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Pressekompass: Brauchen wir mehr Rund-um-die-Uhr-Kitas? Das sagen die Medien
DPA

Familienministerin Schwesig setzt sich für das Modell der 24-Stunden-Kita ein. Ist diese Art der Kinderbetreuung sinnvoll? Die Meinungstrends der Medien

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spon-facebook-1459922526 08.07.2015, 14:10
1.

Naja, 24 Stunden ist vielleicht ein wenig übertrieben, allerdings würde den Kindergärten zumindest Arbeitnehmerfreundlichere Öffnungszeiten gut tun.

In unserer Gemeinde gibt es so einige Kindergärten, allerdings bieten diese entweder nur Plätze von 8-12; 8-15 oder 13-18 Uhr an.

Mit diesen Öffnungszeiten lässt sich ein Halb- oder auch Ganztagsjob absolut nicht vereinbaren, vor allem wenn man über etwas weitere Strecke pendeln muss.

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nine1011 08.07.2015, 14:15
2. naiv

Es ist naiv zu glauben, dass es um eine Wahlfreiheit geht.
Da Familien heute nicht mehr zusammenleben, d.h. Alleinerziehend, Eltern ohne Großeltern oder sogar Ur-Großeltern ist es zwingend notwendig 24h Kitas zu schaffen. Die Kinder werden dort NICHT MEHR betreut, sondern nur zu einer anderen Uhrzeit, denn WER meinen Sie denn, betreut Sie denn im Krankenhaus, oder löscht das Feuer an Ihrem Haus, wenns nachts brennt?
Es gibt genügend Berufe, viele im Sozialbereich (Gefängnis, Behindertenbetreuung, Krankenhaus usw.) wo Arbeitskräfte gebraucht werden und das auch Nachts. Diese Eltern brauchen auch eine zuverlässige, gute und sichere Betreuung für ihre Kinder.
Oder Besser: diese Kinder haben auch Anspruch darauf!
Und der Staat hat an dieser Stelle die Aufgabe die Mehrkosten zu übernehmen.

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m.w.r. 08.07.2015, 14:19
3. Sinnvoll?

Ob es bezahlbar ist ist die Frage und ob man Personal findet das in der Regel unterbezahlt ist und dafür rund um die Uhr tätig sein soll.

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kezia_BT 08.07.2015, 14:20
4. Frau Schwesig, was Sie tun, ist Nötigung!

Die Umfrage hat deutlich gezeigt, daß Frauen, insbesondere in Westdeutschland, gerne und freiwillig "nur" halbtags arbeiten. Aber das paßt nicht in Ihr politisches Weltbild, deswegen kommen aus Ihrem Haus immer abstrusere Ideen, um Frauen zu nötigen, einer bezahlten Arbeit nachzugehen anstatt das zu tun, wozu sie sich berufen fühlen. Entweder können Sie nicht begreifen, daß nicht jede Frau in einer 40h Woche ihr Glück findet, oder Sie werden selber von Wirtschaftlobbyisten bedrängt. Tun Sie endlich mal was für Frauen - lassen Sie sie so wenig oder so viel arbeiten, wie sie es selber wollen ohne Ihre ständigen süffisanten Kommentare!

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humpalumpa 08.07.2015, 14:22
5.

Naja, für Schichtarbeiter wie Krankenschwestern ist das sicher sinnvoll. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass sich diese Option dann sämtliche Unternehmen fix zu nutze machen und versuchen werden, ihre Mitarbeiter zu höherem Arbeitsaufwand und rund um die Uhr Flexbilität zu drängen, mit genau dem Argument, dass der Betreuung ihrer Kids ja dann nix mehr im Wege steht. Und sobald ein paar Leute dazu bereit sind und ihre Kinder mehr und mehr wegen irgendwelchen Projekten auch über Nacht oder bis spät abends in die Kita schicken, wird das irgendwann erwartet. Das würde ich nicht wollen. Schafft nur eine falsche Erwartungshaltung beim Management und geht mir zu arg in Richtung Hamsterrad. Die Eltern buckeln rund um die Uhr und die Kids werden von Fremden erzogen. Vielmehr sollte an dem Konzept weitergearbeitet werden, dass Teilzeitstellen für Eltern ausgearbeitet werden zum Vollzeitgehalt, wobei der Staat Unternehmen bei der Differenz finanziell unterstützt. Stand doch schon mal im Raum. Was ist daraus geworden? Das Ziel sollte eine ausgeglichene Work-Life- Balance sein und dieser Trend arbeitet massiv dagegen.

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gerhard2010 08.07.2015, 14:23
6. Kindebetreuung von Staatswegen

Nachdem die erste industrielle Revolution die Vaeter in die Fabriken gesogen hatte, und der Nachkriegsboom neue Arbeitskraefte brauchte wurden die Frauen in die Wirtschaft gezerrt und von der Kinderbetreuung abgeschnitten. Der Staat zieht die Kinder in seine Betreuung und kann sie gleich zu konformen Buergern / Konsumenten / Soldaten nach seinem Wunsch machen. Deswegen wird das Thema so gepusht.

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awoth 08.07.2015, 14:30
7. Neulich

habe ich einen Cartoon gesehen, in dem sich zwei Paare unterhalten: "Oh, wir haben auch ein Baby, aber wir benutzen es sehr selten..."
Lasst es lieber sein mit Kindern, oder wandert irgendwohin aus, wo man sich Kinder noch leisten kann, und wo sie ernst genommen werden!

Ich jedenfalls schäme mich für ein Land, in dem so was überhaupt diskutiert wird!
Nur weiter so, Deutschland!

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Ericmuc 08.07.2015, 14:33
8. Absolut richtig

auch sollten die Kitas keine Urlaubszeiten oder Weiterbildungstage, an denen einfach zugemacht wird, haben, sondern das intern und mit Aushilfen bewerkstelligen, wir sind z.B. gezwungen, in der teuersten Zeit im August Urlaub zu machen, weil die Kita 3 Wochen (!) zu ist

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langenscheidt 08.07.2015, 14:33
9. Kinder brauchen ihre Eltern

Kinder ohne Eltern wachsen wie früher im Kinderheim auf. KiTas zu Kinderheimen zu machen heisst auch das Kinderkriegen zu hinterfragen. Wöchentlicher Wechsel der Eltern bzw. fremden Kita-Omis erzeugt keine Bindung. Schwesigs Familienpolitik zielt auf eine destruktive Zukunft kommender Generationen ab. Diese Kinder werden mit Wechselbindungen aufwachsen, was dies für deren persönliche Entwicklung bedeutet wird düster aussehen. Späte Folgen in Deutschlands Familienpolitik: Kind gebären, Kind abgeben und Prämie kassieren.

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