedeutenderen benachbarten Italien ist die Freude der Demokratiefreunde über den Sieg (nach ja, so überwältigend war er nun auch wieder nicht und zeigt doch eher die tiefe Spaltung Österreichs) und eine vermeintliche Trendwende gegen den Rechtspopulismus eher das Pfeifen im Walde. Wie die Süddeutsche schrieb, "Sieg Van der Bellens könnte Strache für das Kanzleramt helfen

Dass er allerdings ein Grüner ist, darüber werden wohl viele - auch wenn er seine Parteimitgliedschaft ruhend stellte - kaum hinwegsehen. Für die nächsten Parlamentswahlen, die möglicherweise schon im Herbst 2017 stattfinden, könnte das einen weiteren Aufschwung für die FPÖ bedeuten - auch wenn sie jetzt verloren haben. Denn sowohl Kanzler als auch Bundespräsident aus dem linken Spektrum könnten vielen Österreichern einer zu viel sein. Heinz-Christian Strache wäre damit als Kanzlerkandidat für manche willkommener Gegenpol zum grünen Präsidenten - und könnte letztlich von der Niederlage seines Parteifreunds Hofer profitieren".
In Italien könnte schon nach Neuwahlen ein weiteres Desaster aus der Sicht der Etablierten drohen. Und da sind dann noch die Präsidentenwahlen in Frankreich (Sinnigerweise gilt dort ein erzkonservativer Fillon den Linksliberalen Europas als Hoffnungsträger und Retter vor Le Pen!) und den Niederlanden, bei denen ein Geert Wilders "droht".

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clockwork-orange 05.12.2016, 06:19
214. Unerwartet vielleicht, aber deutlich?

"Nun hat Van der Bellen unerwartet deutlich gewonnen, dem vorläufigen Endergebnis zufolge mit 51,7 Prozent gegen 48,3 Prozent." Hier ist nur eins deutlich: mehr als die Hälfte der Österreicher hat die Nase voll von weichgespülter grün-linken Politik, nur viele der von-der-Bellen-Wähler haben sich von dem "Rechtspopulisten"-Pressegestänkere beinflussen lassen und letztlich doch den Ex-Grünen gewählt.

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bronck 05.12.2016, 06:20
215. Ergebniszweifel

Ich kann mir nicht helfen, aber das Ergebnis spiegelt nicht meine persönlichen Erfahrungen mit den Österreichern wider.
Wenn es danach ginge, dann hätte Herr Hofer und nicht Herr von der Bellen gewonnen.
Nicht, dass ich das gut gefunden hätte, aber die Wahl war sehr knapp und - naja - befremdlich in Ablauf und Ergebnis. Hoffentlich müssen die nicht noch mal ansetzen...

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toskana2 05.12.2016, 06:22
216. voreilig

Viele sind froh, dass der Spuk vorbei ist!
Hoffen wir nur, dass die Freude nicht voreilig ist!
Manches Zeichen spricht dafür.

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delusionist 05.12.2016, 06:24
217. unglaublich

, dass ein 51,x zu 48,x Resultat als "unerwartet deutliche" Niederlage des FPÖ-Manns gedeutet wird. Das ist ja so, als würde man ein 0:1 von Borussia Dortmund gegen Bayern München, das in der 89. Minute durch nen Elfmeter zustande kommt, als Klatsche bezeichnen. Herr Hofer hat verloren, aber äußerst knapp, und die Rechtspopulistenparty in der westlichen Welt ist weit davon entfernt, vorbei zu sein. Schon schlaue Kriegsphilosophen wie Clausewitz und Sun Tzu wussten, dass man nicht alle Schlachten gewinnen muss um den Krieg zu gewinnen, man muss nur die wichtigen für sich entscheiden. Österreich kann von seiner geostrategischen Position gar nicht so wichtig sein, wie manche es jetzt gerne deuten würden.

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blackbike67 05.12.2016, 07:07
218. Eine Schlacht extrem knapp verloren, aber nicht den Krieg

Man könnte meinen, liest man die Überschrift, dass viele Prozente Unterschied zwischen beiden Kandidaten liegen: Es sind aber lächerliche 2 Prozentpunkte. Da kann das Wetter schon einen entscheidenden Einfluss ausüben: Geh ich zur Wahl oder in die Berge.
Politisch ist von der Bellen von einer Notkoalition gewählt worden : "Nur kein Hofer" Das waren auch schon die Gemeinsamkeiten.
Der FPÖ Spuk ist noch lange nicht vorbei. Mit diesen 48 % ist die FPÖ wohl die stärkste Partei und wird wohl die nächste(stabile) Regierung stellen. Wie unbedeutend ist da doch der Bundespräsident.

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dudeldumm 05.12.2016, 07:08
219. Artikel hat Wunschdenken-Färbung

Es ist ja zu wünschen, dass der Rechtsruck in Europa stoppt. Dass diese Wahl ihn gestoppt hat, ist einfach nur eine These ohne Belege und nicht mehr. Und ein 51,7:48,3-Sieg "unerwartet deutlich" zu nennen, bloß weil das Ergebnis nicht mehr hauchdünn war wie letztes Mal, ist ebenfalls tendenziös. Fast die Hälfte der Österreicher hat nach wie vor für einen Rechtspopulisten gestimmt! Vielleicht haltet ihr euch mal an euer Motto: sagen, was ist.

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