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Präsidentschaftswahlkampf der US-Demokraten: Biden verliert nach TV-Duell an Beliebt
Kamil Krzaczynski/REUTERS

Bei der US-Präsidentschaftswahl will Joe Biden gegen Donald Trump antreten. Laut einer CNN-Umfrage hat er parteiintern stark an Beliebtheit verloren. Die größten Chancen sehen die Demokraten trotzdem bei ihm.

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MeckiP 02.07.2019, 08:26
1.

Im Gegensatz zu Biden hatte Kamala Harris ihre Hausaufgaben gemacht. Ansonsten hat Biden sich selbst demontiert und es war nicht angenehm, dabei zuzusehen.

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Rudra 02.07.2019, 08:44
2. Tulsi Gabbard war die Kandidatin,

die gemessen an Google Suchanfragen nach der Debatte auf das größte Interesse stieß. Das man von ihr in MSM kaum was hört, hat seinen Grund:
Tulsi ist Kriegsvereran, sehr charismatisch und hat sich deutlich gegen die Agressionspolitik der USA ausgesprochen. Damit ist sie eine echte Gefahr für‘s Establishment....so wie Ron Paul vor einigen Jahren.

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markus_uphillmedia 02.07.2019, 08:48
3. Umfrage ohne Wert

Die CNN-Umfragen basieren lediglich auf Festnetz-Telefonnummern, die vorwiegend von älteren Anhängern benutzt werden. Solche Umfragen sind mit Vorsicht zu betrachten, da die Jüngeren nur Smartphones nutzen und in solchen Umfragen gar nicht erfasst werden. Darauf weisst CNN natürlich nicht hin.
Zudem ist die CNN-Berichterstattung hierzu auch sonst sehr selten objektiv und der Sender tut einiges dafür den Status Quo aufrecht zu erhalten. Erst wurden Cory Booker und Beto O'Rourke hochgejubelt und als die nicht zünden wollten wieder fallen gelassen. Als Biden ins Spiel kam war er der CNN-Darling bis er in der ersten Debatte von Kamala Harris zerlegt wurde, die jetzt das neue Postergirl ist.

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taglöhner 02.07.2019, 08:59
4. Jed(e)r ist besser

Aber ausgerechnet Joe Biden zu versuchen in die Rassistenecke zu stellen war ein sehr ernüchternder Tiefschlag, fand ich.
Die Kandidaten sollten sich bewusst bleiben, worum es bei dieser Wahl geht.

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cipo 02.07.2019, 09:04
5.

Zitat von Rudra
die gemessen an Google Suchanfragen nach der Debatte auf das größte Interesse stieß.
Was schlicht daran liegen kann, dass sie viele - im Gegensatz zu z.B. Elizabeth Warren oder Beto O'Rourke - vorher nicht besonders gut kannten. Das macht Gabbard aber nicht gleich zu einer Favoritin. Nach der zweiten Debatte wurde auch kräftig nach Marianne Williamson gegooglet, obwohl die sich kaum zu Wort gemeldet hatte und wenn, dann ziemlich naiven Unsinn von sich gab. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Menge Leute nur nach ihr gegooglet haben, weil sie Williamson sehr schräg fanden und noch mehr lachen wollten.

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Fuxx2000 02.07.2019, 09:10
6. Verzerrtes Bild

Und dazu unvollständig. Das generelle Bild sieht so aus: 1. BIDEN 2. SANDERS zu ca. 80% (Rest Warren) 3. WARREN 4. HARRIS
In den direkten Umfragen gg Trump gibt es zwei Kandidaten die stets deutlich gegen ihn gewinnen, Biden und Sanders. Die anderen liegen ähnlich knapp vor ihm wie damals HRC.

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Lichtenbruch 02.07.2019, 09:16
7.

In einer funktionierenden Gesellschaft dürften die Demokraten eigentlich aufstellen wen sie wollen und würden dennoch haushoch gewinnen.
Denn noch schlimmer als aktuell kann es eigentlich nicht mehr werden. Selbst in traditionell republikanischen Bundesstaaten müsste doch eigentlich das blanke Entsetzen über das herrschen, was sich da aktuell Präsident nennt.

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hausfeen 02.07.2019, 09:17
8. Biden kommt daher wie ein Ex-Präsident vor 3 bis 4 ...

.... Wahlperioden. Das alte Amerika modert auch innerhalb der demokratischen Partei. Biden stand treu zu Obama. Das hatte meine Anerkennung. Das allein ist aber keine Empfehlung fürs höchste Amt.
Amerika benöltigt einen Anschub durch die Jüngeren, in allen Teilen der Gesellschaft. Eben auch im Präsidentenamt.

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anja-boettcher1 02.07.2019, 09:26
9. Personalie Joe Biden

Joe Biden wäre ein Präsident, der zu seinem Amtsamtritt 2020 78 Jahre alt wäre, d.h. am Ende einer ersten Amtszeit unglaubliche 82. Würde er erneut dann antreten - und eine zweite Amtszeit ist die Regel in den USA - wäre er am Ende seiner Präsidentschaft 86 Jahre alt.

Weit davon entfernt, den Jugendkult des Zeitgeist mitzumachen, finde ich es dennoch gruselig, wenn das mächtigste Amt der Welt, in dem - im Kriegsfall - über Leben und Tod von Amermillionen Menschen, im schlimmsten Fall, bei dem Zerstörungspotenzial der größten Militärmaschinerie der Welt, über das Überleben der Menschheit entschieden werden kann, von einem Menschen in einem Alter inngehalten wird, dem altersbedingt professionelle Personenbeförderung in Bus oder Bahn verwehrt bliebe.

Wenn ein so offenes Paradigma einer fast schon oligarchisch zu nennenden Clanstruktur innnerhalb großer Teile der US-Eliten die einzige realistische Alternative zu einem unkalkulierbar erratischen Donald Trump sein soll, dann ist das für mich ein Anzeichen, wie sehr machtpolitische Verfilzung demokratische Strukturen in den USA dysfunktional im Sinne ihrer verfassungsmäßigen Aufgaben gemacht hat. Ist denn den Demokraten nicht klar, warum die Aversionen gegen Hillary Clinton so hoch bei vielen Menschen schlugen, dass sie nicht dazu motiviert werden konnten, per Wahlvotum einen erratischen Demagogen nicht zu verhindern?

Dazu kommt noch, dass Biden ein absoluter Hardliner, ein demokratischer Falke ist, der in einer angespannten Weltlage nicht geeignet schient, ein notwendiges Klima globaler Kooperationsfähigkeit anzustoßen, dass für mehr als ein überlebensnotwendiges Problemfeld absolut essentielle ist. Alleine die Klimafrage scheint mir auch mit ihm nicht lösbar, wenn man sieht, welche Positionen er seinem Sohn Hunter in der fossilen Energiewirtschaft gebahnt hat.

Ein Wahlkampf Trump gegen Biden erscheint mir einer der unvermeidlichen Eskalation globaler Konfrontationen zu sein, bei dem nur zur Wahl steht, ob dies technokratisch-kalt oder erratisch erfolgen wird. Bei beiden scheint mir für Europa eine rigorose Emanzipation von der US-Hegemonie absolut notwendig, falls wir eine Chance auf eine Zukunft haben wollen, die nicht in Krieg und Niedergang unseres Kontinents endet. Biden versus Trump wäre eine Horrorwahl.

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