Forum: Politik
Protestkultur und Pegida: Aufmarsch der Netzverschwörer
DPA

In Dresden können wir erkennen, wie eine Öffentlichkeit aussieht, die ihre Informationen nur noch aus seltsamen Ecken im Netz bezieht. An die Stelle der Statistik tritt die Dunkelziffer. Diskutieren mit Pegida? Unmöglich.

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karlaugustwitzleben 23.12.2014, 14:59
1.

"Wenn die letzte anständige Zeitung verschwunden ist, bleibt nur noch das Geschwätz", hat der FAZ-Herausgeber Werner D'Inka vor längerem geschrieben. Bislang waren wir auf Vermutungen angewiesen, wie eine Öffentlichkeit aussieht, in der die Bürger ihr Wissen aus Quellen beziehen, für die es keinen Presserat und kein Gegendarstellungsrecht mehr gibt. Wir haben jetzt eine genauere Vorstellung von einem solchen Gemeinwesen. Wir müssen dazu nur nach Dresden, Bonn oder Berlin schauen, wo jeden Montag Menschen ihrem Ärger Luft machen, die bei der Suche nach Informationen statt der von ihnen geschmähten "Mainstreampresse" vorzugsweise anderen Quellen im Netz vertrauen, die keinem etablierten Medium zuzuordnen sind."

Man dürfte hier aufhören zu lesen, weil Fleischhauer das Problem auf den Punkt bringt. Die "gleichgeschaltete Presse" wird vorrangig von denen als "gleichgeschaltet" wahrgenommen, die verlernt haben, was Presse eigentlich bedeutet. Die Beleibigkeit des Netzes, wo auf Grund der völligen Freiheit, jeder noch so dumme Idiot seinen Mist hinrotzen darf, ist eine der Kehrseiten einer sachten Demokratie, wie wir sie derzeit erleben. Beiträge, die das klar formulieren - auch und gerade im Netz - sind daher zu begrüßen und zu fördern. Den Menschen MUSS die Idiotie dieser Auswüchse immer und überall vor Augen geführt werden, damit diejenigen erreicht werden, die noch ahnen, dass das Netz kein Hort der ultimativen Wahrheit ist.

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jcaesar3 23.12.2014, 14:59
2. Zwang der Medien

Nicht übersehen, daß man seit ein paar Jahren gezwungen ist, seine Informationen aus seltsamen Ecken im Netz zu beziehen. Wenn ich morgens die BILD aufschlage, kann ich lesen, was ich später in der Süddeutschen, im Spiegel..., kurz überall in leicht abgeänderter Form lesen kann. Gäbe es da nicht die seltsamen Ecken, hätten die USA ihren Informationskrieg gewonne und das muß doch wohl nicht sein.

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order66 23.12.2014, 15:02
3. Tja Fleischhauer

nicht jeder Mitläufer war ein Nazi. Das ist wohl wahr. Aber sie haben es u.a. möglich gemacht und daher sind diejenigen die jetzt mit marschieren keine Unschuldigen. Und auch das fehlt. Es gibt keine gut oder schlechte Presse. Es gibt nur die Presse.

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charlie1111 23.12.2014, 15:03
4.

Dem Beitrag kann man nur zustimmen. Nur sollten sich auch mal die unterschiedlichen Internetmedien überlegen, ob sie nicht langsam ihr "Hausrecht" wahrnehmen, zur Zeit kommen einem einige Foren der Internetpresse eher wie Filialen des PI-Forums vor.

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hoimar 23.12.2014, 15:04
5. Autsch,

da liegt Herr Fleischhauer schwer daneben mit : "Gegen diese Argumentation ist kein Kraut gewachsen..."
Gerade in Hamburg ist man sich im Klaren darüber (also das LKA) dass die Anzahl der Illegalen stetig wächst. Das Hamburger Abendblatt geht alleine von 22 TD Menschen aus, die sich in der Stadt ständig aufhalten. Und was die Presse anbelangt, die macht hin und wieder gemeinsame Sache mit der Politik und das ist ausnahmsweise einmal keine Verschwörungsromantik, dass sind Fakten. Es werden bei Straftaten Ethnien verschwiegen, Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften beschönigt oder gleich verschwiegen und Zustände wie im Görlitzer Park als "buntes, ethnisches Miteinander" und kulturell passend zum Stadtteil deklariert.
Die Presse ist der wahre Kutscher für eine Bewegung wie Pegida, da sie schon vor langer Zeit entweder aus ideologischer Sicht und/oder finanzieller Abhängigkeit die Verantwortung darüber ernsthaft zu berichten, denen überlassen haben, die am rechten Rand zündeln.
Also immer schön weiter politisch korrekt berichten und in zehn Jahren ist der Spiegel bestenfalls noch eine Domain die preiswert zu erstehen ist.

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kappelc 23.12.2014, 15:04
6. na klar

"aber niemand, der an so etwas teilnimmt, sollte erwarten, dass man ihn noch ernst nimmt" - Aber fast alle regen sich über Pegida auf. Wenn man etwas nicht ernst nehmen muss dann kann man es doch auch links bzw. rechts liegen lassen?!

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Kohle&Reibach 23.12.2014, 15:04
7. Diese Drohung

ist keine Demokratie.

Für alles Weitere ist der Verfassungsschutz zuständig und, bei Zuwiderhandlung gegen das Demonstrationsrecht, der Wasserwerfer. So war es schon in den Achtzigerjahren, als in Hamburg, Berlin und Frankfurt der linke Pöbel durch die Straßen zog. Auch diese Proteste hat unser Land ausgehalten, ohne größeren Schaden zu nehmen.

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thayo 23.12.2014, 15:05
8. Gefährlich...

wenn Kolumnenschreiber einer Zeitung, welche über Räte und Organisationen eng mit Wirtschaft und Regierung verknüpft ist, sich kritisch über unzensierte Meinungsfreiheit im Internet äußert. Was kommt als nächstes? Internetzensur, damit nur "anständige" Medien das "richtige" schreiben können? (Das hatten wir vor vielen Jahren schon mal).

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uods 23.12.2014, 15:07
9. diesmal kann icn nur zustimmen.

Mit Leuten, die Zahlen aus offizielle Statistiken Leugen ohne selbst validierbare Zahlen zu liefen, kann man nicht argumentieren. Pegida sind Realitätsverweigerer.

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