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Randalierer beim G20: Wut und Frust
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Im Hamburger Schanzenviertel haben bei den schweren Ausschreitungen Autonome Krawall gemacht und geplündert, ebenso wie viele andere junge Menschen. Woher kamen diese Wut, der Hass?

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bastile1984 09.07.2017, 11:48
70.

Doch es war linke Gewalt, da gibts auch nichts zu entschuldigen oder zu relativieren.

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yossariania 09.07.2017, 11:48
71. Das

Zitat von kai Spaicher
Wer auf den Feuern in der Schanze seine durchsichtiges Politsüppchen kocht, lässt jegliches analytische Denken vermissen!
Eine schliesst das Andere nicht aus.
Linksradikale sind Kriminelle. Wer nach den Ereignissen von Hamburg uimmer noch davor die Augen verschliesst, der will nicht sehen. Und der will Plünderer, Schläger und Brandstifter mit allen, auch journalistischen Mitteln, unterstützen.

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upalatus 09.07.2017, 11:48
72.

Wut und Hass, oder doch eher schlichte Kriminalität, wenn sich die günstige Gelegenheit dazu bietet? Der Trubel um G20 war eine sehr gute Gelegenheit für kriminelle Pfeifenköpfe, mal ordentlich hinzulangen, die Sau rauszulassen, ganz ohne politische Irgendwasüberzeugungen und vor allem ohne Protesthintergrund. Ausser vielleicht jenem, die schreiende Ungerechtigkeit auszugleichen, dass man wegen stinkender Faulheit zu nix kommt, aber gefälligst auch haben wollen möchte.

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Liberanto 09.07.2017, 11:50
73. Soziale Unruhen

Hallo Herr Becker,

Ihr analytischer Blick auf das Geschehen zeugt von beeindruckendem Scharfblick. Auch der Verweis auf die sozialen Unruhen in London eröffnet eine angemessene Perspektive. Auch als in den Pariser Vororten die Barrikaden brannten, sprach niemand von autonomer Gewalt.

Vielmehr als die Diffamierungskampagnen aus den etablierten Parteien weißt der Blick auf die Täter den Weg zur Wahrheit. Die Gewalt im Schanzenviertel war nicht politisch motiviert. Sie war auch kein regionales Phänomen. Viele der Brandschatzer sprachen kein Deutsch.

Vielmehr trat hier eine erweiterte Entourage der G20-Teilnehmer auf. Ohne G20 hätte es diese Gewalt nicht gegeben. Das war importierte Gewalt. Die Rote Flora hat sich bekanntermaßen distanziert. Kein Hamburger plündert einen Budni-Laden.

Wer sich die Gewalttäter in der Schanze und im autonomen Block auf der Großdemo angesehen hat, sieht schon physische Unterschiede. Da ware Kinder unterwegs. Jeder, der hier von Autonomen spricht, kocht sein eigenes Süppchen und betreibt politische Diffamierung von Andersdenker den und das fängt bei der SPD an. Nur die Rote Flora spricht nicht von Autonomen. Das ist bezeichnend.

Auch ich habe die Plünderung von Budni nicht verhindert. Ich hatte genug damit zu tun zu verhindern, dass das Pack keine Migranten verprügelte. Das waren Zombies.

Auslöser der Eskalation war allerdings die Polizei, die mit Mannschaftswagen in eine stehende Menschenmenge hineingefahren ist.

Am Sonnabend Nachmittag übrigens dasselbe. Ein Polizeiwagen fuhr in Schlangenlinien auf Passanten zu, bis er einen alten Mann erwischte. Wutgeheul der Augenzeugen. Sofort war ein uniformierte Schlägertrupp vor Ort und entmenschte den Pferdemarkt.

Der Staat braucht Feindbilder, um seine eigene Inkompetenz zu legitimieren. Dies Unfähigkeit wurde auf dem G20- Gipfel überdeutlich.

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walter_e._kurtz 09.07.2017, 11:52
74.

Zitat von ulrich_loose
Besser kann man wohl nicht relativieren und linke Chaoten in Schutz nehmen... Oder wurden in Hamburg soziale Probleme sichtbar, die wesentlich tiefer liegen?
Eine Anamnese der Situationen bezeichnen Sie bereits als In-Schutz-Nahme?
Alles klar, bleiben Sie doch besser bei Wirtschaftsthemen...

