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Pub-Diskussion in Großbritannien: Stammtisch der Europa-Skeptiker
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David Cameron will sich am Freitag in einer Grundsatzrede zur Zukunft Großbritanniens in Europa äußern. Am Stammtisch im "Galphay Inn" fordern die Pub-Besucher einen radikalen Schnitt mit Brüssel. Einer sagt: "Ich sehe nicht ein, warum wir für polnische Kinder zahlen sollen."

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bloßich 16.01.2013, 15:49
20. ...

Zitat von okokberlin
"Ihm fällt sein letzter Urlaub auf Menorca ein. "Da sehe ich diesen brandneuen Flughafen", sagt er. "14 Flugsteige. Auf Menorca." Die Flugsteige seien selbstverständlich klimagekühlt gewesen und die Straßen frisch geteert. "Zehn Tage habe ich die Super-Infrastruktur genossen, dann war ich zurück in Galphay und kurvte um die Schlaglöcher", sagt er. "Da frage ich mich: Wo soll das hinführen?" diese aussage trifft es auf den punkt! der mann hat völlig recht.
Es ist absolut begrüßenswert, wenn die EU Infrastrukturprojekte in strukturschwachen Regionen fürdert. Nichts anderes tun die Nationalstaaten auch.

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20099 16.01.2013, 15:54
21.

Zitat von danielhoogland2
"EU-Bürger sollten kein Recht auf Sozialleistungen in einem anderen EU-Land haben" Als EU Bürger, angekommen in Deutschland, und zur Zeit arbeitssuchend, ist mir von Seiten der Dt. Behörden versichert worden, ich habe kein Recht auf Deutsche Sozialleistungen. Zur Zeit nicht mal krankenversichert. Die Angst der Briten scheint somit masslos übertrieben ?
Wenn sie auch nur einen einzigen Tag in D gearbeitet haben haben Sie nach 3 Monaten Anspruch auf Hartz4. Wenn es schneller gehen soll: Gewerbeschein beantragen und H4-Leistungen als Aufstocker beantragen. Das geht vom Tag der Einreise an! Hundertausende süd-osteuropäer machen das so!

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shenshen_ie 16.01.2013, 15:55
22. ....

Zitat von okokberlin
"Ihm fällt sein letzter Urlaub auf Menorca ein. "Da sehe ich diesen brandneuen Flughafen", sagt er. "14 Flugsteige. Auf Menorca." Die Flugsteige seien selbstverständlich klimagekühlt gewesen und die Straßen frisch geteert. "Zehn Tage habe ich die Super-Infrastruktur genossen, dann war ich zurück in Galphay und kurvte um die Schlaglöcher", sagt er. "Da frage ich mich: Wo soll das hinführen?" diese aussage trifft es auf den punkt! der mann hat völlig recht.
Da stimme ich Ihnen zu.
Sowohl Deutschland als auch GB sollten sich schleunigst darum kuemmern, den Sonnen-Tourismus Sektor massiv auszubauen, dann koennen die sich das auch leisten.

Was erwartet der Mensch denn, wenn er in eine absolute Touristen-Hochburg fliegt? Malerische Armut?

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Herr Hold 16.01.2013, 15:55
23. Toleranz?

Zitat von diete
Immer wenn das Volk selber entscheiden will und es dem Mainstrame nicht passt, redet man von "Stammtischpolitik". Man könnte es auch als direkte Demokratie verstehen und begeistert sein. Dazu gehört dann allerdings auch Toleranz.
Für "unqualifiziertes, unsachliches Politisieren"?

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wahlberechtigter 16.01.2013, 15:57
24. Na endlich...

Zitat von return33
Die Briten sollen bitte schnell machen mit dem EU Austritt - die Tür am Ausgang ist meistens zu eng für zwei gleichzeitig! Solang die Briten in der Tür aus dem Sauhaufen raus stehen haben wir somit keine Chance auch zu flüchten. Also bitte liebe Briten beeilt euch - wenn man mal weiss wies geht mit dem EU Austritt dann kann Deutschland gleich folgen.
.... verschwinden die Rosinenpicker aus der EU.
Die EU erspart sich dadurch den Thatcherbonus und die Subventionen an das auf dem Kontinent so beliebte Königshaus.
Es war schon immer verdächtig, dass England, wenn von Europa gesprochen wird, sich selbst nicht meint.

Warum lassen die Liberalen die Koalition nicht platzen?

Die Finanzkrise ging hauptsächlich von London aus und die City hat schon wieder kräftiges Oberwasser.

Lasst diese Krämerseelen ihren eigenen Weg gehen, dabei sind die Nachfahren Angeln (Thüringen) und Sachsen uns sehr ähnlich.

Klassengesellschaft, Nationalismus und feudalistische Rassenüberheblichkeit bis zum geht nicht mehr.
Vielleicht tritt Schottland der EU bei, wenn England das Weite gesucht hat.
Normalerweise lässt England keinen Krieg aus, bei den etwas zu gewinnen ist. Doch, wie steht es derzeit in Afrika?

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okokberlin 16.01.2013, 16:00
25.

Zitat von bloßich
Es ist absolut begrüßenswert, wenn die EU Infrastrukturprojekte in strukturschwachen Regionen fürdert. Nichts anderes tun die Nationalstaaten auch.
geldverschwendung ist keineswegs begrüßenswert.
außer natürlich vom geldverschwender.

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hors-ansgar 16.01.2013, 16:01
26.

