Forum: Politik
Rassismus in Deutschland: Wir wehren uns. Schon immer.
DPA

Immer mehr Menschen wehren sich gegen Drohungen von Rechtsextremisten, weil sie selbst betroffen sind. Endlich merken sie, wie groß das Rassismus-Problem in Deutschland ist. In Wahrheit ist es das aber schon lange.

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karl-der-gaul 29.01.2016, 16:59
60. We Are All Equal

Was doll Das sein? Ist das für englisch sprechende Länder gemeint, sicherlich nicht für die überwiegend deutsch sprechenden Teutonischen. Oder?

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behemoth1 29.01.2016, 17:00
61. Rassismus

Zitat von lorenzino
Welch Überraschung auch ich wurde wegen meiner Herkunft diskriminiert. Als einziger Ausländer in der Grundschulklasse bekam ich früh mit wo mein Platz war. Keine Einladung zu Geburtstagen, bei Schulausflügen wurden die anderen Eltern, bis auf meine, telefonisch informiert...stand dann morgens vorm leeren Klassenzimmer. Trotz gleichen Schulnoten sorgte die Direktorin dank ihrer Kontakte das ich nicht aufs Gymnasium durfte...meine Eltern konnten sich aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht durchsetzen. Als Jugendlicher wurde man bei Polizeikontrollen, zwecks Sicherheit in Handschellen gelegt...anwesende Deutsche nicht usw... Aber Rassismus gibt es überall...die hier aufgewachsenen Ausländer wurden auch bei Besuchen in den Heimatländer der Eltern wie Deutsche diskriminiert....wir habens überlebt. Trotzdem sag ich meine Meinung wenn mir was nicht passt....egal ob links, rechts oder was auch immer.
Ja Rassismus gibt es in allen Bevölkerungsschichten und auch unter Menschen der verschiedensten Herkunftsländern und das nicht nur bei uns in Deutschland.
Er wird leider durch viele Äußerungen von politischer und gesellschaftlicher Seite immer weiter angeheizt, man glaubt, dass man sich ungezwungen und ohne Respekt vor anderen so äußern darf und viele nehmen es schon als was ganz normales hin.
Rassismus und Verunglimpfung von Menschen mit anderen Ansichten, Lebensweisen, Religionen und Ideologien sind schon zur Alltagsgwohnheiten geworden, oft fällt es denjenigen, der es ausspricht schon gar nicht mehr auf, dass er damit andere beleidigt und in den Dreck zieht.
Unsere gesamte Gesellschaft geht einen Weg rückwärts und wir verlieren dabei sehr viel.

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DtTr 29.01.2016, 17:00
62. Danke!

Seit Jahren sage ich das schon in meinem Freundeskreis und kriege immer zu hören ich soll mich nicht so "anstellen". Zeitweise zweifelt man an sich selbst und fragt sich, ob man vielleicht Überempfindlich ist oder andere Probleme hat. Aber man weiß, dass das nicht der Fall ist, denn diejenigen, die das sagen, kennen das Problem aufgrund ihrer optischen Erscheinungsform nicht. Es ist die Polizei, die einen als Täter sieht, wenn man Anzeige erstatten möchte; es sind die Fragen in Vorstellungsgesprächen, die einem Unterstellen man wäre "emotional ungehalten"; die Mutter der Freundin, die ihre Tochter nicht mit einem "Türken" zusammen sehen will; oder einfach nur die abwertenden Gesten der Kaufhof-Verkäuferin, die einen von vornherein nicht beraten möchte. Nicht umsonst bin ich es leid. Dieser jahrelange Rassismus zerfrisst einen und um ehrlich zu sein, möchte ich solchen Menschen auch nicht die Rente bezahlen. Ich würde mir ernsthaft wünschen, dass wir das Problem endlich mal angehen und in die Mitte rücken, damit einigen mal klar wird, dass wir alle aufeinander angewiesen sind.

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gehtsnochbesser? 29.01.2016, 17:00
63. Gute Güte!

Wen in Deutschland nur rechte Dumpfbacken leben, warum wollen dann so viele hierher? Ohne Feindbild gehts wohl nicht? Früher hat man zu uns gesagt wenn es dir nicht passt. .....

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kj.az 29.01.2016, 17:01
64. Die Freiheit...

des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt......oder: die Faehigkeit, Nein zu sagen, ist der erste Schritt zur Freiheit.
Zwei Zitate, sinngemaess, nicht von mir - bedeutendere Menschen haben sie gepraegt. Aber:

In vielen Faellen anwendbar. Sowohl auf die Uebergriffe auf (vornehmlich) Frauen durch "Gaeste" Deutschlands, als auch fuer die Gewaltkriminellen, die wahllos gegen Auslaender vorgehen und dabei eben auch Unschuldige treffen. Beide Seiten unentschuldbar, siehe "Freiheit des Anderen".

Nochmal aber: die deutsche Politik haette gut daran getan, rechtzeitig ein klares "Nein" auszusprechen - eben zu jenem Zeitpunkt, als klar wurde, dass "Wir schaffen das" so nicht funktioniert.
Auch die deutsche "Urbevoelkerung" (sarkastisch!) hat ein Recht auf Recht und Freiheit. Garantiert im Grundgesetz. Gilt das noch ?

Oder wurde es durch die Dompteuse Merkel bereits in die Runde Ablage verbannt ?
Viele Fragen, auf deren Antworten ich warte, vermutlich vergeblich.

