Forum: Politik
Prominente Kandidaten: Eine Köchin, ein Astronaut und ein Tennisrüpel - sie wollen in
AP; imago images; Getty Images; AFP; EPA

Im EU-Parlament sitzen nur farblose Karrieristen? Von wegen: Diese Wahl könnte hochinteressante Charaktere ins Amt bringen - von Sarah Wiener bis Yanis Varoufakis.

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neutralfanw 17.05.2019, 07:47
30. Aufnahme-Prüfung

Trump möchte eine Aufnahmeprüfung für Einwanderer. Ich möchte einen Eignungstest für EU-Politiker bzw. Bundestagsabgeordnete. Wer möchte schon von unfähigen Berufspolitikern regiert/geführt werden? Politiker mit einer wirtschaftlichen Berufserfahrung von weniger als 10 Jahren, sind nicht kompetent. Politik als letzte existenzsichernde Tätigkeit wird dem Anspruch der Wähler/Bevölkerung nicht gerecht. Wir haben nicht nur im deutschen Bundestag oder in der EU-Politik diese schwachen Persönlichkeiten.

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transatco 17.05.2019, 08:30
31. Sorry! Aber das sind alle abgehalfterte Kandidaten..

deren Karrieren im eigentlichen Betätigungsfeld ins stocken geraten oder gar völlig versandet sind!
Europa bleibt eine Resteentsorgungsrampe und Altersabsicherung für Leute die Ihren Zenit weit hinter sich haben!

Keinen der Kandidaten kann man wählen, wenn man einen "Neuanfang" in Europa will!

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danielc. 17.05.2019, 08:34
32.

Wenn ich etwas von Fachleuten lese, kommt mir in den Sinn, dass es so etwas gibt. Das nennt sich Monarchie. Niemand wird früher und intensiver auf Regierungsaufgaben vorbereitet, als ein Thronfolger. (Auch wenn es nur um Repräsentation geht)
Im Parlament sollten Menschen sitzen. Menschen, die das Volk vertreten, am besten aus allen Schichten kommend. Bei einem Minister ist eine gewisse Fachkompetenz wünschenswert, aber zunächst werden Abgeordnete gewählt, daraus können dann eventuell Leute zu Ministern berufen werden.
Beim Management kann man auch nicht von Fachkompetenz auf ein gesundes Unternehmen rückschließen. Borgward und Horch hatten Ahnung von Autos, wurden jedoch wirtschaftlich an die Wand gedrückt. Detailkenntnisse müssen kein Vorteil sein. Menschenkenntnis ist in diesen Positionen viel wertvoller.
Wenn wir nur noch Fachleute wollten, könnten wir das Wählen abschaffen. Bzw. China zum Vorbild nehmen. Ich lebe lieber in einem unvollkommenen Staat, der seinen Bürgern Freiheit garantiert und manchmal unfähige in Positionen spült, für die sie nicht geeignet sind. Mehr Beteiligung auch außerhalb der Wahlen, wäre noch ein Wunsch.

Zu Sonneborn möchte ich kommentieren, das, was ich von seinen Aktivitäten mitbekommen habe, machte bisweilen Sinn, als ich mir die Liste angesehen habe, musste ich jedoch davon Abstand halten, ihn zu wählen. Soviel Satire vertrage ich dann doch nicht.

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Tostan 17.05.2019, 09:17
33.

"Deutschland gehört zu den wenigen EU-Ländern ohne Sperrklausel für Kleinstparteien.
Davon dürfte auch Martin Sonneborn erneut profitieren. "

Ähm, Die PARTEI liegt in der aktuellen Infratest Umfrage bei 3%, und wird extra aufgeführt, nicht mehr unter "sonstige" Das ist keine Klein*st*partei mehr. Und selbst wenn bei der nächsten Wahl eine Sperrklausel kommt, dann nicht bei den 5% wie im Bundestag, sondern es wird von 3% geredet. So wie sich die Wahlergebnisse für die Partei bisher entwickelt haben ist sie dann locker drüber...

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Frederik72 17.05.2019, 09:43
34. Volt

eine Partei junger Menschen, die mehr Europa wollen. Mal sehen ob sie es schaffen.

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cobaea 17.05.2019, 09:56
35.

