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Protest-Märsche: De Maizière zeigt Verständnis für Pegida-Demonstranten
DPA

Die Pegida-Aumärsche werden größer, das Verständnis der Union auch: Nun sagte Innenminister de Maizière, unter den Teilnehmern seien viele, die "ihre Sorgen zum Ausdruck vor den Herausforderungen unserer Zeit" bringen.

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umseme 12.12.2014, 13:32
250. Angst vor Überfremdung

soll ich jetzt lachen? Wie hoch ist der Ausländeranteil in Dresden bzw. in Sachsen 2-3% und wieviele sind davon Moslems und wieviele davon sind Fundementalisten? Die armen Bürger die Angst vor Überfremdung und Islamisierung, das kann man echt nicht ernst nehmen. Ich werde auf die Straße gehen um meine Ängste vor Volksdummheit zu zeigen

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bert.hagels 12.12.2014, 13:33
251. Es ist ....

Zitat von Schwarzbär
Und ich war und bin erschüttert, dass ein Bundespräsident so etwas von sich gibt. Es handelt sich - wie hier schon mehrfach geschrieben - eben nicht nur um irgendeine Religion. Der Islam ist eine Weltanschauung. Eine totalitäre Weltanschauung, die auf Ausgrenzung, Herabsetzung, Intoleranz, Frauenfeindlichkeit und Vernichtung andersdenkender fußt. Und so etwas gehört ganz sicher nicht zu Deutschland. Deutschland ist UNSER Land, welches von unseren Eltern und Großeltern zu dem schönen Fleckchen Erde gemacht wurde, was es (noch!) ist. Ich werde MEIN Land nicht diesem respektlosen, gewalttätigen Pöbel überlassen. Darüber können Sie gerne erschüttert sein. Ändert aber nichts.
... Ihnen unbenommen, die Heiligen Bücher einer Religion, der Sie nicht angehören, auszulegen wie Sie wollen. Wie es nun einmal bei Religionen, deren Gründungsurkunden ein bis zwei Jahrtauende alt sind, immer zu sein pflegt, gibt es so viele verschiedene Auslegungen, wie es Leser gibt.

Nur sollten Sie nicht so weit gehen, Einschränkungen der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit für bestimmte Religionen daraus abzuleiten. Das wäre nämlich schlicht verfassungswidrig.

Zu Deutschland gehören alle Religionen oder gar keine Religion. Hier herrscht nämlich Religionsfreiheit. Und ich bin nicht bereit, dieses mein Land jenen zu überlassen, die Leuten vorschreiben wollen, an was sie nicht glauben dürfen.

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Emil Peisker 12.12.2014, 13:34
252. Basta...?

Zitat von clausbremen
... und alle Politiker, die weiter den Willen der Bürger missachten, werden sich früher oder später wundern. Bei uns bestimmen nicht sog. Politiker und Politikerinnen, was der Bürger zu denken, zu mögen und zu tun hat. Das bestimmen wir selbst und sagen das notfalls laut und deutlich. Und wenn das auf eine Beschränkung der Zuwanderung hinausläuft und wenn es strikte Anwendung von Asylrechtsbestimmungen bedeutet, dann ist das so und dann haben die Politiker und Politikerinnen das so auszuführen, wie der Bürger in seiner Mehrheit es will. Basta.
Na, und wie wollen Sie die Meinung Ihrer Denkrichtung in Politik umsetzen?

Sie können NPD wählen, das konnten Sie schon die letzten Jahre. Nur dass eben die überwiegende Mehrheit das nicht tut, und daher haben die rechten Gesellen kein Mandat etwas auszuführen.

Das nennt man Repräsentative Demokratie, und das, das ist gut so.

Viele Ihrer Gesinnungsgenossen führen häufig den §20 Grundgesetz im Munde und drohen mit ebensolchen Aktivitäten.
BTW, der gleiche Paragraph sieht dann die Rechstradikalen als Grundrechtsverletzer, etc.

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kaishakunin 12.12.2014, 13:41
253. Abschreckende Beispiele.

