Forum: Politik
Querelen in der Fraktion: Berliner Piraten verpassen sich Sprechverbot
DPA

Mit Laptop in den Ausschuss, Sitzungen im Internet, Parlamentsreden als YouTube-Hit: Die Berliner Piratenfraktion wollte mit einem offenen Politikstil punkten, jetzt schottet sich die zerstrittene Truppe mehr und mehr ab. Allen voran drängt Fraktionschef Christopher Lauer auf Rückzug.

Olaf 22.05.2013, 16:56
1.

Zitat von sysop
Mit Laptop in den Ausschuss, Sitzungen im Internet, Parlamentsreden als YouTube-Hit: Die Berliner Piratenfraktion wollte mit einem offenen Politikstil punkten, jetzt schottet sich die zerstrittene Truppe mehr und mehr ab. Allen voran drängt Fraktionschef Christopher Lauer auf Rückzug.
Politik wird von Menschen gemacht. Also muss, wer Politik macht, mit Menschen umgehen können.

Da hilft auch kein Internet.

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joint 22.05.2013, 17:22
2. Versunken und verloren

Die Piraten sind wie Käpt'n Ahab, der sich an den Bundestagswal klammert - und mit ihm untergeht.

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snafu-d 22.05.2013, 17:25
3.

Zitat von sysop
Mit Laptop in den Ausschuss, Sitzungen im Internet, Parlamentsreden als YouTube-Hit: Die Berliner Piratenfraktion wollte mit einem offenen Politikstil punkten, jetzt schottet sich die zerstrittene Truppe mehr und mehr ab. Allen voran drängt Fraktionschef Christopher Lauer auf Rückzug.
Basis-Demokratie ist halt Mist. :-)

Das merkt man aber erst, wenn man mitten drin steckt.

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m.w.r. 22.05.2013, 18:02
4. Gottschalk/Jauch

Wen interssiert das noch was diese Freibeutercrew da macht. Sogar auf SPON ist das Interesse was Gottschalk und Jauch demnächst zusammen auf RTL machen größer. Ist eigentlich ja auch eine Form von Bürgerentscheid.

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Hagen_von_Tronege 22.05.2013, 18:30
5. Kommunikationsinhalte vs Kommunikationskanal

Zitat von Olaf
Politik wird von Menschen gemacht. Also muss, wer Politik macht, mit Menschen umgehen können. Da hilft auch kein Internet.
Genau so ist es.

Das Internet ist ein Kommunikationskanal und nicht die Kommunikation selbst. wer nicht mit anderen Menschen auf natürliche Weise kommunizieren kann, kann es im Internet auch nicht.

Die Piraten haben geglaubt, Facebook und Twitter etc. sei Selbstzweck, nach dem Motto: das Medium ist die Message. Das funktioniert in der Politik nicht. Das haben die Schweden, die die Piraten erfunden haben, auch schon gemerkt. Dort sind sie schon fast wieder verschwunden.

Spätestens dann, wenn die Berliner Piraten um halbwegs Einigkeit zu erzielen zum Mittel der "Probeabstimmungen" gelangen, sind sie erledigt.

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waterman2 22.05.2013, 20:21
6. Typischer Artikel

Komisch - jede Kleinigkeit über Nebensächlichkeiten wie eine Getränkeautomaten-Mitbenutzung wird klein-klein journalistisch ausgeschlachtet, um die Piraten in schlechtem Licht stehen zu lassen. Aber dass die Piraten eine neue Zeitenwende einläuten, weil sie eben doch Online-Abstimmungen beim letzten BPT 2013.1 beschlossen haben - davon liest man nix. Selbst dann nicht, wenn Frau Meiritz & Co. sogar per E-Mail darauf hingewiesen werden.
Die Journalisten sollten sich weniger an solchen Nebenkriegsschauplätzen aufhalten und lieber mal berichten, was in SÄA003 und X011 drinsteht.

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Olaf 23.05.2013, 08:39
7.

Zitat von waterman2
Komisch - jede Kleinigkeit über Nebensächlichkeiten wie eine Getränkeautomaten-Mitbenutzung wird klein-klein journalistisch ausgeschlachtet, um die Piraten in schlechtem Licht stehen zu lassen. Aber dass die Piraten eine neue Zeitenwende einläuten, weil sie eben doch Online-Abstimmungen beim letzten BPT 2013.1 beschlossen haben - davon liest man nix. Selbst dann nicht, wenn Frau Meiritz & Co. sogar per E-Mail darauf hingewiesen werden. Die Journalisten sollten sich weniger an solchen Nebenkriegsschauplätzen aufhalten und lieber mal berichten, was in SÄA003 und X011 drinsteht.
Komisch ist vielmehr, dass eine Partei von Nerds, die sich für besonders schlau halten, immer noch nicht kapiert haben, wie die Mediendemokratie funktioniert. So langsam sollte das doch zu verstehen sein. Nur weil die Piraten stolz auf sich und ihre Beschlüsse sind, heißt das noch lange nicht, dass die Journalisten darüber berichten.

Vielleicht ist es ja doch nicht so doof von den anderen Parteien mit guten Leuten besetzte Pressestellen zu unterhalten?

Wieviele Parteiprogramme von CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke haben Sie denn schon vollständig gelesen? Oder gar deren Beschlüsse auf Parteitagen verfolgt?

Sehen Sie, macht kein Mensch. Normale, vernünftige Politikarbeit interessiert keine Sau. Die interessanten Meldungen sind die, bei denen etwas so richtig in die Hose geht.

Damit kann man Aufmerksamkeit erzeugen und das ist es, um das es heute im Nachrichtengeschäft geht. Wenn ein Ponader mit Sandalen in der Talkshow sitzt und simst, ist das die Nachricht und nicht was er dabei erzählt. Sollte man langsam kapiert haben.

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