Forum: Politik
Protest gegen China: Tibetische Nonne zündet sich selbst an

Ihr tödlicher Protest sollte ein Zeichen gegen die harte Herrschaft Pekings in Tibet sein: Eine buddhistische Nonne hat sich im Südwesten Chinas selbst angezündet - es ist bereits die neunte Selbstverbrennung innerhalb der vergangenen Monate.

Seite 2 von 3
bodenseekind 18.10.2011, 11:51
10. Recht und Rechtschreibung

Zitat von Xany
Also ich konnte in China ungestört in öffentlich zugängliche Kirchen, sowie auch in Bhuddistische Klöster gehen. Soweit ich weiß ist auch die Religionsfreiheit in der Verfassung verankert. Ob es dort Einzelschicksale gibt, die unterdrückt werden entzieht sich meines Wissens. Allerdings würde ich Wissen auf Wikipedia auch nicht sofort als Vertrauenswürdig einstufen. Trotzdem danke!
Zitat von Xany
Seit 50 Jahren besetzt China Tibet? Eher seit hunderten Jahren. Die verdammten Franzosen besetzten ja auch immernoch Elsas-Lothringen. Mit einer Verbrennung für Religionsfreiheit zu protestieren in einem Land in dem Religion definitiv Privatsache ist und es keine Staatsreligion gibt scheint mir abwegig. Sicher, dass es sich hier nicht um einen Übersetzungsfehler handelt?
Sehen Sie, das finde ich aufschlussreich - und ich mache das ungerne, in diesem Fall ist es mir das aber wert - Sie schreiben nicht einmal 'Buddhismus' richtig - wenn man, wie Sie, "Bhuddismus" schreibt, so ist das kein "Verschreiber" oder "Dreher" - es zeigt einfach, dass Sie das Wort falsch schreiben - und ebenso ignorant lesen sich Ihre Gedanken. Der schäbige Vergleich mit dem Elsass (schreibt man übrigens auch nicht so wie Sie es tun, sondern mit zwei 's'...) ist ein ebenso zynischer wie unrichtiger: das Elsass hatte seit den Zeiten des Heiligen Römischen Reichs eine sehr wechselvolle Geschichte, (und auch schon davor...) Tibet hingegen ist seit dem 7. Jh ein Königreich gewesen. Was also möchten Sie mit Ihrem Beitrag sagen?
Hier von "Einzelschicksalen" zu reden, die möglicherweise (oder auch nicht?) "unterdrückt werden", ist in der Tat die arroganteste mögliche Haltung eines zufriedenen Europäers, der China besucht uns sich sagt: "was denn? ist doch alles gut und schön hier..." ...ob überhaupt jemand "unterdrückt" wird - Sie sagen es selbst: es entzieht sich Ihres Wissens. Ich habe keine weiteren Fragen an Sie - den "Zeugen".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Xany 18.10.2011, 12:10
11. .

Zitat von G. Whittome
Damit drücken Sie auch aus, dass es außerdem auch nicht zugängliche religiöse Stätten gibt. Der Staat bestimmt also, was zugänglich ist und was nicht. .
Naja das wollte ich mit meiner Aussage nicht implizieren. Nur weil ich sage "Es gibt schwarze Katzen" heißt das ja nicht, dass es im Umkehrschluss auch braune geben muss. Aber ja, das mag sein. Und was zugänglich ist und was nicht bestimmt HIER ja auch der Staat. Oder halt der, dem es gehört.

Zitat von G. Whittome
Wikipedia ist sicher nicht das Maß aller Dinge, aber bis zum Beweis des Gegenteils als Referenz durchaus brauchbar. Sie können auch direkte Quellen aufsuchen, z.B. (State Administration for Religious Affairs of P.R.C.). Ein Staat, indem Religion tatsächlich Privatsache ist, dürfte eine solche Institution nicht nötig haben.
Ja, das stimmt. Weiß aber nicht, was dieses "Büro" genau tut, daher wage ich es auch nicht, darüber zu urteilen. Ich gebe lieber nur wissen weiter, mit dem ich auch persönlich erfahrung gemacht habe. Der rest ist immer nur hören-sagen.
Danke trotzdem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bodenseekind 18.10.2011, 12:31
12. China und der Rest der Welt...

