Forum: Politik
Protest gegen neues Mediengesetz: Rücktrittswelle in Polens öffentlich-rechtlichem TV
DPA

"Niemand verschließt den Polen den Mund": Aus Protest gegen das neue Mediengesetz des Landes, nach dem die Regierung über wichtige Posten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk entscheiden kann, sind vier bekannte Fernsehmacher zurückgetreten.

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majkusz 02.01.2016, 17:31
50. Mal über den Tellerrand gucken, ...

Zitat von glasperlenspieler
Hut ab, die Polen haben wenigstens Rückgrat. Die Deutschen haben es nicht. In Deutschland wird politische Meinungsmache durch öffentlich-rechtliche Zwangsgelder finanziert, sämtliche vom Gebührenzahler finanzierten Posten sind von Politikern oder deren Freunden besetzt, die Gehälter absurd hoch für reines Nichtstun. Aber Deutschland hat nicht den Mut, gegen dieses Monstrum politischer Einflussnahme und offenkundiger Manipulation endlich vorzugehen und das öffentlich-rechtliche Parteienfernsehen abzuschaffen.
...denn dann würden Sie feststellen, welch qualitativ hochwertiges ö-r Programm mit all seinen Spartenkanälen wir in D haben, und das fast ohne Werbung. In D gibt es KIKA für (Klein-)Kinder, m.W. komplett ohne Werbung; in PL gibt es TVP abc, auch ö-r aber mit massigen Werbeblocks alle 30 Minuten. Und informieren tue ich mich auch lieber in Monitor, aspekte, ttt, tagesschau, heute, wiso, plusminus, etc. als im Unterschichten-TV mit Dschungelcamp & Tutti-Frutti. Und das eigene Gehirn muß man eh immer eingeschaltet haben, ob ö-r oder privates TV

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ad2000 02.01.2016, 17:31
51. Neidischer Blick nach Deutschland

Die Regierungen in der ganzen Welt müssen doch neidisch auf die deutsche Regierung sein, da hier die Presse (einzige Ausnahme, die ich kenne: Junge Freiheit) genau die Lügen des Einheitsblocks nachplappert, sich selbst konditioniert, und versucht die Bevölkerung im linksliberalen, anti-nationalen, sich selbst hassenden Sinne zu erziehen.

Genau so eintönig wie das Parlament ist die deutsche Medienlandschaft!

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Schreck 02.01.2016, 17:35
52.

Zitat von mikado17
Wo bleiben eigentlich unsere Linken? Haben die eigentlich keine Meinung zum Untergang einer Demokratie in direkter Nachbarschaft?
UNTERGANG der demokratie ?
ich sehe das genaue GEGENTEIL.
das volk hat gewählt. und dass es eine ECHTE wahl war, sieht man doch jetzt als konsequenz.
genau DAS ist demokratie.
wäre ich ein pole und hätte rechts gewählt, würde ich sogar ERWARTEN, dass dies auch auswirkungen hat auf die medien.

und was ist das gegenteil davon ? DEUTSCHLAND.
es gibt hier KEINE wahl mehr. genau DAS ist das gegenteil von demokratie.
und selbst wenn es einen drastischen umschwung gäbe bei der nächsten BT-wahl, würde es JAHRE dauern,
bis bei den institutionen des öffentlich rechtlichen rundfunks dieses wahlergebnis ankäme.
und während dieser JAHRE würde der staatsrundfunk VERGANGENER wahlen weiter das süppchen ihrer ehemaligen auftraggeber kochen.
NÄ ! DAS ist keine demokratie.
das, was in polen passiert - GENAU DAS IST demokratie, egal ob IHNEN die richtung behagt oder nicht.
denn es geht ja letztendlich bei den kritikern nur um die AUSRICHTUNG.
und GENAU DAS ist zutiefst UNDEMOKRATISCH.

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Sobieski 02.01.2016, 17:38
53. Die Ära einer medialen Mobbing und- Verleumdungsmaschine geht zu Ende!!!

Die öffentlichen Medien in Polen haben in der Vergangenheit nur den regierenden Parteien gedient. Jeden, den Sie in Polen fragen, wird Ihnen dies bestätigen. Ein kleines Beispiel dazu: Der polnische Präsident Herrn Duda hat in öffentlichen Medien im Dezember 2015 nur 14 Minuten Sendezeit bekommen. Der Vorsitzende der neuen Partei „Nowoczesna“ Herr Petru hat hingegen 6 Stunden Sendezeit bekommen. Und wissen Sie warum? Weil Herr Petru sehr gut mit der alten Parteiclique der ehemaligen PO-Regierung befreundet ist und unermüdlich die neue polnische Regierung in Medien bekämpft. Eine Hand wäscht die andere.
Die neue Regierung möchte das ändern. Sie möchte, dass die öffentlichen Medien (private Medien haben damit nichts zu tun) nicht die Parteien sondern die Menschen in Polen vertreten.
Diese Veränderungen sind leider nicht möglich mit der alten Führungs-Clique, die nur den Interessen der alten Regierung diente. Deshalb dieses Gesetzt über Auflösung der alten regierenden Vorstände. Wohlgemerkt die einfachen Mitarbeiter sind davon nicht betroffen. Es wird nur die Führung in den öffentlichen Medien geändert. Und das zu Recht!!!

