Forum: Politik
Provokation mit Ansage: "Pro-Deutschland"-Chef will Mohammed-Film in Berlin zeigen
Sam Bacile

Die rechtsextreme Kleinpartei "Pro-Deutschland" begrüßt die wütenden Proteste in der muslimischen Welt - und damit nicht genug: Partei-Chef Rouhs will nach Informationen des SPIEGEL, den umstrittenen Mohammed-Film "Die Unschuld der Muslime" in Berlin zeigen. In voller Länge.

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einzel haft 15.09.2012, 21:20
200. ... selbstverständlich ...

Zitat von sysop
Die rechtsextreme Kleinpartei "Pro-Deutschland" begrüßt die wütenden Proteste in der muslimischen Welt - und damit nicht genug: Partei-Chef Rouhs will nach Informationen des SPIEGEL, den umstrittenen Mohammed-Film "Die Unschuld der Muslime" in Berlin zeigen. In voller Länge.
Wenn sie es für richtig halten, den Film zu zeigen, dann los, sofern die Gesetze eingehalten werden (FSK, ...), moralisch halte ich diese Provokation für verwerflich, kann ich aber damit leben. Anderseits, Provokation, bringt wohl auch Entwicklung/Anpassung an neue Gegebenheiten. Die "Jud Süss"-Vergleiche sind unerträglich.
Über die Filmschnippsel wird viel gefachsimpelt, vermutlich hat kaum jemannt dieses gesehen und oder verstanden, ähnlich wie bei den Rezensionen des Bettina'schen Buchs bei Amazon, "habe es nicht gelesen, ist aber Schei.....".

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Eimsbüttler 15.09.2012, 21:22
201. Hat mit Monty Phyton nix zu tun

Zitat von bernd_lauert_meer
Die Leute in diesem Forum sind unterste Schublade. Da wird hier doch tatsächlich eine Beschneidung der Meinungsfreiheit gefordert, weil sich ein paar religiöse Spinner beleidigt fühlen könnten. Sollte § 166 (Ein Paragraph der eigentlich im Strafgesetzbuch einer freien Gesellschaft nichts zu suchen hat) hier angewendet werden, wird damit der Zensur Tür und Tor geöffnet werden. Kein Das Leben des Brain mehr, keine Titanic mehr. In so einem Land möchte ich nicht leben, und Sie sicher auch nicht. OK? Das war alles...
Wer den Trailer zu diesem saublöden Machwerk bei Youtube gesehen hat, sollte sofort erkennen, dass es geradezu lächerlich wäre, hier mit jeglichem Kommentar zur Aufwertung beizutragen - Titanic ausgenommen.

Tip für die "Demonstranten": Always look at the bright side of life!

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MarioDeMonti 15.09.2012, 21:23
202. Zustimmung

Zitat von #2011-0001
Moment. Life of Brian handelt vom Leben eines gewissen Brian:) Wir haben den damals im katholischen Religionsunterricht angesehen.
Das habe ich ähnlich in Erinnerung, "Das Leben des Brian" war im Religionsunterricht und bei den Messdienern quasi Pflichtprogramm, und auch ein Film wie z.B. Dogma (Film) ist erst dann richtig lustig, wenn man wie der Regisseur Kevin Smith katholisch ist. Bei "Dogma" hat mir besonders gefallen, dass Gott mal nicht von einem alten Mann mit Bart, sondern von Alanis Morissette dargestellt wurde.

Zitat von
Da wird übrigens genau NICHT die "Essenz der christlichen Religion verarscht". Schauen Sie ihn sich ruhig an, bis Sie es auch sehen:) Das Monty Phyton-Teil ist ein Kunstwerk und kein im miesen South-Park-Stil zusammengeschnipseltes übersynchronisiertes, elfminütiges Aneinderreihen von Beleidungen. Das ist schon ein Unterschied.
Obwohl auch bei "South Park" manchmal richtig gute Satire dabei ist, das meiste geht aber leider in dem oft recht derben Humor unter. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache.