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klyton68 09.07.2017, 11:54
75. Da schließe ich mich an.

Zitat von hankstarfire
Beuth und Blechschmidt (Initiatoren der Welcome to Hell- Demo) sollten aus dem Viertel vertrieben werden. Wer den größten schwarzen Block organisiert und sich dann von der Gewalt im Nachhinein distanziert, ist an Verlogenheit nicht zu überbieten.
Die beiden genannten sollten zumindest eine Teilverantwortung zugeben . Aber passt in die Zeit. Die Politiker machen es vor. Und daran krankt auch unsere Zeit. Verantwortung übernehmen heißt, in guten wie bei schlechten Dingen. Wäre das alles, wider aller Erwartungen gut und ruhig verlaufen, hätte man sich jetzt stolz wie Bolle vor der Kamera präsentiert und seine Tiraden rausposaunt. Nun hört man nur Dementi oder gar nix.

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Malto Cortese 09.07.2017, 11:55
76.

Der sog. ungewaschene Pöbel hat die Feudalherren stets gehasst, das ist wirklich nicht neu. Und irgendwann bricht sich dieses alte Liebesverhältnis dann eben Bahn, es fehlt nur ein katalytischer Moment, etwa ein modernes "sollen sie doch Kuchen essen". Augenblick: wie wäre es mit "Deutschland geht es gut"?

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felsen2000 09.07.2017, 11:55
77. Auffällig

viele Randalierer, die nicht in die Kategorie Bio-Deutsche passen.
Mag jeder selber seine/ihre Schlüsse ziehen - falls dieser Kommentar die Maas-nahmen überlebt und durchkommt...

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sonic29 09.07.2017, 11:55
78. Wohlstandsverwahrlosung?

Der Autor hält es für bemerkenswert, dass einige der Täter die teuren Konsumgüter zerstören statt einfach „nur“ zu plündern. Auf den naheliegenden Gedanken, dass die „Zerstörer“ derartige Artikel bereits bei sich zu Hause haben – da sie durchaus über die nötigen Mittel verfügen – kommt er scheinbar nicht. Aber vielleicht auch nur deshalb nicht, weil sonst die bequeme Erklärung, irgendwie nachvollziehbare Hoffnungslosigkeit habe diese Gewaltexzesse befördert, stark ins Wanken geraten würde. Mir scheint hier eher eine gewisse Wohlstandsverwahrlosung ihren Ausdruck zu finden. Zu einer wirklich differenzierten Betrachtung, die hier manch einer bei diesem Artikel zu erkennen glaubt, gehört u.a. auch dieser Aspekt. So bleibt nur ein hilfloser Versuch der Relativierung.

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heinrich.busch 09.07.2017, 11:56
79. Endlich mal ein Artikel

der nach den wahren Gründen fragt. Due übliche politische schwarz-weiss Malerei von SPD und CDU ist unerträglich.
Die Ursachen solcher Gewaltexsesse sind ganz gewiss vielschichtig. Aus meiner Sicht werden sie allerdings aus einer Quelle gespeist. Es gibt ein zunehmende Ablehnung in der Bevölkerung gegen alles wo Staat oder vermeintlich Staat drauf steht. Die Feuerwehr wir behindert, Rettungskräfte bedroht, Ärzte bei der Ausübung von Notdiensten mit körperlicher Gewalt konfrontiert. Ganz zu schweigen von Polizei bzw. überhaupt den Beamten.
Die Menschen fühlen sich zunehmend unter Druck, werden mit allerlei "Papierchen" , Kontrollen und Gebühren drangsaliert und empfinden dadurch eine zunehmende Distanz zu dem Staat und ihren Vertretern.
Damit ist in keiner Weise eine Entschuldigung oder Toleranz für rasende Zerstörungswut herstellbar, aber es ist eine mögliche Erklärung für zunehmende Gleichgültigkeit und Verrohung in der Gesellschaft.
Wenn das ausquetschen und gängeln und kontrollieren der Menschen wieder nachlassen würde gäbe es auch wieder eine aktive Zivilgesellschaft und auch wieder ein besseres Verhältnis zu den Staatsbediensteten.Allein bei mir verfestigt sich der Eindruck, dass es schlimmer werden wird.

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