Forum: Politik
Rassismus in Deutschland: Wir wehren uns. Schon immer.
DPA

Immer mehr Menschen wehren sich gegen Drohungen von Rechtsextremisten, weil sie selbst betroffen sind. Endlich merken sie, wie groß das Rassismus-Problem in Deutschland ist. In Wahrheit ist es das aber schon lange.

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matimax 29.01.2016, 17:28
90. Seien wir ehrlich: Mindestens subkutan gibt es Xenopobie überall

Während eines Feriensprachkurses in Frankreich Mitte der 1970er Jahre, verweigerte mir die Mutter meines Gastvaters den Handschlag.
Sie hatte wohl schlechte Erfahrungen mit Deutschen im 2. Weltkrieg gemacht.
Auch der Hinweis ihres Sohnes, dass ich doch viel zu jung sei, um persönliche Schuld auf mich geladen zu haben, konnte sie nicht umstimmen.

Zehn Jahre später als Student in England, wurde ich des Öfteren plötzlich völlig unmotiviert von sonst sehr freundlichen, heimischen Kommilitonen darauf hingewiesen, dass eine Großtante in Coventry von den Deutschen ausgebombt wurde, worauf ein anderer noch schnell hinzufügte, seine Großeltern hätten das gleiche Schicksal in London erlitten.

Wieder ein paar Jahre später schlug mir als Expat eines großen europäischen Konzern in Südeuropa offene Missgunst entgegen, weil ich einem anderen Einheimischen den Job wegnehmen würde - und das stimmte wahrscheinlich sogar... .

Die Angst, irgendwie selbst zu kurz zu kommen, ist unseren auf der Ideologie der steten Konkurrenz, des Jeder gegen Jeden, basierenden Erwerbsgesellschaften inhärent.
Der Fremde könnte mir ja mein Stück vom Kuchen wegnehmen.

Oder ist ein gerüttelt Maß an Misstrauen dem Anderen gegenüber ein entwicklungspsychologisches Naturgesetz, in einer endlichen Welt mit begrenzten Ressourcen?

Waren reflexartige Stereotypisierungen bei der Menschwerdung überlebensnotwendig?
Die Netten (Neandertaler?), die damals an der Feuerstelle sitzen blieben, durften sich nicht fortpflanzen - weil unsere Vorfahren schneller zur Keule griffen!?... .

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Zehetmaieropfer 29.01.2016, 17:31
91. Was ist beispielsweise mit Opfern selbherrlichen Grünen -Anhängern

Ohne das Problem der Rechts- oder Linksradikalen bagatellisieren zu wollen, aber auch Anhäner von sich als demokratisch sehenden Parteien verbreiten an Universitäten oder in Betrieben in Deutschland in ihrer Selbstgerechtigkeit und ihrer Selbstüberschätzung viel unfrieden. Ich habe ohne rassistisch oder politisch radikal zu sein und im Berufsleben um politische Neutralität und Zurückhaltung bemüht zu sein schon sehr negative Erfahrungen mit Parteigängern von Bündnis 90/ Die Grünen gemacht. Auch sehr vielen andern ist dies so ergangen. Wann wird das häufig sehr intrigante und bösartige Verhalten von Anhängern dieser Partei mal thematisiert? Wo gibt es Netzwerke für Opfer von Anhängern dieser Partei?

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schweinebengel 29.01.2016, 17:32
92. Falsche Realitaet

