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Radikale Forderungen aus London: EU verliert Glauben an Brexit-Deal
WILL OLIVER/POOL/EPA-EFE/REX

Die EU und Großbritannien steuern auf den Chaos-Brexit zu. London ist aus Brüsseler Sicht nicht mehr an Verhandlungen interessiert. Der Schaden für das Land wäre groß - der Nutzen für Premier Johnson wohl auch.

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espressotime 06.08.2019, 22:56
100.

Ja, das ist die britische Aroganz. Denken Onkel Donald wird sie retten, ja klar, aber wie hoch ist der Preis.

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alang1001 06.08.2019, 22:58
101. Eu

... bin auch nicht so sonderlich überzeugt von der EU, und ihren Errungenschaften, vielleicht soööte man darüber einmal nachdenken?
Stichwort:

EU Parlament Wahl
Handelsabkommen
EU Gerichtshof
Schiedsgerichte

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matzesalm 06.08.2019, 22:58
102. L

Lassr sie doch von der Klippe springen. Die EU hält glücklicherweise an ihren Werten fest. Und das heißt nun mal keine offenen Grenzen zu Drittstaaten ohne Handelsabkommen. Ein Abweichen davon hätte für die EU fatale Folgen. Der größte Schaden wird bei den Briten entstehen. Klar wird es für die EU etwas unangenehm aber verkraftbar. Wir für unseren Teil haben die Lieferantenwechsel von Britischen Firmen auf Europäische vorbereitet. Das ist eh nicht viel, England hat ja sowieso nicht viel zu bieten. Klar Vertriebsseitig wird es schwieriger. Haben eine Niederlassung in England. Aber da es keine Konkurenz innerhalb Englands für uns gibt, glaube ich nicht, dass es sehr große Auswirkungen haben wird. Ist sowieso kein großes Marktvolumen.

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schwäbischalemannisch 06.08.2019, 23:00
103. Enough is enough

Es hat für alle Beteiligten Vorteile, wenn GB ausscheidet. Johnson hätte seinen Willen durch gesetzt, wir wären den Bremser GB los und wenn die nächste Generation wieder in die EU will, dann nur ohne Extrawurst. Das Zwischenzeitliche Chaos werden wir schon überleben. Wie es den Briten damit ergeht - viele dort wollen das ja unbedingt heraus finden. Ich denke es wird alles weit weniger schlimm als viele befürchten. GB wird trotzdem die Zahlungen an die EU weiter leisten müssen, da ansonsten wegen Zahlungsausfall eine Herabstufung im Rating droht. Und das wäre das schlimmste, was GB passieren könnte: das Land ist schon relativ hoch verschuldet und müsste dann immens hohe Zinsen zahlen und könnte sich nur noch mit Mühe refinanzieren.

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Erika.Mustermann@spon.de 06.08.2019, 23:00
104. Meinen täglichen Brexit geb' mir ...

Was wäre SpOn ohne die tägliche Meldung über den Brexit?
Ohne die Untergangswarnungen (für das UK, natürlich)?
Ohne persönliche Beleidigungen der (und des) PM?

Folgerichtig gab es auch kein Wort über den E-MINI, dessen Auslieferung am Tage nach dem Brexit starten wird - und die massiven Zweifel des BMW-Konzerns am Absatz innerhalb der EU?
Oder die Auswirkungen auf BASF - und den angekündigten Stellenabbau im Stammwerk. (Ludwigshafen. RLP. BRD.)
Oder die Warnungen der Bayer AG.
Oder die Information/Warnung der Siemens-Mitarbeiter in Karlsruhe, BW, durch die Geschäftsführung?
Oder die letzten Umfragewerte in Schottland, welche bis vor wenigen Wochen noch als das Paradebeispiel für eine "Anti-Brexit"-Stimmung gesucht wurden?
Merkwürdig?
Nein. Stimmungsmache, um die Auswirkungen auf die dt. Wirtschaft und den deutschen Staat (welcher direkt an brit. Unternehmen beteiligt ist = mit Steuergeldern) kurzzeitig zu ver.......

Neutraler, sachlicher Journalismus sieht anders aus.
Warnt gerade jetzt ganz deutlich vor einem kalten Brexit und den Folgen für die deutsche Wirtschaft. Den deutschen Steuerzahler (nach Wegfall eines großen Netto-Zahlers in der EU) vor dem Wegfall der "Förderungen" für strukturschwache Regionen (Ost-Deutschland).

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sargeantangua 06.08.2019, 23:01
105. Hammsea uch mal Argumente?