Ich mag die Briten. Ihre Philosophen waren herausragende Aufklärer, ihre Premier-League, ihr stiff-upper-lipp, selbst ihre Queen (obwohl mir Königs ansonsten sehr fern sind). Und die Olympiade haben sie auch 1A hinbekommen. Ich denke aber, dass ein Austritt für beide Seite, GB und EU mit großen Nachteilen verbunden wären. Vielleicht ist in ein paar Jahren dann Schottland Mitglied der EU und England nicht. Aber der britische Euro-Skeptizismus gibt auch Anlass nachzudenken. Sind Norweger, Schweizer und Isländer schlechtere Europäer weil sie nicht in der EU sind? Hab´ ich nicht feststellen können. Und sie werden auch keinen Krieg mit uns führen in absehbarer Zeit (selbst die Schweiz nicht wenn Peer S. Kanzler werden sollte (und umgekehrt auch nicht)). Bulgarien und Rumänien hätten never ever aufgenommen werden dürfen. Insbesondere sollte Deutschland (falls das geht) die Reisefreiheit der Bürger dieser Staaten nach D aufkündigen. Den Fehler sollte man mit der Türkei, mit Serbien usw. nicht wiederholen! Die Tendenz geht in die falsche Richtung. Immer weniger wirtschaftlich und politisch starke Staaten wollen Mitglied werden, die, die mit "durchgezogen" werden, nehmen Überhand. Das kann so nicht funktionieren.

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#2011-0001 16.01.2013, 16:02
27.

Zitat von okokberlin
"Ihm fällt sein letzter Urlaub auf Menorca ein. "Da sehe ich diesen brandneuen Flughafen", sagt er. "14 Flugsteige. Auf Menorca." Die Flugsteige seien selbstverständlich klimagekühlt gewesen und die Straßen frisch geteert. "Zehn Tage habe ich die Super-Infrastruktur genossen, dann war ich zurück in Galphay und kurvte um die Schlaglöcher", sagt er. "Da frage ich mich: Wo soll das hinführen?" diese aussage trifft es auf den punkt! der mann hat völlig recht.
Sie merken: Der Brite sagt, er habe das bezahlt. Fragen Sie mal in Deutschland, Frankreich oder Italien an den Stammtischen. Sie werden erstaunt sein, wer den Spaniern ihre Flughäfen bezahlt.

Jetzt sage ich Ihnen was aus ganz persönlicher Erfarhung: Mir fällt mein letzter Urlaub in Berlin und in Ostdeutschland ein. Da sehe ich diesen brandneuen Potsdamer Platz, das Bundeskanzleramt, die U-Bahnhöfe, die Autbaohnen im Osten... Eine Wahnsinnsinfrastruktur. In der ehemaligen DDR, in einem wirtschaftlich unbedeutenden Gebiet. Die Gebäude sind selbstverständlich nagelneu saniert, groß oder mit viel Glas und sicher klimagekühlt und die Straßen frisch geteert. Acht Tage habe ich die Super-Infrastruktur genossen, dann war ich zurück in Oberfranken in meinem Ort, der übrigens erheblich älter als Berlin ist, und kurvte um die Schlaglöcher. Da frage ich mich: Wo soll das hinführen?

Danke, dass ich mit meiner Meinung "völlig recht" habe. Werde ich der Bundesregierung so mitteilen.

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marcaurel1957 16.01.2013, 16:05
28.

Zitat von okokberlin
kaum jemand will ihre fantasieträume vom vereinigen europa teilen. wer mit gewalt zwangsvereinigungen durchführt, versündigt sich am frieden des kontinents.
Ich bin sehr sicher, daß die große Mehrheit der Menschen mit der natürlich Entwicklung zu einem Vereinten Europa einverstanden ist. Bereits heute empfinden mehr als 65% der Menschen die Europäische Union als positiv.
Natürlich darf keine Zwang angewandt werden, dies zu unterstellen ist absurd!

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mimas101 16.01.2013, 16:08
29. Ich denke

den Briten steht nicht wirklich der Sinn nach dem Austritt aus dem brüsseler Markt. Letzt las ich hier das das Handelsvolumen zwischen GB und alleine NRW größer ist als zwischen GB und Indien.
Und soviel ich weiß wird der Britenrabatt schon seit einigen Jahren abgeschmolzen.

Aber man verübelt es wohl der brüsseler Marktkoordinierungsbehörde das sie eher ein Selbstbedienungsladen für nationale Interessen ist. Die Franzosen lassen sich einen gut Teil ihrer Agrarwirtschaft finanzieren, nationale Steuer-Gelder werden ungleichmäßig EWG-weit verteilt (topmoderner Flughafen auf einer Mini-Insel im Mittelmeer anstelle der Schlaglöcherbeseitigung vor der eigenen britischen Haustüre) oder auch das sündhaft teure Aufpäppeln Polens durch EWG-Mittel damit wir dort unsere Waren zu bundesdeutschen Preisen absetzen können.

Genau das ist auch so ziemlich falsch. Die brüsseler EWG-Behörde muß daher so reformiert werden das sich die Mitgliedsländer zu verbindlichen gemeinsamen Ideen im Rahmen einer Freihandelszone verpflichten.
Beitrittskandidaten müssen lernen das ein Beitritt nicht einfach ein Geldsegen bedeutet der sie am Leben erhält bzw. sie ohne Gegenleistung / nachhaltige Wohlstands-Basis modernisiert. Das Betrittsland muß dann selbst sehen wie es eine Wohlstandserhöhung vornimmt - oder es kann einfach nicht mit den Industrienationen im EWG-Raum mithalten.

Was anderes als eine Freihandelszone ist die EWG auch nicht - im Ausland wird mit 500 Mio Konsumenten und mit einem einheitlichen Absatzmarkt von Spitzbergen bis nach Kreta um Investoren geworben.
Immerhin hat aber die Freihandelszone dazu geführt das Kriege unter europäischen Nationen endlich perdu sind. Damit hat Brüssel auch seinen Zweck erfüllt.

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