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Proteste nach Freitagsgebeten: Ägyptens Armee warnt Muslimbrüder vor Exzessen
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Ägyptens Islamisten rufen zum Widerstand gegen das Militär auf. Nach den Freitagsgebeten planen ihre Anhänger Proteste gegen den Sturz von Präsident Mursi. Die Armee will die Demonstrationen zulassen - warnt aber vor Gewalt.

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h.hass 05.07.2013, 08:26
1.

Hoffentlich geht der Systemwechsel in Ägypten ohne Blutvergießen ab. Würde mich nicht wundern, wenn in Kairo bald Bomben hochgehen...

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dioskure 05.07.2013, 08:35
2. Düstere Zukunft

Ich sehe schon jetzt dem entgegen das tausende Extremisten bald Asyl in Deutschland anmelden. Da sei Gott vor das unsere glattgewaschen undweichgespülten Behörden das nicht auch noch zulassen.

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benutzer8472 05.07.2013, 08:37
3. Was ich nicht verstehe..

Kann mir das jemand kurz erklären:

Mursi wurde gewählt. Soweit ich mich erinnere heisst das, er hat bei den Wahlen die meisten Stimmen bekommen. So wie es in einer Demokratie an sich funktionieren sollte.

Warum genau wurde er gestürzt?
Wie lange werden die Ägypter ihre demokratisch gewählten Präsidenten stürzen anstatt gegen das eigentliche Übel anzugehen: die rückständigen Bürger, die solche islamistischen Mittelaltermenschen wählen?

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M. Thomas 05.07.2013, 08:47
4. Nach zwei Tagen

der Hatz auf alles, was irgendwie mit den Muslimbrüdern zusammensteht, nach den Zerstörungen, die ihrem privaten und Bruderschaftseigentum zugefügt wurden und nach all den offenen Verfolgungsjagden, bei denen Bruderschaftsgegner mit scharfen Waffen unter den Augen von Polizei und Militär durch die Straßen gejagt worden sind, klingt diese Drohung wie Hohn. Weite Teile der Führungskräfte landesweit von der Straße weg zu verhaften ist definitiv nicht dazu angetan, Vertrauen in die leeren Versprechungen zu legen, angeblich schütze das Militär Grundrechte (welcher Art auch immer). Es ist unter diesen Bedingungen schlichtweg zynisch, die Bruderschaft zur Mitwirkung auf der politischen Bühne Ägyptens einzuladen. Schon jetzt ist der ausgestoßenen Drohung des Militärs die Absicht zu entnehmen, mit maximaler Gewalt gegen jede erreichbare Demonstration der Muslimbrüder vorgehen zu wollen. Ein Recht kann nicht "unnötig beansprucht werden"! Die Bruderschaft hat selbstverständlich das gleiche Recht auf organisierte Großdemos wie die "Opposition" - wenn es denn tatsächlich Millionen werden sollten, die heute auf die Straße gehen, hat das Militär ein Erklärungsproblem, weshalb es sich einseitig und einäugig auf die Seite der Mursi-Gegner geschlagen hat. Bisher hat das ägyptische Militär noch immer und jedes Mal gelogen und Ägypten nur noch tiefer ins Chaos getrieben. Es foltert, verhaftet, erschießt frei nach Geschmack, beschützt ihre brutalsten Soldaten und organisiert im Hintergrund blutige Straßenschlachten.
Gezielter kann man große Bevölkerungsteile nicht tief in die Radikalisierung treiben: erst wird der Präsident demokratisch unsauber entmachtet, dann verhaftet man ihn und 300 weitere Sprecher, belegt sie mit den verrücktesten Vorwürfen und tritt anschließend scheinheilig auf, betont Rechte, die man angeblich schützen wolle und droht gleichzeitig mit blutigem Einschreiten, wenn diese Rechte von denen in Anspruch genommen werden sollten, die man ziemlich offen vernichten will. So funktionieren weder Freiheit noch Demokratie, so funktionieren nur Willkür und Unterdrückung.

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ratxi 05.07.2013, 09:01
5. Es wäre so schön, wenn alle Lager...

Zitat von sysop
Ägyptens Islamisten rufen zum Widerstand gegen das Militär auf. Nach den Freitagsgebeten planen ihre Anhänger Proteste gegen den Sturz von Präsident Mursi. Die Armee will die Demonstrationen zulassen - warnt aber vor Gewalt.
Es wäre so schön, wenn alle Lager sich bewusst werden würden, dass man doch in diesem schönen Land ZUSAMMEN leben sollte.
Jeder mag seine Vorlieben haben, aber doch dem anderen die seinen lassen; dann ist es schon fast egal, wer meint, die "Macht" zu haben.
Ja, ich weiss, ich bin noch etwas verschlafen... ;)

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ratxi 05.07.2013, 09:08
6. Mursi wurde zwar gewählt, hat aber...

Zitat von benutzer8472
Kann mir das jemand kurz erklären: Mursi wurde gewählt. Soweit ich mich erinnere heisst das, er hat bei den Wahlen die meisten Stimmen bekommen. So wie es in einer Demokratie an sich funktionieren sollte. Warum genau wurde er gestürzt? Wie lange werden die Ägypter ihre demokratisch gewählten Präsidenten stürzen anstatt gegen das eigentliche Übel anzugehen: die rückständigen Bürger, die solche islamistischen Mittelaltermenschen wählen?
Mursi wurde zwar gewählt, hat aber den Wählerauftag gleich danach vergessenund sich umgehend zum Autokraten hoch stilisiert.
Wenn schon viele Millionen auf die Strasse gehen, kann man das nicht mit "Terrorismus" abtun; dann stinkt irgendetwas gewaltig.
Wenn jemand demokatisch gewäht ist, legitimiert das nicht dazu, zu tun, was man will.
Siehe: Deutschland, 1933...

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nunun 05.07.2013, 09:10
7. die Rindv.....

renen zu Ihrem Freitagsgegetn und dann holen Sie den Knüppel (wieder) aus dem Sack,...was soll das für ein Schwachsinn sein ...?

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Sabi 05.07.2013, 09:12
8. Plan

Die Muslim-Brüder hatten 80 Jahre galauert und im
Untergrund agiert bis sie nun endlich die Gelgenheit bekamen ihren Plan der Islamisierung Ägyptens umzusetzen - dafür ermordeten auch den früheren
Präsidenten Sadat- so leicht werden sie kurz vorm Ziel
nicht aufgeben...

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ratxi 05.07.2013, 09:17
9. Ich will das jetzt gar nicht schönreden, aber...

Zitat von M. Thomas
.........So funktionieren weder Freiheit noch Demokratie, so funktionieren nur Willkür und Unterdrückung.
Ja, aber schauen Sie, wenn dort 80 Millionen Menschen leben, kann man nicht von einer flächendeckenden Hatz auf Muslimbrüder sprechen. Das mag die Wahrnehmung auf Grund der Berichte suggerieren, aber die Realität wird anders sein.
Dazu kommt, wenn eine Regierung abgesetzt wird, muss das ja aus der Sicht der Handelnden durch illegales Handeln begründet sein. So ist es doch nur folgerichtig, dass dementsprechend auch diverse "Verantwortliche" herangezogen werden sollen.
Und dass der Präsident unter Hausarrest (nicht in Haft) steht, ist logisch, sonst wäre er nicht von den Ämtern fern zu halten.
Ich will das jetzt gar nicht schönreden, aber einfach grundsätzlich zu bedenken geben.

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