Forum: Politik
Protest-Nacht im Wendland: Blockieren, räumen, blockieren

Traktoren stehen quer auf Kreuzungen, Demonstranten übernachten auf Bahnschienen, bis die Polizei ihre Blockade räumt: Im Wendland ist der Protest gegen den Castortransport voll entbrannt. Nun greifen auch die Bauern ein. Die größte Gefahr für den Atomtransport könnte aber das Wetter werden.

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justkidding 27.11.2011, 11:03
40. Müll für alle

Zitat von spiritof81
Weil's Müll ist, der von Deutschland nach Frankreich zur Wiederaufbereitung gekarrt wurde (eine deutsche WAA wurde in Deutschland verhindert) und nun wieder zurückgenommen werden muss. Richtig ist, dass Gorleben zwar kein Endlager, jedoch ein Zwischenlager ist. Fragen beantwortet?
Nein, siehe hierzu : http://forum.spiegel.de/showpost.php...8&postcount=32

Es gibt weder ein sicheres Endlager\Zwischenlager noch ein sicheres Transport System. So nochmal : Warum diese Müll durch Deutschland auf Kaffeefährt mitnehmen.

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karl-felix 27.11.2011, 11:03
41. Finde ich

Zitat von Wigers7
Absolut sinnfrei, die ganzen Aktionen. Aber so kommen unsere Jungs und Mädels von der Polizei wenigsens nicht aus der Übung. Gute Arbeit!
nicht. Zumindest wir beide machen uns ja Gedanken darüber, was da so läuft. Damit ist es nicht mehr möglich, stillschweigend den Dreck zu verbuddeln und Leute dumm zu halten. Öffentlichkeit herstellen ist in einer Demokratie wichtiger als Knüppel schwingen.

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wylly 27.11.2011, 11:04
42. schweißt sie doch mit Ihren Ketten

Zitat von Maronno
Eine Blockade wird als "Ordnungswidrigkeit" behandelt. Also bei rot über die Ampel gehen. Solange das der Fall ist, werden weiterhin zig Millionen Steuergelder für diese rücksichtslosen "Aktivisten" verpulvert. Der Staat muss einfach mal durchgreifen: Steine und Brandsätze werfen: versuchter Totschlag. Blockade: Nötigung. Haft- und hohe Geldstrafen schrecken ab. Sonst geht das Spiel der verwöhnten Wohlstandskinder immer so weiter.
Da gebe ich Ihnen recht
ich hätte da noch einen Vorschlag
Die angeblichen Atomkraftgegner ketten sich an die Scienen an
prima - man sollte diese Wünsche erfüllen und die Ketten mit den Schienen verschweißen
es könnte sein das nach ein-zwei Nächten das Problem irgendwie gelöst ist

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astrobyte 27.11.2011, 11:04
43. Mir tun die Polizisten leid...

Viele von ihnen sind selber Atomkraft-Gegner und müssen sich trotzdem mit dem harten und militanten Kern der AKW-Gegner im wahrsten Sinne des Wortes rumschlagen und bei Orkan und Regen im Schlamm des Wendlandes befohlene Überstunden machen und Demütigungen ertragen. Sie werden aus allen Teilen der Republik rangekarrt und müssen den Kopf für eine total verfehlte Politik hinhalten. Friedlicher Protest sieht anders aus. Die wirklich Verantwortlichen sitzen bei Kaffee und Kuchen zu Hause: unsere unbestechlichen Politiker, die nichts annehmen dürfen - nicht mal Vernunft!

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Hardliner 1 27.11.2011, 11:06
44. Falsch

Zitat von justkidding
Nein zu französischem Atommuell, und nein zu britischem Atommuell. Gorleben ist kein Endlager. Es gibt kein Endlager, warum muss dieser Muell durch Deutschland gerollt werden.
Falsch: Hier geht es um DEUTSCHEN Atommüll.

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Stancer81 27.11.2011, 11:08
45. ...

Zitat von dickebank
Polizei abziehen, Transport unbewacht stehen lassen, möglichst in der Nähe von urbanen Ballungsräumen. Wenn Zeit und Gelegenheit ist, dann Weiterfahrt bis zum Zwischenlager. Sollte der Schienenweg "geschottert sein", ganzen Zug eben entgleisen und vor Ort liegen lassen, die Castoren werden es aushalten.
Die Idee ist mir auch schon gekommen und wäre doch ein Versuch wert.

Wäre zumindest sehr gespannt was die Protestler mit den "erbeuteten" Castoren machen würden.

Wenn sie es wollen bitte.
Einfach notfalls 1-2 Jahre in der Gegend stehen lassen bis auch der letzte Protestler frustriert nach Hause gegangen ist.
Die Masse der Protestler geht ja nur dorthin, gerade weil die Polizei vor Ort ist.

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Robert Rostock 27.11.2011, 11:09
46. Altrnativen?

