Forum: Politik
Rätsel Osten: Unsere Brüder und Schwestern von drüben
Patrick Pleul/ DPA

Jetzt haben diese Ossis schon wieder rechts gewählt, in den Osten kann man also ab sofort nicht mehr reisen. Kann man aber doch. Sollte man sogar. Dann könnte man vielleicht erfahren: "Den Osten" gibt es nicht.

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Margaretefan 03.09.2019, 12:26
400. @ #375 von rudi_ralala

Ich fände es hilfreicher, den Leuten die den aus dem Westen kommenden AfD-Vorturnern auf dem Leim gegangen sind, klar und deutlich zu sagen, dass sie sich haben von Hass und Hetze der AfD haben anstecken lassen und auf dem besten Weg sind Rassisten zu werden. Außer mit Hass und Hetze Menschen, die sich benachteiligt fühlen für sich zu gewinnen, ist die AfD ein zutiefst elitärer Haufen, der elitäre Ziele verfolgt und zudem massiv soziale Errungrnschaften rückgängig machen will. Jetzt kommt's! Nicht nur für Ausländer! Für die AfD ist der gemeine Deutsche - völlig wurscht ob Ossi oder Wessi - bedeutungslos. Der hat die Fresse zu halten und sich für das Wohl der Eliten abzustrampeln. Wer kein Überflieger ist, nicht zur Elite gehört und auch keine stinkreichen Eltern hat, der schießt sich mit der Wahl der AfD sekbst ins Knie. Genau das müssen die Demokraten den AfD-Wählern erzählen - maximal ehrlich halt. Dass die meisten Ausländer/Migranten/Flüchlinge im Niedriglohnsekror arbeiten, ist auch eine Tatsache, sie nicht sooooo schwer in Erfahrung zu bringen ist. Nur mal ganz hypothetisch...Was meinen die AfD-Wähler wer dann deren Jobs machen soll, wenn die alle das Land verlassen (müssten)? Richtig, nicht wenige der AfD-Wähler selbst. Soviele high potentials wird es unter den AfD Wählern auch nicht geben. Was meinen den sie AfD Wähler wie die Bezahlung von eher gering Qualifizierten unter der AfD aussehen wird und wie deren soziale Absicherung? Richtig, schlecht. Die beknackten AfD Politiker, die zudem nicht selten Unappetitliche Westimporte sind, sind nicht zu bändigen. Müssen sie auch gar nicht. Die Menschen, die den Arschgeigen auf den Leim gegangen sind, sind es, die überzeugt werden müssen. Dazu gehört aber auch, dass man den Mut hat, ihnen zu sagen, dass ihnen der in ihnen aufkeimende Rassismus das Hirn vernebelt hat. Die AfD-Funktionäre in den sogenannten neuen Bundesländern, die aus dem Westen gekommen sind um Angst und Hass zu säen, vom Hof zu jagen, wäre ein Anfang. Die AfD ist nichts anderes als eine nationalistisch daherkommende Ultra-FDP.

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k70-ingo 03.09.2019, 12:27
401.

Zitat von ancoats
Diese Ost-Obsession mit "Zuwanderung" ist schon pathologisch. Wissen Sie, ich wohne in einem Bezirk mit fast 40% Bürger/innen mit Migrationshintergrund; meine Nachbarn sprechen u.a. türkisch, polnisch, russisch, diverse arabische Sprachen und viele andere mehr. Ich kann problemlos das Fehlen einer klaren Einwanderungspolitik, die Trägung deutscher Behörden bei der Bearbeitung von Asylanträgen sowie vor allem ein immer noch nicht existierendes gemeinsames europäisches Prozedere hinsichtlich der Flüchtlingsbewegungen konstatieren, ohne dass mir das den Schlaf rauben, ich jeden "Ausländer" mit Misstrauen oder Abneigung begegnen oder diese gar für irgendeine persönliche wie nationale Problemlage verantwortlich halten würde. Genau genommen bewegt mich das Thema "Ausländer" im Alltag null, nada, überhaupt nicht. Und so ist das bei der stark überwiegenden Mehrheit in diesem Lande im Jahre 2019, und DAS ist einer der wesentlichen Unterschiede zwischen dem selbsternannten "Wir sind das Volk!"-Grölern, die hinter jedem Busch einen üblen Muselmanen wittern, der sie "umvolken" will. Ich bin dann fast versucht zu sagen: oh ja, bitte.
Bei mir im Dorf -der Ort mit der niedrigsten Migrantenquote des Ruhrgebietes und dessen Umlandes- wurde eine extrem sächselnde Bäckereifachverkäuferin als exotischer angesehen (ja, es wurde auch gelästert), als ein afghanischer Friseur, ein tamilischer Pizzabäcker oder eine kenianische Hotelierin.

