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Problemgewehr G36: Untersuchungskommission fordert bessere Kontrolle beim Waffenkauf
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Warum wurden die Probleme beim Sturmgewehr G36 so lange ignoriert? Eine unabhängige Kommission fordert das Verteidigungsministerium auf, die Kontrolle von angeschafften Waffen dringend zu modernisieren.

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robert.a.braun 14.10.2015, 19:11
20. Ausgebildet wurde ich in den 70iger am G3,

leider wenig erfolgreich, alles was über 100 m zu treffen war, wurde zur Fahrkarte. Mit dem G36
habe ich bei den Reservisten geschossen und, ich
konnte es selbst kaum glauben, so erfolgreich,
dass es zu silbernen Schützenschnur gereicht hat.
Das G36 ist halt kein MG und wenn man mehrere-
Magazine a 30 Schuß durch den Lauf jagt,
dann kann vielleicht die Zielgenauigkeit darunter
leiden.
Beim Schulschießen für Reservisten steht im Regel-
fall für ca. 40 Soldaten ein G36 zur Verfügung,
diese Waffe wird sehr intensiv genutzt und ich habe
zu keiner Zeit Klagen von Kameraden gehört, im
Gegenteil, das Rotpunktvisier und den nahezu rück-
stoßfreien Abschuss des Gasruckladers fanden alle großartig.

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oli h 14.10.2015, 19:12
21. Tendenziell?

gerade im heute journal wurde über die Nachtwei/Königshaus Studie berichtet. Hier hat sich das alles deutlich anders angehört. Man könnte direkt meinen, Herrn Gehbauer war das Ergebnis viel zu positiv um in sein Weltbild zu passen...

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normverbraucher 14.10.2015, 19:14
22.

Zitat von egbert_sass
Zitat: Nachtwei und Königshaus haben ihren Befund am Mittwoch dem Verteidigungsausschuss erläutert und ihren Bericht der Auftraggeberin, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), übergeben. Ihre Schlussfolgerung ist gut begründet. Die beiden Verteidigungsfachleute haben alle Berichte aus dem Einsatz ausgewertet und mit mehr als 150 Soldaten gesprochen, die zum Teil mehrfach im Gefecht standen. In keinem einzigen Fall, betonen sie, sei ein deutscher Soldat wegen seines Sturmgewehrs zu Schaden gekommen oder gar gestorben. Mehr noch: Bis heute sieht kein Soldat einen Grund, dem G36 zu misstrauen. Zuverlässig, leicht, bedienungsfreundlich lauten die Urteile. Dass eine Prüfung auf dem Schießstand Zielabweichungen nach massivem Dauerfeuer oder bei großen Temperaturschwankungen ergab, finden die Soldaten gleichgültig. „Ein Schütze ist kein Schraubstock“, zitiert der Bericht einen Soldaten. Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/bericht-ueber-g36-gewehr-zuverlaessig-statt-ungenau/12451946.html
Aber der Spiegel hat die Affäre aufgedeckt, also muss sie eine Affäre bleiben! Selbst die Tagesschau schreibt trotz Darstellung des genannten Berichtes immer noch vom Gewehr mit Mängeln... tja, auch mediale Idiotie bleibt nun mal Idiotie, liebe Journalisten. Kritikfähigkeit wäre manchmal hilfreich.

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teacher20 14.10.2015, 19:19
23. Theoretische Feuergeschwindigkeit

