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Putin-Rede zur Krim-Krise: Der Großmächtige
DPA

In seiner Rede zum Russland-Beitritt der Krim hat Präsident Putin mit dem Westen abgerechnet. Er lässt keinen Spielraum für einen Kompromiss und proklamiert stattdessen die Wiederkehr Russlands als Großmacht. Überraschend wandte er sich mit einer Bitte an die Deutschen.

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andrews45 18.03.2014, 22:54
920.

Zitat von Nr43587
Ach ja, der Weltraumbahnhof liegt heute noch in Kasachstan.
Aber sicher nicht weil die Kasachen in der Raketentechnik führend waren sondern es umso leichter ist in eine Erdumlaufbahn zu kommen, je näher der Startplatz dem Äquator liegt. Daher auch die Startplätze in Florida und Franz. Guyana.

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jan161168 18.03.2014, 22:57
921. Achtung Ironie

Ironie an
Danke Herr Putin für die Einführung des Schutzes der Landsleute im Ausland in das Völkerrecht. Ich bin auch dafür, dass Deutschland die Interessen der Deutschen im Ausland schützt und dafür jedes Gebiet in das Deutsche Staatsgebiet aufnimmt wo Deutsche Leben. Also nach der Eingliederung von Mallorca in die Bundesrepublik sollte das Deutsche Staatsgebiet wahlweise überall dorthin erweitert werden, wo die Deutsche Hanse einmal Handel trieb ersatzweise auch auf die Grenzen des Vertrages von Brest-Litovsk. Oh Tschuldigung Kasachstan werde natürlich auch bitte schnellstens Deutsch, wegen der dorthin von Stalin vertriebenen Russlanddeutschen.
Ironie aus.
Herr Putin Russland als letzte imperiale Macht der Welt, mit rund einem Drittel der Landmasse der Welt, sollte vielleicht eher darauf achten, dass die vielen vielen Völker in seinen Grenzen gut und gerne in den jetzigen Grenzen leben, als danach trachten die Nachbarn, die mit fliegenden Fahnen aus der russisch dominierten Sowjetunion geflohen sind, wieder zu vereinnahmen. Sowie Deutschland nach 1945 den Nachbarn die Grenzen garantiert hat und durch Freiheit, Bescheidenheit und ökonomischen Erfolg zu einem begehrten Partner wurde, sollte auch Russland es vielleicht mal mit Freiheit, Brüderlichkeit, und ökonomischen Erfolg versuchen. Eine Konfrontation mit dem Westen wird es verlieren und ein gesteigerter Nationalismus wird nur die Völker der Russischen Förderation aus dieser Treiben. Und dann wird es nicht nur um Tschtschenien gehen.

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Galgenstein 19.03.2014, 23:05
922. Würden Sie Wahlen wie auf der Krim bei uns akzeptieren?

Zitat von victoria.alberti
Krim hat gewählt, das Volk hat gewählt. Und das sollte der demokeatische Westen akzeptieren.
Der Wahlakt alleine macht noch keine Demokratie. Das wissen Sie so gut wie ich. Gewählt wurde kürzlich auch in Nordkorea.

Vermutlich wären Sie einer der ersten der auf die Barrikaden ginge, wenn z.B. in Bayern kurzfristig Wahlen angesetzt würden, um über die Unabhängigkeit des Landes zu entscheiden, derweil überall Milizen auf den Straßen herumlungern und dafür sorgen, dass niemand aufmuckt. Um den Wahlakt nicht zu gefährden werden vorher alle ausländischen Fernsehsender stillgelegt. Sie bekommen nur noch zu hören, dass Radikale in Berlin die Macht ergriffen hätten. Eine Gegenrede findet nicht mehr statt. Journalisten, die nicht aus Bayern stammen und über die Vorgänge berichten wollen, werden verprügelt. Sie mögen sich zwar wundern woher die Bürgermilizen ihre Nachtsichtgeräte, Zielvorrichtungen, Truppentranporter und Panzerabwehrwaffen haben. Diese gibt es bekanntlich nicht im Supermarkt um die Ecke zu kaufen. Aber selbstverständlich glauben Sie, dass es sich hierbei um keine Armeeeinheiten handelt. Zur Unabhängigkeit werden Ihnen zwei Fragen vorgelegt. Die eine lautet, ob Bayern selbständig werden soll, die andere ob es ich der Schweiz anschließen wolle. Die Frage, ob man nicht in der Bundesrepublik verbleiben möchte, wird erst gar nicht vorgelegt.

Sie machen Ihr Kreuz und um Ihr Einverständnis zu demonstrieren werfen Sie Ihren Wahlzettel offen in eine gläserne Wahlurne und sind glücklich darüber wie "demokratisch" die Wahl abgelaufen ist. Soll noch einer sagen, die Bayern verstünden nichts von Demokratie.

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Genover 19.03.2014, 23:14
923. NSA und Überwachungsanlagen in Deutschland

Zitat von Verändert
Kommt da noch was als Beleg ? Die US-Truppen haben mit der NSA allenfalls am Rande was zu tun, die Bespitzelung läuft ja zumindest in Berlin wohl über die Botschaft. In Brasilien bspw. wird auch gespitzelt, da sind gar keine US-Truppen im Land. Werfen Sie doch bitte nicht alles in einen Topf. So widerlich die NSA ist, so wenig hat sie mit einer Besetzung zu tun.
Sind Sie wirklich so unwissend?

