Forum: Politik
Putin und die Wirtschaft: Der Kriegsheimkehrer
REUTERS

Jahrelang ging es um die Kriege in Syrien und der Ukraine, nun konzentriert sich Wladimir Putin auf die Innenpolitik. Denn Russlands Wirtschaft lahmt - das könnte dem Kreml die Dumawahl verhageln.

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rahus 16.04.2016, 13:44
40. Imperial overstretch

Mit seinen Abenteuern in der Ukraine und in Syrien macht Putin die gleichen Erfahrungen wie der ebenfalls größenwahnsinnige George W. Bush: Ressourcen (und Strategie) reichen nicht für die angestrebte Machtstellung. Typischer Fall von Überdehnung eines (glücklicherweise sowieso schon geschrumpften) Imperiums.

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famon 16.04.2016, 13:46
41. was die SZ betrifft

hat W. Putin der russischen Öffentlichkeit bewußt die Unwahrheit gesagt. Auf gut deutsch: er hat gelogen. Hinterher hat er sich entschuldigen lassen: über seinen Pressesprecher und in einem viel kleineren Rahmen, als die Unwahrheit bekommen hatte.

Wenn die Russen einen Lügner als Präsident für alle Ewigkeit behalten möchten, ist das ihre Sache. Irgendwann kommt aber die Wahrheit ans Licht. Man kann nicht allen immer belügen.

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cococ1 16.04.2016, 13:48
42. reuanmuc

die Weltbank meldete einre Rekordverarmung bitte wo? Da habe ich jetzt bei der Baumesse in Munchen etwas anderes erlebt. Und meine Bekannten aus Moskau fuhren die Skipisten in Sotchi im Badeanzug runter,weil es warm war ,nicht weil sie sich kein Skianzug leisten konnten. Also her mit ihren Quellen!

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ssissirou 16.04.2016, 13:49
43.

Zitat von steinbock8
an der Macht ist Eitelkeiten stören wirtschaftlichen Aufschwung das Wettrüsten über Jahrzehnte hat Russland immer geschadet und ist gegen die USA nicht zu gewinnen das krim Abenteuer und der syrienkrieg kosten Milliarden wegen fehlender Rechtssicherheit werden ausländische Investoren in Russland nicht investieren eine Diktatur ist für Investoren kontraproduktiv
Das haben Sie jetzt schön runtergeleiert ohne Punkt und Komma. Nun ist es aber ausgerechnet Putin, genau derselbe Putin, der die russische Wirtschaft überhaupt voran gebracht hat, besonders in seiner ersten Amtszeit. Wettrüsten war auch vor ihm, zur Sowjetzeit. Und zu der für Investoren kontraproduktiven Regierungsform der Diktatur kann man nur die Beispiele von echten Diktaturen wie Katar, Saudi-Arabien etc. erinnern, ich glaube nicht, dass da irgendwelche Investoren abgeschreckt werden. Eigntlich ist das die für Investoren sicherste Regierungsform.
Zur Zeit geht es mit der russischen Wirtschaft bergab, das liegt zu einem geringen Teil an den US-europäischen Sanktiönchen und zum grössten Teil an sinkenden Rohstoffpreisen.

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SysLevel 16.04.2016, 13:55
44.

Zitat von pavel1100
Allerdings denke ich dass Putin als alter Geheimdienstmann hier nichts dem Zufall überlassen hat. Wenn man die Fragen vorher kennt, bzw. verfasst, kann man auch detailliert antworten. Man munkelt dass die ganze Veranstaltung vorher in einer Halle geübt wurde. Mir persönlich ist eine Diskussion bei Anne Will lieber.
Die Fragen sind auch bei Anne Will vorher abgesprochen. Dort wird ebenfalls nichts dem Zufall überlassen.

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Theodoro911 16.04.2016, 14:09
45. Putin und Xi arbeiten schon länger

an der Dezentralisierung der Weltwirtschaft. Es gibt eine Entwicklungsbank der BRIC-Staaten. Es gibt Alternativen zu den Kreditkartensystemen im Aufbau und bilaterale Verrechnungsvereinbarungen die Dollarunabhängig sind. Sowohl in Rußland als auch in China bestimmt die Politik die Wirtschaft während im Westen die Wirtschaft nichts unversucht lässt die Politik zu ihrem Vorteil zu bestimmen. Der TTIP-Vertrag ist das aktuelle Beispiel. Die lobbyunterwanderte Bürokratie in Brüssel schliesst selbst gewählte Abgeordnete von Informationen aus. Angeblich sei das demokratisch!?

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ssissirou 16.04.2016, 14:10
46.

