Forum: Politik
Protestkultur und Pegida: Aufmarsch der Netzverschwörer
DPA

In Dresden können wir erkennen, wie eine Öffentlichkeit aussieht, die ihre Informationen nur noch aus seltsamen Ecken im Netz bezieht. An die Stelle der Statistik tritt die Dunkelziffer. Diskutieren mit Pegida? Unmöglich.

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uksubs 23.12.2014, 17:20
130. ach,herr fleischhauer,

es wäre ja auch zu schön gewesen, von ihnen einmal ein statement zu lesen, welches ich genau so akzeptieren kann.
aber - da muss ja dann zum schluß noch der hinweis kommen, dass es auch einen linken mob gab. oder war dies ein versuch, solche pegida- anhänger doch noch in ihr boot zu holen, die, wie man übrigens ja hier auf zahlreichen foren sehen kann, doch noch etwas anderes lesen als von ihnen hier geschildert? ich bin mir sicher - nein.
die "wir sind das volk" - grölenden haben kein ziel. man könnte fast den eindruck bekommen, es handele sich um leute, die denken, die "westler" kümmern sich mehr um die asylbewerber als um die armen "ostler" und nun beleidigt sind. zumindest ist viel mehr niveau bislang noch nicht zu mir durchgedrungen.
der kleine unterschied also zu dem "linken Pöbel, der durch die Straßen zog" ist eben der, dass es bei denen tatsächlich einige konkrete anliegen gab. dieser "pöbel", der da durch die straßen zog, rekrutierte sich vornehmlich aus studenten und/ oder hausbesetzern und hatte immerhin leute wie cohn- bendit und joschka fischer in ihren reihen. auch wenn man sich über deren tun im einzelnen streiten kann, keine frage, so gingen sie gegen mietspekulanten und in dem zusammenhang auch gegen banken und selbstredend denjenigen, die diese politik vertraten, auf die straße ( diepgen u.a.).
schauen sie sich die benannten städte an - es wäre längst an der zeit, dieses thema erneut noch sehr viel stärker zu benennen! von banken und immobilien muss ich ihnen hoffentlich nichts erzählen, lehman und spanien sind hier nur stichwörter.
die zu vergleichen mit den teilnehmern der pegida- märsche zeugt von ihrer linken- aversion und davon, dass sie die letzten drei jahrzehnte nicht viel dazu gelernt haben.

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enni3 23.12.2014, 17:23
131.

Es ist immer äußerst interessant die ganzen Nicks und Meinungen zu lesen. Geht es nach dem Spon-Forum, haben sich inzwischen Millionen Deutscher dieser Presse entzogen, das nicht existente Spiegel-Abo gekündigt.

Das Geltungsbedürfnis hier immer ganz missionarisch für "alternative" Medien zu werben nimmt immer mehr zu. Spon blockt das nicht mal.

Ich habe hier schon oft Links von Foristen verfolgt, mir das ganze durchgelesen. Und ganz ehrlich ich habe noch keine Seite gefunden, von der ich wirklich überzeugt war.

Skeptischer Umgang mit Medien ist absolut angebracht, aber das was da auf den anderen "besseren" Kanälen eines scheinbar freien Internets abläuft ist keinen Deut besser, vielfach einfach nur dumm und verdummend.

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suedbaden6 23.12.2014, 17:28
132. Der rechte Herr Fleischhauer

fühlt sich bedrängt vom rechten Mob. Und das mit Recht!

Die PEGIDA-Leute praktizieren nämlich genau die Strategie, die die "anständige" Presse (Könnte Oxymoron des Jahres werden) seit Jahren verfolgt. Sie reden einfach nicht mit den Figuren, die ein diametral anderes Projekt verfolgen, sondern die seit Jahren jegliche Kritik zerreden, wegquatschen und sämtliche Risse zuschlämmen mit dem Klärschlamm der Bundespresseämter und "Edelfedern".

Hoffentlich bleiben sie konsequent. Dann könnte Ihnen Erfolg beschieden sein. Bei einer Regierung, die von 25% der Bevölkerung gewählt wurde sollten durchaus Veränderungen am beklagenswerten Zustand möglich sein.

Der Beitrag #5 fasst das Problem wirklich sehr gut zusammen!

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Sandra A. 23.12.2014, 17:28
133. Ach, Herr Fleischhauer

Wer mit dem Finger auf andere zeigt, zeigt mit 3 auf sich selbst. Das gildet im Moment für beide Seiten. Denn in einem haben diese "Wutbürger" doch recht. Neutrale und beide Seiten bedachte Berichterstattung ist in Deutschland ein sehr seltendes Gut geborden.

Ihr hättet es so einfach, die Fehlgedanken aufzudecken und richtig zu stellen. Das Bild, daß Ihr stattdessen von Euch gebt, bestägti ihnen doch ihr Bild. Ihr bietet der Pegida die Propaganda, die sie haben wollen.

