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RAF-Prozess: Buback-Zeuge will sich an Frau erinnern können

Im Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Verena Becker hat ein neuer Zeuge ausgesagt - nachdem er 33 Jahre lang geschwiegen hatte. Er will gesehen haben, dass eine Frau auf den damaligen Generalbundesanwalt Buback geschossen hat. An seiner Aussage gibt es Zweifel.

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werner3 14.12.2010, 20:08
1. warum sollte ein 56-jährige Kaufmann und Fluglehrer soetwas erfinden?

»Danach will der Zeuge noch etwas gesehen haben, was andere Beobachter nicht bestätigen konnten: Unmittelbar nach dem Attentat sei ein Polizeihubschrauber direkt auf der Kreuzung gelandet. Drei Polizisten und zwei Personen in Zivilkleidung seien ausgestiegen und hätten den Anschlagsort fotografiert. Nach drei bis vier Minuten seien sie wieder verschwunden.«

Wenn das stimmt, dann war der Mord mindestens einer unter staatlicher Aufsicht. Becker hat es vorher verraten, wurde deshalb geschützt und der Staat hat die Tat geschehen lassen und dokumentiert. Der Zeuge hat diesen möglichen Zusammenhang begriffen und deshalb 30 Jahre lang ganz geschwiegen - aus Angst vor seiner Ermordung. Da er keine Beweise hatte, mußte er den Mund halten, völlig rational. Man hätte ihn für verrückt erklärt und zunächst in eine Anstalt geschlossen. Heute droht ihm keine Gefahr mehr, jetzt kann er auspacken.

Das diese Aussage extrem unbequem ist, kann sich jeder denken. Nun hat die Justitz ein Problem, einen gestandenen 56jährigen Menschen als unglaubwürdig hinzustellen. Sein Lebenslauf und seine Persönlichkeit wir da ja Auskunft geben. Man wird nicht mit 56 Jahren plötzlich zum Spinner.

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GertL 14.12.2010, 20:35
2. Tolle Verschwörungstheorie

Zitat von werner3
»« Wenn das stimmt, dann war der Mord mindestens einer unter staatlicher Aufsicht. Becker hat es vorher verraten, wurde deshalb geschützt und der Staat hat die Tat geschehen lassen und dokumentiert. Der Zeuge hat diesen möglichen Zusammenhang begriffen und deshalb 30 Jahre lang ganz geschwiegen - aus Angst vor seiner Ermordung. Da er keine Beweise hatte, mußte er den Mund halten, völlig rational. Man hätte ihn für verrückt erklärt und zunächst in eine Anstalt geschlossen. Heute droht ihm keine Gefahr mehr, jetzt kann er auspacken. Das diese Aussage extrem unbequem ist, kann sich jeder denken. Nun hat die Justitz ein Problem, einen gestandenen 56jährigen Menschen als unglaubwürdig hinzustellen. Sein Lebenslauf und seine Persönlichkeit wir da ja Auskunft geben. Man wird nicht mit 56 Jahren plötzlich zum Spinner.
Dann erklären Sie bitte noch, wie er die Frau durch den Integralhelm hat grinsen sehen können,
oder warum die Bösewichte aus dem Hubschrauber ihn ignoriert haben?

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Spinnosa 14.12.2010, 22:01
3. Versteh ich nicht....

Zitat von werner3
(...)Wenn das stimmt, dann war der Mord mindestens einer unter staatlicher Aufsicht. Becker hat es vorher verraten, wurde deshalb geschützt und der Staat hat die Tat geschehen lassen und dokumentiert. Der Zeuge hat diesen möglichen Zusammenhang begriffen und deshalb 30 Jahre lang ganz geschwiegen - aus Angst vor seiner Ermordung. Da er keine Beweise hatte, mußte er den Mund halten, völlig rational. Man hätte ihn für verrückt erklärt und zunächst in eine Anstalt geschlossen. Heute droht ihm keine Gefahr mehr, jetzt kann er auspacken. Das diese Aussage extrem unbequem ist, kann sich jeder denken. Nun hat die Justitz ein Problem, einen gestandenen 56jährigen Menschen als unglaubwürdig hinzustellen. Sein Lebenslauf und seine Persönlichkeit wir da ja Auskunft geben. Man wird nicht mit 56 Jahren plötzlich zum Spinner.
Wenn "das" stimmt, ist der Zeuge heute genau so gefährdet wie vor 30 Jahren, warum soll er also jetzt "auspacken" können? Weil er jetzt älter ist?
Mit 56 wird man nicht mehr zum Spinner?
Mit 56 kann man alles mögliche werden.
Abgesehen davon, daß einem die Erinnerung oftmals so manchen Streich spielt, da muß noch nicht mal böse Absicht hinter stecken.
Und warum hat kein anderer Zeuge diesen ominösen Heli gesehen? Und wenn doch, warum geben sie es jetzt nicht zu, wo es doch jetzt lt. Ihren Vermutungen "ungefährlich" ist?
Den müßten nämlich (mitten in Karlsruhe!) z. B. auch Leute bemerkt haben, die den unmittelbaren Mord gar nicht beobachtet haben, so ein Heli materialisiert sich schließlich nicht ratzfatz über dem Tatort, der entwickelt im Sinkflug eine Lautstärke, bei der Sie Ihr eigenes Wort nicht mehr verstehen!