Zitat von WwdW
1 Mensch von 250 Menschen in Dresden ist ein Mensch mit Migrationshintergrund und beileibe nicht jeder ist Moslem von ihnen. Wie kann es sein, dass tausende Dresdner deswegen auf die Straße gehen und gegen diese Mitbürger demonstrieren? Ich verstehe das nicht. Ich glaube die kapieren nicht, dass die ausländisch aussehenden Menschen in Dresden eigentlich Touristen sind und der Stadt ein abkömmliches Einkommen bescheren. Jagt diese rechte Brut aus der Stadt.
Kein Dresdner dürfte was gegen Touristen haben.

Die Dresdner schauen einfach auf Städe und Ballungsräume wie Rhein-Main Gebiet, Ruhrpott, Berlin, Hamburg, Bremen und so fort und denken sich dann folgerichtig "Wehret den Anfängen" oder wie Lao Tse sagen würde "Verhindere das Große solange es noch klein ist".
Die wollen Zustände wie im Westen nicht in ihren Städteh haben, dagegen demonstrieren die.

Sie kapieren dagegen nicht das sie mit den ewig gleichen, abgegriffenen Scheinargumenten aus der Parolenmottenkiste linksgrün-besserverdienenden Gutmenschentums daherkommen.

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schutzpatron 12.12.2014, 13:42
254. Weiß man's?

Zitat von desertking
Fremde im eigenen Land bei 0,4% Muslimen in Sachsen? Wie geht das denn? Und das mit der Islamisierung muss man mir dann da auch nochmal erklären, wie das dort passieren soll und wann vor allem. Es wird ja immer gesagt, man würde dem vorgreifen wollen - toll, man ist also schon fremdenfeindlich bevor es überhaupt Fremde gibt... Im Endeffekt wollen die doch ihre Mauer wiederhaben und sonst nix. Sagte ja auch Frau Petry gestern: "Wir wollen keine Zustände wie in Berlin, Frankfurt oder Hamburg." Richtig, ihr wollt nicht in einer offenen, toleranten Gesellschaft leben, sondern unter euresgleichen sein, wie früher und am besten sich dan auch um nichts selbst kümmern müssen. Warum sich so viele "Bürger" 25 Jahre nach dem Mauerfall immer noch nicht an Demokratie und Selbstbestimmung gewöhnt haben - verstehe wer will.
Nun ja, in Australien, z.Bsp., waren es am Anfang der Zuwanderung 0,03%.
Heute sind die Zugewanderten 97,6%.
Vielleicht ist das für Europa auch so geplant,
weiß man's?

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ultimaratiofarm 12.12.2014, 13:44
255.

Zitat von umseme
...Die armen Bürger die Angst vor Überfremdung und Islamisierung, das kann man echt nicht ernst nehmen. ...
Sie zeigen die gleichen Denkmuster wie unsere Politiker und ihre Hofberichterstatter:

"Was nicht in MEIN Weltbild passt, darf nicht sein und kann man nicht ernst nehmen."

Mit dieser Einstellung kann eine Demokratie nicht funktionieren.

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Thomas Schnitzer 12.12.2014, 13:45
256.

Zitat von Revisor
Der Wessi hat ganz im Gegenteil vergessen, was Demokratie ist und Freiheit bedeutet, nämlich die berühmte "Freiheit des Andersdenkenden". Die undifferenzierte Diffamierung der PEGIDA-Bewegung beweist das wieder einmal. Und ob Sie eine Scharia-Polizei hinnehmen oder zusehen würden – wen schert das, wenn die Machtverhältnisse kippen? Die Yesiden und Christen im Irak würden auch keine Scharia-Polizei hinnehmen, wenn sie könnten. In der Türkei gab es bis 1919/24 zweieinhalb Millionen orthodoxe und eine halbe Million syrischer Christen auf türkischem Staatsgebiet, die im Osmanenreich unbehelligt lebten. Davon sind nur noch 100 000 übriggeblieben. Die anderen wurden im günstigsten Fall umgesiedelt (durch Bevölkerungsausstausch mit Griechenland), ansonsten aber getötet bzw.vertrieben (bis zu 1,5 Millionen Armenier), oder zur Konversion gezwungen. Und die Türkei gilt als eine Demokratie. Ähnliches kann bei uns nicht passieren? 1933 waren auch viele noch optimistisch.
Sie verteidigen die Freiheit Andersdenkender? Nein, sie verteidigen lediglich sich selbst und die kruden Ansichten der Minderheit zu der sie gehören. Sie verteidigen ihre Angst davor, dass man angesichts der Migrantenteile die motiviert hier hin kommen, erkennen könnte, dass sie mit ihrer tollen deutschen Gartenzwergkultur selbst völlig überflüssig für das Funktionieren der deutschen Gesellschaft sind. Sie haben einfach nur Angst vor allem was nicht so ist wie sie, weil sie das in ihrer kleinen Welt nicht einschätzen können.

