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Pressestreit vor NSU-Prozess: Helmut Schmidt rügt Münchner Richter
DPA

Jetzt schaltet sich der Altbundeskanzler ein: Helmut Schmidt kritisiert die Umstände der Vergabe von Presseplätzen beim NSU-Prozess. Der Vorgang sei "einigermaßen beschämend", sagte er in der ARD - und knöpfte sich die Richter vor.

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nana22 03.05.2013, 05:23
60. Wehret den Anfängen

Schon jetzt droht das Verfahren zu einem Schauprozess zu verkommen. Auch wenn meine Sympathien sich gegen die Angeklagte richten, hat sie doch Anspruch auf einen fairen Prozess. Nach den widerlichen Schauprozessen im 3 Reich gibt es Gründe warum man keine öffentlichen Übertragungen macht. Leider werden bei öffentlichen Verfahren die Angeklagten nach der Schwere der Anklage vorverurteilt. Jeder Angeklagte gilt aber als Unschuldig solange ihm nicht durch Indizien und Zeugenaussagen oder anderen hieb und stichfesten Beweisen das Gegenteil bewiesen wurde. Und das aus gutem Grund. Außerdem haben wir Gesetze gegen die man verstoßen muss um bestraft zu werden, eine negative Gesinnung alleine reicht nicht. Eigentlich ist der Fall auch ziemlich uninteressant.
2 Haupttäter sind tot, die Mitangeklagte muss erst der Beihilfe überführt werden, neue Erkenntnisse über V Männer oder den Verfassungsschutz sind unwahrscheinlich.
Das Thema Fehlermittlungen etc ist Aufgabe des Parlamentarischen Untersuchungsausschutz und die Ermittlungsfehler sind nicht Teildes Verfahrens.
Für Alles weitere müssen wir abwarten. Klar ist bereits das Gericht hat sich blamiert. Vieleicht sollte man in Zukunft gar keine festen PresePlätze für solche Verfahren vergeben, oder man muss demnächst in der Allianz Arena das Verfahren abhalten, aber das ist genau meine Kritik.

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rkinfo 03.05.2013, 05:29
61. Medien sind in der Strafprozess Ordnung nicht erwähnt

Der Gesetzgeber und die Politik haben es in Jahrzehnten nicht für nötig befunden sowas wie Medien in Gerichtsprozessen zu klären.

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rgoebel@interlog.com 03.05.2013, 05:30
62. So 'ne Blamage!

Zitat von sysop
Jetzt schaltet sich der Altbundeskanzler ein: Helmut Schmidt kritisiert die Umstände der Vergabe von Presseplätzen beim NSU-Prozess. Der Vorgang sei "einigermaßen beschämend", sagte er in der ARD - und knöpfte sich die Richter vor.
Da hat sich Deutschland mal wieder so richtig blamiert. Es hätte bei der ursprünglichen Verteilung bleiben sollen. Schließlich haben es sich die Türken nur selbst zuzuschreiben, wenn sie nicht aufpassen.

Pech gehabt!

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verbalix 03.05.2013, 05:46
63. Gut zu wissen...

...dass es einen Schmidt-Schnauze noch gibt,Der Einzige,der allen andern Politflöten sagen kann,wie der Zug fährt.

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larss 03.05.2013, 06:05
64. Altersweisheit?

Penetranz, Selbstüberhebung und dazu eine von den
meisten Menschen getragene Greisen- und Narrenfreiheit lassen Herrn Schmidt vergessen, dass es so etwas wie Gewaltenteilung in diesem Land einmal - jedenfalls theoretisch - gab. Es wäre wünschenswert, dass sich Herr Schmidt auf das Rauchen, Unkraut rupfen und Zwiebeln häuten konzentriert, wie andere Menschen in seinem Alter auch. Stattdessen geben ihm alle Medien immer wieder Raum für seine albernen Selbstdarstellungen. Bitte aufhören! Es war okay, aber es ist vorbei.

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pennywise_the_clown 03.05.2013, 06:15
65. unser SuperExKanzler

wieso fällt er nicht auch das Urteil, da er ja ALLES weiß?
Reicht Ihm die Rettung Europas nicht (denn er hat ja schon gesagt was beim Euro Sache ist)
Ja die Richter liefern ein Kasperle Theater. Aber muss Helmut S. zu ALEM seinen Senf geben

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forsthaus-neuhaus 03.05.2013, 06:21
66. Trauerspiel

Es ist beschämend wie der normaler Menschenverstand bei der deutschen Gerichtsbarkeit abhanden gekommen ist. Es sind nicht nur die Urteile, die angeblich im Namen des Volkes ausgesprochen werden, die aber das Volk selten nachvollziehen kann, jetzt klappt schon das Vorverfahren nicht. Man kann doch den Bedarf ermitteln und dann ein Gebäude auswählen, welches einen Raum hat, der gross genug für das Gerichtsverfahren ist. Das musste doch in der Grosstadt München machbar sein.

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inecht 03.05.2013, 06:28
67. der ach so schlaue Herr Schmidt...

... sollte sich erst sachkundig machen, bevor er naiv eine Video-Übertragung fordert. Dazu wäre zunächst eine Gesetzesänderung notwendig.

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feldpost45 03.05.2013, 06:40
68.

Richter haben ein schweres Amt. Die bayrischen Richter sind haben aber ein großes Problem: sie sind sich ihrer Fähigkeiten außergewöhnlich bewußt; sie sind gewissermaßen die Elite. Leider überzieht die Presse die bayrische Justiz mit unberechtigten Forderungen. Dem ist sie nicht gewachsen, weil ihnen diese fremd sind. Der Präsident des Gerichts scheint zudem fremdbestimmt zu sein, ich meine, dass dort eine starke Gruppe Richter das Sagen hat. Die letzten Fehler lassen sich auch dadurch erklären, dass zum ersten Mal Richter die "Sachbearbeitung" der Vorbereitungen machen und nicht die zuständigen Sachbearbeiter; aber das ist genug spekuliert.

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