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Ratschläge vom Ex-Kanzlerkandidaten: Wenn Steinbrück allein bestimmen könnte
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Peer Steinbrück erteilt Ratschläge an Politik, Medien und Bürger. Seine Generalkritik ist zum Teil heftig - doch weiß es Steinbrück vielleicht wirklich besser? Eine nicht ganz ernst gemeinte Liste.

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harald21 11.03.2015, 15:15
40. Mangelnde Authentizität - Reden und Handeln

Auch wenn der Artikel "nicht ernst gemeint" werden kann haben wir wirklich Glück gehabt, dass Steinbrück nicht unser Bundeskanzler geworden ist. Herr Steinbrück hat während seiner Zeit als Finanzminister keinen schlechten Job gemacht. Sein Wahlkampf - wenn man das Kampf nenen kann - war allerdings mehr von Lammorjanz geprägt. Ihm fehlt einfach Authentizität in seinen Aussagen, seinem Handeln und in seiner persönlichen Kommunikation. Das Interview im DLF ist da ein schönes Beispiel - er vermutet zuerst den persönlichen Vorwurf und nicht die inhaltliche Frage. Vorlagen des Redaktuers werden von ihm scheinbar mit Absicht ins eigene Tor geschossen.
Ich stimme ihm zu, dass wir in Deutschland viele Probleme haben! Wenn dem so ist, warum engagiert sich Steinbrück nicht hier für einen Wandel sondern in der Ukraine? Da kann ich mir nicht helfen - da sehe ich wieder das Delta aus Reden und Handeln!

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klausbrause 12.03.2015, 08:07
41.

Zitat von kast3005
wenn er uns unsere Selbstzufriedenheit vorhält. Wir weisen andere auf ihre Fehler hin, sind aber blind für das Geschehen im eigenen Land. Schade,
Selbstzufriedenheit ist so eine Sache. Selbstzufrieden, gewürzt mit einer gehörigen Prise Sozialneid, sind vor allem die 10 %. Sie haben ja auch allen Grund dafür. Der Rest ist immer mehr damit beschäftigt das einfache (Über)leben zu organisieren.
Allerdings ist es in einem Akt von Selbstverleugnung der Politikerkaste gelungen, obgleich ihrer Funktion nach willfährige Helferlein der oligarchischen 10 %, sich mit ihren Randprivilegien von den Interessen der 90 % emotional abzukoppeln.
Daher wäre es m.E. ein guter Anfang, wenn mit einigen Reformen am parlamentarischen System unsere Vertreter wieder zu einem Teil der 90 % gemacht würden.
Dabei wäre vorstellbar: Die Wählbarkeit von Abgeordneten und Regierungsmitgliedern wird auf 2 Wahlperioden begrenzt. In Ausnahmefällen können max. 10 % einer Fraktion für eine 3. Wahlperiode kandidieren, wenn dies von 75 % des Parlamentes empfohlen wird.
Sonderversorgungen fallen ersatzlos weg. Parlamentarier und Regierungsmitglieder werden in der gesetzlichen Sozialversicherung versichert.
Dann hätten wir eine echte Chance auf eine die Bevolkerungsmehrheit repräsentierende Volksvertretung.

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Himmiix 12.03.2015, 16:01
42. Hätte, hätte...

Es ist alleine Peer Steinbrücks Ding, wenn er meint er hätte nicht Kanzlerkandiadt werden sollen. Typisch für ihn ist aber, dass er dem Programm seiner Partei die Schuld für die Niederlage gibt. Nein, er war nicht der Kandidat, der das Programm glaubwürdig vertreten konnte! Es sind die Parteien, die nach unserem GG bei der Willensbildung des Volkes mitwirken sollen, nicht die Kanzler- und sonstige Kandidaten, und nicht dadurch, dass diese dem Volk nach dem Munde reden, sondern überzeugend das auf den politischen Grundsätzen und allgemeinen Zielen basierende Wahlprogramm ihrer Partei vertreten, vorausgesetzt diese haben eins, das diesen Namen verdient. Und ein solches hatte - im Unterschied zu anderen Parteien - seine Partei.

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