Forum: Politik
Rassismus nach Köln: Lust der Angst

Die vergangene Woche hat uns mehr über die Deutschen gelehrt als über die Migranten. Es gibt einen neuen Rassismus des guten Gewissens. Die Opfer von Köln sind längst Nebendarsteller.

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agua 11.01.2016, 21:57
320. An#326 wahrsager 26

Es sind aber nicht alle Männer so,genauso wie nicht alle deutschen Männer Frauen sexuell belästigen,auch wenn es sie immer schon gab,diese Männer,auch in Deutschland.Und das würde ich mir ,als Frau,wünschen,dass dies,wenn das Thema schon einmal so offen diskutiert wird,nicht immer ausgeklammert wird.Ich danke Ihnen ebenfalls für die Möglichkeit eines sachlichen Gedankenaustausches.

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Ron Reuce 11.01.2016, 21:58
321. Unfassbar

Als langjähriger Spiegelleser bin ich schockiert, wie hier die linksliberale Journalismus zu Grabe getragen wird. Was Sie schreiben, Herr Augstein, erinnert mich an die hohlen Phrasen der DDR-Durchhalteparolen. So vorbei an der Wirklichkeit, dass es weh tut.

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philipp bell 11.01.2016, 22:05
322. Links??

Wow, was für ein Zirkelschluss. Ein Mob belästigt in Köln Frauen und der Autor sieht den deutschen Rassismus bestätigt. Ist natürlich kein Vorurteil. Herr Augstein, Sie sind nicht links.

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gabrielle.buchholz 12.01.2016, 08:50
323. Seit Köln

habe ich Angst abends allein auf die Straße zu gehen.

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Saure Gurke 12.01.2016, 08:53
324. Vielleicht haben online-Kommentare ja etwas Gutes

Der Schriftsteller Arthur Koestler schrieb im Rückblick auf die Dreißigerjahre in Deutschland: "Wir kapitulierten einfach vor der rapid wachsenden Brutalisierung der Masse."

Der letzte Satz sollte zu denken geben. Hoffentlich haben online-Kommentare Ventilfunktion.

Im Übrigen: Gewalt, egal von wem und gegen wen, lehne ich ab.

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susanb 12.01.2016, 09:12
325.

Etwas unfair finde ich die im Artikel verwendete Formulierung "Versagen der Polizei". Seit Jahren wird in öffentlichen Berufen massiv Personal eingespart, so auch bei der Polizei. Die Leute, die uns schützen sollen, werden unterbezahlt, sind überarbeitet und werden wegrationalisiert. Und dann wird bei solchen Vorfällen geschrieen, dass die Polizei versagt habe. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Richtiger wäre die Formulierung "Versagen der Politik".

Wieso fragt eigentlich keiner nach den Hintergründen dieser Zusammenrottung von Menschen? Wie kann es sein, dass nicht mal gefragt wird, wer dahinter steckt, wer diese Leute organisiert hat? Dass 20, 30 Leute sich zusammenrotten, kann ich ja noch akzeptieren, aber mehr als 1.000? In verschiedenen Städten? Ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet. Was war das Ziel der Aktion? Wohl kaum die Belästigung von Frauen? Man könnte fast auf die Idee kommen, dass diese Aktion dazu diente, die rassistischen Konflikte noch weiter anzufachen. Vielleicht sollte dem mal nachgegangen werden.

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Olaf 12.01.2016, 09:12
326.

Zitat von Saure Gurke
Der Schriftsteller Arthur Koestler schrieb im Rückblick auf die Dreißigerjahre in Deutschland: "Wir kapitulierten einfach vor der rapid wachsenden Brutalisierung der Masse." Der letzte Satz sollte zu denken geben. Hoffentlich haben online-Kommentare Ventilfunktion. Im Übrigen: Gewalt, egal von wem und gegen wen, lehne ich ab.
Die Lehren aus Weimar sind: Sorgt der Staat nicht für Ruhe und Sicherheit auf den Straßen, wird irgendwann jemand kommen der es tut.

Die meisten Menschen erwarten einfach nur, dass die bestehenden Gesetzte auch angewendet werden und das man Probleme benennt und etwas dagegen tut und nicht versucht sie zu vertuschen.

Dies wäre das Beste Programm zu Bekämpfung von Pegida und Co.

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Realist50 12.01.2016, 09:16
327. Polizei

Ich zitiere einen Kommentar des Münchner Merkurs, dem ist nichts hinzuzufügen: "Nach ersten Beschwichtigungen, es gebe „keine Hinweise“ auf die Beteiligung von Flüchtlingen, ist man in Nordrhein-Westfalen nun zu einer bemerkenswert anderen Lagebeurteilung gekommen. Jetzt heißt es, die Exzesse seien „fast ausschließlich“ von Migranten begangen wor- den. Von 19 ermittelten Tatverdächtigen seien 10 Asylbewerber. Von einem anderen Täterbild aber will die Landesregierung noch immer nicht lassen: es sei die Polizei, die ein „nicht akzeptables“ Bild abgegeben habe. Den Beamten die Verantwor-
tung für die Folgen einer verfehlten Asylpolitik zuzuschieben: Das ist der Gipfel der Schäbigkeit."

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agua 12.01.2016, 09:20
328. An#332 susanb

Den Verdacht,oder die Vermutung,was Sie am Ende Ihres Beitrags schreiben,ist mir auch schon durch den Kopf gegangen.Ich hoffe,dass diesbezüglich nachgeforscht wird.

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jdm11000 12.01.2016, 09:25
329. Moment mal: Asyl = Einwanderung?

Was muß man hier wieder lesen? Wenn jemand hier Asyl sucht, dann will er oder sie in Deutschland einwandern?
Das ist ja auch mit ein Übel dieser blödsinnigen Diskussion: Asyl bedeutet nämlich nicht, daß hier ein Mensch gleich Deutscher, gleich einwandern will! Es ist ein Unterschied, ob hier jemand Schutz sucht, oder ob er sich der deutschen Gesellschaft integrieren will. Wie kommt hier der Herr Augstein - wieder mal - dazu, genau das so einfach zu unterstellen? Hat er die jungen Flüchtlinge mal selber befragt, ob diese Menschen wirklich alle Deutsche werden wollen? Wohl kaum - es wird viele geben, die wollen nach einem Frieden wieder zurück in ihre Heimat. Asyl, also Schutz finden, können sie doch hier - aber wieso muß hier jeder dahergelaufene Standartmeinungsmacher dann gleich von "Einwanderung" sprechen? Weil er/sie das Wort Asyl vom Grunde her nicht mehr versteht oder verstehen will?

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