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Präsidentschaftswahl in Ägypten: Prügeleien und Schuh-Würfe vor Wahllokalen
REUTERS

Der Ansturm auf die Wahllokale in Ägypten ist riesig - und die Stimmung gereizt: Am ersten Tag der Präsidentenwahl wurden fast 30 Menschen bei Schlägereien verletzt. Kandidat Schafik wurde von einem wütenden Mob mit Schuhen und Steinen beworfen.

spon-facebook-1762033882 24.05.2012, 11:18
1. Er hat es verdient

Ahmed Schafik war die rechte Hand von Mubarak. Ich würde ihn ja mit Schuhe werfen, wenn ich ihn treffen würde. Er muss vor Gericht und nicht in der Kanditatur.

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felool 24.05.2012, 11:41
2. falscher Eindruck

Schade, dass in diesem Artikel der Eindruck entsteht als ob die Wahlen im chaos versinken. Den Eindruck hat man hier in Kairo keinesfalls und wenn man die lokale Berichterstattung und auslaendische Journalisten auf Twitter verfolgt, stellt sich ein ganz anderes Bild da als jenes, welches hier durch die Ueberschrift vermittelt wird.

""It's a beautiful polling day, the atmosphere is very calm, the process is highly organised as people are lining up, entering polling station from one door and exiting from the other. The numbers of voters is building up now.

Interestingly, we have see no presence of Islamists whatsoever, whether that's campaign representatives from the Brotherhood or the Salafists. I don't know whether this is planned or not. The Armed Forces are clearly exerting a huge effort in organising the process."
http://english.ahram.org.eg/NewsContent/36/122/42581/Presidential-elections-/Presidential-elections-news/Live-updates-Day--of-Egypts-first-postMubarak-pres.aspx

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taipan52 24.05.2012, 11:56
3.

Zitat von spon-facebook-1762033882
Ahmed Schafik war die rechte Hand von Mubarak. Ich würde ihn ja mit Schuhe werfen, wenn ich ihn treffen würde. Er muss vor Gericht und nicht in der Kanditatur.
Es ist sicher richtig, dass Schafik aus dem Militaer kommt (Airmarschall) trotzdem hat er als DGCA sehr zum Wohle Aegyptens gearbeitet. So hat er MS/EgyptAir mit eiserner Hand aus dem Chaos gefuehrt, hat das Ungetuem Flughafen Kairo (T1/2) mit einem modernen und vernuenftig nutzbarem Terminal (T3) versorgt usw., hat internationale Konferenzen (IATA u.ae.) nach Kairo gebracht und MS in die StarAllianz! Seine Vorgaenger waren Generaele ohne Visionen.
Mir ist nicht klar warum er sich aufstellen laesst, hat wohl mit seinem (auch) erheblich ueberschaetztem Selbstwertgefuehl zu tun! Trotz alledem - er hat und kann was bewegen. ich glaube nicht dass er weiter kommt das wird wohl Amr Mussa (auf der Seite der weltoffenen Kandidaten)

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Laubhaufenwiese 24.05.2012, 12:02
4. Umgang mit Konflikten/ Begriff der Ehre

Die Mentalität in südlichen Ländern ist grundsätzlich eine andere, wie wir sie z.B. hier in Deutschland kennen. Deswegen sind solche Vorkommnisse immer nur schwer für mich zu verstehen. Es wird m.E. nach solange keine friedliche Demokratie geben, solang nicht wegen jedweder Verletzung der Gefühle gleich handgreiflich & aggressiv reagiert wird. Grundprinzip der Demokratie ist ja, dass jeder sich zur Wahl stehlen kann und dann von der breiten Masse freiwillig gewählt wird oder eben nicht.

Solche Attacken sind wirklich nur schwer nachvollziehbar zumal jedem gesunden Menschenverstand klar sein sollte, dass auf soetwas IMMER Racheakte folgen.

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onecomment 24.05.2012, 12:16
5.

