Forum: Politik
Premier Rajoy per Misstrauensvotum gestürzt: Sieg der "Frankenstein-Allianz"
AFP

Spanien hat einen neuen Premier: den Sozialisten Pedro Sánchez. Doch eine dauerhafte Mehrheit hat er im Parlament nicht, konstruktives Regieren dürfte zur mühevollen Kleinstarbeit werden.

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sanfernando 01.06.2018, 16:41
10. Keiner...

...hatte sich so sehr sofortige Neuwahlen gewuenscht wie Rivera, Chef von ciudadanos, klar: wegen der derzeitigen Umfrageergebnisse. Allerdings sind die Sozialisten staerkste Oppositionspartei, also hat er abgehalfterte PSOE-Expolitiker (Xabier Solana z.B.) als Uebergangspraesidenten bis zu fruehstmoeglichen Neuwahlen vorgeschlagen, damit sich Sanchez blos nicht noch am Ende profiliert! Verkalkiert, Señor Rivera! Seit Sanchez' Wahl feststand und jetzt, nach Sanchez' Wahl, fordert er ein ums andere Mal schnelle Neuwahlen (" Keine Angst, herr Sanchez, vor den Spaniern"), klar! Trotzdem, er wird wohl der naechste presidente de gobierno

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nobronski 01.06.2018, 16:53
11. Es ist doch.....

.... wie fast überall: Jeder/jede will irgendwie mitreden und seine Ideen und Interessen gewahrt sehen. Ob EU oder auch in Deutschland. Und diese Zersplitterung wird von vielen als Segen empfunden, weil sich dahinter ja vermeintlich eine bunte und vielschichtige Interessenvielfalt verbergen könnte.
Fakt ist jedoch, dass diese vielen, zum Teil völlig unterschiedlichen Gruppen (denn sie versuchen sich ja auch noch, möglichst oft und häufig voneinander abzugrenzen) zu einem arbeitsfähigen Gebilde zusammenfinden müssen. Und darin liegt auch schon die Crux.
Wenn zuviele bei allen möglichen Themen mitreden wollen und zumindest einen Teil ihrer Vorstellungen und Ideen umgesetzt sehen wollen, dann mag das auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, repräsentiert man vermeintlich eine große Bandbreite der Interessen der Bevölkerung. Jedoch stellen die oftmals unter langwierigen und zähne Verhandlungen (siehe deutsche Koalitionsgespräche) nur langsam gefundenen "Kompromisse" lediglich eine Gemengelage unterschiedlichster Meinungen dar, die oftmals in der Umsetzung nicht annähernd die notwenige Wirkung in Bezug auf die zu lösenden Probleme erzielen.
Es heißt nicht umsonst:
"Viele Köche verderben den Brei".
Und auch aus diesem Grund wird die EU früher oder später scheitern.

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ludwigkarlfranz 01.06.2018, 17:55
12. Bald wird die Zeit kommen,...

Bald wird die Zeit kommen, in der die Separatisten und ihre Lügen besiegt werden und sowohl die Unsolidarität als auch die Untreue beendet werden.

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francot2 01.06.2018, 18:12
13. zu isidorods:

Hier schreibt ja ein wahrer Spanienkenner! Die von den Regimen in Venezuela und Iran ausgehaltene Partei Podemos sei nicht unberechenbar, die Sektiererinnen Manuela Carmena in Madrid und Ada Colau in Barcelona leisten keine Chaospolitik, sondern "machen sehr solide Arbeit", und Ciudadanos, die auch in Katalonien für strikte Rechtsstaatlichkeit und gegen Diskriminierung politisch Andersdenkender durch den von den Separatisten unterstützten Mob eintritt, werde zur "spanischen AfD"! Es fehlt nur noch, dass er meint, Franco stecke hinter allem.

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112211 01.06.2018, 18:32
14. Gut und jetzt an die Arbeit

Gut so, dass Rajoy und seine PP abgehakt sind. Aber jetzt an die Arbeit, allein schon deswegen, weil die Korruption in Spanien sich quer durch die gesamte Gesellschaft zieht. Nicht so schlimm wie in Italien, aber zu schlimm für einen stabilen und gesunden Staat.

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sir_henry 01.06.2018, 19:09
15. Die EU implodiert - und das ist gut so!

