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Reaktion auf Qaida-Attacken: USA erwogen Atomschlag nach 9/11
REUTERS

Die Anschläge vom 11. September 2001 begründeten den US-geführten Krieg gegen den Terror. Nach SPIEGEL-Informationen wurden damals in Washington alle denkbaren Szenarien durchgespielt - auch der Einsatz von Nuklearwaffen.

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warum_denkt_keiner_nach? 29.08.2015, 13:30
40.

Zitat von jupiter999
Auch die Größenordnung der Anschläge ließ damals vermuten das diese vielleicht von höheren Stellen wie z.b einem feindlich gesinnten Staat wie dem Iran oder Nordkorea orchestriert sein könnten.
Das war von Anfang an ziemlich unwahrscheinlich. Und selbst wenn. Der Ersteinsatz von Massenvernichtungswaffen ist durch nichts gerechtfertigt.

PS: Warum sollten die USA den Einsatz von Atombomben gegen Afghanistan erwägen, wenn die Täter im Iran und in Korea sitzen?

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Ein_denkender_Querulant 29.08.2015, 13:30
41. Warum wohl ...

Zitat von Das Pferd
Oder unter die von Claudia Roth? Warum sollte ein souveräner Staat, der irgendwann beschlossen hat Atomwaffen zu brauchen, die unter fremde Verwaltung stellen? Wer soll ihn dazu zwingen? Wenn der Staat, meist in bilateralen Verhandlungen mit anderen Atommächten, zu der Erkenntnis kommt, davon weniger oder gar keine mehr zu benötigen, rüstet er ab.
Warum verbietet man souveränen Staaten, Atombomben oder Chemiewaffen zu bauen, und droht mit Waffengewalt? Sie sehen das Ungleichgewicht? Oder geht es nur noch um das Recht des Stärkeren?

Ahnen Sie, welche Mengen an Chemiewaffen im Vietnamkrieg eingesetzt wurden? Sind die "kleinen Atombomben", auch bekannt als Aerosolbomben, die über dem Irak, Afganistan und Pakistan abgeworfen wurden, sind Streuminen etc. nicht alles verachtenswerte Waffen? Und wer setzt sie ein?

Die USA würden Vertrauen gewinnen, wenn Sie Kontrolleure für ihre gefährlichsten Waffen zulassen würden. Dieselben Kontrolleure, die für jeden anderen Schurkenstaat auch gefordert werden.

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atzlan 29.08.2015, 13:32
42. agieren statt reagieren

Zitat von closius
das ist doch klar, dass vor der Entscheidung wie zu reagieren ist ALLE Varianten diskutiert und abgewogen werden. was denn sonst?
Dazu zählt auch die Entscheidung des Vizepräsidenten Cheney, zuvor ausgegebene Befehle bezüglich eines auf das Pentagon zusteuernden Flugzeuges aufrecht zu erhalten - mit bekanntem Ergebnis.

https://en.wikipedia.org/wiki/Norman_Mineta#September_11

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Ein_denkender_Querulant 29.08.2015, 13:36
43. Unfälle vermeinden

Zitat von ruhepuls
Wie kommen Sie darauf, dass in der UNO keine "Kindsköpfe" sitzen? Und letztlich sind die Bunker im jeweiligen Land installiert und werden von Soldaten bedient. Im Zweifel ist die UNO dann ein zahnloser Tiger, der protestieren aber nicht verhindern könnte. Die einzige Möglichkeit, einen Einsatz mit Sicherheit auszuschließen, wäre es, überall diese Art von Waffen (und am besten alle anderen auch) abzubauen. Nur, dafür gibt es auch in der UNO keine Mehrheiten. Wer hat, will behalten und lieber noch mehr dazu...
Der Einsatz als solcher, zur Abschreckung und zum Verhindern eines dritten Weltkrtieges scheint ein funktionierendes System zu sein, zumindest solange es mindestend zwei große Kontrahenten gibt.

Die Installation eines Raketenschutzschirmes machte diese Abschreckung aber gerade kaputt und die Kriegsvorbereitungen gegen Russland sind am laufen.

Gefährlicher aber sind UNFÄLLE:
http://www.atomwaffena-z.info/geschichte/atomwaffenunfaelle/unfallbeispiele.html

Darum wäre es sinnvoll, wenn die Handhabung, die Ausbildung etc. von zweiter Seite zumindest überprüft werden könnte. Natürlch bei allen Atommächten.

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fthoe 29.08.2015, 13:39
44.

Ob das mit dem Atomschlag zutrifft oder nicht mag dahinstehen. Der "Krieg gegen den Terror" hat jedenfalls dafür gesorgt, dass die weltpolitische Lage völlig aus den Fugen gelaufen ist. Dieser "Krieg" ist eine der größten und weitreichendsten politischen Fehlentscheidungen der letzten 50 Jahre. Nur gut, dass nicht noch mehr Unsinn angestellt wurde.

