Forum: Politik
Rassismus nach Köln: Lust der Angst

Die vergangene Woche hat uns mehr über die Deutschen gelehrt als über die Migranten. Es gibt einen neuen Rassismus des guten Gewissens. Die Opfer von Köln sind längst Nebendarsteller.

Seite 12 von 40
crisalide 11.01.2016, 16:50
110. Bitte?

Herr Augstein, haben Sie den aktuellen Headliner-Artikel von SPON gelesen? Da schreiben kluge Menschen Sie wünschen sich eine erwachsene Debatte über die deutsche Flüchtlingspolitik und Willkommenskultur mit all ihren erwartbaren Risiken und ohne links/rechts politisches "klein-klein".Ihr Kommentar erscheint mir hingegen wenig erwachsen. Versucht er doch wieder in aus meiner weiblichen Sicht ekelhafter Art und Weise die Geschehnisse zu verharmlosen und stattdessen zu suggerieren man rege sich jetzt ja nur auf weil die Täter Migranten waren. Sie werfen Herr Özdemir doch wohl nicht im Ernst vor im Zusammenhang mit diesem massiven Verbrechen das Wort " grässlich" verwendet zu haben nur weil keine der Frauen verspeist wurde??Wenn es nicht so traurig wäre müsste ich fast darüber lachen.

Beitrag melden
PerIngwar 11.01.2016, 16:51
111. Nur mal....

Zitat von Matzimaus
Nur mal so für die Quote: Beim Oktoberfest müssten 11.800 Vergewaltigungen angezeigt werden, um eine ähnliche Quote zu erfüllen. Oder die abgezeigten Sexualdelikte: bezogen auf die Teilnehmerzahl gab es in Köln 67.000 mal (in Worten: siebenundsechzigtausendmal) so viele angezeigte Sexualdelikte.
Nur mal zur Klarstellung:
beim Oktoberfest letztes Jahr gab es einen (1) Fall von mutmaßlich versuchter Vergewaltigung - er betraf einen Schweizer und eine US-Bürgerin.

Die Polizeiberichte werden täglich von der Lokalpresse und - falls etwas "Größeres" dabei ist, auch von der SZ veröffentlicht, am Ende gibt es einen Abschlussbericht derPolizei.

Beitrag melden
derpolokolop 11.01.2016, 16:51
112. Die Opfer von Köln sind längst Nebendarsteller.

Der Täter auch. War es die Polizei? Der Presse? Die Politiker? Den "Braunen Mob"??? Oder bin ich schuld?

Beitrag melden
a_free_spirit 11.01.2016, 16:53
113. Realität.

Zitat von citizen01
"Köln" war nur ein Polizeiproblem? Geht's noch?? Augsteins Kolumnen werden immer skurriler. Er hält sich mit beiden Händen die Augen zu vor der Realität, und was er durch die Ritzen sieht ist immer nur Rassismus, Rassismus, Rassismus. Schade ...
Ich möchte A. nicht komplett verteidigen, aber das war in "Köln" auf jeden Fall: ein riesiges Polizeiproblem!
Es gab an diesem Abend 3 Schuldige, die diese Frauen ausgeliefert haben:
1. Ein Haufen Krimineller, die sich organisiert haben.
2. Die Polizei, die es nicht geschafft und nicht versucht (!) hat Sicherheit herzustellen.
3. Die verantwortliche Politik, die die Polizei auch in wichtigen Gebieten bis zur Wirkungslosigkeit reduziert.

Es waren 150 Beamte vor Ort - die Stimmung war sehr aggressiv, Platzverweise wurden nicht eingehalten, Polizei wurde mit Feuerwerk beschossen, es gingen laufend Anzeigen ein wegen Diebstahl/Körperverletzung/sexueller Belästigung, Beamte wurden aktiv an der Ausübung gehindert (s. Protokolle und Aussagen), der Einsatz dauerte ca. 7 Stunden.
Und kein Verantwortlicher ruft Verstärkung?
Kein Verantwortlicher entscheidet auf "hartes Durchgreifen"?
Es gibt in einer Metropole keine Reservekräfte, kein Sicherheitskonzept für so einen Abend und so eine bekannte Gegend?

Wenn das kein Polizeiproblem war - was dann?

Nur mal so am Rande: sie als Bürger dürfen den Gebrauch einer Waffe in Betracht ziehen, wenn sie bei einer Vergewaltigung einer Frau zu Hilfe kommen (Notwehr bzw. Nothilfe)!

Beitrag melden
Heinrich_Hoert 11.01.2016, 16:53
114. Im Prinzip

hat Herr Augstein Recht. Aber eben nur im Prinzip. Wer die Sache nur rein vom Kopf her sieht, der wird Probleme bekommen mit einer bestimmten, nicht gerade kleinen Gruppe die auf die Dinge Emotional reagiert.
Über Darstellungen und Artikel im Focus lasse ich mich nicht aus, es gibt Blätter über deren Inhalte schreibe ich nicht die Burda Presse gehört dazu ebenso wie die Springer Presse.