Ich sehe das nicht so. Ich glaube nicht, dass der Rassismus ein deutsches Problem ist. In anderen Laendern ist die Bedeutung des Wortes nur eine andere. England hat sich generell gegen Zuwanderer abgeschottet, mit der Aussage dass das Land voll ist. Sind das Rassisten ? Nein, das Land ist eben nur voll. Ebenso Schweden, die von den 160T jetzt 80T wieder abschieben wollen. Rassisten ? Nein, das muss man ja verstehen, dass die nicht so viele aufnehmen koennen. Daenemark verabschiedet Gesetze entgegen der Menschenrechte ? Naja, ist ja ein kleines Land, die waren schon immer anders.... Der Rassismus wird nur in Deutschland so fokussiert, weil wir diese Historie haben. Der Hinweis, dass Auslaender auch im Beruf usw. nicht beruecksichtigt werden, mag vielleicht richtig sein. Ich koennte mir aber vorstellen, dass es fuer mich als weisser Deutscher ebenso schwierig wird, in Marokko oder Algerien eine Fuehrungsposition in einem Unternehmen zu bekommen. Geschweige denn meine eigene Kirche zu bauen. Man muss also dieselbe im Dorf lassen. Die Welt wird internationaler, und dazu gehoert der Austausch der Rassen untereinander, und das ist auch gut so. Was nicht gut ist, dass Zuwanderer jeglicher Rasse in fremden Laendern nicht den Respekt mitbringen, den dieser Schritt verlangt. Und hier zeigt sich wer das schwaechste Glied in der Reihe ist, naehmlich genau das Deutschland, das von den Zuwanderern als liebstes Zielland auserkoren wurde. Der Unterschied ist, dass wir diese ganzen neuen Rassen mit ihren Kulturen gewaehren lassen, und im Gegensatz der anderen Staaten will uns die Regierung weis machen, dass wir uns anzupassen haben. All diese ganzen Regeln und Gesetze (Beamtentum Deutschland) gelten naehmlich nur fuer Deutsche, alle anderen koennen natuerlich tun und lassen was sie wollen. Und wir halten natuerlich den Mund, weil wir ja die echten und einzigen Rassisten sind. Das ist doch Kappes. Wenn unsere Regierung die Belange der eigenen Buerger vertreten wuerde, waere der Rassismus gar nicht so stark. Dies ist also ein selbst gemachtes Problem. Ich finde es auch nicht so falsch seine eigenen Wohlstand schuetzen zu wollen, schliesslich habe ich den ueber Jahrzehnte erarbeitet. All dies berechtigt natuerlich nicht dazu, andere Menschen zu bedrohen. Allerdings ist dies scheinbar der einzige Filter fuer einige Menschen ist um sich abzureagieren, traurig aber wahr. Wenn sich die Regierung um das Problem ernsthaft kuemmern wuerde, wuerde es gar nicht so weit kommen. Aber die hat nach einem Jahr immer noch keine Loesung, ausser dass jeder Zuwanderer weiterhin machen darf was er will. Herzlichen Glueckwunsch Deutschland, hier ist jeder willkommen, nur der Deutsche nicht.

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acitapple 29.01.2016, 17:32
93.

Zitat von piasko
Hierzu empfehle ich Ihnen allerdings die Veröffentlichungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz, das sich mit dem Linksextremismus klar und deutlich auseinandergesetzt hat. Jede Art von "Ismen" sind in einer Demokratie und Rechsstaat zu verfolgen. Es gibt keinen guten oder schlechten "...Ismen". Lesen Sie einmal indymedia, da wird offen zur Gewalt gegen Personen aufgerufen.
Wurde nicht am Wochende in Karlsruhe auf Jemanden geschossen, der AFD-Plakate aufhing ? Das fand ziemlich wenig Beachtung in den Medien.

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sososo.63 29.01.2016, 17:33
94.

Schade, dass ein so wichtiges Thema so einseitig behandelt wird. Es gibt mehrere Rassismen in der jeder Gesellschaft, die nicht nur aus einer homogenen Gruppe besteht. Genauso können Hassverbrechen gegen unterschiedliche Gruppen der Bevölkerung begangen werden. Dem Artikel mangelt´s dann an "Ehrlichkeit" , und erregt bei mir den Verdacht, das Thema Rassismus instrumentalisieren zu wollen, ohne wirklichen Willen zur Einsicht und Aufklärung und ohne Ziel. Denn in jeder sich entwickelnden Gesellschaft ist eines im öffentlichen Diskurs ganz wichtig: Vermögen zur Selbstreflektion bieten und nutzen, Multiperspektivität bieten und nutzen. Das leistet Einseitigkeit nicht.

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ackermart 29.01.2016, 17:33
95. Warnung vs. Drohung

Man nähme einfach mal an, jemand täte hier im Forum den Autor vor Leuten warnen, die - durch seinen Artikel auf ihn aufmerksam geworden - ihre kriminelle Energie auf ihn fokussieren könnten. Dies wäre als freundlich gemeinte Warnung nicht ohne unverhältnismäßigen Aufwand von einer subtil einschüchtern wollenden Drohung zu unterscheiden. Was sich nun derzeit in unserem Lande ereignet ist indes sehr genau damit zu beschreiben, daß auch eine gut gemeinte Warnung kriminalisiert zu werden droht. Im besten Falle ist daran zu erkennen, daß man nicht genug warnen kann vor jedweden Drohungen. Insbesondere aber vor der Gleichmachung von Warnung und Drohung, da sonst Aufstände drohen die für Minderheiten immer schlecht ausgingen, wenn sie von deren Drohungen gegen Mehrheiten ausgingen.

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Currie Wurst 29.01.2016, 17:34
96.