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Kommentator123456 29.01.2016, 17:01
65. Rassismus in Deutschland

Rassismus wird ja sehr schnell attestiert. Dabei weiss man nicht, ob jedem bekannt ist, was das bedeutet. Rassismus meint, dass man bestimmte Rassen (oder Menschengruppen) als weniger wertig betrachtet als andere. Ich glaube sofort, dass es Rassismus bei manchen Deutschen gibt - wie soll es auch ander sein bei 80 Millionen. Das hat aber noch nichts mit einer Ablehnung der Flüchtlingsaufnahme zu tun, wie gerne in den Medien falsch dargestellt. Wer keine weiteren Menschen beispielsweise in unser Sozialsystem aufnehmen will, braucht kein Rassist und noch nicht einmal ein Frendenhasser zu sein. Sparsamkeit (oder Geiz) würde als Grund bereits genügen.

Es scheint viele Kommentatoren zufriedenzustellen, sagen zu können, dass es viel Rassismus in Deutschland gibt.
Und nun??

Das ist keine Lösung von Problemen und auch eine grottenschlechte Politik, wie sie ja auch leider von unserer Regierung praktiziert wird.

Das Hauptproblem sehe ich darin, dass eine grosse Gruppe der Bevölkerung einer anderen grossen Gruppe etwas aufzwingen will, dass die andere grosse Gruppe nicht möchte. Dies scheint langsam aber sicher in einen Bürgerkrieg zu führen. Schockierend finde ich, dass weder unsere Politiker noch unsere Medien dies zu begreifen scheinen. Wenn Merkel plötzlich eine 100% Erbschaftssteuer einführen wollte, hätten wir vermutlich auch Randale auf der Strasse. Dabei war Politik gegen eine grosse Gruppe der Bevölkerung schon immer Grund für gewalttätige Auseinandersetzungen, wie diverse Revolutionen aus der Vergangenheit belegen.
Helmut Schmid, als einer der intelligenteren Bundeskanzler, hatte das noch erkannt und vor Mord und Totschlag bei weiterer Aufnahme von Migranten gewarnt.

Wo sind weitsichtigen Politiker heute??

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C. Peters 29.01.2016, 17:02
66. Lieber Herr Kazim...

...vielen Dank für den Artikel! Blicke hinter die Kulissen der eigentlichen Motivation der "besorgten" Krakeeler kommen gerade viel zu kurz. Als "Weißer" bitte ich Sie sehr: Publizieren statt vertrieben fühlen oder gar vertreiben lassen!

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Currie Wurst 29.01.2016, 17:02
67.

Zitat von lorenzino
Welch Überraschung auch ich wurde wegen meiner Herkunft diskriminiert. Als einziger Ausländer in der Grundschulklasse bekam ich früh mit wo mein Platz war. Keine Einladung zu Geburtstagen, bei Schulausflügen wurden die anderen Eltern, bis auf meine, telefonisch informiert...stand dann morgens vorm leeren Klassenzimmer.
Rassismus gibt´s überall und immer. Aber in unterschiedlichem Ausmaß. Ich kann mich gut erinnern, dass wir in der Grundschule auch exakt einen Ausländer hatten, aus Ägypten. Den mochten aber alle, er wurde auch von unser Lehrerin wie alle anderen behandelt. Ich habe oft mit ihm gespielt, aber als Kind denkt man über Andersartigkeit überhaupt nicht nach, wenn das nicht vom eigenen Elternhaus so vorgemacht wird.

Wenn ich drüber nachdenke: unglaublich, dass es damals nur ein Ausländer auf der ganzen Schule war. Aber wichtiger als die Frage, ob Deutscher oder Ausländer, war für mich ohnehin immer, ob Arschloch oder Nicht-Arschloch :-)

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eternalchii 29.01.2016, 17:04
68.

Zitat von doulos
[...]und jetzt ist es auf einmal verwerflich, wenn Menschen Zukunftsängste haben oder ihren Wohlstand in Gefahr sehen.
Menschen dürfen gern Zukunftsängste haben. Was sie nicht dürfen, ist auf Menschenjagd zu gehen, scharfe Handgranaten in Flüchtlingsheime zu werfen und schwangere syrische Frauen missbrauchen. Und natürlich auch nicht im Internet zu solchen Verbrechen aufzuhetzen.

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martinantalya 29.01.2016, 17:05
69. Bravo, Herr Kazim!

Es ist beruhigend zu wissen, dass es in diesem Land, das wieder gefährlich nah am Abgrund zur Barbarei steht, bis jetzt noch genügend deutsche Bürger wie Sie gibt, die sich gegen das erneute Aufflammen des Nazismus wehren. In meiner Kinder- und Jugendzeit war ich immer stolz darauf, hier offen meine Meinung sagen zu können. Danach habe ich 30 Jahre lang im Ausland (Bulgarien, Griechenland, Türkei) gelebt und bin dort ausnahmslos respektvoll und gastfreundlich behandelt worden. Jetzt, zurück im Lande, traue ich meinen Augen und Ohren nicht. Unvorstellbarer Hass und lächerliche Panik und beispiellose Hetze auf demokratisch gewählte Politiker. Ein Blick auf die Kommentare z.B. bei Focus Online reicht aus. Der Aufruf "Wehret den Anfängen!" kommt wohl bereits zu spät. Jetzt muss der aufkommende Faschismus mit aller Entschiedenheit bekämpft werden.

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