Forum: Politik
Rassismus in Deutschland: Wir wehren uns. Schon immer.
DPA

Immer mehr Menschen wehren sich gegen Drohungen von Rechtsextremisten, weil sie selbst betroffen sind. Endlich merken sie, wie groß das Rassismus-Problem in Deutschland ist. In Wahrheit ist es das aber schon lange.

Seite 1 von 31
sabato.74 29.01.2016, 15:12
1. Völlig richtig,

dieser Kommentar. Auch die Vorfälle in Köln wurden reichlich ausgeschlachtet von Xenophoben. Das ist das Problem: Der Rassismus kommt in Deutschland neuerdings noch viel öfter als bisher getarnt als liberale Bürgerlichkeit daher.

Beitrag melden
Big_Lebowski 29.01.2016, 15:25
2. @ Hasnain Kazim

Danke für deutliche Worte!
Wird Zeit, dass mehr solche Artikel kommen, die persönliche Erlebnisse beschreiben ...
Ich bin Deutscher und habe mir extra ein Fitnesscenter in einem Problemviertel bei Hamburg gesucht, welches von einem Türken betrieben wird und in dem viele Nordafrikaner, Syrer, Russen trainieren (und relativ wenig Deutsche).
Super Leute! Hilfsbereit, lustig und kommunikativ, wenn sie sich akzeptiert fühlen.

Beitrag melden
Rosenblüte1 29.01.2016, 15:26
3. Wohlstand in Gefahr?

Ihre Aussage, dass die sogenannten "besorgten Bürger" ihren Wohlstand in Gefahr sehen, halte ich für übertrieben. Eher ist es doch so, dass der gesellschaftliche Wohlstand derart ungleich verteilt ist, dass die am unteren Ende der Skala noch nicht einmal eine Vorstellung davon haben, wie groß er ist. Eine Kollegin von mir meinte mal schnippisch, dass, wer 10.000 Euro besitzt, auch keinen Anspruch auf Hartz IV haben sollte. Der Betrag war für sie der Inbegriff von Reichtum, dabei liegt das Durchschnittsvermögen hierzulande laut Piketty in der Größenordnung von 200.000 Euro!

Beitrag melden
alyeska 29.01.2016, 15:27
4. Ein längst überfälliger Artikel!

KEINER sollte sich diesen Hass von Rechts gefallen lassen. Klare Worte und ein deutliches Auftreten ist da ein Anfang. Aber auch kompromisslose Anzeigen bei Gewalt und Angriffen gegen die körperliche Unversehrtheit sollten selbstverständlich sein. Null Toleranz gegen den scheinbar weit verbreiteten braunen Sumpf. Danke für diesen Artikel!

Beitrag melden
erdmännle 29.01.2016, 15:27
5.

Nachdem ich 42 Jahre im Ausland gelebt hatte, 32 Jahre davon in Großbritannien, war ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland 2005 doch sehr erstaunt, wie rassistisch und kleinkariert doch viele Deutsche sind, vor allem in ländlichen Gegenden; sogar mein Mann (Engländer, jetzt 86 Jahre alt) wurde angefeindet, weil nicht wenige Einheimische der Ansicht sind, dass er Deutsch lernen muss und das möglichst fließend. Alter und Gesundheitszustand werden da einfach übersehen.

Beitrag melden
troisdorferjung 29.01.2016, 15:29
6.

Sicher, es gibt eine extrem kleine, dumme, fremdenfeindliche, rassistische Minderheit in Deutschland. Allerdings muss man glücklicherweise festhalten, dass es der überwältigenden Mehrheit schlichtweg egal ist, ob sein Gegenüber eine andere Hautfarbe trägt, oder mit Akzent spricht. Und das ist gut so!
Ein schlimmer Reflex, in Allem, was gegenüber Einwanderern kritisch geäußert wird, gleich feindliches Gedankengut zu sehen. Dies wird den deutschen Bürgern nicht gerecht.
Was allerdings ist laut Kommentar so falsch daran, Sorge um seinen selbst, mit Arbeit erwirtschafteren, bescheidenen Wohlstand zu haben? Glücklicherweise sind wir (noch) nicht zur Verkollektivierung dessen verpflichtet.

Beitrag melden
cato. 29.01.2016, 15:29
7.