Zitat von piasko
Hierzu empfehle ich Ihnen allerdings die Veröffentlichungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz, das sich mit dem Linksextremismus klar und deutlich auseinandergesetzt hat. Jede Art von "Ismen" sind in einer Demokratie und Rechsstaat zu verfolgen. Es gibt keinen guten oder schlechten "...Ismen". Lesen Sie einmal indymedia, da wird offen zur Gewalt gegen Personen aufgerufen.
Habe ich Sympathien für die Linksextremen angedeutet? Dann hätten Sie mich gründlich missverstanden.

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doulos 29.01.2016, 17:35
97.

Zitat von eternalchii
Menschen dürfen gern Zukunftsängste haben.
danke. Ich hatte dem Artikel Anderslautendes entnommen, bzw. den Eindruck gewonnen, dass Menschen mit Zukunftsängsten herabgewürdigt werden.

Das mit dem "Missbrauchen von schwangeren syrischen Frauen" sollten Sie bitte nochmal erläutern. Nicht dass das undenkbar wäre - trotzdem sollten nur Dinge in den Raum gestellt werden, die auch tatsächlich passiert sind. Ich bitte um Quellenangabe. Danke nochmals.

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Jamesteakirk 29.01.2016, 17:36
98. Schlechter Kommentar

Woher wissen der Autor und die zitierten Journalisten, daß die Drohungen und Beleidigungen von Pegida-Demontranten und AfD-Anhängern kommen? Und: Haben diese Leute eigentlich noch nicht all die Beleidigungen gegen dieses Lager registriert? - Dumpfbacken, Irre, Mischpoke, Schande für Deutschland. Was ist mit den gewalttätigen Angriffen auf AfD-Leute und Pegida-Demonstrationen? Da pflegen wohl einige Leute ein wohlfeiles Feindbild. Das wird die Medien weiter untergehen lassen. Die Leute sind nicht doof.

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candidesgarten 29.01.2016, 17:36
99. Oh Nammer

Zitat von Prophet ImeigenenLand
Sie prahlen damit eine 'weiße blonde Frau' geehelicht zu haben. (meinen Glückwunsch dazu) ... dies bestätigt das ja oft von tumben Einheimischen vorgebrachte Argument: "Die nehmen uns 'unsere' Mädels weg", Nicht wahr ;-) Ihre kleine 'Rache Episode' aus dem Club im Hamburg mit nicht unerheblichem Schaden erfüllt den Tatbestand des Eingehungsbetruges. Sie sind demnach also ein 'krimineller Ausländer' Nachfahre der Zugereisten. Und da wundern Sie sich das Personen ihres Kulturkreises und Ethnie nun mit Vorsicht und Ablehnung begegnet wurde. Ich behaupte es gibt keinen klassischen Rassismus in Deutschland mehr, sondern es ist schlicht Selbstschutz, der auf schlechten Erfahrungen der Einheimischen im gelebtem Alltag beruht und sich zu dem was heute gerne auch als 'Generalverdacht' (den man unter in der Diktatur der Politischen Korrektheit nicht hegen darf) verunglimpft wird, verfestigt hat. Eine Herdplatte ist auch fast den ganzen Tag über kalt und ungefährlich, wer sich aber oft genug an einer solchen verbrannt hat, wird herdplattenartige-Objekte generell nur noch mit äußerster Vorsicht berühren. Herdplatten stehen zu Recht unter dem 'Generalverdacht' Verbrennung hervorzurufen. Ist das nun "Rassismus gegen Herdplatten" oder einfach gesunder Menschenverstand?
Frauen können in diesem Land heiraten wen sie wollen, das geht Sie null an. Wenn Ihnen das nicht passt, konvertieren Sie zum Salafismus und werden Sie in Saudi- Arabien glücklich, dort haben Frauen weniger Rechte. Die Behauptung, es gäbe keinen " klassischen Rassismus" in Deutschland ist an Irrwitzigkeit nicht mehr zu überbieten. Was glauben Sie vetrritt eine Neonazi- Kameradschaft? Was bewog die beiden Uwes der NSU, ausschließlich integrierte Ausländer zu töten? Wir müssen sehr aufpassen. Merkels Politik ist katastrophal, dass jeder Kritiker unter Naziverdacht gestellt wird zerstört die Demokratie. Wenn man jemanden einen Rassisten nennt, muss der Vorwurf treffen, sonst nutzt er sich ab. Aber natürlich spüren Relativierer wie Sie oder echte Nazis Morgenluft. Im Windschatten des ehrlichen Entsetzens über Merkel und die Teddybärenschmeisser erheben sich wohlbekannte Ressentiments und ihre Träger atmen durch. Kleine Botschaft an Sie: Es wird gelingen, Merkels Politik zu beenden, ohne Dass das Land seine Werte aufgibt. Sonst entscheidet am Ende jemand wie Sie, wer wen heiraten darf.

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