Zitat von ricson
Russlands Problem ist und bleibt seine Regierung. Eigentlich müssten die Einnahmen aus den Rohstoffverkäufen genutzt werden um die Wirtschaft breiter aufzustellen. Nicht Öl und Gas muss verkauft werden, sondern Folgeprodukte. Aber Putin verteilt die Einnahmen lieber an seine Freunde. Es stellt sich eh die Frage in wie fern Putin Herr im Haus ist, oder ob er eher den Vorgaben der Oligarchen zu folgen hat. In Russland herrscht die absurde Situation das wir einen Staat haben der über große geldreserven verfügt, die Infrastruktur am Boden ist, die heimischen Firmen händeringend nach Aufträgen suchen, und keine das offensichtliche sieht. Die großen Geldmengen die Putin bunkert sind eh ein großes Problem, dieses Geld hat er dem russischen Volk weggenommen, das fehlt jetzt für den Konsum. Das größte Problem Russlands ist es aber, dass es im ganzen Land keine politische kraft gibt die daß Dilemma lösen könnte.
Was meinen Sie mit dem Geld, das Putin bunkert und dem russischen Volk weggenommen hat? Etwa die zuvor erwähnten Geldreserven des russischen Staates? Die gehören dem Staat und somit dem russischen Volk. Das kann Putin bestimmt nicht mitnehmen, wenn er mal abgewählt wird oder von selbst geht. Diese Geldreserven sind ausserdem in der letzten Zeit ziemlich geschrumpft. Auf der anderen Seite "besitzt" das deutsche Volk zur Zeit einen Schuldenberg von 2000 Milliarden, und unsere Oligarchie ist ebenfalls übermächtig.

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brucewillisdoesit 16.04.2016, 14:15
47. was für ein Blödsinn

Zitat von freddygrant
... dem Putin lassen. Er setzt die richtigen Prioritäten - und das außen wie innenpolitisch - genau wie sie ihm aufgedrängt werden oder zeitlich von Bedeutung sind. Eine gute Strategie und die Macht dazu hat er aktuell noch! Wenn er das mit Aufgeklärtheit und im nötigen politischen Konsens mit seinem Volk und dem nötigen Pragmatismus international weiter durchzieht wird er zu einem politischen Dekmal Russlands trotz des interntionalen Wirtschafts- und Finanz-chauvinismus´, dem er wie ein Fels in der Brandung im Wege steht.
Vernünftige Wirtschaftspolitik hat eine Inkubationszeit von 5 - 10 Jahren. Damit fängt man nicht erst dann an, wenn die Stoffwechselendprodukte bereits den Ventilator zu treffen beginnen, das ist so dämlich wie kurzsichtig. Daß die Außenpolitik jegliche FDIs praktisch komplett ausgetrocknet haben und massiv ins Militär anstatt in Wirtschaftsstrukturen investiert wird, hilft da nicht gerade. Zum Vergleich: Singapur mag auch nicht gerade eine ausgeprägte Demokratie sein, aber von Wirtschaftspoliti verstehen die Jungs und Mädels was.
Ziel einer jeden Regierung muss es sein es den Wohlstand der Bevölkerung langfristig zu steigern. Wichtigstes Kernelement dieser Aktivität ist die Schaffung einer Umgebung die eine properierende Wirtschaft und somit das GDP fördert (z.B. durch FDIs). Alles andere drumherum ist großteils mehr oder weniger nettes Beiwerk.
Zur Lage der russische Bevölkerung, die hier von einigen als so "leidenfähig" glorifiziert und gepriesen wird: die durchschnittliche Lebenserwartung eines männlichen russischen Staatsbürgers beträgt gegenwärtig ca. 63 !! Jahre. Zum Vergleich: in Bangladesh, also einem der ärmsten Länder der Erde außerhalb Afrikas sind es 70 Jahre und in allen entwickelten Industriestaaten 80 Jahre.
Es läuft offensichtlich etwas richtig schief in Russland, wenn dort die Hälfte der Bevölkerüng 6 Jahre früher stirbt als in einem 3te Welt Land und 17 Jahre früher als in einem Entwicklungsland (und das trotz überproportinal vieler Ärzte).

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adal_ 16.04.2016, 14:17
48. Armut in Russland

Zitat von cococ1
die Weltbank meldete einre Rekordverarmung bitte wo?
ZEIT, 06.04.2016: Bald könnten 20 Millionen Russen in Armut leben, prognostiziert die Weltbank...

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alterspräsident 16.04.2016, 14:21
49. Wirtschaftsentwicklung?

Es tut mir leid, wer die aktuelle russische Wirtschaft einigermaßen kennt, ist überzeugt, daß eine nachhaltige Entwicklung ohne tiefgreifende internationale wirtschaftliche Verflechtungen im Inland gar nicht möglich sind. Russland braucht ausländische Investitionen im erheblichen Ausmaß. Wie soll das gehen unter den jetzigen investitionsfeindlichen Maßnahmen und Haltungen der russischen Politik? Glauben die Putinversteher hier im Forum tatsächlich an Wunder? Werden Sie munter! Sie werden unter Putin ein weiteres ökonomisches Zurückbleiben dieses Staates erleben. Die Menschen dort tun mir leid.

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