Forum: Politik
Presseschau zu Boris Johnsons Brexit-Plänen: "Ein skrupelloser Regierungschef"
Toby Melville/ REUTERS

Boris Johnson schickt das Parlament in die Zwangspause - und die Reaktionen in den britischen und internationalen Medien sind heftig. Die Presseschau.

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WilhelmTell 29.08.2019, 11:43
1. Der Mann will...

...UK um jeden Preis zu einem neuen Bundesstaat der USA machen. Vielleicht hat ihm Trump eine Beteiligung an seinen Hotels versprochen ? Sachen gibt's.....

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lomax3030 29.08.2019, 11:46
2.

Alleinherrscherfantasien wohin man schaut auf der Welt. Putin, Kim und Co. als Vorbilder. Die Demokratie muss sich wehren!

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julianberlin 29.08.2019, 11:48
3. BoJos taktische Provokation

Es handelt sich hierbei nicht um eine Aushebelung der Demokratie, sondern um eine kalkulierte Provokation seitens Johnsons. Er vertagt das Parlament just zum Zeitpunkt der entscheidenden Phase des Brexit, was beinahe zwangslaeufig zum Misstrauensvotum fuehren wird. Allerdings hat Johnson unter den Waehlern wesentlich mehr Befuerworter als im Parlament. Sollte er also abgesetzt werden, muessten Neuwahlen angesetzt werden, die er aller Wahrscheinlichkeit nach gewinnen wuerde. Somit haette er ein Mandat, potentiell sogar ohne die Unterstuetzung der DUP, was eine EU Grenze in der irischen See ermoeglichen wuerde. Falls er dies nicht verfolgt, oder dieser Deal mit der EU nicht zustande kaeme, bliebe immer noch der No-Deal Brexit. So oder so, Johnson geht als Gewiner hervor.

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dachristoph 29.08.2019, 11:52
4. Stellt

sich nur EINE Frage:

Wird die EU sich davon beeindrucken lassen und einknicken?
Oder taugt sie vielleicht doch ein wenig indem sie standhaft bleibt.

Wenn die EU jetzt nachgebt, gibt sie sich selbst auf.

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Kamillo 29.08.2019, 11:56
5.

Das Vollschiff Brüssel sollte einfach abwarten und seinen Kurs beibehalten, bis 31. Oktober. Die britische Fregatte muss Schiffbruch erleiden, sie befindet sich zwischenzeitlich schon in einem Gewässer mit sehr vielen spitzen Felsen unter der Wasseroberfläche, viele ragen raus, aber Kapitän Johnson-Ahab sieht sie nicht.

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saarkast 29.08.2019, 11:56
6. Toll, dass alle die Demokratie verteidigen!

Aber es ist ja immer eine Frage, welche Alternativen es zum harten Ausstieg zum fraglichen Datum gibt! Hat in der Zwischenzeit denn irgendjemand herausgefunden, wie sich die Briten den Brexit statt dessen vorstellen (und wann)?
Manchmal sind eben harte unpopuläre Entscheidungen besser als gar keine Entscheidungen (aus dem ABC für angehende Manager). Und wenn die Alternative eine Fortsetzung der Hängepartie ist, ist der Plan vlt. doch gar nicht so schlecht! Ob es mit Recht und Gesetz vereinbar ist, was BJ da macht, werden die Gerichte schnell herausfinden. Vlt. hofft er ja auch noch auf ein Einknicken der EU, wenn er jetzt alles auf eine Karte setzt...

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spon-3yu-dkm9 29.08.2019, 12:00
7. Typisch Englisch....

Die Brexit-Hardliner zuhause im großen Königreich verstehen nicht, dass die EU noch immer nicht demütig vor den Briten auf die Knie fällt, schließlich ist man doch "GROSS-Britannien".

Aber egal: Wenn die Briten nachher den selbstverschuldeten Schlammassel ausbaden müssen, dann kann man die ganze Schuld ja auf die EU schieben.
Denn die hat den Briten ja einen EU-Austritt so wie ihn sich die Brexit-Betonköpfe vorstellten, vorenthalten: Weiterhin schön von der EU profitieren, ohne irgendwelche Gegenleistung erbringen zu müssen. Denn das ist schließlich "Gott-gewollt", schließlich ist man ja, so glaubt man, noch immer und für alle Zeit eine Großmacht, der sich die EU gefälligst zu beugen hat.

Immerhin - bei aller Wehmut über das Ausscheiden der Briten - bietet der Brexit Anschauungsunterricht über das, was passieren würde, wenn bei uns irgendwelche Wirrköpfe vom rechten Rand einen Dexit durchsetzen würden

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geschädigter5 29.08.2019, 12:00
8. Aufgrund dieses Vorgehens von BJ

Wird das Parlament, sobald es wieder zu einer Sitzung zusammen kommt, ihn mit einem Mistrauensvotums abwählen. Er wird den Nodealbrexit wohl einlegen, ihn aber nicht mehr als PM erleben. Für das dann folgende Chaos sind dann natürlich die anderen schuld

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fuerstchristian 29.08.2019, 12:07
9. Britische Presse weitgehend Johnson-freundlich

Die hier vorgestellten, beziehungsweise NICHT zitierten Medienstimmen beweisen einmal mehr, was in Deutschland viele Menschen nicht verstehen: Die Mehrheit der britischen Print-Medien sind seit eh und je Europa-feindlich gestimmt. Nur eine Minderheit, die für eine Elite schreibt steht voll hinter dem Brexit. Ganz besonders der Telegraph, aber auch die einst so berühmte "Times", die unter dem australischen, rechtsgerichteten Medienzar Murdoch zu einem fast rechten Kampfblatt verkommen ist.

Dass die Königin die Spielchen von Johnson anstandslos mitmacht, zeigt dagegen, wie sehr die Demokratie in GB inzwischen verkommen ist!!!!

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