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Rassistische Übergriffe: Immer wieder Sachsen
DPA

Der pöbelnde Pulk von Clausnitz, die Flammen in Bautzen - der Hass gegen Fremde und Flüchtlinge wird kaum irgendwo so offen sichtbar wie in Sachsen. Warum?

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isaskiara 22.02.2016, 14:15
30. Rassismus weit vor Mauerfall

Ich bin im Juli 1986 mit meiner Familie aus der DDR (Erzgebirge) ausgereist, und das erste, was meine Mutter im Januar 1987 (Bundestagswahl) wählte, war die NPD, was sie auch noch stolz und schamlos gegenüber Freunden und Verwandten verkündete. Ich meine, der Rassismus in Sachsen sitzt historisch "tiefer".

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haibu2014 22.02.2016, 14:17
31. Selbst zahlen

Warum gibt es bei Bundesmitteln für Sachsen nicht plötzlich mal einen Auszahlungsstau? Wenn "besorgte Bürger" einfach so Millionenschäden anrichten, Behörden diese Straftaten nicht verfolgen und Güter nicht schützen und Politiker die Sache kleinreden, dann geht es Sachsen finanziell doch blendend.
Das gute Geld wäre anderswo doch viel besser investiert. Selbst die "braven" Bürger spielen doch mit. Es gibt angeblich niemals Zeugen, obwohl jeder in der Nachbarschaft weiss, wer aus seiner Ecke für diese Taten in Frage kommt. Der Kreis der Verdächtigen ist überschaubar, und dennoch passiert nichts. Die Aufklärungsquote bei rechten Brandstiftungen ist unterirdisch gering. Jeder trägt seinen Teil dazu bei. Die Rentnerin, die die Vorkommnisse kleinredet, weil in ihrem Viertel nicht sein kann, was nicht sein darf. Der Nachbar, der des lieben Friedens wegen den Verbrecher nicht benennt. Polizei und Justiz, die gegen rechts mit angezogener Handbremse ermitteln, bei Flüchtlingen und Linken aber Vollgas geben. Und das alles gedeckt von den Damen und Herren Politikern, die ein rechtes Problem in Sachsen wegschweigen wollen.
Dann aber auch bitte nicht die Hand aufhalten. Zahlt euren "Unfug" einfach selbst.

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Untertan 2.0 22.02.2016, 14:19
32. Deutsche Tugenden

Zitat von
Sachsen glaubte, Rassismus totschweigen zu können
Das Totschweigen von Problemen ist nicht nur in Sachsen beliebt. Kann mich noch gut daran erinnern wie vor wenigen Wochen quer durch die Republik gefordert wurde, fremdenfeindliche Facebook-Posts zu zensieren. Weil dann ja der Rassismus von selbst verschwindet (Kopf -> Tisch).

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poulli 22.02.2016, 14:20
33. Hausgemachter Rassismus in Sachsen

Auf den sehr zu empfehlenden www.nachdenkseiten.de las ich heute , passend zum Thema diesen Artikel von Götz Eisenberg, ein kleiner Auszug:
Die jüngste Bemerkung von Stanislaw Tillich ( " Das sind keine Menschen, die so etwas tun. Das sind Verbrecher.") soll in ihrer Scheinradikalität darüber hinwegtäuschen, dass er selbst durch zahlreiche Aussagen zu Ausbreitung und Progromstimmung gegen alles Fremde in Sachsen beigetragen hat."Der Islam gehört nicht zu Sachsen,ließ er sich Anfang 2015 vernehmen, als Pegida von Montag zu Montag stärker wurde.Wer solche Sätze in die Mikrophone von Fersehanstalten spricht, darf sich nicht wundern, wenn im Schutze der Dunkelheit Flüchtlingsunterkünfte angezündet und Ausländer angegriffen werden.
1990 schrieb Bodo Morshäuser "Wenn der Schlips vor Scheinwerfern " Ausländerbegrenzung" fordert, löst der Stiefel sie in der Dunkelheit ein. Dass aus Wörtern Taten geworden sind, will der Schlips danach nicht mit sich selbst in Zusammenhang gebracht wissen.

