Forum: Politik
Programm: AfD droht Streit über sozialpolitische Ausrichtung
AFP

Ende April will sich die AfD in Stuttgart ein Bundesprogramm geben. Nun könnte nach SPIEGEL-Informationen ein heftiger Streit über die wirtschafts- und sozialpolitische Linie ausbrechen.

Seite 1 von 17
WwdW 19.03.2016, 10:39
1. Ach ja, so schön ...

... kaum wurden sie gewählt und haben ganz viele ihrer Leute auf Versorgungsposten in den Parlamenten gebracht, schon verraten sie ihre ureigensten Wähler: "Wir können nicht nur eine Partei der Geringverdiener und Arbeitslosen sein", sagte Parteichef Jörg Meuthen ..."

Die nächste Wahl will ich sehen, ob sich die Ergebnisse nicht auf 1/3 reduzieren. wenn sie 2/3 ihrer Arbeitslosen und Geringverdiener-Wähler verlieren ...

Allerdings die Wähler waren gewarnt genug.

Beitrag melden
nachdenk71 19.03.2016, 10:52
2. Nachbesserung erforderlich

Der Programmentwurf ist in der Tat nachbesserungswürdig.
Abschaffung der Erbschaftsteuer, Absenkung der Spitzensteuersätze, Privatisierung der Lebensrisiken - das geht gar nicht. Dann kann ich lieber die FDP wählen.
Es dürfen keine sozialen Verwerfungen folgen. Wenn die AfD dauerhaft Erfolg haben will, muss sie große Teile der Bevölkerung vertreten - auch die, die sie jetzt gewählt haben.

Beitrag melden
sfk15021958 19.03.2016, 10:57
3. Jeder so gut er kann!

Unsere politischen Parteien wetteifern offensicht darum, wie man sich am besten selbst zerstören bzw. sogar abschaffen kann! Piraten haben's vorgemacht, CDU und SPD haben den Boden unter den Füßen verloren - parallel auch viele Wähler - und nun folgt (?) die AfD. Fast reine Protestwähler-Partei (ca. 50 %), die die nächsten Bundestagswahlen vielleicht nur noch gerupft und geschwächt erreichen wird, um untergehen!?!?

Beitrag melden
bach-herbert 19.03.2016, 10:59
4. Erinnerung an die ersten Jahre der Partei Die Grünen

Wenn man den Artikel liest fühlt man sich zurückversetzt
an die ersten Jahre der Grünen mit ihren Richtungskämpfen zwischen dem Realo und dem Fundi-Flügel. Zwischen grünen Kommunisten und konservativen Naturbewahrern und Schützern.
Die Geschichte ist ja bekannt, es gab Abspaltungen und extremste Ausreißer.

Herr Meuthen muss sich im klaren sein, eine nationalliberale FDP wird die AfD nicht.

Wir erinnern uns an den Versuch die FDP mit einem nationalen Anstrich zu versehen, der grandios scheiterte.

Die AfD wird nie eine "FDP" für die Wirtschaft.

Tatsächlich liegt die Chance der AfD sich kontinuierlich im deutschen Bundestag festzusaugen als nationale Alternative zur Partei Die Linke.

Gerade die Analyse der Wählerströme zeigt, dass die wegbrechende untere Mittelschicht, ja auch die Mittelschicht und die am Rande schon liegen gelassenen
die AfD wählten.

Eine kleine Anekdote möge dies verdeutlichen und sei beispielhaft angeführt:

In Würzburg wurde eine neue Flüchtlingsunterkunft vorgestellt, auch den Nachbarn des Objektes.
Der BR Regional Unterfranken sendete einige Stimmen der Besucher. Darunter eine klassische Stellungnahme potentieller AfD Wähler:
"So schöne Bäder und Duschen haben wir nicht"

So leid es mit tut, die AfD ist im national-sozialen Milieu zuhause und dort kann sie auch rüsieren.

Diese Formulierung ist natürlich missverständlich aber die AfD muss die Partei der Verlierer der Völkerwanderung sein und die Partei der Sparer und zukünftigen Rentner die durch die Politik der EZB mit Duldung der Altparteien enteignet werden.

Warum wohl und hier hat Petri recht, kommen so viele Wähler aus dem Nichtwählermilieu?
Diese wollten keine „Braunen“ wählen, also blieben sie zuhause. Die Partei Die Linke mit DDR Vergangenheit war für diese Wählerschicht keine Alternative, jetzt haben diese Wähler eine
wählbare Alternative: Es lebe die Reinkarnation des politischen Spießbürgers.

Beitrag melden
dermaxohneeigenschaften 19.03.2016, 11:01
5. Ironie!

Es ist schon bemerkenswert und entbehrt nicht einer gewissen Ironie wenn Politiker die soziale Hängematte als Feindbild stilisieren: sind denn die Löhne von Berufspolitikern an Leistungen geknöpft?
Das ist demokratiepolitisch gar nicht möglich, Politiker benötigen zur Ausübung ihrer Tätigkeit Freiraum. Wir alle finden das per Gesetz gut, und schließlich können wir uns die derart versenkten Milliarden auch leisten - haben die Entscheidungsträger ja für uns befunden.
Ja, und es sagt viel über uns als Menschen aus wenn wir solches Verhalten den Mächtigen durchgehen lassen, während wir es den stillen verwehren. Den Halt des eigenen Selbstbilds liefert das treten auf am Boden liegende: mir geht es gut, solange es euch schlechter geht. Mir schwant: Die Hölle, das sind wir!

Beitrag melden
axelmueller1976 19.03.2016, 11:02
6. Nicht zu Voreilig

Warten wir doch erst einmal ab ,bis das Papier vorliegt.Dann sollte man es analysieren und seine Schlüsse für zukünftige Wahlen ziehen. Aber wir sollten auch nicht glauben ,daß die Partei um 2/3 abstürzt, denn die Krise wird uns noch lange begleiten.Auch wenn uns die Politiker etwas anderes vorspielen.Der nächste EU-Gipfel läßt nicht lange auf sich warten.

Beitrag melden
Darwins Affe 19.03.2016, 11:03
7. Das Blaue vom Himmel

Das liberale Wirtschaftsprogramm der AfD stammt noch aus den Zeiten von Prof. Lucke. Ich nehme an, dass im neuen Wirtschaftsprogramm in populistischer Manier (wie z.B. bei der Front National oder den „Linken“) den Wählern das Blaue vom Himmel versprochen wird. Lediglich in der Euro-Frage wird die AfD wohl Kurs halten, da das Manko der Gemeinschaftswährung immer sichtbarer wird.

Beitrag melden
biber01 19.03.2016, 11:05
8. @Nachdenk71

Sie haben absolut Recht. Deswegen ist dir AfD auch nicht wählbar.

Beitrag melden
Spr. 19.03.2016, 11:06
9. Na endlich!

Es ist längst überfällig, dass die extrem neoliberale Ausrichtung der AfD auf den Tisch kommt! Auch wenn jedem halbwegs informierten Menschen lange klar war, dass die AfD niemals eine Partei der kleinen Leute sein wird.
Die Mitläufer und Wöhler dieser neuen braunen Partei haben den zur Schau getragenen Rassismus offensichtlich als Sozialverhalten zu ihren Gunsten stark fehlinterpretiert. Bis zur Bundestagswahl im nächsten Jahr sollte Zeit genug sein, selbst diesen Wählern begreiflich zu machen, dass mit dieser Wahl an dem Ast sägen, auf dem sie selbst sitzen.

Beitrag melden
Seite 1 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!