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Reaktion auf Konflikte: Arabische Staaten wollen gemeinsame Armee aufstellen
REUTERS

"Schnell eingreifen, um Terrorismus zu bekämpfen": Die Staaten der Arabischen Liga wollen eine eigene Eingreiftruppe aufbauen, um auf bewaffnete Konflikte und den Vormarsch von Extremisten zu reagieren - wie aktuell im Jemen.

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hugahuga 26.03.2015, 22:14
1. Ich kann mich da nur den Ausführungen des Nahost-

Experten Dr. Michael Lüders von heute Mittag im DLF anschließen. Er sagte sinngemäß, dass KSA durch die schiitischen Arbeiter im Süden Befürchtungen hegt, dass das Land destabilisiert werden könnte. Weiter, dass die sunnitischen Staaten mit Gewalt eine Vormachstellung halten wollen. Beispiel hierzu war, dass das sunnitische Herrscherhaus von Bahrain vor kurzer Zeit die Saudis (mit deutschen Panzern) zu Hilfe holte, um die eigene schiitische Mehrheit im Lande weiterhin unter der Knute halten zu können.
Dass sich Katar und die Golfstaaten anschließen, so meine Einschätzung, verwundert nicht, das die dort Herrschenden ebenfalls um ihre Pfründe fürchten müssen.
Dr. Lüders sagte noch, dass der Jemen nicht mehr über das Öl verfügt, mit dem der 30 Jahre lang herrschende Machthaber Saleh die Stämme bei der Stange hielt. Dass die Hitis leicht zu besiegen seien, bezweifelt er, zum einen wegen der Topographie zum anderen, da sich Nasser von Ägypten bereits in den 60er Jahren daran überhoben hatte. KSA verfügt zwar über mehr Geld, ist in der Struktur aber durchaus nicht unverwundbar.

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andreu66 26.03.2015, 22:38
2. Ägypten, die Söldner Saudi-Arabiens?

Zwischen dem schiitischen Iran und der sunnitischen, aber nicht arabischen, Türkei (als Nachfolgerin des verhassten osmanischen Kolonialreiches) hatten die sunnitischen arabischen Herrscher immer ein Problem, entweder sie hatten Geld oder Bevölkerung. Wenn saudisches Geld nun El-Sisi und sein Ägypten mit Armee kauft, hat man plötzlich beides.

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Kamikaze.SpOn 26.03.2015, 23:11
3. Jaja..

wenn es um sunnitische Terroristen wie den IS geht, zögern die islamischen Staaten nicht nur, sondern unternehmen nichts - außer vielleicht zu jammern, dass die Barbarei ihrer Brüder nichts mit dem Islam zu tun habe.

Aber gegen schiitische Rebellen ziehen zu schnell zu Felde.

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arrache-coeur 26.03.2015, 23:25
4.

"Schnell eingreifen, um Terrorismus zu bekämpfen" - Es gäbe kaum Terrorismus in der Region, wenn Saudi-Arabien mit der Unterstützung der Terroristen aufhören würde.

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Atheist_Crusader 27.03.2015, 00:00
5.

Extremisten... mhmm... ja, ist klar. Natürlich vor allem schiitische. Die sunnitischen tun ja keinem was. Außerdem muss Assad weg und eine Demokratie her. Aber bitte nur in Syrien, nicht in Saudi-Arabien oder so.

Hey, nur mal so 'ne Idee, wie man islamischen Terror viel effektiver bekämpfen kann: Unterstützt ihn einfach nicht mehr. Ja, das ging an Riad. Wenn die vielbeschworene islamische Solidarität auch nur einen Fliegendreck wäre, würde man statt Waffenlieferungen lieber helfen, die Länder zu entwickeln.

Ich halte Saudi-Arabien für politisch nicht minder gefährlich als den Iran. Vielleicht sogar noch gefährlicher, denn die Saudis haben etwas geschafft, was den Iranern bis heute nicht gelungen ist: nicht nur haben sie uns eingeredet, dass es in dem Konflikt eine gute und eine böse Seite gibt - nein, sie haben uns auch weisgemacht, dass sie die Guten seien.
Wenn unsere ach so bösen vorausplanenden, imperialistischen Poltiker auch nur halb so viel drauf hätten, wie uns sämtliche Verschwörungstheoretiker glauben machen wollen, würden sie den Iran stützen damit er sich gegen die Saudis behaupten kann. Dann wäre die islamische Welt auf ewig im Konflikt gefangen und stets geschwächt. Was wir dagegen praktizieren ist, den Saudis den Weg zur Dominanz in der Region zu ebnen. Wir werden sehen was wir davon haben, wenn sie tatsächlich alles kontrollieren. Ob es dann noch Kooperation gibt? Wage ich zu bezweifeln. Allein dass Erdogan dabei schon aufseiten der Araber steht, lässt nichts Gutes vermuten.

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ornitologe 27.03.2015, 00:03
6. Irgendwie

drängt sich mir der Vergleich mit dem Russland/Ukraine Spiel auf - nur mit anderen Darstellern...
Jemen ist das Bauernopfer und die zu schlagende Königin der Iran.

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alfredjosef 27.03.2015, 00:15
7. Absprachen?

Die Vorgänge in und um Arabien nehmen an Dynamik zu. Am gleichen Tag helfen die USA den iranischen Angriffstruppen in Tikrit gegen die sunnitischen Verteidiger mit Kamfbombern, und helfen den angreifenden Kampfbombern der Saudis (Sunniten) gegen die jemenitischen Huthis (vom Iran unterstützt) mit militärischer Intelligenz.

Auch gleichzeitig wird ein Durchbruch bei den Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm gemeldet.

Gibt es Absprachen zur Aufteilung des Nahen Ostens? aj

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behr22 27.03.2015, 00:54
8.

Um Extremisten zu stoppen muss die arabische Liga erstmal bei sich selbst anfangen. Besonders Saudi-Arabien, die in vielen Dingen praktisch der IS in einer Staatsform sind

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Walther Kempinski 27.03.2015, 00:59
9. USA sollten eingreifen

Die USA sollten eingreifen und die Saudis mal in ihre Schranken weisen. Hilfen, die aus den USA kommen sollten an harte Bedingungen gebunden sein. Wenn man die Saudis schon unterstützt, dann doch bitte der Vorgabe, dass die Saudis den Terror und die Islamisierung in Europa zu beenden haben. Es kann ja nicht angehen, dass der Westen diejenigen unterstützt, die dann 10 Jahre später oder weniger gegen uns die Waffen erheben. Im Endeffekt aber die USA für die Radikalisierung in der arabischen Welt verantwortlich zu machen ist unsinnig. Die Saudis waren schon immer sehr radikal, egal ob mit USA oder ohne UK. Ebenfalls ist mir nicht bekannt, dass die USA im Jemen irgendwie gebombt und destabilisiert hätten. Und Syrien war genauso wie der Irak eigentlich immer ein Kind der Russen, viel weniger der USA. Also wenn schon Propaganda, dann besser lügen bitte!

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