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Protest in Wien: Tausende Österreicher demonstrieren gegen ihre Regierung
DPA

"Rassismus Socks": In Wien haben mindestens 17.000 Menschen gegen die Politik der rechtskonservativen Regierung demonstriert. Der Protest verlief friedlich - und stellenweise ziemlich kreativ.

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trex#1 15.12.2018, 20:57
1.

Demos sind schön und gut. Allerdings sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass die Demonstranten eine Mehrheit vertreten. Die Regierung in Österreich hat in Umfragen regelmäßig annähernd 60% Zustimmung und wird deshalb ihre Politik nicht ändern, im Gegenteil.
In Frankreich ist das ganz anders

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willibaldus 15.12.2018, 21:28
2.

Und wieder Anti Regierungs Demos in gelben Westen. Und wieder eine Minderheit. Diesmal etwas konsistenter und ohne innere Widersprüche wie Steuern runter und dafür Renten und Mindestlohn rauf.

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larsmach 15.12.2018, 23:39
3. Migrationsthema - als Punchbag zum Abreagieren!

Das allerorts bei Politikern so beliebte "Migrationsthema" dient dem Publikum vorzüglich zum Abreagieren. Da wächst ein Prekariat, und es schrumpft ein Mittelstand (zuckend unter Leasingschulden - schließlich will man seine Illusion von Wohlstand erhalten)... und nichts davon hat mit Migration zu tun. Die täglichen Probleme der Menschen sind das Ergebnis von technologischer Entwicklung und Digitalisierung, die erst Arbeitern (Maschinen/Robotik) und nun auch Angestellten (Digitalisierung) die Stühle wegreißen im großen "Reise nach Jerusalem"-Spiel. Wenn das Bruttosozialprodukt zunehmend ohne den Faktor menschliche Arbeit generiert wird, warum dann den Leuten nicht einfach zynisch "mehr anstrengen!" oder "qualifizieren!" zurufen - "dann findet ihr auch Hocker oder Stehplätze ...oder habt Pech gehabt!" Das wirkt immer - Selbsthass, Neid und Missgunst sei Dank! Ja, sogar die (künftigen) Opfer der Entwicklung spielen dabei mit, denn nach unten treten tut einfach gut, besonders wenn man nach oben buckeln muss - und Sündenböcke finden sich schließlich immer!

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medienskeptiker 16.12.2018, 08:19
4. ist schon eine unappetitliche Mischung

die radikal neoliberale ÖVP gemeinsam mit der fremdenfeindlichen FPÖ- Keine gute Phase für Österreich. Das ist so wie eine Koalition Merz+ Gauland

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SubjektiverRealist 16.12.2018, 09:08
5. Nicht ganz richtig

Zitat von trex#1
Demos sind schön und gut. Allerdings sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass die Demonstranten eine Mehrheit vertreten. Die Regierung in Österreich hat in Umfragen regelmäßig annähernd 60% Zustimmung und wird deshalb ihre Politik nicht ändern, im Gegenteil. In Frankreich ist das ganz anders
Das stimmt so nicht ganz. In der letzten Umfrage hatte Herr Kurz Zufriedenheitswerte von etwa 60%. Die Befragung der Zufriedenheit mit der Regierung ergab, dass 12 Prozent der Österreicher "sehr zufrieden", weitere 35 Prozent "eher zufrieden", 28 Prozent "weniger" und 20 Prozent "gar nicht zufrieden" sind. D.h. das etwa 47% sehr oder eher zufrieden mit der Regierung sind.
Aber eine Mehrheit vertreten die Demonstranten deswegen natürlich auch noch nicht gleich.

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kpkuenkele 16.12.2018, 09:40
6. Ein versprengtes Häuflein

Die österreichische Regierung unter Sebastian Kurz hat seit ihrem Wahlsieg von Umfrage zu Umfrage weiter an Beliebtheit zugelegt. Daran hat auch der 12-Stunden-Tag nichts geändert, ändert dieser doch nichts an der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit sondern bringt nur mehr Flexibilität. Experimente, wie das Anheben der Höchstgeschwindigkeit auf der Westautobahn von 130 auf 140 km/h, verliefen ebenfalls erfolgreich, mit weniger Unfällen als zuvor. Dass die aus dem Parlament gewählten Grünen nun außerparlamentarisch Radau machen, sei ihnen gegönnt. Der Zorn der Wiener auf die stundenlangen Verkehrsstaus durch die wöchentlich abgehaltenen Demonstrationen wächst jedenfalls und damit die Chance, dass die Grünen auch in Wien zurechtgestutzt werden.

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haarer.15 16.12.2018, 09:46
7.

Zitat von trex#1
Demos sind schön und gut. Allerdings sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass die Demonstranten eine Mehrheit vertreten. Die Regierung in Österreich hat in Umfragen regelmäßig annähernd 60% Zustimmung und wird deshalb ihre Politik nicht ändern, im Gegenteil. In Frankreich ist das ganz anders
Tja, ich glaube das nicht. Die Unzufriedenheit wächst tendenziell auch in unserem Nachbarland. Offenbar wollen die Leute weniger rechtskonservative und neoliberale Politik. So sieht es jedenfalls aus.

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medienskeptiker 16.12.2018, 10:41
8.

Zitat von SubjektiverRealist
Das stimmt so nicht ganz. In der letzten Umfrage hatte Herr Kurz Zufriedenheitswerte von etwa 60%. Die Befragung der Zufriedenheit mit der Regierung ergab, dass 12 Prozent der Österreicher "sehr zufrieden", weitere 35 Prozent "eher zufrieden", 28 Prozent "weniger" und 20 Prozent "gar nicht zufrieden" sind. D.h. das etwa 47% sehr oder eher zufrieden mit der Regierung sind. Aber eine Mehrheit vertreten die Demonstranten deswegen natürlich auch noch nicht gleich.
man kann jede Umfrage irgendwie interpretieren. Kurz als Person it auf 37% die ÖVP auf rund 34% Es geht den ÖsterreicherInnen nach einer längeren guten Konjunkturphase gut und der Schweigekanzler vermeidet jegliche gefährliche Situation. All das wird sich sicherlich ändern.

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medienskeptiker 16.12.2018, 10:43
9.

Zitat von kpkuenkele
Die österreichische Regierung unter Sebastian Kurz hat seit ihrem Wahlsieg von Umfrage zu Umfrage weiter an Beliebtheit zugelegt. Daran hat auch der 12-Stunden-Tag nichts geändert, ändert dieser doch nichts an der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit sondern bringt nur mehr Flexibilität. Experimente, wie das Anheben der Höchstgeschwindigkeit auf der Westautobahn von 130 auf 140 km/h, verliefen ebenfalls erfolgreich, mit weniger Unfällen als zuvor. Dass die aus dem Parlament gewählten Grünen nun außerparlamentarisch Radau machen, sei ihnen gegönnt. Der Zorn der Wiener auf die stundenlangen Verkehrsstaus durch die wöchentlich abgehaltenen Demonstrationen wächst jedenfalls und damit die Chance, dass die Grünen auch in Wien zurechtgestutzt werden.
seit der Wahl hat sich praktisch überhaupt nichts geändert

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