Nach der Brexit-Entscheidung, Trumps "America first" und der sogenannten Fluechtlingskatastrophe fuer die EU kommen endlich die Steine ins Rollen, die zu einer Implosion dieser ElendsUnion fuehren und damit die EU - Buerger langsfristig steuerlich entlasten nach dem FDP - Prinzip "Mehr netto vom brutto" und es werden wieder nationale Waehrungen mit Guthabenzinsen eingefuehrt, d.h. es wird nicht laenger zu Lasten kuenftiger Generationen gelebt und Lebensleistungen sind wieder vererbbar. Man kann nur hoffen, dass Polen, Ungarn und einige "Nordstaaten" den Prozess beschleunigen.

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pietschko 01.06.2018, 19:45
16.

Zitat von sir_henry
Nach der Brexit-Entscheidung, Trumps "America first" und der sogenannten Fluechtlingskatastrophe fuer die EU kommen endlich die Steine ins Rollen, die zu einer Implosion dieser ElendsUnion fuehren und damit die EU - Buerger langsfristig steuerlich entlasten nach dem FDP - Prinzip "Mehr netto vom brutto" und es werden wieder nationale Waehrungen mit Guthabenzinsen eingefuehrt, d.h. es wird nicht laenger zu Lasten kuenftiger Generationen gelebt und Lebensleistungen sind wieder vererbbar. Man kann nur hoffen, dass Polen, Ungarn und einige "Nordstaaten" den Prozess beschleunigen.
natürlich, die eu implodiert.....
haben sie sich mal die zinsentwicklung in dem zeitraum der existenz der eu angesehen? die niedrigzinsen gibt es seit der bankenkrise. übrigens mit von den usa ausgelöst. in welchem land bekommen sie denn mehr zinsen, wenn sie vor allen einmal die inflation berücksichtigen? mehr "netto vom brutto"? was hat das mit der eu zu tun? ich kann ihnen mehre eu-länder nennen, die deutlich niedrigere einkommenssteuern haben. österreich, lettland,.. das geld wird dann aber anders abgeschöpft, oder sie müssen auf leistungen verzichten.
aber dann werden sie wahrshcienlich kritisieren, dass der staat ja auf kosten der arbeitnehmer spart, es zu wenig kindergärten gibt, oder die beiträge dafür zu hoch sind,....
schauen sie sich mal den leitzins von dänemark an. mensch, die haben eine eigene währung,....und trotzdem sind die zinsen (gleich null)niedrig? was sagen sie jetzt????

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loquuntursaxa 02.06.2018, 08:47
17. Fraglich ist

Zitat von fmar
Im schlimmsten Fall wird Spanien so unsicher und instabil wie Italien werden... Die Katalonien-Frage wird sich im Ton wahrscheinlich nicht mehr so vergreifen, so eskalativ sein, wie unter Rajoy. Zum Glück. Aber in der Substanz ist die Position Sanchez' von der von Rajoy identisch. Im besten Fall wird es Sanchez gelingen, den spanischen Föderalismus dahingehend zu reformieren, dass Autonomie nicht mehr Verhandlungsmasse und Verhandlungssache ist, mit all dem Neid, den Ungerechtigkeiten und Widersprüchen zwischen den autonomen Regionen. Sondern dass es endlich eine Föderalismus dort gibt, wo alle Regionen identische Rechte und Pflichten haben. Es darf keine Autonomieunterschiede mehr geben zwischen Asturien und Galizien, zwischen Katalonien und Baskenland, zwischen Aragon und Extremadura. Dann könnte Ruhe einkehren. Ob das gelingt, ist fraglich...
dass Baskenland sein Status verliert. Es ist nicht ein Land das man morgen in einem gemeinsamen Regime manu legis einrufen kann sondern der Status gilt seit 200 Jahrhunderte und hat deswegen die Aussergewöhnlichkeit eines Nationalstatus. Das man es nicht respektiert hat den gleichen Wert als würde ich in Ihrem Haushalt oder Ihrer Familie entscheiden und das wollen Sie wahrscheinlich nicht.

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Stäffelesrutscher 04.06.2018, 23:32
18.

Zitat von ludwigkarlfranz
Bald wird die Zeit kommen, in der die Separatisten und ihre Lügen besiegt werden und sowohl die Unsolidarität als auch die Untreue beendet werden.
Ach, das ist also der Grund, warum Rajoys Partido Podrido gerade angekündigt hat, den eigenen Haushalt im Senat zu torpedieren und gesagt hat: »Damit wollen wir uns am PNV rächen«? Weil alle unsolide und untreu sind, außer PP?

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