Zitat von Laubhaufenwiese
Die Mentalität in südlichen Ländern ist grundsätzlich eine andere, wie wir sie z.B. hier in Deutschland kennen.
Die Mentalität ist sicherlich eine andere. Allerdings hoffe ich, das man hier ähnlich reagieren würde wenn sich jemand zur Wahl stellt der einem Regime diente, dass Menschen gefoltert und misshandelt hat, die eigene Bevölkerung ausgebeutet hat und korrupt war.

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Whitejack 24.05.2012, 12:21
6.

Zitat von Laubhaufenwiese
Die Mentalität in südlichen Ländern ist grundsätzlich eine andere, wie wir sie z.B. hier in Deutschland kennen. Deswegen sind solche Vorkommnisse immer nur schwer für mich zu verstehen. Es wird m.E. nach solange keine friedliche Demokratie......
Wenn Sie glauben, dass das ein südliches Mentalitätsproblem ist, dann schauen Sie sich die Vorgänge auf den Straßen der Weimarer Republik an. SA, Rotfrontkämpferbund, Stahlhelm, Freikorps...

Scheint eher eine Kinderkrankheit junger Demokratien zu sein als eine spezielle südliche Mentalität.

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old_spice 24.05.2012, 12:23
7. Blödsinn

Zitat von Laubhaufenwiese
Die Mentalität in südlichen Ländern ist grundsätzlich eine andere, wie wir sie z.B. hier in Deutschland kennen. Deswegen sind solche Vorkommnisse immer nur schwer für mich zu verstehen. Es wird m.E. nach solange keine friedliche Demokratie.....
Wenn Sie solche Vorkommnisse nicht verstehen,
sollten Sie einmal die Bundesliga verfolgen.
Und da gehts nur um Fußball, nicht um die Zukunft eines Landes.

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Christ 32 24.05.2012, 12:36
8.

Zitat von Laubhaufenwiese
Die Mentalität in südlichen Ländern ist grundsätzlich eine andere, wie wir sie z.B. hier in Deutschland kennen. Deswegen sind solche Vorkommnisse immer nur schwer für mich zu verstehen. Es wird m.E. nach solange keine friedliche Demokratie geben, solang nicht wegen jedweder Verletzung der Gefühle gleich handgreiflich & aggressiv reagiert wird.
Kohl wurde auch mit Eiern beworfen, Fischer mit Farbbeuteln und Schäuble/ Lafontain sogar mit Messer angegriffen.

Und das nach den ganzen politischen Turbulenzen der letzten Jahre dort ein paar aufgebrachte Spinner rumlaufen ist auch nicht ungewöhnlich. Selbiges und Schlimmeres gab es auch in Deutschland vor weniger als 100 Jahren.

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mayamia 24.05.2012, 13:29
9. ?

Wieso Die Aufregung Redaktion, Ihr redet über Demokratie. Wieso war dann Deutschland eins der Länder die das Mubarak Regime sowohl finanziell als auch innen Politisch unterstütz haben. Weil Mubarak konsequent islamistischer Tendenzen im eigenen Land unterdrückte, galt er bei den westlichen Staaten als Garant für die politische Stabilität im Nahen Osten.
Deswegen wurde Ägypten während der Regierungszeit Mubaraks finanziell unterstützt.
Zuletzt überwiesen die USA jährlich circa sage und schreibe 1,3 Milliarden US-Dollar an Militärhilfe.
Deutschland leistete in Ägypten Entwicklungshilfe im Wert von durchschnittlich etwa 60 Millionen Euro im Jahr.
Innenpolitisch stützte Mubarak sein Regime auf die permanente Aufrechterhaltung des Ausnahmezustandes in Ägypten. Verfassungsmäßige, demokratische Rechte der Bevölkerung wurden damit auf Dauer aufgehoben.
Korruption und willkürliche Maßnahmen der Regierung, wie z. B. die Verhaftung von oppositionellen Politikern und kritischen Journalisten, waren an der Tagesordnung.
Hmmmmm..... und sowas haben wir unterstütz und jetzt reden wir sooooo (((HERRABLASSEND))).

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