Also reden Sie sich ihre Seite nicht zu sehr in das rechte Licht, indem sie nur die Fehler der anderen analysieren, Herr Fleischhauer.

Wünsche der ges. Leserschaft und der ges. Spiegelredaktion ein schönes Weihnachtsfest.

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mistersteve 23.12.2014, 17:28
134. Zu kurz gesprungen ...

... Herr Fleischhauer, wie die meisten anderen Mainstreammedienkommentaroren auch - schade. Würden der Staat und seine Organe rigoros gegen Hassprediger, Salafisten, mafiöse Clanstrukturen aus den entsprechenden Abstammungsregionen sowie das gesamte hinter Auswüchsen wie Vollverschleierung, Scharia-Polizei, Ehrenmorden etc. stehende Gesellschafts-, Familien- und Frauenbild (von dem NICHTS als "kulturell-religiöse Eigenheit" verniedlicht werden darf, denn das würde unseren hart gewonnenen freiheitlichen Gesellschaftskonsens um Jahrzehnte zurückwerfen) durchgreifen würde, hätte sich die ganze Pediga-Demonstriererei in Nullkommanix erledigt.
So aber muss man den Eindruck gewinnen, dass hier die Überbringer der schlechten Nachricht geköpft werden sollen.
Und a propos "keine Moslems in Sachsen": Wie es einer im Zeit-Forum sehr zutreffend beschrieb: Derartige "Argumente" wären ungefähr so, als würde man zu einem, der seine Haustür abschließt, sagen: "Warum schließt du deine Tür ab? Bei dir hat doch noch keiner eingebrochen!" Vielleicht demonstrieren ja manche in Dresden auch für die, die sich das in bestimmten Gegenden von Duisburg, Köln oder Bremen schon heute nicht mehr trauen können, denn dort wären die Gegen"demonstranten" dann alles andere als friedlich?

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sb411 23.12.2014, 17:30
135. wahrscheinlich eher Focus-Überschriftenleser

Neueste Schlagzeile: "Geheimer Zeuge aufgetaucht: Ist Pilot Woloschin für den MH17-Abschuss verantwortlich?"

Andere Schlagzeile: "Schwere Vorwürfe von Experten: Starben die MH17-Insassen wegen Geldgier der Ukraine?"

Oder: "Waren es doch nicht Separatisten?
Ermittler: Ein Kampfjet könnte MH17 abgeschossen haben".

Nun steht dann unter solchen Unterschriften meist nichts Erhellendes mehr. Unter der Untersten z. B. nur, dass ein holländischer Chefermittler erklärte, man habe noch keine Erkenntnisse, was das Flugzeug zum Absturz brachte, ob nun eine Boden-Luft-Rakete oder eine Luft-Luft-Rakete. Unter der obersten Unterschrift steht nur, dass in Russland ein Mann aufgetaucht ist, der behauptet, denn Namen eines Piloten zu kennen, der angeblich MH17 abschoss. Ob es diesen Piloten überhaupt gibt und ob der Zeuge überhaupt etwas mit der ukrainischen Luftwaffe zu tun hat oder nur fantasiert, weiß man nicht. Die reißerischen Überschriften signalisieren aber etwas anderes und das ist das Problem, denn viele beziehen ihre Informationen heutzutage online und lesen die Artikel nicht wirklich, nur die Schlagzeilen.

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kugelsicher 23.12.2014, 17:33
136. unterwandert?

Zitat von thayo
Gefährlich wenn Kolumnenschreiber einer Zeitung, welche über Räte und Organisationen eng mit Wirtschaft und Regierung verknüpft ist, sich kritisch über unzensierte Meinungsfreiheit im Internet äußert.
Der Spiegel von der BR unterwandert?

Bei nur 25,5% durch Gruner und Jahr?
50,5% gehört den Mitarbeitern (sind die auch unterwandert?)
und der Rest den Augstein Erben.

Das ist doch alles Paranoia und bestätigt nur den Inhalt des Artikels.

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Iggy Rock 23.12.2014, 17:34
137. Verschwörungstheoretiker?

