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Proteste gegen Abschiebung: Wie Hamburg den Lampedusa-Flüchtlingen helfen kann
DPA

In Hamburg fordert seit Monaten eine Gruppe von Lampedusa-Flüchtlingen mit Protesten eine Bleiberecht. Der Senat ist unwillig. Dabei gäbe es auch bei geltender Gesetzeslage die Möglichkeit, den Menschen aus humanitären Gründen zu helfen. Doch dieser Weg erfordert Mut.

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muffelkopp 07.11.2013, 20:18
1.

Zitat von sysop
[...]Doch eine Einzelfallprüfung lehnen fast alle der rund 300 Mitglieder der Gruppe ab. Sie wissen, dass sie so keine Chancen hätten, auf Dauer in Deutschland zu bleiben.[...]
Dann ist aber die Rechtslage allen, auch den Flüchtlingen, klar und eindeutig, oder?
Moralische Bedenken kann ich nachvollziehen und möchte nicht mit diesen Flüchtlingen tauschen und weiß um mein verdammtes Glück, nicht in ihrer Situation zu sein. Aber entweder, man ändert die Gesetze und sie bleiben, oder man sorgt für die Einhaltung bestehender Gesetze. Irgendwelche Ausnahmen oder sonstiges Rumgeeiere ist nicht fair den anderen Abgeschobenen gegenüber.

Was an der Feststellung der Identitäten (Fingerabdrücke etc.) verwerflich sein soll, erschließt sich mir aber nicht. War letztes Jahr in den USA, die haben auch meine Abdrücke - und ich wollte nichts von denen außer Geld da zu lassen, was ich auch tat.

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DenkZweiMalNach 07.11.2013, 20:20
2. vom Volk gewählt

Politiker - auch in Hamburg - werden vom Volk gewählt. Sind sind also Volksvertreter und sollten die Interessen des eigenen Volkes vertreten und nicht die zuerst von Flüchtlingen.
Das müsste kein Widerspruch sein, aber wenn ein Land weit mehr und vor allem auch fremdere Migranten aufnimmt, als es integrieren kann, dann entstehen Gegensätze.
So oder ähnlich hat noch vor Jahren die SPD geredet, aber heute scheinen nur noch linke Aktivisten die Hoheit über Moral und Tugend zu besitzen.

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seniorvc 07.11.2013, 20:27
3. Warum...

zur Hölle sollten diese Menschen nicht auf regulärem Weg Asyl beantragen sollen? Weil dann teilweise eine Abschiebung droht? Ja und wenn das so ist, dann wird es begründet sein. Asyl soll nur in bestimmten Fällen, die rechtlich festgeschrieben sind, gewährt werden. Diesem Prozedere haben sich verdammt nochmal alle Asylbewerber zu unterwerfen!! Dazu gehört auch seine Personalien zur Fallprüfung anzugeben. Asyl für diejenigen, die Asyl brauchen, aber nicht für Wirtschaftsflüchtlinge! Man draf hier keinen Präzedenzfall für Wirtschaftsflüchtlinge schaffen. Irgendwann ist doch mal Schluß!

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Atheist_Crusader 07.11.2013, 20:29
4.

Zitat von sysop
In Hamburg fordert seit Monaten eine Gruppe von Lampedusa-Flüchtlingen mit Protesten eine Bleiberecht.
Echte Flüchtlinge stellen nicht so dreist Forderungen.


Langfristig muss Europa sich klar werden was es will. Meiner Meinung nach sollte man die Afrikanische Union dafür in die Pflicht nehmen. Auch bei der Bekämpfung der Ursachen. Die kümmert das Schicksal ihrer eigenen Landsleute noch weniger als uns. Und die sitzen immerhin mit den Verursachern im selben Club zusammen und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter.
Oh, wir sollten sie natürlich definitiv unterstützen. Aber wir dürfen Afrika nicht erlauben, seine Probleme nach Europa zu exportieren. Dass wir eine Teilschuld an den Zuständen tragen ist kein Grund, uns all das aufzuladen.