Zitat von
Allerdings muss man dem zustimmen: Dem Nicht-Westlich-ausgerichteten Muslim fehlt anscheinend ein recht einfach zu erlernendes einfaches Feature, nämlich den Schmarrn einfach zu ignorieren und nicht anzusehen, denn es ist ja ein ganz offensichtlich schlechtes Machwerk. So what?! Davon gibt's über andere Religionen auch genug. (Da gab's doch z.B. mal diese komplett bescheuerte Zeichentrickserie über den Papst auf MTV oder Viva... Die war richtig schlecht)
Auch in Deutschland haben sich einige über "Popetown" aufgeregt, besonders über die Reklame mit dem vom Kreuz gestiegenen Jesus vor dem Fernseher. Und die Serie war wirklich bescheuert, unlustig und versuchte nur, mit Provokation Geld zu machen. Interessanterweise haben einige Kritiker von "Popetown" vorher die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen als ein Beispiel der Pressefreiheit gelobt.

Es gibt auch gibt auch recht gut gemachte Satiren über radikale Moslems, z.B. Alles koscher!. Auch der iranische Film Marmoulak ist zu erwähnen. Und natürlich Four Lions .

Dummerweise erreicht billige Provokation immer noch die meiste Aufmerksamkeit und erobert die Titelseiten.

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pegahan 15.09.2012, 21:26
203.

Zitat von bvoll
Es gab schon mal so einen ähnlichen Film, "Das Leben des Brian". Der wurde auch gezeigt. Warum sollte man den Mohammed-Film denn nicht zeigen? Wer ihn nicht sehen will, muss ihn nicht gucken. Wo ist das Problem?
Da stimme ich Ihnen zu, wenn auch die Argumentation leider nicht hilft.
Das sagt auch der Schriftsteller Salman Rushdie (der Autor der Satanischen Verse) seit zwei Jahrzenten: Wer meinen Roman nicht lesen möchte, sollte ihn auch nicht lesen.

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Wildesau 15.09.2012, 21:28
204.

Zitat von sanhe
Der Film sowie die vollkommen überzogenen Reaktionen darauf sind total daneben. Aber Sie haben das Problem nicht verstanden: Durch die geplante Aktion von Pro-Deutschland wird die innere Sicherheit dieses Landes gefährdet, von der äußeren ganz zu schweigen (warum dies so ist: Leider können offensichtlich viele Muslime nicht zwischen individueller Schuld und Kollektivschuld unterscheiden). Daher wird es um eine Güterabwägung gehen zwischen Meinungsfreiheit (=Film zeigen) und innerer Sicherheit (=Verhindern der Filmvorführung)
Und Sie haben nicht verstanden, dass nicht die Gegenreaktion das "Recht auf Meinungsfreiheit" bestimmen darf.
Wo kommen wir denn hin, wenn die Gewaltbereitschaft der Beleidigten darüber entscheidet was Meinungsfreiheit ist oder wo diese endet.
Wenn wir also eine "Güterabwägung" danach träfen, dann wäre dieses Grundrecht nicht eine Zeile des Grundgesetzes wert.

Moralisch sage ich:
Wenn wir grundsätzlich, im Zuge der Meinungsfreiheit, tolerieren, dass Religionen karikiert (provoziert) werden dürfen, dann darf dieses nicht an der Gewaltbereitschaft dessen (einiger) Anhängern gemessen werden dürfen.

Für "Uns" kann nur ausschliesslich die Rechtsgrundlage diese Staates gelten und dies unabhähig davon, ob jemand muslimíschen, christlichen, jüdischen, ... Glaubens oder Atheist ist.

Versuchen Sie also nicht in mach genehmen Fällen einen Gesetzesverwurf zu konstruieren und in anderen Fällen großzügig darüber hinwegzusehen.

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ugur_berlin 15.09.2012, 21:30
205. Bewusste

Erstmal bin ich davon überzeugt, das sich nur eine kleine Minderhei in der muslimischen Welt diesen Film angeschaut haben. Eigentlich geht es nicht um diesen Film - es geht um den Hass auf die restliche Welt (zu sehen daran, dass sie einfach alle Botschaften angreifen - egal von welchem westlichen Land). Diese Welt, die für diese Menschen niemals zu erreichen ist. Eine Welt voller Offenhheit, Freundlichkeit und Menschlichkeit. Eine Welt in der die Menschen so sein können, wie sie selbst wollen und das Recht haben einer Religion ihrer Wahl anzugehören oder auch nicht. Die meisten Muslime leben in einer Welt voller Lügen, Hass und Unmenschlichkeit. Dabei darf man die Religion nicht mit der Umsetzung der Verantwortlichen in diesen Ländern vergleichen. Sie leben in einem Land indem das Töten, auch von der Staatlichen Seite zur Tagesordnung gehört. Jeder kleine Funke (auch geschürt von den Extremisten) lässt ihre Wut eskalieren. Ich bin mir da absolut sicher, wenn ganz besonders die Jugend die freie Wahl hätte, sie würden das Land verlassen um auch in Ruhe und frieden leben zu können. In diesen ländern musst du mit gehen also ein "Mitläufer" werden, da du sonst schnell zur Zielscheibe werden kannst. "Bist Du nicht mitgegangen? Bist Du ein Verräter!"