Zitat von TS_Alien
Zwei Beispiele: Ein Forschungsminister sollte den Forschungsbetrieb kennen und selbst Wissenschaftler gewesen sein. Ein Bildungsminister sollte im Bereich der Bildung tätig gewesen sein. Wirtschaftswissenschaftler sind nur dann nützlich in der Politik, wenn sie nicht irgendeiner Wirtschaftsreligion anhängen, sondern wirtschaftliche Situationen unvoreingenommen analysieren können. Astronauten besitzen Spezialwissen, das in der Politik wenig bringt. Ob Astronauten gute Wissenschaftler sind und sich in diesem Bereich engagieren könnten, muss man im Einzelfall klären. Fachkompetenz erwirbt man nicht nebenbei. Ein passendes Studium ist sicher eine gute Grundlage für die entsprechenden Positionen in der Politik.
Hier geht's aber nicht um MinisterInnen, sondern um ParlamentarierInnen. Die können sich a) aussuchen, wozu sie das Wort ergreifen und b) die Unterlagen studieren, die sie bekommen. Das ist in jedem Parlament gleich. KeinE AbgeordneteR kann über jedes Gebiet Bescheid wissen, das im Laufe einer Legislaturperiode im Parlament verhandelt wird. Aber bei wirtschaftspolitischen Vorlagen ist ein Wirtschaftswissenschaftler doch gut aufgestellt (was "Wirtschaftsreligion" ist und was nicht, bestimmt ja immer der politische Standort dessen, der das Wort anwendet), bei Fragen zu Nahrungsmittelproduktion oder -kennzeichnung ist eine Köchin auch nicht falsch, und Astronauten haben eine Vorausbildung - vom Astrophysiker bis zum Ingenieur oder Pilot - "Astronaut" ist sozusagen die Zweitausbildung. "Fachkompetenz" kann man auch in einem Beruf erwerben, zu dem man kein Studium braucht. Wer sich für ein Thema interessiert kann auch ausserhalb eines Studiums eine Menge Fachkompetenz erwerben.

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regelaltersrentner 17.05.2019, 10:05
36.

Ist das die Sahrah Wiener, die mit Partnern einen kleinen Schnuckeligen 800 Hektar großen Bauernhof mit Biogasanlage betreibt und im letzten Jahr 317.000 Euro an EU-Geldern bekommen hat?

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cobaea 17.05.2019, 10:09
37.

Zitat von so-long
Auf den ersten Blick erscheinen diese als "normale Leute", aber ich stimmeIhnen 100% zu. Was das Bubng-Bunga-Fossil Berlusconi da soll, ist mir schleierhaft; vielleicht will er eine europäische Friedhofsordnung durchsetzten. Es ist finanziell extremst lukrativ, im EU-Parlament zu sitzen. Da geht es ganz banal um die Fleischtöpfe. Das ist die Abwandlung/Variation des bedingungslosen Grundeinkommens. Entweder betreibe ich ein Sterne-Restaurant oder ich bin Parlamentarier: beides geht nicht.
Wieso meinen alle, es könne diesen Kandidierenden nur um die Abgeordnetendiäten gehen? Glaubt wirklich jemand, Berlusconi brauche die? Oder Sarah Wiener sei darauf angewiesen oder Varoufakis oder Ilie Nastase? Die haben genügend eigenes Geld. Solche Leute haben für die Parteien, für die sie kandidieren, vor allem die Funktion von "Stimmensammlern". Sie sollen Aufmerksamkeit erregen und Leute an die Urnen locken, die sonst entweder gar nicht wählten oder womöglich eine andere Partei. Caio Giulio Cesare Mussolini z.B. macht seiner Tante Alessandra Mussolini Konkurrenz, die für Berlusconis Forza Italia in der EVP-Fraktion im Europa-Parlament sitzt. Wer gerne "Mussolini" schreiben will, soll das jetzt einfach noch weiter rechts können (schon Alessandra findet ihren Onkel Benito toll). Varoufakis ist eine "Zugnummer" für eine kleine Partei und Wiener in Österreich ebenso.

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cobaea 17.05.2019, 10:12
38.

Zitat von herbert
Ich behaupte mal, dass 90 Prozent der jetzigen EU Abgeordneten nur wegen des Geldes und des dicken Posten im völlig überladeten europäischen Parlament sitzt.
Aber die hier vorgestellten KandidatInnen trifft das doch nicht -.die haben alle genügend eigenes Geld. Und welche "dicken Posten" gibt's denn um Himmels Willen für eineN Europa-ParlamentarierIn? Ja, die sind gut bezahlt - das sind aber Bundestagsabgeordnete auch. Und das Europa-Parlament für derzeit noch gut 500 Mio. BürgerInnen, ist nur wenig grösser als der Bundestag als Vertretung für 82 Mio.

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Schartin Mulz 17.05.2019, 11:11
39. Dann wollen Sie

Zitat von TS_Alien
Zwei Beispiele: Ein Forschungsminister sollte den Forschungsbetrieb kennen und selbst Wissenschaftler gewesen sein. Ein Bildungsminister sollte im Bereich der Bildung tätig gewesen sein. Wirtschaftswissenschaftler sind nur dann nützlich in der Politik, wenn sie nicht irgendeiner Wirtschaftsreligion anhängen, sondern wirtschaftliche Situationen unvoreingenommen analysieren können. Astronauten besitzen Spezialwissen, das in der Politik wenig bringt. Ob Astronauten gute Wissenschaftler sind und sich in diesem Bereich engagieren könnten, muss man im Einzelfall klären. Fachkompetenz erwirbt man nicht nebenbei. Ein passendes Studium ist sicher eine gute Grundlage für die entsprechenden Positionen in der Politik.
eine andere Demokratie.
In einer Demokratie ist grundsätzlich jeder wählbar.
Wir alle, die wir das Volk sind, äußern uns hier zu allen möglichen Themen. Weil wir dazu eine Meinung haben. Auch ohne Studium.
Ein Minister hat (im besten Fall) einen ganzen Stab von Fachleuten, die die Detailarbeit machen. Ein Minister gibt nur die Richtung vor, im Idealfall im Sinne seiner Wähler.

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