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Reaktion auf Dobrindt-Pläne: FPÖ will "Ausländer-Maut" auch für Österreich
DPA

Die von Verkehrsminister Dobrindt geplant Pkw-Maut kommt bei der österreichischen Regierung nicht gut an, sie droht mit einer Klage. Ganz anders die rechtspopulistische FPÖ. Sie will Ausländer auch auf österreichischen Straßen extra zur Kasse bitten.

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claude 06.07.2014, 18:59
30. Kaffee trinken.

Als Luxemburger kann ich jetzt nicht mehr 10km über die Grenze fahren, um durch Trier zu schlendern, dort einfach einen Kaffee trinken oder shoppen, die Luxemburger lieben Trier. Genauso gut kann man an der Grenze wieder Schlagbäume errichten, wenn der nahe Grenzverkehr so torpediert wird.
Es ist ja eine Sache, eine Maut zu verlangen, wenn jemand über die Autobahn 1000km durch Deutschland in den Süden fährt, aber eine Maut, jedesmal wenn ich jenseits der Mosel einfach mal einen Kaffee trinken will, das verstösst m.E. gegen den freien Verkehr von Personen in der EU.
Ich kann problemlos ins nahe Frankreich fahren, egal ob über Landstrasse oder Autobahn. Der französische péage fängt erst ein Stück hinter der Grenze an, weil die französischen Gesetzgeber nicht aus Bayern kommen, sondern eine Regelung mit Sinn und Verstand gesucht haben.
Die Konsequenz wird sein, dass die Kaffees in der nahen Grenzregion zumachen können und vermutlich auch so manches Geschäft. Viel schlimmer aber sind die Barreren, die in den Köpfen der Menschen gebaut werden.

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malocher77 06.07.2014, 19:00
31. als ob Österreich

Die Ausländer nicht extra zur Kasse jetzt schon bittet.Für 200 Km bezahlt man 20 Euro.

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decebalus911 06.07.2014, 19:00
32. Nicht

Zitat von fisschfreund
Mir ist das egal. Wenn ich Urlaub im Ausland mache,fliege ich dahin.
jeder steht auf Malle ;-)

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rolarndt 06.07.2014, 19:00
33. Anachronismus

Endlich sind in Europa die Grenzen weg und schon werden sie wieder eingeführt. Welch ein Anachronismus. An Stelle einer in ganz Europa einheitlichen Straßennutzungsgebühr soll wieder nationalistischer Kleinkrieg geführt werden.
Warum sollen eigentlich die Straßen nicht durch ihre Nutzer bezahlt werden? Lkw und Vielfahrer zerstören die Straßen also sollen sie auch mehr zahlen. Was spielt denn die Nationalität da für eine Rolle?

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Kiste 06.07.2014, 19:03
34. Neidhammel

Es wird das passieren, was viele schon vermutet haben, als die CSU mit dem Thema Maut anfing. Die EU verbietet eine Maut speziell für Ausländer und daher müssen dann alle zahlen, weil engstirnige CSU-Hinterwäldler unseren Besuchern nicht mal die Straße gönnen, auf der sie fahren.
So schießt man sich selbst ins Knie.
Was sind wir nur für ein Volk!

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decebalus911 06.07.2014, 19:05
35. Und täglich grüßt das Murmeltier

Zitat von Achmuth_I
Ist doch kein Problem - die Maut darf und kann eingeführt werden beliebig schnell und in beliebiger Höhe. Das einzige was nicht passieren darf, ist dass die Deutschen von der Bezahlung derselben ausgenommen werden - weshalb sparen Sie das in Ihrem Kommentar aus?
Das werden Sie der seichten Hälfte hier im Forum immer und immer wieder erklären müssen, bringen wirds leider doch nichts.

Ich dachte auch lange, dass es viele nicht verstehen wollen. Inzwischen denke ich, das die es leider nicht verstehen können ;-)

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BenjaminRaiser 06.07.2014, 19:08
36. Die Maut

Warum darf jedes Land eine Maut einführen außer Deutschland. Das versteht kein Mensch zumal es in Österreich, Italien, Frankreich etc. seit Jahren (!) gängige Praxis ist. Vor allem die Schweizer auf det A81 sollten zur Kasse gebeten werden.

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aljoschu 06.07.2014, 19:08
37. Vignette - was sonst?

Natürlich ist es sinnvoll eine Steuer für die Erhaltung der Straßen zu erheben, und natürlich sollte die gemäß der individuellen Nutzung erhoben werden - und davon kann man die ausländischen Verkehrsteilnehmer nun mal nicht ausnehmen. Gerade nicht im Transitland Deutschland. Wovon sonst sollen die Straßen erhalten werden?

Ich bin nun wirklich nicht CSU-affin, aber darin haben einige CSU-Politiker völlig recht. Eigentlich wäre das ja ein EU-Thema, also die Schaffung einer EU-weiten nutzungsbasierten Lösung. Aber weil daran in den nächsten 30 Jahren nicht zu denken ist, muss halt leider die nationale Lösung her - so wie in Italien, Spanien, Frankreich, Schweiz, etc.

Man muss schon ideologisch ziemlich verstrüppt sein, um darin etwas Anrüchiges zu sehen.

Und klar muss es die Extra-Steuer auf die fossilen Treibstoffe geben - und zwar ohne Ausnahme auch für die Flieger -, denn sonst betreiben wir unsere Mobilität damit noch in 100 Jahren.

Wenn die EU damit ein Problem haben sollte, dann ist die EU das Problem.

Im Übrigen finde ich, sollte der nächste Ausbauschritt der Maut die Erweiterung der Lkw-Maut für alle Bundesstraßen sein, denn das ist leicht und mit der vorhandenen Technologie zu machen. Damit wäre wenigstens schon mal der unnötige Lkw-Ausweichverkehr runter von den Autobahnen auf die Bundesstraßen vermieden.

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decebalus911 06.07.2014, 19:09
38. Ich glaube

Zitat von Kiste
...weil engstirnige CSU-Hinterwäldler unseren Besuchern nicht mal die Straße gönnen, auf der sie fahren. So schießt man sich selbst ins Knie. Was sind wir nur für ein Volk!
um so bevölkerungsreicher ein Land ist, um so größer die Schwarmintelligenz ^^

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Thorsten_Barcelona 06.07.2014, 19:11
39.

Zitat von brutus12321
Anscheinend fahren hier wenig Leute mit dem Auto ins Ausland, sonst wüsten sie das außer die BeNeLux und Dänemark fast alle Länder eine Maut. Jetzt mit dem Argument anzukommen "dann müssen wir auch im Ausland Maut zahlen", ist sachlich inkorrekt, da wir es jetzt bereits schon tun. Für zum Teil sehr schlechte Straßen
In Dänemark zahlt man für zwei Brücken Maut und die Dänen zahlen diese Maut auch, wenn sie diese Brücken benutzen wollen. Und ansonsten gibt es die Maut für Autobahnen für alle, In- und Ausländer, in einigen Ländern und nicht die Ausländermaut für alle Straßen.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Man kann die Autobahnmaut einführen, aber dann sollte man die KFZ-Steuer reduzieren und jeder, Deutscher oder Ausländer, der die Autobahn benutzen will, zahlt dann eben, aber nur diejenigen. Sie haben einen Zweitwagen, der nie die Autobahn sieht? Dann zahlt der eben nicht. So ist es in anderen Ländern und keiner würde sich beschweren. Nun ja, die Deutschen, die regelmäßig die Autobahn benutzen müssen schon, die würden nämlich deutlich mehr zahlen als jetzt und die Hausbesitzer auf Nebenstrecken auch.

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