Uns würde es auf lange Sicht unsere Sozialsysteme, unsere Wohlstand und unseren sozialen Frieden kosten. Und die Heimatländer der Flüchtlinge hätten nicht den geringsten Ansporn, irgendetwas an ihrer Situation zu ändern. Jede generation wird größer und hungriger und müsste dann um immer geringeren Wohlstand mit den Europäern kämpfen. Und kämpfen würden wir irgendwann. Denn wenn wir einfach nur so weitermachen, einfach nur stupide aufnehmen ohne die Ursachen zu bekämpfen, dann wird es irgendwann so weit sein. Dann wird Europa zu einem Afrika... nur mit schlechterem Wetter.
Und wurde dabei dann auch nur einer einzigen Person geholfen? Ich bezweifle es.

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Malshandir 07.11.2013, 20:56
5. Recht und Gesetz

Der Senat muss nach Recht und Gesetz handeln.

Die Proteste gegen die Polizei sind unverschaemt. Die Polizisten machen nur Ihren Job.

Betrachten wir die Tatsachen.
1) Diese Fluechtlinge demonstrieren illegal unter freiem Himmel, den dieses recht steht nach dem Grundgesetz nur Deutschen zu.
2) Die Personen halten sich nach den Dublinervertraegen illegal auf. Wer das Gesetz bricht, muss bestraft warden. So ist es nunmal. Wenn man irgendwo Hilfe will, sollte man die Gesetze einhalten.
3) Das grosse Aufsehen, was diese Personen machen schadet. Ein wenig Demut wuerde mehr helfen.

Mir tun die Leute leid, aber das ist kein Grund Gesetze zu brechen und vor allem darf es keine Sonderlocken geben.

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paulsen2012 07.11.2013, 21:31
6. gebt den Wirtschaftsflüchtlingen

eine Existenzgrundlage in ihren Heimatländern, dann
haben sich (fast) alle Probleme erledigt.
" Wieviel Asylanten / Wirtschaftsflüchtlinge wollen sie
haben., eine Million ?, 10 Millionen ?, 100 Millionen ?
Können sie haben , sofort " --So oder so ähnlich der
Originalton eines klugen Auslandskorrespondenten vor Jahrzehnenten . Und was haben die Politiker in dieser Hinsicht zustande gebracht ? So gut wie nichts !

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Glaubse 07.11.2013, 21:53
7. Abschreckung nützt nichts

Diese Menschen haben unglaubliche Strapazen auf sich genommen, hier her zu gelangen. Warum nehmen wir sie nicht einfach auf? Überall suchen wir Arbeitskräfte. Diese haben bewiesen, dass sie zielorientiert ihren Weg gehen.
Die Abschreckungsstrategie ist gescheitert. Lasst si arbeiten und sich ihren Unterhalt selbst verdienen.

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bürgersmann 07.11.2013, 21:56
8. Wieviel Asyl kann es geben?

Die meisten Staaten der Welt werden nicht nach west-europäischen Grundsätzen regiert. Kann Europa dann alle Menschen aufnehmen, die erklären, sie würden im Gegensatz zu ihrer Regierung stehen? Ein paar Zahlen hierzu von den Vereinten Nationen (World Population Prospects, the 2010 Revision- die "mittlere" Variante):
Bevölkerung: 2010 Africa: 1.045 Millionen Menschen, Europa: 739 Millionen Menschen. Und 2050 Africa: 2.192 Millionen sowie Europa: 719 Millionen Menschen. Wo soll man da eine Grenze ziehen?

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nick999 07.11.2013, 22:00
9.

Zitat von sysop
In Hamburg fordert seit Monaten eine Gruppe von Lampedusa-Flüchtlingen mit Protesten eine Bleiberecht. Der Senat ist unwillig. Dabei gäbe es auch bei geltender Gesetzeslage die Möglichkeit, den Menschen aus humanitären Gründen zu helfen. Doch dieser Weg erfordert Mut.
Warum ist Europa so negativ gegen Flüchtlinge eingestellt, obwohl afrikanische Länder noch viel mehr Flüchtlinge aufnehmen.
Der Grund ist, das es keine Rückkehrpflicht für Flüchtlinge gibt, wenn die Gefahr für Leib und Leben vorüber ist. Sollte die Politik endlich die Rückkehr vorschreiben, würden die Europäer Bedrohten eher helfen.

Auch klar ist, wer nur möchte, das es ihm besser geht, der ist kein Flüchtling. Wenn die Politiker endlich diese Brille aufsetzen würden, wäre eine europäische Lösung für Flüchtlinge in greifbarer Nähe.

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