Forum: Politik
Putins Syrien-Politik: Moskaus Furcht vor dem Dschihad
REUTERS

Wladimir Putin will die Auseinandersetzung auf Augenhöhe: Im Syrien-Konflikt kann der Präsident Russlands zeigen, dass sein Land eben doch Weltmacht ist. Aber er hat auch eine konkrete Sorge - auf keinen Fall sollen im syrischen Bürgerkrieg die Dschihadisten triumphieren.

Seite 1 von 14
frubi 12.09.2013, 16:02
1. .

Zitat von sysop
Wladimir Putin will die Auseinandersetzung auf Augenhöhe: Im Syrien-Konflikt kann der Präsident Russlands zeigen, dass sein Land eben doch Weltmacht ist. Aber er hat auch eine konkrete Sorge - auf keinen Fall sollen im syrischen Bürgerkrieg die Dschihadisten triumphieren.
Ich verstehe das sowieso nicht. In Pakistan, Jemen und Afghanistan wird al-Quaida bekämpft und in Syrien werden ebenfalls al-Quiada Kämpfer mit Waffen ausgestattet. Die Realität ist manchmal ganz schön abstrus und verwirrend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seine-et-marnais 12.09.2013, 16:11
2. Richtig

Zitat von sysop
Wladimir Putin will die Auseinandersetzung auf Augenhöhe: Im Syrien-Konflikt kann der Präsident Russlands zeigen, dass sein Land eben doch Weltmacht ist. Aber er hat auch eine konkrete Sorge - auf keinen Fall sollen im syrischen Bürgerkrieg die Dschihadisten triumphieren.
Diesem Kommentar kann man nur zustimmen.
Was nun die sogenannte 'Elite' in den USA angeht gilt das Sprichwort, wenn es dem Esel zu wohl wird geht er aufs Eis. Offensichtlich haben die gar keine Ahnung was sie da unterstützen. Gedenkminuten für 9/11 abhalten, aber islamistischen Terror mit Geld, Waffen, Ausbildung unterstützen, wobei ein saudischer Prinz auch mal kurz mit Terroristen droht wenn Russland sich nicht so verhält wie er es will. Nicht vergessen, vom Kaukasus bis Syrien sind es nur ein Katzensprung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Anstossgebender 12.09.2013, 16:17
3. Ich bin erstaunt.

Zitat von sysop
Wladimir Putin will die Auseinandersetzung auf Augenhöhe: Im Syrien-Konflikt kann der Präsident Russlands zeigen, dass sein Land eben doch Weltmacht ist. Aber er hat auch eine konkrete Sorge - auf keinen Fall sollen im syrischen Bürgerkrieg die Dschihadisten triumphieren.
Ein Beitrag im SPIEGEL, der die üblichen Hetztiraden weglässt und eine nüchterne Analyse wagt? Was ist passiert? Ich war drauf und dran, mein Abo zu kündigen... War das nur ein Ausrutscher, oder versucht man tatsächlich im SPIEGEL, zur Sachlichkeit zurückzufinden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomsailor 12.09.2013, 16:17
4. Endlich ein mutiger Beitrag

Kompliment für diesen Beitrag nach einer Zeit der Berichterstattung, die man schon fast als gleichgeschaltet bezeichnen konnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Teddi 12.09.2013, 16:25
5. Putin ist eben ein General

Er stellt sich nicht in die vorderste Front, sondern versucht durch listige Schachzüge den "Feind" zu „übertölpeln“. Das macht er auch in seiner Politik, nur wenn er sich seiner Sache sicher ist, wendet er auch Gewalt an, wie man soweit beobachten kann. im Inland. Das ist nicht immer richtig, aber auch nicht dumm, dadurch steht er aber auch leider im Verdacht eher diktatorisch als demokratisch zu regieren. Dass er gegen Dschihadisten ist, kann man nur begrüßen, denn je eher die aus der Gesellschaft verschwinden, umso besser für die ganze Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Anton T 12.09.2013, 16:27
6. verzapfen

