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Putins Syrien-Politik: Moskaus Furcht vor dem Dschihad
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Wladimir Putin will die Auseinandersetzung auf Augenhöhe: Im Syrien-Konflikt kann der Präsident Russlands zeigen, dass sein Land eben doch Weltmacht ist. Aber er hat auch eine konkrete Sorge - auf keinen Fall sollen im syrischen Bürgerkrieg die Dschihadisten triumphieren.

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salem 12.09.2013, 18:51
110. Gratulation

Eine der besten Analysen die ich in letzte Zeit in der Spiegel-online, lese.Zeitweise habe ich geglaubt dass der Spiegen in der " Aljazira" umgewandelt ist aber heute kann ich diesen Eindruck nich mehr aufrechterhalten.Ich hoffe es war kein "Ausrutscher" sonst kosequent verolrengegangene Objektivität zurückzugewinnen.

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nigi 12.09.2013, 18:53
111.

Hier meine Theorie: Israel als maßgeblicher Motor für die Bombardierung militärischer Anlagen in Syrien. Denn etwas Besseres könnte Israel gar nicht passieren: 1. Das militärische Potenzial Syriens wäre geschwächt, ohne den Dschhadisten einen wesentlichen Vorteil zu verschaffen; 2. Mit der Schwächung Syriens wären auch die Hisbollah und der Einfluss Irans erheblich geschwächt. 3. Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche militärische Aktion gegen das iranische Atomprogramm hätten sich erheblich zugunsten Israels verbessert. Wenn das keine Gründe sind, den amerikanischen Freund die Arbeit machen zu lassen.

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raumbefeuchter 12.09.2013, 18:59
112. Russaland, EU und die Südflanke

Im Gegensatz zu den USA wird Russland ständig von echten Jihadisten bedroht. Man schaue nur auf die Kaukasusregionen. Daran sollte sich auch die EU orientieren da wir im Gegensatz zu den USA direkt betroffen sind. Die USA kann viel bomben, echte Gefahr droht den wegen der Geographie nicht. Die EU grenzt dagegen an diverse unstabile Regionen die ggf. mit in den Konflint reingezogen werden können. Was klar sein sollte,wer in Syrien die Jihadisten untertützt , unterminiert die Sicherheit Europas.

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alfredoneuman 12.09.2013, 19:00
113.

Zitat von LeonLanis
nur um der Wahrheit willen: Es ist beides nicht erwiesen!
Nur um der Wahrheit willen; die EU hat die Hisbollah, Irans gelegentlichen Outsource-Partner in Sachen Terror, genau wegen diesem Anschlag in Bulgarien auf die Schwarze Liste gesetzt. Natürlich hätten sie das auch viel früher tun können. Gründe dafür gab es ja seit mindestens 20 Jahren mehr als genug. Allmählich kommen die Europäer dahinter, dass das was sie als besonnenes und überlegtes Handeln darstellen, von den Feinden der Demokratie und westlicher Lebensart, als eben das verstanden wird was es in Wahrheit auch ist; Feigheit.

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megagorn 12.09.2013, 19:08
114.

Zitat von Anton T
je brutaler Assad die Leute massakriert und je länger die demokratische Welt zuschaut(Russland schaut nicht nur zu, sondern mordet mit), desto einflußreicher werden die Radikalen. Putins Politik wird auch dazu führen, daß Syrien zerfällt.
Und als Dank für die westliche Hilfsbereitschaft wird ein amerikanischer Diplomat in Libyen umgebracht und Marathonläufer in Boston mit Schnellkochtopfbomben umgebracht. Der Westen ist zu gar nichts verpflichtet nicht mal zur Tolerierung von religiösen und fanatischen Unterdrückungseuphemismen wie den Burkini.

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stupamundi 12.09.2013, 19:20
115. Definition

Zitat von rainman_2
Etwas zu viel Lobhudelei in den Kommentaren für den "lupenreinen Demokraten" Putin.
Lieber rainman, definieren Sie doch mal bitte, und zwar allgemeingültig, "Demokratie"- sie werden feststellen, gar nicht so einfach- und dementsprechend gibt es keine absolute Definition. So gesehen, ist Putin mindestens, irgendjemand hat ihn so benannt, ein Demokrat, wie Obama. Eine Wahl hat stattgefunden, jemand wurde gewählt- Volk hat in irgendeiner Form seine Macht übertragen- demos kratein. Gewaltenteilung im Sinne von Montesqueu ist nicht zwingende Voraussetzung, ist bloss "unsere Sicht der Dinge"- und wie unmassgeblich "unsere" Sicht ist, führt uns auch unsere, sich selbst ernannt habende, Vorbild-Demokratie-Macht: USA vor.
Russland, Putin, wird hier lobgehudelt für eine weitsichtigere Politik, weil die US-Regierung schon seit geraumer Zeit bewiesen hat, dass sie Politik wie Geschäfte betreibt, für den kurzfristigen Quartalserfolg ist jedes Mittel recht, und sei es, dass die falschen leute unterstützt werden- und ähnlich wie in der Wirtschaft bricht das System irgendwann ein. Auffallend ist, dass in der Politik, wie in der Wirtschaft die Abstände der Zusammenbrüche immer kürzer werden.