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g_bec 03.09.2019, 12:28
402. Verdreht.

Zitat von schensu
Dann hätte es doch der ganzen braunen Westkader gar nicht bedurft, die ab 89 den Osten fluteten und die kulleräugigen Glasperlenautisten auf ideologische Linie brachten. Schließlich hatte sich deren Denke seit 45 im Westen durchaus gelohnt, was lukrative Beamten- und Abgeordnetenlaufbahnen anbelangt. Soviel zu den Strukturen, ingo & harmlos
Sie verwechseln da etwas: nur weil die braunen Westkader auf so viele offene Ohren im Osten stießen, konnten sie nach 1989 erst wieder so "wichtig" werden und Wahlerfolge feiern. Im Westen (Gauland zB) waren sie abgehalftert und kaltgestellt. Nur der Osten eröffnete ihnen die Chance auf einen zweiten Frühling.
Im Übrigen ist nicht zu erkennen, dass die "lukrativen Beamten- und Abgeordnetenlaufbahnen" für Alt- und Neunazis in der alten Republik dazu geführt hätten, dass ein viertes Reich als erstrebenswert für viele Wähler gegolten hätte, das Gegenteil ist der Fall (siehe z.B. auch Homoehe und drittes Geschlecht). Diese Sehnsucht ist schon ziemlich singulär ostdeutsch.

PS: Ziemlich passend übrigens auch hier wieder: Wir sind ja keine Blaunen, nur die bösen Wessis zwingen uns, die afd zu wählen.

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durch blick 03.09.2019, 12:29
403. @voneisensteinheute, 11:22 Uhr 380. Es lebe die Filterblase!

Bleiben sie mal schön in ihrer Filterblase. Ja wir sind Erdenbürger und überzeugte Antifaschisten! Diese geisteskranke Haltung zu menschlichem Leben hat auf diesem Planet nichts mehr verloren, ihre Zeit ist um. In einer Welt mit diesem technologischen vernetzten Stand in Kommunikation und Fabrikation ist das Völkischnationaldenken schlichtweg Nonsens.
Habedie Ehre DB

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nachdenklicherbuerger 03.09.2019, 12:56
404. @stresspille

Zitat: "Die von der AFD thematisierte Einwanderungspolitik kann es auch nicht sein, denn nach Deutschland gelangen so gut wie keine Einwanderer mehr. Auch der Zustrom aus Syrien und über das Mittelmeer ist zum Erliegen gekommen. Überall stehen die Aufnahmelager leer oder sind längst wieder abgebaut." Das stimmt so nicht. Die ZASt der Länder sind zwar nicht überfüllt, aber weiterhin ausgelastet. Nur weil das irgendwie zur Zeit nicht so hoch angehängt wird, ist der stete Zuzug trotzdem da.

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durch blick 03.09.2019, 13:03
405. @uglyrippergestern, 20:10 Uhr 300.