Zitat von Magnolie5
Jeder Suizid, der begangen wird um eine Veraenderung herbeizufuehren ob politisch oder gesellschaftlich, ist unsinnig! Gerade in China werden diese schrecklichen Selbsverbrennungen nichts bewirken.
...Die Frau, die sich selbst verbrannt hat, ist ganz gewiss nicht davon ausgegangen, dass ihr "Suizid" in China etwas bewirkt oder bewirken soll - es ist vielmehr ein Zeichen an die Welt. An die zufriedene Welt, die mit China gute Geschäfte macht und so tut, als ob alles gut ist - was ja für die, die gute Geschäfte machen, auch so ist. Es ist aber nicht alles gut. Und welches Zeichen, als das eigene Leben zu opfern, könnte es stärker geben, um es der Welt mitzuteilen - nichts ist gut. Sie sagen es - ein schreckliches Zeichen, doch wie sehr viel mehr schrecklich ist das, was seit 60 Jahren in Tibet... eben KEIN Alltag ist... und die Welt möchte wegschauen - doch wie gut ist das Gewissen der Welt, wenn Menschen sich selbst verbrennen, um Freiheit für ihr Land zu wünschen... Tibet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Xany 18.10.2011, 12:35
13. .

Zitat von bodenseekind
Sehen Sie, das finde ich aufschlussreich - und ich mache das ungerne, in diesem Fall ist es mir das aber wert - Sie schreiben nicht einmal 'Buddhismus' richtig - wenn man, wie Sie, "Bhuddismus" schreibt, so ist das kein "Verschreiber" oder "Dreher" - es zeigt einfach, dass Sie das Wort falsch schreiben - und .....
Niemand mag Rechtschreibfetischisten. Vor allem nicht im Internet. Das hier ist keine Diplomarbeit sondern nur ein Kommentar. Tibet hat ebenfalls eine sehr "wechselvolle" Geschichte hinter sich. Schön, dass sie glauben es sollte frei sein. Ich tolleriere ihre Meinung ja auch, sage nur, dass sie umstritten ist. Was ich samit sagen will ist, jemand der auf den "Free-Tibet-Zug" aufspringt hat nicht automatisch Recht, weil er schneller fährt.
Hier werden auch Minderheiten unterdrückt. Demokratie ist automatisch die "Unterdrückung der Minderheit". In einem Europa, in dem immernoch Freiheitsorganisationen gejagt werden (ETA) sollte man vor seiner eigenen Tür kehren anstatt immer mit dem Finger auf andere zu zeigen. Fakt ist, überall werden Minderheiten unterdrückt. Mögen sie ihre Moral in einem Forum hochhalten oder nicht. Etwas tun damit es sich ändert machen sie nicht. Ich habe mehrere Jahre in China gelebt und sogut wie niemand meiner chinesischen Mitbürger von denen ich viele als Freunde gewonnen habe hat sich "unterdrückt" gefühlt. "Eingeschränkt, ja, man hat leider kein Facebook, aber sonst? Ne." Zitat ende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Serpico 18.10.2011, 12:46
14. .

Zitat von Xany
Niemand mag Rechtschreibfetischisten. Vor allem nicht im Internet. Das hier ist keine Diplomarbeit sondern nur ein Kommentar. Tibet hat ebenfalls eine sehr "wechselvolle" Geschichte.....
Doch. Rechtschreibung ist wichtig. Auch in Foren.
Übrigens, tolerieren schreibt man mit einem l. Und Ende schreibt man groß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hirschlaus 18.10.2011, 12:59
15. Freiheit

