Forum: Politik
Reaktion auf Kramp-Karrenbauer: Auch Meuthen will nicht mit CDU zusammenarbeiten - an
Fabian Sommer / DPA

Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer erklärt die AfD zum Tabu, AfD-Chef Meuthen schließt ein Zusammenarbeit mit der Union ebenfalls kategorisch aus. Dabei wird in einer ostdeutschen Kleinstadt bereits kooperiert.

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s.l.bln 24.06.2019, 14:31
20. Wie kommen Sie auf 20-30% ?

Zitat von kalsu
Ich kann mit der AfD auch nichts anfangen und für mich sind Teile dieser Truppe einfach nur Nazis, aber man kann in einer Demokratie auch nicht einfach 20-30% WählerInnen ignorieren. Hitler hat sich bekanntlich nicht an die Macht geputscht - der wurde demokratisch gewählt. Leider vergessen das heute viele. Also: Will man, dass die AfD ihr wahres Gesicht zeigt, muss ihre Unfähigkeit und Unwählbarkeit öffentlich machen. Dazu muss man die in die demokratische Diskussion einbinden, denn nur dann müssen sie sagen wofür sie wirklich stehen. Das steht zwar auch in deren Programm aber sowas liest bekanntlich niemand (übrigens von keiner Partei).
Bundesweit sind es etwa 10-15%, die mit rechten Ideen liebäugeln. Das war immer so. Dann gibt es einen gewissen Prozentsatz an Protestwählern, die mal die Piraten wählen, dann die AFD und nächstes mal vielleicht die Partei.
Daß die Neufünfländer nach wie vor Integrationsschwierigkeiten haben, verfälscht das Ergebnis regional.
Trotzdem kann man die erste Gruppe einfach ignorieren, hat das früher getan und sollte das auch, um sie durch besondere Fürsorge nicht noch aufzuwerten.

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schmidthomas 24.06.2019, 14:34
21. Faktisch ist das richtig.

Zitat von s.l.bln
Solange die AFD nicht absolute Mehrheiten holt, hat sie so wenig Anrecht(!) auf Regierungsbeteiligung, wie jede andere Partei. Leben Sie damit.
Ohne Koalitionsbeteiligung oder absolute Mehrheit kein Recht auf Macht.
Ihnen ist aber hoffentlich klar, dass Sie damit kein einziges abtrünniges "rechtes Schäfchen" wieder in die ach so demokratische Herde zurückholen werden. Görlitz ist eine Bankrotterklärung für jeden an Inhalten orientierten Demokraten. So etwas freut nur Betonköpfe und Nichtweiterdenker.

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wolfgangselig 24.06.2019, 14:47
22. Wertlose Langzeitaussagen

Solche Aussagen über Koalitionen sind langfristig nicht glaubwürdig. Irgendwann hat noch jeder mit jedem koaliert. Die einzige Aussagen, die zuverlässig gemacht werden können, sind für demnächst anstehende Wahlen. Und hier könnte z.B. ein Landesverband der AFD in den drei Bundesländern mit Landtagswahlen im Herbst konkrete Absage an die CDU für Herbst 2019 machen. Alle langfristigen Aussagen sind pillepalle, da die Personen, die Probleme und die Prozente wechseln.

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World goes crazy 24.06.2019, 14:51
23. "Ignoriere man ihn, schlösse man einen nicht kleinen Teil der Wähler

aus." Heuchlerisch. Das ist doch simple Mathematik: Wenn eine, zwei oder mehrere Parteien auch nur eine Stimme mehr haben im Gemeinde-, Land- oder Bundestag, dann wird ein großer Teil der Wähler eh ignoriert. Und wenn genügend Parteien an der 5%-Hürde scheitern, kann man auch mit 40 oder noch weniger % der Wähler- (nicht der Bürger!) -stimmen die Macht inne haben. Also ist das kein Argument. Die CDU zeigt nur wieder: Für Macht kooperiert man auch mal mit den ach-vielleicht-doch-nicht-so-bösen Nationalisten...aufrechte Demokraten hätten die 3 Sitze inkl. weniger Einfluss genommen und den Nationalisten bekämpft...

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Christ 32 24.06.2019, 15:43
24. kennt man

ebenso wie vor 15 Jahren die SPD die Linken verteufelt hat und jede Zusammenarbeit ausschloss reagiert die CDU gleichermaßen auf das erstarken der AfD. Früher oder später werden aber sowohl SPD und Linke wie auch CDU und AfD zueinander finden. Zuerst auf Kommunal, dann auf Landes und irgendwann auch auf Bundesebene.

So ähnlich haben die Parteien auch auf die Grünen reagiert und heute wäre eine schwarzgrüne oder eine grünschwarze Regierung denkbar, es ist alles nur eine Frage der Zeit.

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vormaerz 25.06.2019, 02:35
25. Naivität

Die Naivität, mit der manche meinen, man müsse die AfD sich an der Macht entzaubern lassen, ist absolut nicht nachvollziehbar. Man sieht sowohl in der Geschichte als auch aktuell in allen Ländern, in denen rechtsextreme Populisten auch nur ein Fitzelchen Macht bekommen, wie sie staatliche Strukturen und Regeln zu ihren Gunsten so umbauen, dass man sie nur sehr schwer wieder los wird. Dann ist der Schaden bereits auf Jahre und oft auch Jahrzehnte angerichtet, Existenzen und Infrastruktur sind zerstört, während sie ihre misogynen Getreuen auf alle verfügbaren Posten geklebt haben. Wer eine Partei für harmlos hält, die Rechtsextreme aller Couleur anzieht, mit ihnen kooperiert und sie integriert, die die Sicherheitskräfte zu unterwandern plant und unentwegt sämtliche opportunistischen Kanäle mit ihrer derjenigen der NSDAP vergleichbaren Propaganda füllt, hat den Schuss von Kassel wohl immer noch nicht gehört. Wenn die an die Macht kommen, erlebt Deutschland voraussichtlich den nächsten Exodus.

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claus7447 25.06.2019, 08:35
26. #25

Absolut richtig!

Gerade das Beispiel Österreich zeigt überdeutlich was geschieht und was an Strukturen in einem Rechtsstaat verschoben werden könnten. Straches Äusserungen waren vielleicht unter Alkohol ausgesprochen, aber sie zeigen die fatale Mentalität. Wer den Rechten die Möglichkeit gibt wie es weitergehen kann, muss nur die Geschichte bis 1933 zurückblättern.

Das ist immer noch aktuell.

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mcgrant1 25.06.2019, 14:04
27. Antidemokratisch?

Zitat von joseph?iii
Die AFD ist eine in großen Teilen rechtsextreme und antidemokratische Partei. Wer die als sogenannter "moderater" AFD-ler oder koalitionsbereiter CDU-ler glaubt ignorieren zu können, macht sich zum Steigbügelhalter der Neofaschisten. Wer die Grundschule überstanden hat, sollte wissen, dass das Einhegen der Rechten bereits 1933 gründlich in die Hose gegangen ist.
Hat sich die AfD den Weg in den Bundestag freigeschossen und jetzt schon ein Ermächtigungsgesetz vorgeschlagen? Wusste ich garnicht - bitte um Aufklärung!

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