In einer sexualisierten Gesellschaft, darf man sich über Sexismus nicht beklagen.
Etwas anderes sind übergriffe von Männern auf Frauen und deren Selbstbestimmung.
Hier hört der Spass auf und zwar egal ob Teutonen die besoffen sind oder Menschen aus anderen Kulturkreisen.
Ich würde auch mal über den Satz, den manche so locker in den Raum werfen nachdenken: "Unsere Frauen".
Frauen sind keine Ware und gehören deshalb weder uns noch anderen sondern wie jeder Mensch sich selbst.
Das Problem sind nicht die Religionen sondern die Idioten die das nicht begriffen haben.

Mit Schaum vorm Mund und den Sankt Pauli Nachrichten in der Hand die eigenen Frauen wie ein Steak behandelnd sind da einige jetzt auf die Strassen gegangen, die keineswegs besser sind als die Täter von Köln.

Eine andere Frage ist das Strafrecht, wenn es zu übergriffen kommt, dann muss das Strafrecht greifen und die Strafen müssen so dragonisch sein, das der Täter sich überlegt ob er ein zweitesmal sich so verhält.

Bei mehrmaligem ertappen bei Taschendiebstahl, muss man sich auch mal überlegen ob die Strafen nicht höher sein könnten. Wenn das mit sexuellen übergriffen verbunden ist, dann sollte man die Leute wegen versuchter Vergewaltigung bestrafen.

Ab einer bestimmten Anzahl wäre sogar der Gedanke an eine Sicherungsverwahrung nicht abwegig.

Beitrag melden
Barath 11.01.2016, 16:54
115. ...

Zitat von Matzimaus
1. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit Quellen! ;) Hinterlegen Sie uns doch bitte Quellen, die Ereignisse mit einer ähnliche Dichte von angezeigten Sexualstraftaten aufweist wie die Silvesternacht in Köln. zur Erinnerung: zwei angezeigte Vergewaltigungen und ~206 angezeigte Sexualdelikte auf.....
Das Pferd schrieb dazu:
"echt jetzt? hätten Sie mal ein Beispiel von auch nur annähernd diesem Ausmaß? Aus einer aufgeklärten westlichen Gesellschaft in den letzten 30 Jahren?"

Finden sie beide nicht, dass sie es dem Mitforisten zu einfach machen? Ich finde damit ein Ereignis vergleichbar ist muss es mindestens am selben Ort und zum selben Wochentag geschehen...

Beitrag melden
Leser161 11.01.2016, 16:56
116. Daumen hoch

"Wer aus "Köln" etwas lernen will, könnte hier ansetzen: bei der örtlichen Polizei und bei unsinnigen Einwanderungsregeln."

Es ist schön in dem allseitigem Geschrei auch mal vernünftige Sätze zu lesen.

Beitrag melden
Matzimaus 11.01.2016, 16:56
117. hab ich was anderes geschrieben?

Zitat von PerIngwar
Nur mal zur Klarstellung: beim Oktoberfest letztes Jahr gab es einen (1) Fall von mutmaßlich versuchter Vergewaltigung - er betraf einen Schweizer und eine US-Bürgerin. Die Polizeiberichte werden täglich von der Lokalpresse und - falls etwas "Größeres" dabei ist, auch von der SZ veröffentlicht, am Ende gibt es einen Abschlussbericht derPolizei.
Lesen Sie meinen Kommentar noch einmal in Ruhe durch ;)

Beitrag melden
teilentrahmt 11.01.2016, 16:56
118. also...

...mich macht das schon nachdenklich. Es ist sicher richtig in die aufgeheizte Stimmung auch einordnende Diskussionsbeiträge zu lancieren. Ich finde es allerdings nicht weitsichtig die hier enstandene neue Qualität von Vorkommnissen nicht wahrnehmen zu wollen. Frei nach Alice Miller: Du sollst nicht merken. Die ganze Debatte über das Flüchtlingsthema leidet nach meiner Auffassung unter Polarisierung. Man hat den Eindruck zwischen den Standpunkten Alles ist nur kulturelle Bereicherung und rechten Ressentiments exixtiert kein Raum für Zwischentöne.
Es war doch zu erwarten, dass mit den Flüchtenden auch Verhaltensweisen zu Tage treten, die nicht hinnehmbar sind. Abgesehen davon haben diese jene Verhaltensweisen nicht erfunden, das gab es hier auch vorher schon. Dennoch sollte diese Gruppe aus der moralischen Überhöhung befreit werden. Es sind Menschen und Menschen tun auch scheussliche Dinge. Dann soll man es aber auch benennen, das schafft mehr Wirklichkeitsnähe.

Beitrag melden
vonlipwig 11.01.2016, 16:57
119.

"Und Cem Özdemir nannte das, was sich in jener Nacht abgespielt hatte grässlich. So, als seien in Köln Frauen verspeist, nicht beraubt und bedrängt worden."

Werter Herr Augstein, wie darf ich das verstehen? Alles, was vor der Speiseröhre endet, ist tolerabel? Ein wenig rauben, bedrängen, erniedrigen, alles halb so schlimm? Verständlich gar, weil die Täter ja so "perspektivlos" sind?

Mögen Sie mich auch für einen "Rassisten" halten: Ich empfinde - unabhängig von deren Staatsangehörigkeit - Mitgefühl für die Opfer und finde das Verhalten der Täter - unabhängig von deren Herkunft - einfach nur erbärmlich und verurteilenswert.

Beitrag melden
Seite 12 von 40
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!