Zitat von c.weise
Es wird ständig darüber geredet, welche Katastrophe das ungeregelte Ausscheiden für London sei. Dafür gibt es keine vernünftigen Gründe. Die EU ist wirtschaftlich kein Erfolgsmodell und die Mitgliedschaft in dem Club ist teuer und bringt nur Ärger. London importiert mehr aus der EU als umgekehrt, sodass Zölle vornehmlich ein Brüsseler Problem wären.
"Die EU ist wirtschaftlich kein Erfolgsmodell und die Mitgliedschaft in dem Club ist teuer und bringt nur Ärger." Teuer? Ohne die EU würden Sie heut noch Roaminggebühren zahlen - geschätzte Ersparnis 140 €/handy? Eine EU-weite Krankenversicherung - 20 € Ersparnis.weil Auslandskrankenversicherung entfällt? Erasmus+? 30 €/kopf, damit die Azubis, Schüler und Studenten bei einem Auslandsaufenthalt unterstützt werden? Ich kenne da einige, denen ein Stipendium geholfen hat. Ganz zu schweigen von der entfallenen Frage "Haben Sie etwas zu verzollen?"
Im übrigen - wieviel spart eine EU-weite Arzeneimittelzulassung? Den Firmen und Patienten? Dem Staat, weil er die Bürokratie nach Brüssel ausgelagert hat? Halt, stimmt ja nicht, war London, jetzt Amsterdam. Die leistet übrigens auch viel Koordinationsaufgaben für die einzelnen Länderbehörden. Wie schauts mit der EU-weiten Automobilzulassung aus? Oder der EU-weiten Zulassung für allerlei Fluggerät? Für allerlei Ausbildungen? Fragen Sie mal die britischen Piloten und Flugzeugmechaniker, was mit ihren Zertifikaten nach einem Verlassen der EU passieren wird - und wie sich das auf die Jobchancen in der EU auswirken wird?Die Liste liese sich noch beliebig fortsetzen ...
Ich könnte ja jetzt ausfallend werden, aber ich bin ja wohlerzogen und verweise auf die Webseiten der EU, wo die Aufgaben der Agenturen beschrieben werden.

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foerster.chriss 06.08.2019, 23:02
106. Überschrift

Das Chicken-Game geht von gleichen Voraussetzungen der Teilnehmenden aus. Die EU würde jedoch bei einem Brexit weit weniger verlieren als die Briten. Würde die EU hingegen den Briten entgegenkommen, würden die Briten etwas gewinnen, die EU jedoch einen Vollschaden erleiden - das mögliche Ende der EU. Rational betrachtet, kann die EU nichts mehr anbieten.

Steht nur im Nebensatz, sollte jedoch die Schlagzeile am 31.10. sein: Johnson bricht Friedensvertrag mit Irland - und damit Frieden mit der EU.

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marcaurel1957 06.08.2019, 23:03
107.

Zitat von c.weise
Es wird ständig darüber geredet, welche Katastrophe das ungeregelte Ausscheiden für London sei. Dafür gibt es keine vernünftigen Gründe. Die EU ist wirtschaftlich kein Erfolgsmodell und die Mitgliedschaft in dem Club ist teuer und bringt nur Ärger. London importiert mehr aus der EU als umgekehrt, sodass Zölle vornehmlich ein Brüsseler Problem wären. Befreit von dem überbordenden Regelwerk der EU könnte sich England wieder auf seine Wirtschaft konzentrieren und vor allem steuerliche Standortvorteile bieten - auch durch eine niedrigere Einkommensteuer. Nach kurzem Schock dürfte sich die englische Wirtschaft nach dem Ausscheiden besser entwickeln, als die von Deutschland, insbesondere da die Kanzlerin mit ihrer Mannschaft gerade kräftig daran ist den Ast abzusägen, an dem derzeit noch die deutsche Automobilindustrie hängt.
Sie irren, die Europäische Union ist eine fantastische Erfolgsstory, nicht nur in ökonomischer Hinsicht.

Ich bin gespannt, was passiert, wenn die kleine Insel und ihr 60 Mio Volk allein in de Welt klarkommen müssen.... mal sehen, was die Bog Boys des 21. Jahrhundert, der Rüpel Trump und die Machtpolitiker Xi und Putin mit ehrwürdigen United Kingdom anstellen werden.

Übrigens hat die Europäische Union kein überbordendes Regelwerk, das Problem ist, dass GB sich selbst ein eigenes Regelwerk schaffen muss.

Die englische Gesellschaft ist schon tief gespalten, aus welchen Mitteln will man denn die niedrige Einkommensteuer finanzieren?

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sargeantangua 06.08.2019, 23:04
108. Diese Unkenntnis

Zitat von so what?
wieder einmal die Welt untergehen - wie schon beim Y2K- Bug, bei der ?-Bargeldeinführung etc....
Um die Auswirkungen des Y2K Problems zu beheben, haben viele, viele Leute lange Zeit ziemlich schwer - erfolgreich! - gearbeitet Interessiert aber keinen....

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sibbi78 06.08.2019, 23:05
109. Eine weitere Verschiebung des Austrittdatums

Zitat von syracusa
Kein Kompromiss, sondern eine weitere Verschiebung steht an. Es wird solange Verschiebungen geben, bis entweder britische Neuwahlen oder ein neues Referendum eine Entscheidung bringen.
über den 31.10.2019 hinaus, ist nur mit dem Einverständnis vom Rat der EU und der Regierung des Vereinigten Königreichs möglich. Da Johnson und seine Kumpane keinerlei Interesse an einer weiteren Verschiebung haben, wird es auch keine geben. Also läuft es für Johnson auch weiterhin plangemäß...

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