Zitat von _unwissender
Bedanken Sie sich mal bei: * Franz-Josef Strauß und Adenauer für die Atompolitik * Den Energiekonzernen, die Ihnen die Kohlen (sprich: Euros) aus der Tasche ziehen * und sagen Sie Dank den 30.000 Generationen Menschen nach Ihnen, dass sie sich so lieb um IHREN Müll kümmern - selbstverständlich zum Nulltarif!
Klar können wir uns bei deen Bedanken. Nur leider sind Strauß und Adenauer tot.
Außerdem ändert das gar nichts. Auch wenn wir alle noch so laut jammern, alle Gleise der Deutschen Bahn blockieren und schottern: Der Atommüll ist nun einmal da! Er wird auch durch noch so gewaltige Porteste nicht verschwinden.

Was schlagen Sie denn vor, was damit passieren soll. Aber bitte nur ernstgmeinte Zuschriften und keine so lustigen, neuartigen Ideen wie "Stellen wir es doch den Politikern in den Vorgarten".

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karl-felix 27.11.2011, 11:14
47. Wenn

Zitat von spiritof81
Glauben Sie wirklich, dass es die Menschheit in 30.000 Generationen, sprich in 600.000 bis 900.000 Jahren noch geben wird?
die Atomspalter keinen Sch*** machen, warum nicht? Die ersten 5.000.000 Jahre haben wir ja auch mehr recht als schlecht über die Runden gebracht, von den Bäumen sind wir runter, nur mit dem Lernen das klappt noch nicht so richtig.Es gibt immer noch Leute, die Atome spalten um Wasser warm zu machen.
Wie sagt Einstein so schön, keine Maus würde eine Mausefalle erfinden, aber der Mensch spaltet Atome.

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Markus Landgraf 27.11.2011, 11:15
48. Müll aus der Kohleenergie

Zitat von _unwissender
Bedanken Sie sich mal bei: * Franz-Josef Strauß und Adenauer für die Atompolitik * Den Energiekonzernen, die Ihnen die Kohlen (sprich: Euros) aus der Tasche ziehen * und sagen Sie Dank den 30.000 Generationen Menschen nach Ihnen, dass sie sich so lieb um IHREN Müll kümmern - selbstverständlich zum Nulltarif!
Und wer kümmert sich um den CO2 Müll, den die "Energiewende" durch Zementierung der fossilen Energieversorgung mit Kohle und Öl uns beschert? Der hält nämlich länger als 30.000 Generationen, ist ungefähr 1000 mal mehr pro erzeugter Kilowattstunde und wird bequem in unsere Atmosphäre entsorgt. Aber da gilt mal wieder das Motto: Aus dem Auge aus dem Sinn.

Das Problem am Widerstand gegen de Kernenergie ist nicht, dass die zu "radikal" sind, sondern dass er zu konservativ ist, nämlich die einzige alternative zur fossilen Energieerzeugung diskreditiert. Damit, aus Unkenntnis der grundlegenden Vorgänge in der Natur, fördert man die Umweltzerstörung.

Das gilt im Grossen, aber auch im Kleinen: in meiner Nähe gibt es eine "Ökosiedlung", die alle "Atomkraft-Nein Danke" Fähnchen auf ihren Balkonen haben. Weil aber in der Siedlung die meisten Häuser mit Holz heizen, produziert die Siedlung eine schlimme Smogwolke, die sich besonders bei der Wetterlage Mitte November bemerkbar gemacht hat. Schlimme Sache.

Verstehen Sie mich nicht falsch, natürlich finde ich auch, dass man mit den Abfällen aus der Kernspaltungsenergiegewinnung verantwortlich umgehen muss, obwohl sie deutlich weniger die Umwelt verschmutzen, als die Abfälle der fossilen Energieversorgung. Mein Vorschlag wäre: Wir lagern die "Abfälle" auf dem Gelände der Kernkraftwerke, bis wir sie entweder aufarbeiten oder transmutieren können. Dadurch wäre das Problem weitgehendst gelöst. Transmutierte Abfälle strahlen nur noch max. 300 Jahre. Mittelfristig können wir Kernspaltungsreaktoren durch Kernfusionsreaktoren ersetzen. Der erste läuft 2018 und wird gerade bei uns in Südfrankreich gebaut.

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rugall70 27.11.2011, 11:17
49. Wohltuende Stimme der Vernunft

Zitat von SidiTabet
Für uns hier im Wendland ist es verdammt dicht dran und nicht nur die Region an sich ist gefährdet, auch das ziemlich einzige Standbein dieser Region, der Tourismus, ist massiv bedroht. Es ist einfach, nicht betroffen zu sein...
Es ist wirklich wohltuend, auch einmal eine Stimme der Vernunft von Seiten der Castor-Gegner zu hören. Ich kann Ihre Argumentation absolut nachvollziehen, auch wenn ich sie wohl nicht ganz teile.

Mein Bild von den Castor-Gegnern ist leider geprägt von einer Berichterstattung, die immer nur johlend-fröhliche Rechtsbrecher zeigt, die auf mich eher den Eindruck von Demo-Touristen machen. Und die meisten, die hier im Forum gegen die Castor-Transporte argumentieren, tun dies auf eine erschreckende a-demokratische Weise.

Ich glaube, dass die Gewalt der Castor-Proteste die ganze Bewegung in Misskredit bringt. Ich sehe aber auch, dass ohne diese Gewalt kaum ein Medium über die Proteste berichten würde. Das ist ein wirkliches Dilemma.

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