Oh nein, das hat nicht mit der AfD am Rande zu tun. Wie schon gesagt und Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen haben es weltweit gesehen. Die AfD-Granden haben sich vor ihren Schlägertrupps eingereiht, ebenfalls zu sehen wie diese auch auf Kommandos von Höcke und anderer "Führer" ihre Plätze volksam (absichtlich so geschrieben) eingenommen haben. Da können sie schreiben was sie wollen, bei mir erzeugen sie keine Vernebelungsfilterblase, dafür kenne ich die Hintermänner und ihre Gründe samt ihren finanziellen Möglichkeiten zu genau. Aber diesmal wird auch die Rückenstütze der Juristen aus den schlagenden Studentenverbindungen mit ihren Intrigen der alten weisen Männer nicht funktionieren, auch dieser Zug ist abgefahren.
Habe die Ehre DB

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eisbaer68 03.09.2019, 13:04
406. Kommentar Nr. 384

Die Frage von Intelligenz muss hier nicht gestellt werden. Es sei denn Ihnen geht es um Diffamierung als um Analyse. Oder wollen Sie behaupten, dass mehr als 1/4 der Wähler dumm sind. Sie sehen doch, dass das Wahlergebnis einen gewissen Erfolg zu verzeichnen hat. Es wird diskutiert und es wird versucht die Ursachen zu analysieren. Glauben Sie, dass das passieren würde wenn alle als wie die Lämmer ihre Stimme der SPD, CDU, Grüne o.ä. abgegeben hätten. Sicher nicht.

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mrtnblw 03.09.2019, 13:06
407. Zur "Enteignung ..."

Danke für Ihre Meinung und die darin genannten Zahlen!
Doch lesen Sie bitte den ganzen Artikel, auf den ich mich beziehe, und nicht allein das "Begleitschreiben":

https://www.researchgate.net/publication/324280870_Die_Enteignung_der_Ostdeutschen_-_Eine_Zusammenfassung

Im Übrigen verstehe ich nicht, woher Sie nehmen, ich hätte AfD gewählt? Ich war nicht einmal wahlberechtigt. Auch könnte ich Sie fragen, was Sie gegen Ihre eigene Enteignung tun. Doch dieses Recht habe ich nicht, und ich nehme es mir nicht.

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ancoats 03.09.2019, 13:11
408.

Zitat von k70-ingo
Bei mir im Dorf -der Ort mit der niedrigsten Migrantenquote des Ruhrgebietes und dessen Umlandes- wurde eine extrem sächselnde Bäckereifachverkäuferin als exotischer angesehen (ja, es wurde auch gelästert), als ein afghanischer Friseur, ein tamilischer Pizzabäcker oder eine kenianische Hotelierin.
Das war in dem westfälischen Kaff, aus dem ich ursprünglich komme, auch so. Die einen "Ausländer" - Griechen, Italiener, Türken, Ghanaeser, Vietnamesen - waren seit Jahren im Schützenverein, ggf. sogar im Kirchenchor und wurden überhaupt nicht mehr als solche betrachtet, an die anderen, die irgendwann vereinzelt aus der "Zone" kamen, musste man sich erst mühsam gewöhnen. Und die stellten zudem auch noch Ansprüche... ;-)

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Ruhrsteiner 03.09.2019, 13:19
409. Die gesamte polarisierende Gespensterdiskussion mit den rhethorischen

Antipoden "Wessi - Ossi" geht völlig am Thema vorbei. Dass die AfD das auch noch mit dem oben zu lesenden Wahlkampfslogan "Der Osten steht auf" instrumentalisiert, sagt eigentlich alles über die historisch mangelnde Bildung dieser Partei. Was sich seit 1990 in Mitteldeutschland - dort oft falsch verstanden - seit 30 Jahren wirtschafts- und infrastrukturell WIEDER herausgebildet hat ist die alte strukturelle Asymmetrie seit Beginn der Neuzeit über den Wiener Kongreß bis 1945. Die Wirtschaftszentren lagen schon zu Hansezeiten im Westen (damals auch noch im mitteldeutschen Norden). Dass sich diese alten Verteilungsstrukturen wieder heraus bilden - "industrieller, handelsintensiver Westen - landwirtschaftlicher, vor allem ostelbischer Osten" - war zwingend mit Abriss des "Eisernen Vorhangs" nach 1990. Dafür den westdeutschen Bundesbürgern die Schuld zu geben ist schlichtweg lächerlich. Entscheiden zu diesem Grundsatzthema Wiedervereinigung durften die ehemaligen DDR-Bürger - die Bundesbürger hingegen nicht.

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