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werner3 14.12.2010, 22:36
4. wie wärs mit ein wenig Logik?

Zitat von Spinnosa
Wenn "das" stimmt, ist der Zeuge heute genau so gefährdet wie vor 30 Jahren, warum soll er also jetzt "auspacken" können? Weil er jetzt älter ist?
Wie scharfsinnig ist Ihr Verstand? Vor 33 Jahren wäre der gewaltsame Tod des Zeugen ein RAF-Mord gewesen, was sonst? Wer will das Gegenteil beweisen?

Heute geht diese Variante nicht mehr. Die RAF gibt es nicht mehr. Heute gibt es als Möglichkeiten nur noch die Unglaubwüdigkeit eines Zeugen und fehlenden Akten, davon allerdings reichlich und gerade die wichtigsten zur Lösung des Falls. Ist doch merkwürdig, finden Sie nicht?

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werner3 14.12.2010, 22:40
5. die Bösewichte aus dem Hubschrauber...1(2)

Zitat von GertL
Dann erklären Sie bitte noch, wie er die Frau durch den Integralhelm hat grinsen sehen können, oder warum die Bösewichte aus dem Hubschrauber ihn ignoriert haben?
...müssen erstens keine Bösewichte sondern können ganz normale Geheimdienstler im ganz normalen Auftrag gewesen sein, die ihren DienstAuftrag zu erledigen haben und dann die Klappe zu halten haben, und zwar immer. Es sei denn, sie werden davon entbunden.

Zweitens müssen sie den Zeugen nicht zwingend wahrgenommen haben hinter seinem Steuer im stehenden Bus. Wenn er aber vorbeigefahren sein sollte, wird es nicht ihr Auftrag gewesen sein, sofort auch alle zufällig vorbeifahrenden Verkehrstteilnehmer gleichzeitig mit den Hubschrauber zu verfolgen. Es war ja dann eher ihr Auftrag, schnell die Fotos zu machen und sofort wieder zu verschwinden.

Was den Helm anbetrifft, steht hier im Artikel nicht, daß dieser Zeuge behauptet, sie hätte einen getragen, der ihr Gesicht so verdeckte, daß er es nicht sehen konnte. 1977 waren noch andere Motorradhelme im Gebrauch als heute, und Visire kann man auch mal hochklappen, z.B. um besser zielen zu können. Das soll ja beim Schießen angeblich wichtig sein, um treffen zu können.

Übrigens: Wenn es so war, das V.Becker V-Frau war und sie den Mord mit geplant hat, wird sie das wohl auch vorab verraten haben (müssen). Jedenfalls entspricht das der Logik, den ab dem Moment, wo sie diese Zusammenarbeit eingeht, ist sie praktisch gezwungen, alles mitzuteilen. Denn sonst muß sie damit rechnen, sofort hochzugehen.

Wenn sie aber die Aktion verraten hat, dann hat man offensichtlich nichts Besonderes für Bubacks Schutz unternommen, so wie der Ablauf das zeigt (rote Ampel, nur zivile Begleiter, keine Begleitfahrzeuge, das allein ist schon unglaublich! und für mich sehr verdächtig). Der Beamte Buback wußte folglich auch nichts von seiner akuten Gefährdung. Daraus schlußfolgere ich, das man absichtlich nichts unternommen hat, ein erfolgreiches Attentat zu verhindern. Dann aber war es auch zweckmäßig, das Becker selbst schoß. Damit war sie über jeden Verdacht in der Gruppe erhaben, ein top V-Mann erster Klasse.