"Eines muss klar sein: Wir lassen uns weder bedrohen noch einschüchtern."

Das Problem ist das dieses Gefühl des bedroht und eingeschüchtert werden, sowie die Reaktion sich das nicht länger gefallen zu lassen, auf Gegenseitigkeit beruht - unter den Pöblern sind schon lange nicht mehr nur Rechtsextreme und Rassisten.
Auch das Problem mit dem Linksextremismus ist extrem angewachsen, wird aber gerne ignoriert und verharmlost. Singulär das Problem mit dem Rechtsextremismus heraus zugreifen, in einer Situation in der sich das Klima insgesamt verschärft hat, wird der Situation nicht gerecht.

Aber warum beginnt man erst jetzt mit Strafanzeigen? Wenn mich jemand so angehen würde, wie es regelmäßig in den Medien dargestellt wird, würde ich das nicht hinnehmen. Da sagt dann z.B. ein Grünen Politiker, er habe sehr lange mit der Anzeige gewartet -- bis die Drohung/Beleidigung dann verjährt war, als er sich endlich zur Anzeige durch gerungen hatte. Wer ein Anhänger des Rechtsstaates ist muss handeln, wenn er merkt das Straftaten begangen werden, damit Kriminelle nicht das Gefühl bekommen, sie könnten ohne Konsequenzen Gesetze brechen.

Beitrag melden
Helga-B- 29.01.2016, 15:30
8. Rassismus in Deutschland

Was ich da gelesen habe, ist mehr als erschreckend und manchmal dachte ich, das kann doch nicht sein - aber - es ist wohl leider doch so.
Schlimm ist auch, dass sich dieser Rassismus in allen Schichten und Altesgruppen ausbreitet.
Ich habe das nie verstanden und werde es wohl auch nie verstehen. Mich interessiert nicht, welche Hautfarbe ein Mensch hat oder an welchen Gott auch immer glaubt oder nicht. Entweder ist mir ein Mensch sympathisch oder nicht, dabei spielen doch Hautfarbe und Religion keine Rolle.
Was ich aber nicht mag, wenn wir sogenannten Christen hier in Deutschland als "Ungläubige" betitelt werden. Ich glaube, die meisten Terroristen sind nicht religiös, der Glaube ist nur ein Vorwand. Gefährlich sind alle Fanatiker jeder Glaubensrichtung.
Dem letzten Absatz des Kommentars muss ich zustimmen: grundsätzlich sollte sich niemand einschüchtern lassen, aber Betroffene sollten auch unbedingt immer Anzeige erstatten, auch dann, wenn sie meinen, dass das ja sowieso nichts bringt.
Danke für den mich äußerst nachdenklich stimmenden Kommentar.

Beitrag melden
mali123 29.01.2016, 15:34
9. Das Problem

erkennt man bereits daran, wenn man durch ein Amt geht und auf die Namensschilder bei deutschen Ämtern achtet. Namen von Ausländern? Fehlanzeige! Oder wenn man durch die Verwaltung einer Firma (Konzerne ausgenommen) geht. Genau das Gleiche. Wenn man jedoch durch eine Werkshalle geht und Hilfsarbeiter sieht und sie nach dem Namen fragt.....

Wer möchte mir etwas von Integration erklären? Es ist in Deutschland eher so bei der Jobvergabe: zuerst der Bekanntenkreis, dann ein Deutscher und am Schluß, wenn es wirklich nicht mehr anders geht und niemand den Job will, der Ausländer.

Wobei das Beschriebene in kleinen Städten eher gilt, aber auch in großen Städten verbreitet ist.

Wenn es nicht zu einer Gleichberechtigung von Ausländern zu Deutschen kommt bei der Vergabe von Stellen, dann gibt es die Integration einfach nicht. Eine Studie hat z.B. gezeigt, dass jemand mit Migrationshintergrund 7mal öfter eine Bewerbung schreiben muss, im akademischen Bereich ist das sogar noch schlimmer.

So sieht Integration in Deutschland aus. Deutschland ist schon immer rassistisch gewesen, doch jetzt zeigt es sich nur offen durch Anschläge auf Flüchtlingsheime etc.

Beitrag melden
Seite 1 von 31
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!