Zu Xany:
Haben Sie das Buch "Licht im Dunkel der Nacht" von Ani Pachen oder "Für ein Lied und tausend Lieder" gelesen? Alles Zeugnisse zum Zustand in China.Oder können Sie sich noch an die Frankfurter Buchmesse im letzter Jahr erinnern?
Wie hat sich China dort präsentiert? Also mir wurde ob diesem Verhalten der Delegierten auf der Buchmesse Angst und Bang.Freiheit ade.Warum war Tibet diesen Sommer für Touristen gesperrrt? Weil es so schön ist, die Tibeter in Ausübung ihrer Freiheit zu beobachten?
Oder gab es doch was zu verbergen?
Wenn in Tibet alles so gut ist, warum kann man sich dort nicht selbständig bewegen? Touristen müssen immer einen Führer haben, der genau bestimmt, was gesehen werden darf und was nicht.
Wenn wir z.B. nach Italien gehen, können wir uns Dort Städte auf eigene Faust ansehen. In Tibet geht das nicht. Warum?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bodenseekind 18.10.2011, 13:01
16. Lesen Sie selbst einmal...

Zitat von Xany
Ich habe mehrere Jahre in China gelebt und sogut wie niemand meiner chinesischen Mitbürger von denen ich viele als Freunde gewonnen habe hat sich "unterdrückt" gefühlt. "Eingeschränkt, ja, man hat leider kein Facebook, aber sonst? Ne."
...was Sie hier sagen. Es geht, wenn ich mich richtig erinnere, hier nicht darum, ob sich Ihre chinesischen Mitbürger unterdrückt fühlen, sondern ob sich die Tibeter unterdrückt fühlen. Ein gewaltiger Unterschied - finden Sie nicht auch?

...Im übrigen bin ich kein "Rechtschreibfetischist" - es gibt sehr viele Beiträge auf SPON (und auch anderswo), wo falsch geschrieben wird - das ist mir ganz egal, wenn der Sinn klar ist und man sieht, es ist nur schnell "getippt". Auch sagte ich, es ist normalerweise nicht meine Art - aber Ihr "Verschreiber" ist eben KEIN Verschreiber - es hat etwas mit Allgemeinbildung zu tun. Ich denke, auch mit Respekt. Wenn ich einen Namen falsch schreibe oder ausspreche, ist es mir nicht wichtig, es richtig zu tun. Ich wäre auch kaum so scharf geworden, wenn nicht Ihr Vergleich zwischen Tibet und dem Elsass so haarsträubend wäre. Dann lassen Sie es doch bleiben, so zu polemisieren. Sie wissen sehr gut, dass dieser "Vergleich" an den Haaren herbeigezogen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bodenseekind 18.10.2011, 13:12
17. Ein schöner 1. Beitrag...

Zitat von hirschlaus
Zu Xany: Haben Sie das Buch "Licht im Dunkel der Nacht" von Ani Pachen oder "Für ein Lied und tausend Lieder" gelesen? Alles Zeugnisse zum Zustand in China.Oder können Sie sich noch an die Frankfurter ......
...danke! ...Willkommen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wuhan-orthodox 18.10.2011, 14:38
18. casual business

des schlimmen ereignis zu trotz sollte man mal in der deutschen presse mal ein bisschen ungefaerbter und sich die praktischen fakten angucken. schnell reingeschmissen weils thema zu langweilig wird

Tibet war vor Chinas wiedereinverleibung(welche vom Dalai Lama ja auch paar jahre akzeptiert wurde), mais wenn man ein Staat das lokal immer durch die Kloster wie ein mittelalterlichen extrem feudalen Gottesstaat Gottesstaat beherrscht in der die Bauern Eigentum der Kloester waren und auf der harten Sitte der Tibeter die Strafen in Saudi Arabien von heute noch als human gelten koennten im vergleich.
Natvrlich hat man keine Lust so stark entmachtet zu werden wenn einem eine Landreform a la Mao entgegenkommt.
Jahre im Exil und paar CIA unterstvtzte rebbellenversuche die durch tibeter selbst abgewvrgt wurde(wer will freiwillig wieder sklave werden ohne medizinische grundversorgung). Hat sich die DalaiLama Clique dann demokratie auf die Fahne geschrieben deren Exilregierungen von alten bekannten und nahen Verwandten von ihm besetzt ist.