Nun der letzte Rest, der dazu paßt wie die Faust auf's Auge (lt. Wikipedia von heute):

»Im Februar 2009 hatte das Bundeskriminalamt mehrere Briefumschläge der Bekennerschreiben zum Buback-Mord, mit denen die RAF sich am 13. April 1977 zu dem Anschlag bekannt hatte, molekulargenetisch untersuchen lassen: an drei Briefumschlägen konnten Speichelspuren von Verena Becker festgestellt werden.[6][7] Inzwischen hat der Verfassungsschutz jedoch neue Dokumente vorgelegt, die, so der Verfassungsschutz, Frau Becker von der Mittäterschaft entlasten. In den Dokumenten, die der Verfassungsschutz jetzt erst wiedergefunden hat, heißt es vom 16. November 1981, dass „Becker und Mohnhaupt … im April 1977 nach Bagdad geflogen“ seien. Leider sind die „Originaldokumente“, als Grundlage für die „Geheimvermerke“, nicht mehr vorhanden, die entsprechenden Tonbänder sind, laut Verfassungsschutz, „gelöscht“, die Orginalabschriften und weite Teile der Akten verschwunden und der Verfasser der jetzt erst aufgetauchten Dokumente schon gestorben.[8]«

Wie zweckmäßig!

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namachschon 14.12.2010, 22:41
6. Aliens?

Zitat von Spinnosa
Und warum hat kein anderer Zeuge diesen ominösen Heli gesehen? Und wenn doch, warum geben sie es jetzt nicht zu, wo es doch jetzt lt. Ihren Vermutungen "ungefährlich" ist? Den müßten nämlich (mitten in Karlsruhe!) z. B. auch Leute bemerkt haben, die den unmittelbaren Mord gar nicht beobachtet haben, so ein Heli materialisiert sich schließlich nicht ratzfatz über dem Tatort, der entwickelt im Sinkflug eine Lautstärke, bei der Sie Ihr eigenes Wort nicht mehr verstehen!

Hallo, vielleicht war das ein Ufo.Die sollen sich ja recht leise summend nähern.

Und da die Besitzer des Ufos ( Aliens ) oft Menschen entführen, und gemäß Augenzeugenberichten aus den USA Schläuche und Kabel in Menschen stecken und Versuche machen, ist die Vorsicht dieses Mannes nur verständlich.

So langsam kommt Licht in die Sache.
Grüße...

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werner3 14.12.2010, 22:42
7. die Bösewichte aus dem Hubschrauber...2(2)

Wie können in der weltbekannt Preussisch-Deutschen Staatsbürokratie, zumal in diesen speziellen Bereichen, und dann noch in unaufgeklärten, nicht abgeschlossenen Fällen Tonbänder gelöscht werden und Akten grundlos verschwinden? Das glaube, wer will.

Wo sind die Akten, die Beckers V-Mann-Informationen dokumentieren bzw. die gesamte Kommunikation. Sie hat ja wohl Weisungen und Aufträge bekommen müssen. Wann und wie liefen die Kontakte? Ich denke, sie wird sich bis heute als eine Art spezieller Staatsdiener begriffen haben. Und das denkt wohl auch der Sohn Bubacks. Deswegen und nur deswegen läßt er nicht locker, das kann ich voll verstehen. Wäre er gewiss, daß einer der RAF-Leute ohne V-Mann-Verpflichtung der Schütze war, ohne zu wissen wer, es wäre ihm wohl weniger wichtig. Der mögliche Verrat macht die Sache so langlebig.

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Koltschak 15.12.2010, 23:00
8. Eine sachliche Aussage hätte ausgereicht!

"Bundesanwalt Hemberger kommentierte dies sichtlich ungehalten: "Momentan hält den Staat vor allem eins auf: Zeugen, die sich nicht erinnern und Zeugen, die Geschichten erzählen."

Wenn diese Aussage so getroffen wurde, dann ist die Bundesstaatsanwaltschaft doch sehr nervös. Es hätte doch ein dezenter Satz gereicht: "Wir überprüfen die Aussagen des Zeugen."

Da stinkt doch was zum Himmel!

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carranza 15.12.2010, 23:25
9. Motive?

Zitat von sysop
Im Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Verena Becker hat ein neuer Zeuge ausgesagt - nachdem er 33 Jahre lang geschwiegen hatte. Er will gesehen haben, dass eine Frau auf den damaligen Generalbundesanwalt Buback geschossen hat. An seiner Aussage gibt es Zweifel.
Sicherlich wäre es nicht das erste Mal, dass inoffizelle Mitarbeiter eines Geheimdienstes, getarnt als Terroristen, an der Liquidation von Mitgliedern der Führungselite beteiligt sind. Auch bei Aldo Moro und Alfred Herrhausen wird darüber gemunkelt und es gibt durchaus Motive.
Was aber könnten die Motive bezüglich der Ermordung Bubacks sein?

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