Die NSA und CIA und wie die anderen Dienst heißen haben sich in und außerhalb von Deutschland an allen Knotenpunkten festgekrallt. Und die großen Anbieter Google, Facebook, Yahoo, MSN usw. schicken alle ihre Dienste über den Teich, wo sie selbstverständlich abgefangen werden.
Überall wo die US-Armee oder offizielle US-Stellen sitzen betreiben sie Abhörstationen. Wie z.B. von der amerikanischen Botschaft in Berlin wird das Regierungsviertel überwacht.
In Gaibling im schönen Bayern stehen riesen Parabolantennen.
In einem souveränen Land dürften die USA nicht so offen gegen alles und jeden spionieren.

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charlie1111 19.03.2014, 23:14
924.

Zitat von thomas_gr
Alles Gute Russland! Wird Zeit, dass es wieder einen Gegenpol zu dem verrückt gewordenen Kapitalismus gibt.
So etwas schreibt sich leicht, wenn man frei seine Meinung äussern darf und vom Speck des bösen Kapitalismus ernährt. Warum wollen Sie das was Sie geniessen können nicht auch z.B. den Ukrainern gönnen? Die Clique um Putin geniesst ja auch die Vorzüge des Westens, bestens sogar.

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postit2012 19.03.2014, 00:31
925. Wenn "Samodostatoschnost" Saturiertheit bedeuten könnte,

Zitat von sysop
In seiner Rede zum Russland-Beitritt der Krim hat Präsident Putin mit dem Westen abgerechnet. Er lässt keinen Spielraum für einen Kompromiss und proklamiert stattdessen die Wiederkehr Russlands als Großmacht. Überraschend wandte er sich mit einer Bitte an die Deutschen.
dann stellt sich Herr Putin einfach in die Reihe von "Realpolitikern", mit denen die Welt bisher immer noch besser gefahren ist als mit den "Sternenkämpfern". Vielleicht wäre es auch interessant zu wissen, zu welchem Lager sich beispielsweise Herr Kissinger oder auch Herr Schmidt zählen würden.

Die Konstanten werden uns wirklich von der Geopolitik vorgegeben und eine andere Wahl hatte Herr Putin wohl kaum. Gespannt darf man sein, ob das im Lauf der nächsten Zeit auch von der EU jemand begreift oder nicht.

Geopolitisch gesehen befindet sich die EU ziemlich genau in der Position, die das Deutsche Reich einnähme, wenn die USA im WK 1 nicht die Entente, sondern den Zweibund unterstützt hätte: Im Westen das Meer, im Osten ein kaum berechenbares Rußland mit einer noch weniger berechenbaren Ukraine, eine latent aggressive Türkei und dahinter bzw. im Süden davon das komplette Chaos. Man braucht kein Bismarck zu sein, um einzusehen, dass eine weitere Expansion in Richtung Osten die EU in keiner Weise stärkt, sondern im Gegenteil Kräfte bindet, die für die Stabilisierung der EU sinnvoller eingesetzt wären. Wenn zusätzlich noch eine Bewertung der Risiken vorgenommen würde (macht das eigentlich jemand?), käme man leicht auf den Gedanken, von jeder weiteren Expansion vollständig abzusehen. Es ist doch kein Wunder, dass die Briten ihre Insel ab liebsten schwimmfähig gestalten würden, damit sie ihr Restreich am richtigen Platz andocken können.

Die EU würde sich den allergrößten Gefallen tun, wenn sie sich endlich wie offenbar Rußland auch als saturiert erklärte und der dringlichen Aufgabe stellte, den Bestand zu konsolidieren. Die Wahrnehmung dieser Aufgabe ist seit mindestens 1989 überfällig und verdient jeden Einsatz. Konfliktsuche schadet dabei nur.

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georgia.k 19.03.2014, 00:41
926. Die Schenkung sei seinerzeit ein großer Fehler gewesen

- wenn denn die Übersetzung stimmt - damit offenbart Putin, dass die Krim rechtlich einwandfrei an die Ukraine gegangen ist.
Er glaubt, Fehler der Geschichte korrigieren zu müssen. Das hat schon mal jemand geglaubt - mit fatalen Folgen.
Mit dem bisherigen Status einer Autonomen Republik hätten alle Einwohner der Krim sehr gut leben können.
Aber Putin meinte wohl, die Gunst der Stunde nutzen zu müssen.

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petros 19.03.2014, 00:55
927. Der Nationalstaat und das ganze Gedöns;-)

Hallo allerseits,

Grüße in die Alte Welt. Da ist ja irgendwo Deutschland, eine Region auf einer kleinen Halbinsel des eurasischen Kontinents, wo eine Vielzahl von Völkern über Jahrhunderte vorallem mit verheerenden Kriegen beschäftigt war und die es bis heute nicht geschafft haben, ein halbwegs funktionierendes und stabiles Staatsgebilde zu schaffen.

Dreht mal den Globus ein wenig weiter. Größer als dieses Ding genannt EU ist da zunächst Rußland und dann China, wo immerhin mehr als eine Milliarde Menschen die selbe Literatur lesen können, da sie die gleiche Schrift verwenden.
Vergleicht das mit dem Glück, das Eure Kriege und Nationalisten und Separatisten den Menschen gebracht hat.
Na also..

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thousandguitars 19.03.2014, 01:47
928. optional

Ausgehend von tatsächlichen Wahlergebnissen, muss ich Putin zustimmen. Wenn die absolute Masse der Bevölkerung etwas fordert, kann dem kaum widersprochen werden. Das wäre undemokratisch!

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sarrah.asar 19.03.2014, 01:55
929. klare wahre Worte

Alles stimmt. Zu 100%. Endlich wurden die Sachen mit den richtigen Namen genannt.

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