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Pulverfass Kaschmir: Hoffnungslos im Himalaya
AP

Der Kaschmir-Konflikt hat die Atommächte Indien und Pakistan an den Rand eines Krieges gebracht. Die Folge: Das Leben der Bewohner aus dem indischen Teil ist noch gefährlicher geworden.

postmaterialist2011 12.03.2019, 11:46
1. Verfahrene Situation !

Ich war noch vor 3 Jahren bei einer Medizinerkonferenz in Sri Nagar, die extrem schlecht besucht war, weil sich viele indische Ärzte fürchteten dorthin zu reisen. Wie im Beitrag vermerkt habe ich noch selten eine solch militarisierte Region erlebt. Der Flughafen in Sri Nagar hat die extremsten Sicherheitsprüfungen die ich je erlebt habe. Es ist im Flugzeug kein Handgepäck erlaubt und man muss sein Fluggepäck vor dem Flugzeug selbst identifizieren damit es eingeladen wird. Die Region kam mir zudem sehr arm vor mit vielen jungen Leuten. Auch waren tägliche Stromausfälle dort die Norm. Landschaftlich ist die Region am Rande des Himalayas allerdings traumhaft. Saubere Natur und eine tolle Tierwelt (bei der Konferenz hat beim mittäglichen Lunch ein ziemlich grosser Adler eine Hühnerbrust, welche ein Teilnehmer sich gerade auf den Tisch im Freien gestellt hatte im Flug aufgenommen - ein einmaliges Erlebnis). Sollte dieser militärische Konflikt friedlich gelöst werden können, dann hat die Region in Punkto Tourismus eine grossartige Zukunft !

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faringo79 12.03.2019, 13:55
2. Pulverfass

Wie Rohinger Moslems aus Burma, wollen die Hindu Nationalisten die Kashmirer das leben so schwierig machen bis alle ihrer Heimat verlassen und nach Pakistan migrieren. Ob Pakistan sowas zulassen wird ist sehr fraglich. Sollten die Hindu Nationalisten ihrer Kurs nicht wechseln, wird es am Himalaya nochmal krachen. Gefahr einen Nukreakrieg bleibt hoch.

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bumbewasserzong 13.03.2019, 10:32
3. Schlussfolgerung

Zitat: "Die Diskussion in Indien dreht sich nun stark um den Kampf gegen den Terrorismus - durchaus zu Recht. Das Land hat schon viele Anschläge erleben müssen, Separatisten begehen regelmäßig Gräueltaten. Dar allein riss mehr als 40 Sicherheitskräfte in den Tod. Und der Nachbar Pakistan hat in der Vergangenheit häufig Terroristen unterstützt."

Der letzte Satz ist entlarvend, denn er ist eine typische tendenzielle Behauptung ohne Beweis. (Indische) Sicherheitskräfte sind lieb, weil sie von (pakistanischen oder zumindest pakistanfreundlichen) Terroristen in den Tod gerissen werden. Der Höhepunkt ist das Bild, das steinewerfende Kashmiris zeigt. Die gab es zwar auch z.B. auf dem ukrainischen Maidan aber es gab eben auch monatelange Camper und vor allem dieses Bild hat sich ins Langzeitgedächtnis des westlichen Medienkonsumenten eingebrannt.

Wo immer ein dem Westen genehmer Staat wie Indien (Klischee: IT-Inder in westlichen Bürotürmen) gegen die Bevölkerung vorgeht, dann stets nur "aus Notwehr", weil diese Steine wirft und Sprengsätze zündet. Dass gleichermaßen hinduistische Terroristen existieren, die Anschläge gegen Pakistaner oder kashmirische Muslime (Klischee: Gemüseverkäufer in westlichen Bahnhofsvierteln) begehen, ist der Frau Höflinger keine Silbe wert.

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