Auch wenn ich Herrn Fleischhauer bei der Beurteilung der Pegida-Demonstranten, ihrer rechten Parolen und schrägen Verschwörungstheorien, folgen und zustimmen kann, bei den Medien, auch der Presse, kann ich es nicht.
Zuviele Jahre habe ich den Kopf schütteln müssen, wie die Medien immer die gleichen Parolen von Lobbyisten und Politikern wiederholten und meist für richtig erklärten, anstatt kritisch an die Themen heranzutreten.
Wo war der kritische mediale Aufschrei bei der Agenda 2010, den Kriegseinsätzen der Bundeswehr oder bei der Verschärfung des Konflikts mit Russland?
Es waren auch bestimmten Medien, die Herrn Sarrazin zu diesen fragwürdigen Erfolgen seiner Theorien in Buchform verhalfen. Zugegeben, nur eine Saat für Pegida-Demonstranten unter vielen, schließlich scheint es in diesem Land keinen Kommentar mehr würdig zu sein, wenn hierzulande mit "Ausländermaut" und "Deutschpflicht für Ausländer" Politik gemacht wird. Hier in Hessen kann ich mich auch noch sehr gut an einen Wahlkampf erinnern, in dem ein Herr Koch tief in seine rechtslastige Ressentimentkiste, auch gegen Muslime, griff und die Medien es anschließend fast geschlossen richtig fanden, dass "die Kommunisten" nicht mitregieren durften. Wer vom Medienkonsumenten ernst genommen werden will, muss journalistisch sauber arbeiten, und darf nicht den verlängerten Arm der gerade Regierenden spielen.

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RSchubi 23.12.2014, 17:35
138. Nichts als Geschwurbel.

Es ist wirklich merkwürdig: sobald eine Gruppe wie Pegida, die offensichtlich nicht ins Weltbild der Linientreuen paßt, ihre Grundrechte wahrnimmt, wird gegendemonstriert. Toleranz gilt nur der eigenen Meinung, andere Meinungen werden nicht toleriert. Man hinterfragt nicht, woran es denn nun mangelt, man will einfach nicht die Scheuklappen ablegen. Dabei genügte ein kurzer Besuch in Duisburg oder einer anderen Stadt mit spezifischen Problemen, um zu verstehn, was diese Menschen antreibt. Nun denn, Fleischhauer oder Sybille Berg sollten es eigentlich besser wissen, vor allem sollten sie wissen, was Journalismus ist. Laut H.J. Friedrichs kann der Journalist nichts schlimmeres tun, als Partei zu ergreifen. Und alle Medien bei uns sind seit längerer Zeit Partei, egal ob Pegida oder Ukraine. Alle im Gleichschritt den selben Senf verzapfend, keiner weicht ab. Denn wehe, wenn einer mal abweicht und etwas aus anderer Sicht darstellt. Der wird niedergemacht und könnte sogar seinen Arbeitsplatz verlieren. DDR 2.0 könnte man hinsichtlich der Presse wohl sagen. Was brauchts vieler Worte und Geschwurbel, um Pegida zu beschreiben? Das sind in der Masse besorgte Bürger, die ihr Land auf einem Weg sehen, den sie nicht mitgehen wollen. Was soll daran verwerflich sein? Keine Nazis, keine Populisten- dieses Modewort hat ohnehin jeden Wert verloren- ganz normale Bürger. Und selbstverständlich mischen einige Rechte mit, so wie auf allen Veranstaltungen. Und die ständigen Versuche, diese Bürger als dumpfe Nazis, als dumme Deppen hinzustellen, erreicht genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war. Schwarz- Rot- Dumpf, ja dümmer gehts nicht. Und das von einem selbsternannten Qualitätsmedium. Ja, das war Spiegel einmal, so vor 20-30 Jahren. Und man bestätigt nur Pegida mit solchen aus der untersten Schublade stammenden Begriffen.
Also Leute, berichtet wahrheitsgemäß, unparteiisch und neutral und überlasst dem Leser seine Meinungsbildung.

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klube47 23.12.2014, 17:35
139. Nein,

Zitat von sanook
:) Klar zahlen ALLE den Soli! Na und? Wer hat in absoluten Zahlen wohl mehr bezahlt? Und von wo nach wo sind die Steuergelder geflossen? Das sie als - offensichtlicher Bürger der ehemaligen DDR - herausstreichen, das sie tatsächlich auch was zum Aufbau ihrer Umgebung getan haben ist ja schon am Rande des Lächerlichen. Solle wir "selbstgerechten Wessis" auf die Knie fallen und euch danken, dass ihr beim Aufbau eurer Heimat sogar mitgeholfen habt?
aber vielleicht mal mit Nachdenken versuchen, aber das einem arroganten Wessi nicht zu zu muten.
Wir müssen dankbar dafür sein, dass Ihr nach der Wende mit der Treuhand gekommen seid und auch noch die letzten gesunden Firmen abgewickelt habt um lästige Konkurrenz los zu werden, dass Tausende Arbeitslos geworden sind bei der Abwicklung der Betriebe, damit ihr ungestört Eure Produkte verkaufen konntet.
Ich war zu DDR Zeiten kein Freund des Systems und bin schon vor der Wende auf die Straße gegangen, ich brauche mir von so einem Besserwessis wie Sie es einer sind dass nicht vorwerfen lassen. Wer hat den am Aufbau Ost verdient ? Das waren die Betriebe im Westen zu Lasten der Betriebe im Osten.

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