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Izmi 12.09.2013, 19:27
116. Werft

Zitat von alfredoneuman
Nur um der Wahrheit willen; die EU hat die Hisbollah, Irans gelegentlichen Outsource-Partner in Sachen Terror, genau wegen diesem Anschlag in Bulgarien auf die Schwarze Liste gesetzt. Natürlich hätten sie das auch viel früher tun können. Gründe dafür gab es ja seit mindestens 20 Jahren mehr als genug. Allmählich kommen die Europäer dahinter, dass das was sie als besonnenes und überlegtes Handeln darstellen, von den Feinden der Demokratie und westlicher Lebensart, als eben das verstanden wird was es in Wahrheit auch ist; Feigheit.
Seinerzeit stand an dem großen Portalkran unserer hiesigen Schiffswerft weithin lesbar der Spruch:
"Vorsicht ist keine Feigheit, Leichtsinn ist kein Mut!"
Das in Ihr Stammbuch...

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Nemetz 12.09.2013, 19:29
117.

aus dem Artikel:

<...> In der USA-Elite hält sich hartnäckig der Anspruch, man könne auch ohne ein Mandat der Vereinten Nationen militärisch als Bevollmächtigter der Weltdemokratie agieren. Das führt dazu, aus Gottes eigenem Land mit souveräner Verachtung auf das alte Europa herabzuschauen wie auch auf andere Staaten.

Diese Sicht aber stößt in der Welt mehr und mehr auf Widerspruch. Da spricht Putin nur offen aus, was andere etwa in Berlin eher verschämt raunen.<Ende>

Nix wars mit Leadership und Weltpolizist. Die USA stellen 5% der Weltbevoelkerung, und genau so werden sie wahrgenommen in Russland und in ganz Asien.

Schulden mit so vielen Nullen bei allen moeglichen Staaten, dass mir schon ganz schwindlig wird vor lauter 000 000 000 000 000.

Nirgendwo auf diesem Planeten sitzen in % so viele Menschen in Gefaengnissen ein. Nirgendwo sonst in der entwickelten Welt geht es armen Bevoelkerungsschichten so schlecht wie in den USA (food stamps; Krankenversicherung).

Vorbild? Fuer mich Skandinavien, die Niederlande, vllt. noch Oesterreich, zum Teil auch Dland. Aber ganz gewiss nicht jene Raubtierkapitalisten in den USA.

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zukunft007 12.09.2013, 19:48
118. immerhin

Zitat von sysop
Wladimir Putin will die Auseinandersetzung auf Augenhöhe: Im Syrien-Konflikt kann der Präsident Russlands zeigen, dass sein Land eben doch Weltmacht ist. Aber er hat auch eine konkrete Sorge - auf keinen Fall sollen im syrischen Bürgerkrieg die Dschihadisten triumphieren.
ab und zu kommt doch noch ein Artikel,der nicht nur einseitig gefärbt ist.
Danke an den Autor.

Ehemalige Geheimdienstmitarbeiter sehen das Szenario auch differenzierter.
Memorandum an Präsident Obama (Wortlaut, deutsch), 10.09.2013 (Friedensratschlag)
Memorandum an Präsident Barack Obama von zwölf ehemaligen Angehörigen der US Streitkräfte und verschiedener US Geheimdienste, Vertreter/innen der Organisation Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS).
6. September 2013

Handelt es sich in Syrien um eine Falle?
Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass – entgegen den Behauptungen Ihrer Regierung – Bashar al Assad für den Vorfall mit chemischen Substanzen NICHT verantwortlich ist, der am 21. August syrische Zivilisten getötet und verwundet hat und dass britische Geheimdienstbeamte sich dessen bewusst sind. Mehrere unserer früheren Kollegen haben uns berichtet, dass absolut zuverlässige Geheimdienstinformationen dies eindeutig belegen. Wir schreiben diesen kurzen Bericht, weil wir davon ausgehen möchten, dass Sie nicht vollständig informiert wurden, weil Ihre Berater beschlossen, Ihnen die Möglichkeit für das einzuräumen, was gemeinhin als "glaubwürdiges Abstreiten" bekannt ist.

Wir sind diesen Weg schon einmal gegangen, als wir unser erstes Memorandum an Präsident George W. Bush richteten, gleich nach der Rede Colin Powells vor der UNO am 5. Februar 2003, in der er gefälschte Geheimdienstinformationen feilbot, um damit einen Angriff auf Irak zu unterstützen. Auch damals haben wir uns entschieden, Präsident Bush einen Vertrauensbonus zuzugestehen, weil wir dachten, dass er möglicherweise irregeführt oder zumindest schlecht beraten wurde.

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patiperro1 12.09.2013, 19:54
119. alles

was hilft einen weiteren sinnlosen Krieg anzufachen ist gern willkommen. Die USA will doch nur die Zone destabilisieren und danach nach mir die Sinnflut.

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