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Proteste in Istanbul: Erdogan richtet "letzte Warnung" an Demonstranten
AFP

Erst erwägt er eine Volksabstimmung, nun verschärft der türkische Premier Erdogan die Drohungen gegen die Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park. Er fordert die Oppositionellen ultimativ auf, das Gelände zu verlassen.

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vhancer 13.06.2013, 13:25
1. Immer die gleichen Fehler

Hat Erdogan aus den Protesten des arabischen Frühlings nichts gelernt? Wieso reagiert er genau wie die anderen Machthaber statt den Dialog zu suchen - ein Rücktritt ist ohnehin unumgänglich, damit muss er leben.

Man kann mit einer stillschweigenden Opposition regieren, aber nicht gegen eine aggressive Protestanten. Neuwahlen sind das einzig sinnvolle. Wenn Erdogan wiedergewählt wird - Glück gehabt. Vielleicht sieht er es als Denkzettel.

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Schroekel 13.06.2013, 13:31
2. dieser mann...

...kapiert einfach garnichts. immer wieder erstaunlich, wie solche führungskräfte die zeichen der zeit nicht sehen wollen und ausweichlich stolpern. die türkei macht einen prozess durch, den Deutschland und Westeuropa ende der 60er und in den 70er durchgemnacht haben. von einer dumpf autoritären, hochgradig konservativen, von oben mal mehr und mal weniger gnadenlos durchgesetzten Gesellschaft hin zu einer weitgehend offenen gesellschaft, in der die menschen sich einfach nicht mehr sagen lassen wollen, was sie zu tun haben. Erdogan wird ebenso verschwinden wie seinerzeit ein Kiesinger oder Pompidou. Die Mdenschen in der Türkei sind aufgewacht und deren kleiner autoiritärer kiesingerverschnitt denkt allen ernstes er kann das mit tränengas, knüppeln und wasserwerfern beenden. Das gegenteil ist der fall. er beschleunigt gerade seinen eigenen fall. gut so. ich beglückwünsche die menschen in der türkei.

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joe50502005 13.06.2013, 13:31
3. EU-Verhandlungen trotz der Toten?

Ab wie vielen Toten denkt man denn in der deutschen und europäischen Politik über eine Einstellung/Pause der Beitritssgespräche nach. Wollen Özdemir und Westerwelle hier wirklich Veränderung. Es kommen Menschen zu Tode die nicht wollen, als Freiheit und Demokratie. Zementkopf Erdogan braucht hier deutliche Zeichen der Mißbilligung.

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Hupert 13.06.2013, 13:32
4. "Letzte Warnung"

Zitat von sysop
Erst erwägt er eine Volksabstimmung, nun verschärft der türkische Premier Erdogan die Drohungen gegen die Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park. Er fordert die Oppositionellen ultimativ auf, das Gelände zu verlassen.
...und was dann? NATO-Bündnisfall ausrufen und erstmal nen hübsch dicht gewebten Bombenteppich auf diese miesen kleinen Unruhestifter regnen lassen?

Herr Erdogan sollte sich mal in Zurückhaltung und vor allem Dialog üben und ansonsten lieber die Füße stillhalten. Viel verwertbares oder gar nützliches kam in den letztes Jahren ja nicht bei rum wenn er den Mund aufgemacht hat... dafür aber reichlich plattes nationalistisches Geschwurbel, womit ja aber scheinbar eine zu verachtende Menge Türken konform gehen.

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geko_ 13.06.2013, 13:34
5. Gut gemacht Herr Erdogan

Eine pläbiszitäre demokratische Wahlform müsste es in dem Artikel heißen, da ein Referendum lediglich bei Volksentscheidungen bezüglich der Verfassung eintritt.
Da diese Entscheidung der Regierung durch ein Zusammentreffen mit mehreren Demonstranten-Sprechern und Erdogan entstanden ist, kann man vom Standpunkt der Demokratie, die es in der Türkei seit 1923 gibt, behaupten, dass die Regierung Erdogans völlig demokratisch handelt.

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Helga M. 13.06.2013, 13:35
6. Mutig, einfach nur mutig die Demonstranten

Zitat von sysop
Erst erwägt er eine Volksabstimmung, nun verschärft der türkische Premier Erdogan die Drohungen gegen die Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park. Er fordert die Oppositionellen ultimativ auf, das Gelände zu verlassen.
Ich hoffe, es passiert niemandem was. Aber das ist wohl naiv. Davon abgesehen scheint Erdogan mir schon ziemlich unter Druck, so schnell wie er seine Strategien ändert ...

Schräg der Mann, wenn er nur nicht so gefährlich wär.

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derhey 13.06.2013, 13:37
7. Ein Versuch

wäre es schon mal wert auf die Zusage einer Volksabstimmung einzugehen.
E. mal beim Wort nehmen und dann abwarten - die nächste Gelegenheit zur Demo kommt bestimmt.

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CampoViejo 13.06.2013, 13:38
8. Beitrittsverhandlungen stoppen!

Dass die Türkei nicht und niemals in die Europäische Union aufgenommen darf, beweist einmal mehr Sultan Erdogan und seine AKP. Nicht nur die absolut fehlenden demokratischen Strukturen in der Türkei, sondern auch die enorme Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung zur radikal-islamistischen Politik dieses Diktators lassen das Schlimmste befürchten, sollte die Türkei jemals der EU beitreten. Daran ändern auch die Demonstranten vom Taksim-Platz nicht das Geringste. - Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Foto zum SPON-Artikel: Im Hintergrund zu sehen: die türkische Flagge neben einer EU-Flagge, deren Sterne zum HALBMOND stilisiert wurden. Zufall? Wohl kaum.

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kannmanauchsosehen 13.06.2013, 13:39
9.

Zitat von sysop
Erst erwägt er eine Volksabstimmung, nun verschärft der türkische Premier Erdogan die Drohungen gegen die Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park. Er fordert die Oppositionellen ultimativ auf, das Gelände zu verlassen.
Er weiß natürlich, dass man das Ultimatum negieren wird. Dies ist das Signal zum Zuschlagen. Der türkische Frühling wird wohl zum türkischen Schisma werden.

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