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vonTruhendingen 22.02.2016, 14:21
34. Und sonst?

Zitat von e.pudles
Ein AfD Mitglied ist Leiter eines Asylantenheims. Das ist das gleiche als würde ein Vegetarier einen Metzger Laden führen, oder im Schlachthof arbeiten.
Darf dann ein FDPler noch Gewerkschaftssekretär oder Betriebsrat werden?

Natürlich halte ich die Besetzung für problematisch, und die Absetzung geschah ja auch sehr weise "zum Schutz des Betroffenen". Eine Kündigung "wegen der Mitgliedschaft in der AfD" hätte sicher vor keinem Gericht Bestand.

Wichtig scheint in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass Angehörigen des öffentlichen Dienstes eine politische Betätigung im Dienst untersagt ist...

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rennflosse 22.02.2016, 14:22
35. Eroberung

Die Vertreter der rechten Parteien wie der NPD und DVU haben sich nach der Wende gezielt in das Land begeben, welches sie "Mitteldeutschland" nannten und dort Menschen gefischt, dass einem schwarz vor Augen werden konnte.

Und heute ist Sachsen das Zentrum der rechten Bewegung wie weiland München.

Warum die Menschen der Ex-DDR so anfällig für rechtes Gedankengut waren und sind, wo diese doch so stolz auf ihren Antifaschismus gewesen ist, müssen berufene Historiker beantworten.

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jufo 22.02.2016, 14:23
36. und Sachsen Anhalt? Der Westen?

ist die Situation dort nicht ähnlich? Und ist der westdeutsche Rechtsstaat nicht auch traditionell auf dem rechten Auge sehbehindert? Die Rechten hauen halt nur Leute die diesen Staat nicht vertreten Flüchtlinge, Migranten, Alternative. Die Linke wird von den relevanten Leuten eher als persönliche Bedrohung empfunden.
leider fühlen sich besonders viele Sachsen staatstragend, egal um welchen Staat es sich handelt ?

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rieberger 22.02.2016, 14:26
37. Tal der Ahnungslosen

Zitat von larsmach
Man rätselt. Zentren des Rechtsradikalismus in abgeschiedenen Gegenden wie der Sächsischen Schweiz? Liegt das an Jahrzehnte langer verkehrstechnischer "Isolation" (die nun durch die Autobahn nach Prag durchbrochen ist)? ...
Jetzt weiß ich, was man mit dem Begriff " Tal der Ahnungslosen " zu DDR-Zeiten gemeint hat.
" Wir sind das Volk! ", dieser bedeutungsschwere Begriff wird von den Pöblern und Brandstiftern gründlich diskreditiert!

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Hans Neumann 22.02.2016, 14:28
38.

Noch mehr Polarisierung wird das Problem noch mehr verstärken. Die eigentliche Frage ist doch nicht, *woher* die Rechtsradikalen Verstärkung kriegen, sondern *warum*. Aber wenn man schon für diese simple Frage der Rechtslastigkeit verdächtigt wird (und das ist oft genug so!), werden die Leute irgendwann mit der Achsel zucken und sagen: Na gut, dann ist es eben so. Und wieder wurde ein neuer Rechter produziert.

Zwei Dinge noch:

1. Sachsen ist übrigens schon seit undenklicher Zeit fremdenfeindlich. Beispiel: Preußenhass.

2. Gedankenspiel: Was wäre,w enn die Leute in Sachsen schlicht Angst um das Wenige haben, was sie sich seit der Wende geschaffen haben. Dass sie also gar nicht an sich unzufrieden sind, sondern Angst haben, dass ihnen alles wieder entgleitet? Der Zustand von nahezu ganz Arabien gibt ihnen ja im Prinzip recht, nur dass nicht ganz Arabien nach Sachsen kommt und die Gegend majorisiert.

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filou8 22.02.2016, 14:31
39.

Zitat von mhwse
Vegetarier Lokal führen und dort heimlich Fleischsud als "Geschmacksverbesserer" verwenden ..
Sie haben Recht! Die AfD sollte ihn sofort aus der Partei ausschließen!

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