Forum: Politik
Proteste im Irak: Das Öl, die Hitze und die Wut
AP

Kaum Strom, wenig Trinkwasser - und das bei fast 50 Grad im Schatten: Viele Iraker wollen sich mit der Lage in der Metropole Basra nicht mehr abfinden. Die Proteste weiten sich auf andere Städte aus.

thequickeningishappening 18.07.2018, 08:06
1. Schoen dass zum Thema Wassermangel

Die Staudämme in Der Tuerkei erwähnt werden. Syrien hat Dasselbe Problem. Verteilungsungleichgewichte führen zu sozialen Spannungen. Ohne Wasser und Brot kommt Die Revolution !

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hanshanshans 18.07.2018, 09:32
2. Und

... nach der Revolution haben die Menschen wieder automatisch genug Wasser und Brot.
In dem Artikel fehlt völlig, wie es mit der Lage der einfachen und ungebildeten Menschen vor dem zweiten Golfkrieg aussah.

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kenterziege 18.07.2018, 09:42
3. Wasser wird das neue Öl

Ohne Wasser geht nicht's. Öl ist zu kompensieren. Im Übrigen gibt's auf der Welt genug Öl. Es gibt viel zu viel Menschen in den Städten. Die sog. Urbanisierung fliegt einigen Ländern noch einmal um die Ohren. Allein die Zusammenballung von Menschen birgt ein "revolutionäres" Potential. Ich bestaune immer nur Singapur, die damit gut zurecht kommen. Ich bin jedes Jahr dort und habe mich über die Wehrpflicht und die relativ hohen Verteidigungsausgaben dieses Stadtsaates gewundert. Ein guter Bekannter erklärte mir, daß Singapur vom Wasser Malaysias abhängig ist. "Unsere Armee/Luftwaffe ist unsere Wassersicherung", erklärte er mir! Aber Singapur verbraucht nicht mehr, als früher, weil die Bevölkerung wenig wächst. Das unkrontollierte Wachstum der Bevölkerungen macht arm und führt zu Kriegen um die Ressourcen.

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schmuella 18.07.2018, 10:06
4. Willkommen in der Realität

Afganistan, Irak und Lybien sind drastische Beispiele für (zumindest teilweise gescheiterte) Interventionen. Wer sich den Videobeitrag vom ehemaligen Bundeswehr-Fallschirmjäger Johannes Clair anguckt, bekommt einen Einblick, wie die Realität vor Ort aussieht:

www.youtube.com/watch?v=SjfuyKMgI7s

Die Gründe mögen vielfältig und abhängig von der Region unterschiedlich sein. Allen ist jedoch gemeinsam, dass man die Staaten weitestgehen sich selbst überlassen hat, wenn man von den zaghaften Versuchen eines infrastruktruellen Wiederaufbaus absieht.

Spätestens wenige Jahre nach der Afganistan-Intervention hätte man erkennen können, dass es ohne eine enorme Unterstützung finanzieller, wirtschaftlicher und infrastruktrueller (Straßen, Stromnetz, Wasser etc.) Art, die das bisher Geleistete um ein Vielfaches übersteigt, es zu einem "failed State" kommen kann und das Leid der Menschen nicht umfassend und nachhaltig vermindert wird.

Generell ist fraglich, inwieweit man einen Staat "verändern" kann. Die Menschen haben in Jahrtausenden ihre eigene individuelle Kultur und Lebensweise entwickelt. "Westliche Werte und Lebensweisen" sind nicht unbedingt immer willkommen. So nimmt die Entwicklung in den Ländern "ihren eigenen Weg", dessen Ergebnis man an den eingangs erwähnten Beispielen bzw. Ländern sehen kann.

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mego 18.07.2018, 11:28
5. Die Türkei kontrolliert den Wasserzufluss nach Syrien und den Irak

Zitat von thequickeningishappening
Die Staudämme in Der Tuerkei erwähnt werden. Syrien hat Dasselbe Problem. Verteilungsungleichgewichte führen zu sozialen Spannungen. Ohne Wasser und Brot kommt Die Revolution !
Die Türkei speichert mit den 29 "Kemal-Atatürkstaudämmen die Schmelzwasser aus Anatolien und kontrolliert damit das Wasser, das gegen Bezahlung in den Euphrat und den Tigris fließt. Diese Staudämme liegen größtenteils in kurdischem Gebiet und stellen den eigentlichen Reichtum und sind Grundlage der regionalen Machtstellung der Türkei. Auch Jordanwasser kommt aus Anatolien. Die Türkei ist der wichtigste Player dieser Region.mego

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matthias089 18.07.2018, 11:33
6. Öl Förderung und Wassermangel hängen zusammen

"Neben den Lagerstätten braucht der Irak zudem mit jedem Barrel Öl, das er aus dem Boden holt, auch mehr Wasser. Damit die Quellen weiter sprudeln, muss in den Erdölfeldern Wasser injiziert werden, um den Druck aufrechtzuerhalten. Weil Süsswasser im Süden Mangelware ist, soll nun Meerwasser aus dem Golf entsalzt und ins Landesinnere transportiert werden – täglich über zehn Millionen Barrel Wasser. Die Anlage dafür muss noch gebaut werden und kostet rund zehn Milliarden Dollar." Quelle https://www.nzz.ch/international/schwierige-erdoel-revolution-1.18319688

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esowatcher 18.07.2018, 14:12
7. Irak wie Iran

Auch in Abadan, der nächsten Stadt im Iran, gibt es seit Jahren Probleme mit dem Wasser. Die Gründe sind vielfältig, aber Korruption hat wohl den höchsten Anteil daran.

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