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Putins Weltsicht: Ideologie vom überlegenen Volk
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Wladimir Putin als ideologischer Nachfolger der linken Sowjetführer? Unsinn. Wer die Reden des russischen Präsidenten liest, muss erkennen: Seine ideologischen Bezugspunkte liegen im Faschismus.

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Neuer Debattierer 01.05.2014, 14:42
90.

Ähnliches, aber besser hergeleitet, war bereits vor Wochen in der FAZ zu lesen (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wladimir-putins-faschistische-selbstinszenierung-12856254.html). Beide Autoren lassen jedoch die politische Kultur Russlands völlig außer Acht. Deshalb ist diese Faschismus- Deuting viel zu kurz gegriffen.

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mcvitus 01.05.2014, 14:43
91. Putin ein Faschist?

Ist ja sicher gut gemeint was Sie da so resümieren, aber leider trotzdem nur Meinungsmache. Wenn Russland angesichts seiner Historie seine eigenen Interessen verfolgt und umsetzt ist das für einen souveränen Staat legitim. Kommt da etwa Neid auf? Deutschland besitzt diese Souveränität dank des unsäglichen G10-Gesetzes von 1968 leider bis heute nicht. Deshalb vermutlich auch der enge Schulterschluss mit den Haupt Nutznießern GB und USA.

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picommander 01.05.2014, 14:43
92. Post# 24 von kanadasirup

Herrlich, wie der Leser "kanadasirup" in Post#24 den ganzen Artikel von Herrn Fleischhauer in wenigen Worten ins Nirwana versetzt. DAS war mit Abstand das Beste, was ich bisher zum Thema lesen konnte! Bitte mehr davon...

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ayzyo 01.05.2014, 14:43
93. Tausend Glückwünsche, Herr Fleischhauer, gut ....

... dass Sie die Faschismuskeule noch in der Mottenkiste parat hatten.

Die passt immer, wirkt gut und überzeugend, und Sie brauchten dabei überhaupt nicht nachzudenken über Historie oder die geopolitsche Lage.

Da flutscht die Suada so richtig, und der Sabber, wenn Sie den Mann spielen, und nicht den Ball.

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hansmaus 01.05.2014, 14:43
94.

Zitat von joG
....wie überlegen das deutsche Volk doch wäre. Vorübergehend sah es ja auch so aus. Nun ist man zwar nicht geheilt, ist aber weniger laut mit seiner Meinung. So wird es den Russen auch gehen. Mal sehen wie viel Unheil sie anrichten bis dahin.
wieso meinen sie früher?
Die moralische Überlegenheit haben die deutschen doch heute noch.
ZU jedem Käse der auf der Welt passiert haben wir schlaue Sprüche auf Lager, Toleranz geht genau soweit wie es der eigene Standpunkt zu lässt aber keinen millimeter weiter.
Sei es nun Waffenbesitz in Amerika, Putin, China oder überhaupt der ganze Rest der Welt die deutschen wissen was richtig und was falsch ist und haben gleich noch die richtigen Tipps parat wie die Welt doch zu denken und zu leben hat...... also in diesem Punkt hat sich nichts geändert.

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Hermes75 01.05.2014, 14:46
95.

Zitat von 68bella68
legt man die von Autor genannten Kriterien zugrunde, ist auch die USA ganz klar ein faschistischer Staat, den die Amerikaner glauben fest daran das auserwählte Volk in gods own country zu sein. Heutzutage wird jede, insbesondere in der Ukrainefrage, abweichende Meinung als faschistisch diffamiert.....fast schon eine Ehre, diese Betitelung
Inzwischen scheint jeder im politischen Gegner "Faschisten" zu sehen.
So wird in jedem Kommentar der "Putinversteher" die ukrainische Regierung als "faschistisch" bezeichnet.
Weiß eigentlich noch jemand was "Faschisten" überhaupt sind?

Ich gebe Herr Fleischhauer (dessen Kommetaren ich in der Regel nicht zustimme) aber durchaus Recht in dem Punkt, dass Putin ganz klar Positionen vertritt die man als rechtsextrem und nationalistisch bezeichnen könnte.
Die russische Innenpolitik unter ihm ist stark geprägt von Intoleranz und Xenophobie. Gleichzeitig versucht Putin mit nationalistischen Sprüchen und vermeintlicher Stärke von inneren Problemen ablenken zu müssen.
Gewisse Ähnlichkeiten zu historischen Vorbildern kann man nicht übersehen...

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rainer_unsinn 01.05.2014, 14:46
96. ...