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pepe-b 29.08.2015, 13:41
45. @kabian

Niemand sieht den Atomschlag hier als selbstverständliche Option, sondern es ist selbstverständlich, dass man alle theoretischen Optionen nach einem Anschlag solch einer Dimension PRÜFT. Das Ergebnis war also offensichtlich, dass sie keine Iption sind. Die Prüfung kann theoretisch auch in einem einzigen Satz erfolgt sein: nein, Atomwaffen sind keine Option. Darum ist diese Meldung ist überhaupt keine Aufregung wert.

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premiummails 29.08.2015, 13:41
46. Atomwaffen

Ich habe von beteiligten US-Soldaten gehört, dass nach 9/11 in Afghanistan sehr wohl Atomwaffen zum Sprengen der Bergfestungen eingesetzt wurden. Der Presse wurden diese Waffen als neuartiger Sprengstoff auf Benzin-Basis, "Daisy cutter" verkauft.

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Ein_denkender_Querulant 29.08.2015, 13:44
47. Danke

Zitat von managerbraut
Warum sollten die USA zur Selbstverteidigung strategisch nicht an den Einsatz von Atomwaffen denken?
Weil es völkerrechtlich geächtet ist. Aber was interessiert die USA das Völkerrecht? Wie wird der Einsatz allgemein bewertet: Es ist beschränkt auf "extreme Selbstverteidigungssituation, in der die Existenz eines Staates auf dem Spiel stünde".

Und das tritt ein, wenn Terroristen ein Haus sprengen?
Lächerlich....

________________________

“Aus den oben erwähnten Anforderungen ergibt sich, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen diejenigen Regeln des Völkerrechts verstoßen würden, die für bewaffnete Konflikte gelten, insbesondere gegen die Prinzipien und Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts. Allerdings kann der Gerichtshof angesichts der gegenwärtigen Lage des Völkerrechts und angesichts des ihm zur Verfügung stehenden Faktenmaterials nicht definitiv die Frage entscheiden, ob die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen in einer extremen Selbstverteidigungssituation, in der die Existenz eines Staates auf dem Spiel stünde, rechtmäßig oder rechtswidrig wäre.” “Es besteht eine völkerrechtliche Verpflichtung, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.”

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pepe-b 29.08.2015, 13:46
48. @ex_Kamikaze

Gehen Sie bitte davon aus, dass genau diese Überlegungen zu dem Ergebnis geführt haben, eben KEINE Atombomben einzusetzen. Es ist also lange nicht so absurd, wie Sie es darstellen.

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carlheinzmeisterburg 29.08.2015, 13:58
49. Reagieren worauf...

Zitat von closius
das ist doch klar, dass vor der Entscheidung wie zu reagieren ist ALLE Varianten diskutiert und abgewogen werden. was denn sonst?
..., wäre das nicht die richtige, erste Fragestellung?

Und grenzen sich nicht alle möglichen Reaktionen schon nach Maßgabe des Vernunftsgebots der Angemessenheit schon dadurch ein?

Womöglich haben anlässlich 9/11 schon die Falken im Pentagon bei der Vorstellung abgewinkt, man könne Revanche nehmen mit einem nuklearen Schlag gegen Afghanistan.

Okay, Hamburg oder Riad - dort immerhin lebten die Attentäter, dort stammten sie her. Aber eine aberwitzig teure Atombombe auf eine gebirgige Einöde zu schmeißen, in der es mangels Füchsen und Hasen nicht einmal Gutenachtgeschichten zu erzählen gab? Und, weil der sanfte Osama Bin Laden längst bei den US-Verbündeten in Pakistan und nicht etwa in einem afhhanischen Erdloch weilte, auch keinen Opa, der die Geschichten erzählen konnte.

Was, also, gab es zu diskutieren in einem Land mit der höchsten Geheimdienstdichte der Welt?

Gar nichts. POTUS hat die Marschrichtung vorgegeben:
'Der Terrorismus hat den USA den Krieg erklärt. Wir erklären dem Terrorismus den Krieg!'

Nun ist allerdings, wie wir alle wissen, Terrorismus die
militante Abteilung einer politisch-gesellschaftlichen Geisteshaltung - und damit der Pudding, der sich um's Verrecken nicht an die Wand nageln lässt. Und die hat George W. Bush so zum 'Angreifer' geadelt, dass die sich selber inzwischen als 'Staat' - als 'Islamischer Staat bezeichnen'.

Wohl, damit wir alle irgendwann begreifen, dass es bei Heidenau anfängt und bei IS endet.

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