Forum: Politik
Putin bei Orbán in Budapest: Treffen sich zwei EU-Feinde ...
AP/ Kremlin/ Sputnik

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr besucht Russlands Präsident Putin den ungarischen Premier Orbán. Offiziell geht es um Sport - tatsächlich um Wirtschaftsinteressen und ein politisches Signal.

Seite 1 von 13
axlban 28.08.2017, 10:01
1.

"EU Feinde" hätte ich eher in der Bild Zeitung erwartet. Ansonsten sind beide Personen demokratisch gewählt worden. Die kritisierten Punkte sind schwierig nachzuvollziehen. Das NGO Gesetz findet ähnlich u. A. in den USA und Israel Anwendung.
Kreditvereinbarungen sind im allgemeinen nicht öffentlich. Ich möchte mich nicht nicht grundsätzlich hinter Putin und Orban stellen, aber die Argumente scheinen mir etwas an den Haaren herangezogen zu sein.

Beitrag melden
joG 28.08.2017, 10:01
2. Ich denke es ist...

...:wichtig diesen bzw. die russischen Angriffe auf den Zusammenhalt des Westens in einem weiter gefassten Zusammenhang zu sehen. So wäre sehr wichtig sich mit der U.K. schnell und gütlich zu einigen. Wir brauchen deren Stärke und nicht noch mehr Streit. Es mag zwar sein, dass Streitereien innenpolitisch den einen oder anderen Politiker vorübergehend stärken. Aber viel Feind viel Ehr ist Kaiserreich nicht 21stes Jahrhundert

Beitrag melden
Herr Jedermann 28.08.2017, 10:11
3. Putin lebt!!!

Fast wäre Putin, vor lauter Trump bashing, gänzlich aus dem "öffentlichen Interesse" verschwunden. Aber Dank unserer lieben SPON-Mitarbeiter wird uns in Erinnerung gerufen, dass da ja noch der andere "Böse" sein Unwesen treibt. Zum Thema: Soweit ich mich erinnere gibt es auch in Deutschlands Wirtschaft durchaus kritische Stimmen was die Russlandsanktionen angeht. Die Griechen, Bulgaren, Rumänen, Kroaten, Slowenen etc. finden die Sanktionen ebenfalls nicht so toll, weil sie deren Wirtschaft nämlich extrem schädigen und die Auswirkung der Sanktionen auf Russland inzwischen nur noch marginal sind (dies liegt nicht zuletzt an den Türken, Chinesen und anderen, welche in die Sanktionsbresche gesprungen sind). Zudem überschätzen die Autoren m.E. den Einfluß Putins auf Ungarn deutlich. Nur weil nicht alle EU-Mitgliedsstaaten auf Merkel-Kurs sind heißt das noch lange nicht sie wären auf Putinkurs. Orban ist eben kein Ideologe.

Beitrag melden
haresu 28.08.2017, 10:15
4.

Zitat von axlban
"EU Feinde" hätte ich eher in der Bild Zeitung erwartet. Ansonsten sind beide Personen demokratisch gewählt worden. Die kritisierten Punkte sind schwierig nachzuvollziehen. Das NGO Gesetz findet ähnlich u. A. in den USA und Israel Anwendung. Kreditvereinbarungen sind im allgemeinen nicht öffentlich. Ich möchte mich nicht nicht grundsätzlich hinter Putin und Orban stellen, aber die Argumente scheinen mir etwas an den Haaren herangezogen zu sein.
Dass die USA und Israel ähnliche Gesetze haben spricht nicht für Russland und Ungarn sondern gegen die USA und Israel. Im übrigen ist eine schwache EU selbstverständlich sowohl im Interesse Putins und auch Orbans.

Beitrag melden
bijae 28.08.2017, 10:17
5.

Zitat von axlban
"EU Feinde" hätte ich eher in der Bild Zeitung erwartet. Ansonsten sind beide Personen demokratisch gewählt worden.
Was ist an einer Wahl demokratisch, wenn die Opposition getötet, ins Gefängnis gesteckt oder sonstwie mundtot gemacht wird? Zudem wird die Pressefreiheit noch soweit eingeschränkt, dass sich niemand mehr wirklich neutral informieren kann.