Kommen wir jetzt zu der Gier der Medien. Die Medien auch die "Seriösen" wie Spiegel und Stern sind leider so gierig dass sie unter anderem auch allen Terroristen eine tolle Plattform ihrer Meinung bieten. Jede Äußerung eines x-beliebigen Terroristen wird aufmerksamkeit gegeben. Die Terroristen benötigen gar keine eigene Plattform - die Medien sind ihre beste Plattform.
Schade, das ganz besonders die Plattformen wie "Spiegel" oder "Stern" nicht in der Lage sind sich selber zu zügeln und die Glut nicht zum Flächenbrand werden zu lassen.

Ja - da ist die Gier einfach zu groß.

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Cartman1 15.09.2012, 21:30
206. Der Film ist

im Internet verfügbar.

Die ganze Welt kann ihn sehen!

Insofern kann es egal sein, wer den Film zeigen will.


Man sollte eher fragen: Wem nützt das alles?

Was will der Produzent damit bezwecken, warum hat er die Schauspieler getäuscht?

Das Muster ist dasselbe wie damals bei den dänischen Karikaturen.

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nwjs 15.09.2012, 21:30
207. Gewaltmonopol

Zitat von sozialminister
Was ist daran mutig? Ist es Pro Deutschland die am Ende die Wut der Islamisten abkommen? Das sind doch genauso Duckmäuser. Halten Mohammend-Karikaturen hoch, aber letztendlich sind es dann die Polizisten, die mit Stichwunden im Krankenhaus landen. Würden sich diese "Helden" ihre Provokationen, wenn niemand da wäre um sie zu beschützen? Wohl kaum. Das dürfen andere für sie erledigen.
Bei uns hat aber der Staat das Gewaltmonopol, und so wütend es macht, wenn die Polizei sich manchmal zwischen zwei Fronten Idioten stellen muss und die Schläge abbekommt, das ist nunmal ihre Aufgabe. Ist eine Demonstration genehmigt, will jemand sein Grundrecht wahrnehmen, so muss er das auch können, und der Staat muss durchsetzen, dass er das kann. Dafür gibt es die Polizei.

Wenn Sie das Gewaltmonopol abschaffen, wie Sie es implizit andenken, hätte jede größere Gruppe ihren bewaffneten Saalschutz, ihre Milizen und "Sturmabteilungen", die sich dann gegenseitig in Straßenkämpfen angehen. Sowas hatten wir ja schon einmal, und wohin das geführt hat, wissen Sie ja ebenfalls.

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Seraphan 15.09.2012, 21:30
208. Contra Deutschland

Zitat von sysop
Die rechtsextreme Kleinpartei "Pro-Deutschland" begrüßt die wütenden Proteste in der muslimischen Welt - und damit nicht genug: Partei-Chef Rouhs will nach Informationen des SPIEGEL, den umstrittenen Mohammed-Film "Die Unschuld der Muslime" in Berlin zeigen. In voller Länge.
Wer diesen Film in Deutschland öffentlich aufführen möchte, und das Risiko in Kauf nimmt, damit Leben und Gesundheit unschuldiger Mitbürger zu gefährden, sollte sich nicht "Pro Deutschland" nennen dürfen.

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aeronaut79 15.09.2012, 21:33
209. optional

Eine tolle Aktion. Wer sie letztendlich plant ist völlig unerheblich. Wenn mehr Menschen und Medien solchen Mut hätten, würden die gewaltaffinen Religionsfanatiker endlich merken, dass zumindest in diesem Teil der Welt die Meinungsfreiheit, und vor allem die Freiheit der Künste, Werte sind, für die wir einstehen. Ohne wenn und aber. Sie zu erlangen hat viel Blut gekostet, wenn man einmal in die Geschichtsschreibung schaut. Das endlose Entschuldigen für diesen Film, wie es Herr Obama getan hat, ist auf keinen Fall ein gangbarer Weg.

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