Zitat von KnoKo
Wenn dieser Satz der Beleg für "lupenreinen Faschismus" sein soll, dann sollte Herr Fleischhauer mal den Reden von US-Politikern und Fox-Nachrichtenleuten lauschen. Nach Fleischhauers Maßstäben, müssen das dann ja wohl absolute Über-Faschisten sein.
Ach lassen sie gut sein. Hier geht's nur darum die wöchentliche Dosis Russlandbashing abzulassen. Auf dem transatlantischen Auge ist Fleischhauer und die deutsche Führung megablind. Die sind über alle Zweifel erhabene Demokraten und Weltenretter.

Das lustige daran ist nur das diese Pseudologik und das absurde Geschwafel eine der Hauptgründe sind warum Putin vermeintlich Sympathien bekommt. In Wahrheit reicht schon das der Mann in Opposition zu unseren Superhirnen ist. Es ist gar keine Bewunderung für Putin, sondern eine tiefe Verachtung für unsere politische Klasse.

Mal ehrlich, wer gönnt schon Obama, Merkel und Fleischhauer die Weltherrschaft? Solange es Putin und die Chinesen gibt kann man sich immer noch der Illusion hingeben Opportunisten wie Fleischhauer sind nicht das Ende der Geschichte.

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WhereIsMyMoney 01.05.2014, 14:46
97.

Zitat von michelspd
Mir wird übel bei solchen Propagandaartikeln. Während die Bundesregierung eine halbfaschistische Regierung der Ukraine unterstützt, bezeichnet Fleischhauer Putin als Faschist. Nachdem deutsche Faschisten in Russland gewütet haben, eine bodenlose Frechheit. Das hat nichts mehr mit Journalismus, sondern nur noch etwas mit Propaganda ala Goebbels zu tun.
Ich verstehe ja nicht wieso Sie nicht wieder nach Russland zurückgehen. Kommt Sie sich nicht verlogen vor den ganzen Tag russisches Fernsehen zu schauen, alle Lügen über den ach so miesen Westen zu glauben, aber dann in Deutschland leben zu wollen?

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Spiegelkritikus 01.05.2014, 14:47
98. Ideologische Kampfschrift

Zitat von sysop
Wladimir Putin als ideologischer Nachfolger der linken Sowjetführer? Unsinn. Wer die Reden des russischen Präsidenten liest, muss erkennen: Seine ideologischen Bezugspunkte liegen im Faschismus.
Ein unsäglich ignoranter Artikel Fleischhauers, geschuldet den überdimensionalen geistigen Scheuklappen des unbelehrbaren Freunds der vorherrschenden US-Ideologie. Aber er befindet sich seiner Meinung nach ja auf der Seit des "Guten", was ihm den Rückhalt für ein derartig plumpes Anti-Putin-Pamphlet verschafft. Keinen Gedanken verschwendet er darauf, dass es vielleicht begründet und verantwortungsvoll ist, sich dem westlichen Kapitalimperialismus entgegenzustellen, der regelmässig unter der falschen, heuchlerischen Flagge von Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie daher kommt.

Mit Putins Innenpolitik liegt sicherlich einiges im Argen und verbesserungswürdig, das ist unbestritten. Aber ihn als Faschisten zu bezeichnen ist schon allerhand und Fleischhauers Versuch, dies anhand selektiver Äusserungen Putins zu belegen, nachgerade hanebüchen. Er macht sich zum willigen Instrument jener US-Strategen, die einen neuen Kalten Krieg provozieren, damit erst mal neues Geld in Aufrüstung und Stellvertreterkriege fliessen und Russland so weit geschwächt und destabilisiert werden kann, dass man es den Kapitalhaien zur Beute überlassen kann.

Genau dagegen wehrt sich Putin und dafür findet er hohe Anerkennung bei der russischen Bevölkerung sowie aufgeklärten, informierten, ideologisch nicht deformierten Bürgern im Westen.
Die "Ideologie vom überlegenen Volk" findet sich übrigens nirgends so ausgeprägt, wie bei der herrschenden Schicht in den USA. Aber selbst diese Binsenwahrheit ist für einen Fleischhauer zu hoch.

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sondevida 01.05.2014, 14:48
99. Welches Abkommen?

Zitat von privat78
Um Putin zu verstehen( oder überhaupt etwas ), braucht man Verstand Herr Fleischhauer. Die Angst vor einem Überfall ist historisch begründet. Russland hat zwei Weltkriege durchlitten. Einmal wurde dabei sogar ein Abkommen gebrochen.
Der Hitler-Stalin-Pakt etwa? Ein Abkommen zwischen zwei blutruenstigen Diktatoren, das den Voelkern zwischen ihren Laendern keine Existenz, Selbstbestimmung und Ebenbuertigkeit zusprach. Meinen Sie dieses Abkommen?? Dann machen Sie sich laecherlich!
Oder ein imaginaeres Abkommen zur NATO Osterweiterung? Gab es nicht. Hier habe ich mal ein Abkommen fuer Sie: Die territoriale Integritaet der Ukraine nach Aufgabe von Atomwaffen. Voila!

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