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Gruß aus der Schweiz 02.01.2016, 17:38
54. Und Deutschland?

Zitat von mborevi
... es wirklich schlau war, die ehemaligen Ostblockstaaten bereits in die EU aufzunehmen, solange der Lernprozess zur Einhaltung wenigstens der einfachsten Spielregeln der Demokratie und des Anstands noch anhält.
Also, wenigstens entscheidet in Polen die Mehrheit. Das ist Demokratie, auch wenn natürlich die Mehrheit nicht immer Recht hat und bisweilen die Minderheit unterdrückt. Aber Deutschland ist noch gar nicht richtig in der westlichen Demokratie angekommen. Sonst könnte ja nicht eine kleine Minderheit einer abgehobenen politischen Elite, ja letztlich einer einzigen "Führerin", den Staat nach seinem Gutdünken über die Köpfe der Mehrheit hinweg lenken und fundamental ändern ohne solide Mehrheit im Rücken. In der Politik geht es nicht um Anstand, sondern um Macht. In der Schweiz ist die Macht sehr geschickt auf verschiedene Ebenen und auf viele Institutionen und Personen aufgeteilt, so dass niemand je zu mächtig werden kann. So ist zwar die Regierung schwach, sie kann dem Bürger aber auch nicht viel Schaden zufügen.

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ka117 02.01.2016, 17:42
55.

Zitat von Renee Buergler
Geschichte gegenüber Polen ein klein wenig zurückhaltender sein und uns mäßigen, was Kritik an demokratisch legitimiertem Regierungshandeln angeht, vor allem deshalb, weil die uns Regierenden auch nicht anders handeln.
Das sehe ich anders. Kritik am verfassungswidrigen Vorgehen der PiS ist keine "antipolnische Hetze" sondern Unterstützung der Demokratie. Die meisten Polen werden dafür bestimmt genauso dankbar, wie sie für die Unterstützung der Solidarność in den 70- und 80-ern durch die BRD bis heute dankbar sind.

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nordleser 02.01.2016, 17:43
56. Gute Berichterstattung

hätte etwas detaillierter den Hintergrund beleuchtet. Im Internet ist ja auch genug Platz dafür.
Die TV-Anstalten sind in P. staatliche Institutionen und die Direktoren wurden dann wohl von den politischen Vorgängern eingesetzt.
Wie werden in D und den anderen Nachbarländern die Spitzenposten besetzt? Dann kann man sich eine Meinung bilden. Aber ist das gewollt?
In Polen ist ja ab jetzt sowieso alles schlecht, so wie in Ungarn und Dänemark.

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markus79pold 02.01.2016, 17:44
57.

Ihr habt bei der Übersetzung vom Polnischen Fehler gemacht. In Polen gibt's keine Schatzminister sondern Finanzminister. Wenn Ihr schon Texte aus, den in Polen als oppositionell eingestuften Qellen, ja beinahe schon zitiert, dann übersetzt sinngemäß und nicht wörtlich.

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behemoth1 02.01.2016, 17:47
58. Überheblichkeit

Zitat von ad2000
Die Regierungen in der ganzen Welt müssen doch neidisch auf die deutsche Regierung sein, da hier die Presse (einzige Ausnahme, die ich kenne: Junge Freiheit) genau die Lügen des Einheitsblocks nachplappert, sich selbst konditioniert, und versucht die Bevölkerung im linksliberalen, anti-nationalen, sich selbst hassenden Sinne zu erziehen. Genau so eintönig wie das Parlament ist die deutsche Medienlandschaft!
Wir Deutschen scheinen wieder uns auf dem besten Weg zur Überheblichkeit gegenüber allen anderen Ländern zu machen.
Das Finanzdiktat von Frau Merkel und Schäuble haben schon gezeigt wo es hingeführt hatte und weiter geht es mit der Demokratiebestimmung, wo nur wir wissen wie der richtige Weg sei, dabei haben auch wir in allen Fragen Defizite aufzuweisen.
Leider müssen wir aber feststellen, dass man in Deutschland die Medienlandschaft oft genug auf Linie gebracht hat, denn sonst hätten man hier eine vielfältigere Berichterstattung und Diskussion zu gelassen.

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alyeska 02.01.2016, 17:49
59. Polnische Verhaltensweise ist UNERTRÄGLICH!

Des Demokratie einen Maulkorb zu verpassen ist nicht nur unklug, sondern verstösst auch gegen geltendes EU-Recht. Und wer sich auf diese Art in die Isolation begibt, schadet sich und seiner Bevölkerung.

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