Und deshalb sehen sie einfach nicht, dass unsere Gesellschaft auch mit weit höheren Ausländeranteilen klar kommt, als mit denen, die sie im Osten je gesehen haben.

Dabei sind sie es aber, der nicht differenziert, denn in ihrer Welt sind alle Moslems gleich, ganz egal ob sie Ahnung von deren Leben haben oder nicht. Das es mit der Logik hapert zeigt auch der nächste Punkt. Sie reden von einem Kippen der Macht? Bei unter 2 % muslimischen Migranten? Sie wissen doch selbst, dass das Unfug ist, sonst würden sie keine hundert Jahre alten Beispiele anführen, um eine akute Bedrohung zu konstruieren und Hass zu schüren.

Und wo sie das selber anführen: Wir werden ein zweites '33 verhindern. Aber anders, als sie sich das vorstellen. Dieses Mal verliert der braune Sumpf im Ansatz.

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adal_ 12.12.2014, 13:48
257.

Zitat von New-Chatterhand
Es hat mir bis jetzt noch nie jemand erklären können, was an einer Religion aufgeklärt sein könnte.
Das kann ich Ihnen auch nicht erklären. Ich kann Ihnen allerdings erklären, dass Religionsfreiheit und Pluralismus Errungenschaften der Aufklärung sind, während die Verunglimpfung und Verfolgung von Menschen wegen ihres Glaubens eher in die Zeit vor der Aufklärung gehört.

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adal_ 12.12.2014, 13:56
258.

Zitat von New-Chatterhand
Es hat mir bis jetzt noch nie jemand erklären können, was an einer Religion aufgeklärt sein könnte. Noch dazu an einer Religion, die nie eine Phase der Aufklärung und Selbstkritik durchlebt hat. Wenn sie also so um die Aufklärung bemüht scheinen, warum dann diese Einseitigkeit?
Das kann ich Ihnen auch nicht erklären. Ich kann Ihnen allerdings erklären, dass Religionsfreiheit und Pluralismus Errungenschaften der Aufklärung sind, während die Verunglimpfung und Verfolgung von Menschen wegen ihres Glaubens eher in die Zeit vor der Aufklärung gehört.

Der Diskurs darüber, ob der Islam im allgemeinen und der politische Islam im besonderen integrierbar ist, kann nicht auf der Straße stattfinden. Er ist beim besten Willen nicht mit ein paar platten Parolen abzutun.

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friedrich_eckard 12.12.2014, 13:57
259.

Zitat von Emil Peisker
Werter eckard De Maiziere hat mit seinem "Verständnis" einen kapitalen Bock geschossen. Das nennt man Feigheit vor den Nichtdemokraten. Es wird 2017 eine heiße Wahl. Wenn ich mich zwischen 15% für die AfD oder 15% für Die Linke entscheiden müsste, hätte ich kein Problem.
Sehr geehrter Emil Peisker,

willkommen in der Eisernen Front ;-), wobei ich Ihnen Geschichtskenntnis genug zutraue, um diese Anspielung nicht erklären zu müssen. Ich teile, mit umgekehrten Vorzeichen, Ihre Auffassung: ich hätte auch kein Problem damit, gegen den rechten Ungeist Seite an Seite mit Sozialdemokraten zu streiten, gegen die ich sonst, etwa unter dem Stichwort Agenda2010, vieles auf den Herzen habe; da müsste dann halt das Rupfen von Hühnchen auf einen geeigneteren Zeitpunkt verschoben werden.

Oder, frei nach Trotzki: gegen PEGIDA, politically incorrect und Teebeutelz soll man als Linker nicht nur mit dem Teufel und seiner Grossmutter paktieren, sondern sogar mit den Herren Steinmeier, Oppermann und Kahrs.

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