Beitrag melden
angelobonn 28.08.2017, 10:25
6. Orban kein EU-Feind

Herrn Orban als EU-Feind zu bezeichnen, ist absurd. Es handelt sich bei Herrn Orban um einen der ganz wenigen Politiker in der EU, der in der Flüchtlingskrise die Nerven behalten hat. Trotz der unfairen und unsäglichen Kritik vermeintlich linksliberaler Politiker hat er - am Ende erfolgreich - versucht, Recht und Gesetz einzuhalten, indem er die EU-Außengrenze gegen illegale Einwanderer abgesichert hat. Die Schließung der Balkan-Route ist maßgeblich auf Herrn Orban zurückzuführen. Deutschland ist Herrn Orban zu Dank verpflichtet, zumal die eigene Kanzlerin in dieser Situation die Nerven verloren hat.

Beitrag melden
Addams 28.08.2017, 10:29
7. Waren Sie schon mal in Ungarn?

Zitat von axlban
"EU Feinde" hätte ich eher in der Bild Zeitung erwartet. Ansonsten sind beide Personen demokratisch gewählt worden. Die kritisierten Punkte sind schwierig nachzuvollziehen.
und haben die seit Jahren zuhauf plakatierte Propaganda gegen die EU wahrgenommen? Wissen Sie, wie oft und unbegründet Orban und Co gegen die EU herzieht? Nein? Sie können kein Ungarisch? Vielleicht möchten Sie dann mal einen Blick in eine unabhängige (deutschsprachige) Online-Zeitung "Pester Lloyd" (www.pesterlloyd.net) werfen. Beeilen Sie sich, denn viele Zeitungen wurden schon auf Regierungsmeinung gleichgeschaltet. Orban nutzt die feindliche Abgrenzung zur EU um sein eigenes Politikversagen, das weitgehend von Vettern- und Mißwirtschaft herrührt, zu kaschieren.

Davon abgesehen: In einer Welt in der unzählige Antidemokraten versuchen über den Weg der Demokratie an die Macht zu gelangen, um diese dann später zu mißbrauchen, das Momentum "jemand sei doch demokratisch gewählt worden" für dessen hehre Absichten heranzuziehen, ist an Blauäugigkeit kaum noch zu überbieten. Da muss man noch nicht einmal mit "unserem" 1933 gewählten Reichskanzler kommen. Das ist die billigste Art undemokratische Agitation als legitim reinwaschen zu wollen. Auch ein demokratisch gewählter Mensch kann die undemokratischste Regierung installieren und die undemokratischsten Gesetze verabschieden. Wann begreifen Leute, wie Sie das endlich?

Beitrag melden
andraschek 28.08.2017, 10:34
8. @2. und 5.

Ja, sicherlich ist eine schwache EU nicht uninteressant für Putin, aber auch und gerade die USA fördern bzw. betreiben immer wieder eine agressive Destabilisierung und Schwächung der EU. Im übrigen sollten sich auch einmal die Jurnalisten des Spiegel usw. daran gewöhnen das die Krim nicht annektiert wurde. Auch wenn das damals alles sehr schnell ging. Und im übrigen: als Chrustschow (ukrainischer Staatsbürger) damals die Krim so einfach der Ukraine geschenkt hatte fragte niemand die Einwohner auf der Krim ob sie das wollen.

Beitrag melden
agathon68 28.08.2017, 10:35
9. "Ungarn raus aus der EU," müsste doch Orbans Parole sein

Warum betreibt Orban das nicht? Natürlich wegen der EU-Gelder, die nicht nur nach Polen, sondern auch nach Ungarn reichlich fließen, übrigens zu einem hohen Prozentsatz von Deutschland aufgebracht. Opportunistisch und feige, nicht anders kann man das bezeichnen.

Beitrag melden
Seite 1 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!