Zitat von sysop
Wladimir Putin will die Auseinandersetzung auf Augenhöhe: Im Syrien-Konflikt kann der Präsident Russlands zeigen, dass sein Land eben doch Weltmacht ist. Aber er hat auch eine konkrete Sorge - auf keinen Fall sollen im syrischen Bürgerkrieg die Dschihadisten triumphieren.
Putins Sorge ist berechtigt. Je länger der Krieg dauert, je mehr Menschen umkommen, je brutaler Assad die Leute massakriert und je länger die demokratische Welt zuschaut(Russland schaut nicht nur zu, sondern mordet mit), desto einflußreicher werden die Radikalen. Putins Politik wird auch dazu führen, daß Syrien zerfällt. Es wird Assad kaum gelingen, den Aufstand niederzuschlagen. Und dann muß Putin damit rechnen, daß ein Teil von Syrien zu einem zweiten Afghanistan unter den Taliban wird. Syrien ist nicht weit vom Nordkaukasus. Seit 14 Jahren verübt Putin Mord und Totschlag im Nordkaukasus, das Ergebnis ist eine ständige Gefahrenzone mit einflußreichen Radikalen. Das gleiche Ergebnis bekommt Putin in Syrien, und er wird damit leben müssen. Mal schauen, wie das dann auch der Herr Klussmann dazu sagen wird, der andauernd Pro-Kreml-Blödsinn verzapft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zompel 12.09.2013, 16:27
7. Das wissen die sehr wohl

Zitat von seine-et-marnais
Diesem Kommentar kann man nur zustimmen. Was nun die sogenannte 'Elite' in den USA angeht gilt das Sprichwort, wenn es dem Esel zu wohl wird geht er aufs Eis. Offensichtlich haben die gar keine Ahnung was sie da unterstützen. Gedenkminuten für 9/11 abhalten, aber islamistischen Terror mit Geld, Waffen, Ausbildung unterstützen, wobei ein saudischer Prinz auch mal kurz mit Terroristen droht wenn Russland sich nicht so verhält wie er es will. Nicht vergessen, vom Kaukasus bis Syrien sind es nur ein Katzensprung.
Es ist die Privatarmee einiger Staaten, die überall Tod bringt. Das diese Staaten sich gleichzeitig als Humanitär und Demokratisch bezeichnen ist mher als skuril.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tandorai55 12.09.2013, 16:30
8. Endlich mal ein Beitrag,

der die wirklichen Probleme benennt. Es gibt für die zivilisierte Welt nur einen einzigen Feind - den militanten Islamismus. Den einzugrenzen, bis er irgendwann an seinem eigenen Fanatismus ausblutet, ist ein Ziel, das die gesamte zivilisierte Welt einen sollte. Unter diesem Aspekt ist es von großer Bedeutung, wie schnell und konsequent sich das unsägliche US-amerikanische Überheblichkeitsgefühl den neuen Realitäten beugt. Ein gutes Zeichen könnte die bei der amerikanischen Bevölkerung inzwischen große Abneigung sein, sich für angemaßte globale Interventionen verheizen zu lassen. Kooperation statt Alleingängen - dies muß die Maxime geostrategischen Handelns sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sysiphus-neu 12.09.2013, 16:33
9.

Mein Respekt für diesen erstaunlich guten Artikel. Endlich mal wieder eine kühle, sachliche Analyse ohne propagandistische Töne und uraltem Blockdenken.
Natürlich ist Russland in Syrien von eigenen Interessen getrieben - so wie andere Akteure auch. Es ist kein Zufall, dass gerade Russland, China und der Iran der syrischen Regierung besonders große Unterstützung gewähren. Gewinnen die Dschihad-Horden den Krieg in Syrien, dann sind diese drei Länder die nächsten Ziele der sunnitischen Mörderbanden. Das ist eine ganz andere Bedrohungsqualität als hier im Westen - die salafistischen Schlächter schrecken buchstäblich vor nichts zurück. Eigentlich müsste die Weltgemeinschaft endlich den Hauptsponsor und Strippenzieher dieser Mörderbanden aus dem Verkehr ziehen und seine Gelder und Waffen beschlagnahmen. Aber leider wachen die USA über das Wohl des korrupten Saud-Clans, da bestehen in Friedenszeiten wenig Möglichkeiten. Im Falle eines unkontrollierten Nahostkrieges könnte sich Russland aber vielleicht zu nachhaltigen Lösungen hinreißen lassen - wer weiß?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 14