Zitat von rascher
Bei Laboruntersuchungen wurde festgestellt, dass beim Gewehr G36 durch Erhitzung die Treffgenauigkeit abnimmt. Dabei war von 750 Schuss pro Minute die Rede. Wer kann mir erklären, wie man mit einem solchen Sturmgewehr 750 Schuss pro Minute abgeben kann.
Dabei handelt es sich um die theoretische Feuergeschwindigkeit. Besser wäre es, zu sagen, hypothetische Feuergeschwindigkeit.
Praktisch ist so etwas nicht möglich, weil man gar nicht so schnell voll aufmunitionierte Kunststoffmagazine "nachfüttern" könnte (ungefähr 25 Magazine x 30 Schuss in 1 Minute!) und das G36 keine Gurtzufuhreinrichtung hat. Zudem könnte ein Infanterist gar nicht so viel Munition mitschleppen. Solche Tests sind ungefähr so aussagekräftig wie die (am anderen Ende der Skala) EXTREM NIEDRIGEN Treibbstoffverbrauchswerte, mit denen die Automobilindustrie Werbung macht.
Einen Nutzen hätte es auch nicht. Nicht einmal mit einem MG wie dem MG3 würde man 750 Schuss Dauerfeuer verschießen. Das würde kein Rohr aushalten und zudem wäre es Munitionsverschwendung im höchsten Grade.
Wer je mit einer Waffe (Sturmgewehr oder Maschinengewehr) Dauerfeuer geschossen hat, wird feststellen, dass eine KALTE Waffe schon beträchtlich streut.
Sinnvoll bei beiden genannten Waffen sind nur kurze Feuerstöße (3 bis 5 Schuss, was jedoch ein gutes Gefühl für die Waffen erfordert), wenn zumindest noch 1-2 Schuss (halbwegs) ins Ziel gehen sollen.
Für die Maschinenpistole MP5 und das G3 gab es eine Abzugseinrichtung mit einem "3-Schuss-Begrenzer" ("3-shot-burst"), den die Bundeswehr jedoch nie einführte. Seine Entwicklung war die Konsequenz aus dem von mir oben geschilderten Umstand.

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egonon 14.10.2015, 19:20
24. So ein Quark,

dieser Kommissionsbericht. Wie nach den Berichten der mit dem Gewehr G36 ausgerüsteten Soldaten zu folgern ist, hat diese Waffe im Gefecht ihre Aufgaben voll erfüllt. Darüber, daß das Gewehr unter Laborbe-dingungen die völlig unrealistischen Vorgaben nicht erfüllt hat, liegt doch offensichtlich die völlige Unkenntnis über die Verwendung des Gewhres zugrunde. Wer jemals mit einem Sturmgewehr - sei es die AK 47, das G3, das G36 oder das M16 - geschossen hat, weiß doch, daß es völliger Blödsinn ist ununterbrochen hunderte von Patronen abzufeuern. Wenn ein Treffer erzielt werden soll, dann mit gezieltem Einzelfeuer oder kurzen Feuerstößen. Aber woher soll ein Banke das schon wissen?

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2Fast4U 14.10.2015, 19:33
25. Gewehre mit denen man diese Kadenz erreicht...

nennt man Maschienengewehre und die haben teilweise nicht umsonst einen Lauf den man wechseln kann. Wenn ich den Leopard 2 eine Weile in der Sonne stehen lasse dann verzieht sich das Rohr so das ohne Nachjustieren kein genaues Treffen mehr möglich ist. Muss der jetzt auch ausgemustert werden?

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rafterman 14.10.2015, 19:58
26. G36 war ein fehler

und das von anfang an. spielzeugmunition, spielzeug griff usw. hoffe der nachfolger hat wieder 7.62 x 51mm am besten das gute G3 zurueck bringen. ich habe nie verstanden, warum das G3 ausgemustert wurde. das hatte auf 600meter zielgenau getroffen und 60cm beton spielend durchschlagen.

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eiscrack82 14.10.2015, 20:03
27. Das war schon 2004 so!

In meinem Grundwehrdienst 2004 musste ich schon feststellen das die G36 ein ungenaues Trefferbild zeigt! Ich musste bei meinen G36 bei 100m auf oben rechts 8 anvisieren damit die Figur fällt! Andere Kameraden mussten indes in den Sandhügel darunter zielen um überhaupt zu treffen! Damals dachte ich das die einfach zu selten geeicht wurden!

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eiscrack82 14.10.2015, 20:13
28.

So nannte es ein Ausbilder der noch an dem G3 ausgebildet wurde! Ganz ehrlich. Mit der G36 kannste wie Rambo sein, da der Rückstoß lächerlich ist. Eine in die linke und eine in die rechte Hand! Hätte gern mal die G3 probiert!

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opinio... 14.10.2015, 20:33
29. falsche Frage, besser

Warum wird ein Problem daraus gemacht, wer und mit welcher Ansicht. Die Truppe fand es doch gar nicht so schlecht.

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