Klingt nach Khomeini der hatte auch ein Demokratiepacket bei.
Und es ist Sarkasmus an sich stetig FREE TIBET aufzupinseln um sozial zu punkten wenn man fvr eine Gruppierung mit Fvhrerkult, dem Kim Jong Il neidisch ist, fordert das in seiner Regierungszeit schlimmer als die Talibanherrschaft agierten.

Mal ganz abgesehen der Scheinheiligkeit des Westens wenn man die Himalayaregion schonmal betrachtet: die verwandten Tibeter in Bhutan leben grossteilig noch in mittelalter Verhaeltnissen,und das nur bei einer besseren geographischen beschaffung und fruchtbarem Boden, als die grossteilig karge Steinwvste und das extrem schwere terrain in Tibet. Gleichstark tibeto-buddhistisch und aufgrund geographisch und mit einer koenig anstatt eines gottesstaates mit doch deutlich besseren Chancen sieht heutzutage nicht besser aus mit einer recht weit im Westen ignorierten Vertreibung durch den Opa des jetztigen Koenigs der mal eben aus rassischen Grvnden Schwatzungsweise uber 11% der Bevoelkerung vertieb. Die dubiose Annexierung Sikkims wird meist nichtmal in Ansatz erfragt, und Bhutans infrastruktur zur grossen teilen durch die indische Armee gebaut die das Land als faktische Enklave ansehen.
Mal zum Vergleich: 1tes :enemserwartimg - usd angaben sind GDP nominal per capita - Bevoelkerungsdichte.
Tibet 67(2010)35.5(1956) --2497usd -- 2.2 /km2
Mongolei 67.65(2010) -- $2,227 -- 1.76/km2
Bhutan 66.13 (2010) -- $1,978 -- 18.0/km2
Nepal: 65.46 2010) --$562 -- 199.3/km2

Wer sich mit Zentalasien auskennt wvrde wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht eher nach Kaschmir schaun, dagegen sieht Tiananmen wie ein Witz aus.
Aber wie Scholl-Latour so schoen sagte: "Indien ist dem westen seine heilige Kuh"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Magnolie5 18.10.2011, 14:56
19. Hallo bodenseekind,

Zitat von bodenseekind
...Die Frau, die sich selbst verbrannt hat, ist ganz gewiss nicht davon ausgegangen, dass ihr "Suizid" in China etwas bewirkt oder bewirken soll - es ist vielmehr ein Zeichen an die Welt. An die zufriedene Welt, die mit China gute Geschäfte macht und so tut, als ob alles gut ist - was ja......
Ich lebe inChina, habe vor Monaten in einem chinesischen Museum eine China/Tibet Fotoausstellung besucht. Ja, das war natuerlich sehr chinafreundlich aber die Fotos sprachen fuer sich: Mao und seine Truppen sind in Tibet einmaschiert und haben das dortige feudale System der Grossgrundbesitzer zerstoert: Die Tibeter waren Sklaven der Landbesitzer, fuer kleine Verfehlungen wurden die Menschen an den
"Pranger" gestellt, zu Krueppeln verstuemmelt oder gefoltert. Also, so toll war das vor 60 Jahren in Tibet auch nicht!
Was China mit seiner Besetzung Tibets heute ( Millionen Hanchinesen werden dort zwangsangesiedelt) macht, ist auch nicht gerade menschen- oder religion- oder kulturfreundlich, ja Religion , eine andere Kultur wird in China landesweit nicht unterstuetzt und gefoerdert!
Ich habe nichts gegen antichinesische Proteste der Tibeter, nur eine Selbstverbrennung - obPriester oder Nonne- bewirkt doch nichts! Es folgt ein kleinerArtikel in den Medien, das Gros der Menschen liest das doch

gar nicht. In den chinesischen Medien wird das erst gar nicht erwaehnt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3