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Reaktion auf USA: Iran weist Anschuldigungen zu Tanker-Angriffen zurück
Tasnim News Agency/ REUTERS

Die USA machen Iran für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman verantwortlich, Saudi-Arabien und Großbritannien schließen sich an. Teheran kritisiert nun die "unbegründeten Behauptungen".

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fuerstchristian 14.06.2019, 10:19
300. win Text wie aus der Trump-Botschaft in Berlin

Zitat von JDR
Elemente des Regimes haben - erneut - die frei Schifffahrt angegriffen und die Neutralität mehrerer Staaten verletzt. Das Verhalten ist eine logische Konsequenz der iranischen Ansicht, dass die Sanktionen der Vereinigten Staaten von Amerika ein Handelskrieg sind. Das unmittelbare Ziel ist, Washington dazu zu "zwingen" die Sanktionen zu liften. Teheran geht hierbei davon aus, dass es nicht zum offenen Krieg kommt und dass potenzielle Verluste durch begrenzte Maßnahmen dem Regime weniger schaden, als nützen würden. Einen Krieg schließt das Regime jedoch nicht aus und wähnt sich "bereit" dafür. Beschleunigt wurde die Operation durch die schwache Antwort des Westens auf den ersten, weniger spektakulären Angriff. Teheran wird die Terrorwelle fortsetzen und ausweiten, wenn die Sanktionen nicht ausgesetzt werden. Wichtig für Antworten des Westens wäre, dass die schnell geschehen, damit der unmittelbare Bezug zu den Aggressionen erhalten bleibt. Während unter Obama ein monatelanges Tauziehen in internationalen Gremien ohne hartes Ergebnis zu erwarten gewesen wäre, bleibt abzuwarten, inwieweit Präsident Trump eine Sprache zu reden bereit ist, welche das Regime entweder zum nachgeben, oder in die Knie zu zwingen geeignet ist. Aus iranischer Perspektive ist Teheran "Muhammad Ali", der mehr Schläge einstecken kann und beweglicher ist, als der Gegner. Das Problem bei solch einer Taktik ist ein Gegner, der wesentlich härter zuschlägt, als es Ali erwartet. "Wer k.o. geht, kann nicht mehr tanzen." Die erste Antwort des Westens kann, muss aber nicht - ein militärischer Vergeltungsschlag sein. Ziel sollte entweder die Bloßstellung der Tatsache sein, dass das Regime das Land nicht schützen kann, oder eine Maßnahme, welche die lebenswichtigen Ströme abschneidet. Dabei sollte der Effekt angesichts der bereits laufenden Gewaltspirale deutlich über dem liegen, was Teheran erwartet hat.
Irgendwie klingt dieser Text, als stamme er aus der Feder eines überzeugten Trumpisten oder Berufsdiplomaten aus der Berliner US-Botschaft.

Sorry, wer sich an den extrem peinlichen Auftritt eines US-Außenministers vor dem Krieg gegen den Irak erinnert, der wird den USA einfach nicht mehr glauben können. Und Israel ist leider zum Haupt-Kkriegstreiber in der ganzen region avanciert

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horribilicribrifax 14.06.2019, 10:19
301. Wer's glaubt

Eine Frage bleibt in allen Medien immer offen: Glauben die Medien selber eigentlich, was sie publizieren? Nur etwas: Woher stammt eigentlich der gezeigte Film? Wie erklärt es sich, dass eine offenbar feststehende Kamera in internationalen Gewässern genau dieses Ereignis aus genau diesem Winkel in genau dieser Unschärfe festhält? Welch ein Zufall! Ist die Spiegel-Redaktion selber überzeugt, dass es sich da um ein Filmdokument handelt, das einen wirklichen Sachverhalt wiedergibt, oder publiziert sie unbesehen, was ihr ins Haus geliefert wird? Bitte, was ist von diesem Filmdokument zu halten?

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s.l.bln 14.06.2019, 10:20
302. Und das haben Sie alles...

Zitat von JDR
Elemente des Regimes haben - erneut - die frei Schifffahrt angegriffen und die Neutralität mehrerer Staaten verletzt. Das Verhalten ist eine logische Konsequenz der iranischen Ansicht, dass die Sanktionen der Vereinigten Staaten von Amerika ein Handelskrieg sind. Das unmittelbare Ziel ist, Washington dazu zu "zwingen" die Sanktionen zu liften. Teheran geht hierbei davon aus, dass es nicht zum offenen Krieg kommt und dass potenzielle Verluste durch begrenzte Maßnahmen dem Regime weniger schaden, als nützen würden. Einen Krieg schließt das Regime jedoch nicht aus und wähnt sich "bereit" dafür. Beschleunigt wurde die Operation durch die schwache Antwort des Westens auf den ersten, weniger spektakulären Angriff. Teheran wird die Terrorwelle fortsetzen und ausweiten, wenn die Sanktionen nicht ausgesetzt werden. Wichtig für Antworten des Westens wäre, dass die schnell geschehen, damit der unmittelbare Bezug zu den Aggressionen erhalten bleibt. Während unter Obama ein monatelanges Tauziehen in internationalen Gremien ohne hartes Ergebnis zu erwarten gewesen wäre, bleibt abzuwarten, inwieweit Präsident Trump eine Sprache zu reden bereit ist, welche das Regime entweder zum nachgeben, oder in die Knie zu zwingen geeignet ist. Aus iranischer Perspektive ist Teheran "Muhammad Ali", der mehr Schläge einstecken kann und beweglicher ist, als der Gegner. Das Problem bei solch einer Taktik ist ein Gegner, der wesentlich härter zuschlägt, als es Ali erwartet. "Wer k.o. geht, kann nicht mehr tanzen." Die erste Antwort des Westens kann, muss aber nicht - ein militärischer Vergeltungsschlag sein. Ziel sollte entweder die Bloßstellung der Tatsache sein, dass das Regime das Land nicht schützen kann, oder eine Maßnahme, welche die lebenswichtigen Ströme abschneidet. Dabei sollte der Effekt angesichts der bereits laufenden Gewaltspirale deutlich über dem liegen, was Teheran erwartet hat.
...aus dem morgendlichen Kaffesatz gelesen?
Woher wissen Sie denn, wer die beiden Vorfälle verursacht hat?
Weil Bolton das sagt, dessen obsessiver Kriegswunsch gegen den Iran seit Jahren bekannt ist?
"Der Westen" muß hier zunächst gar keine Antwort finden, denn es ist gar nicht klar, wem zu antworten ist.
Im Grunde ist alles ganz einfach: die USA fahren ihre Marine wieder heimwärts, fahren die ungerechtfertigten Sanktionen wieder zurück und niemand kommt zu Schaden.
Bevor deren aktuelle Aggression gegen den Iran startete, gab es dort keine derartigen Vorfälle.

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Sepp Hinterseer 14.06.2019, 10:22
303. Wie 1964, Golf von Tonkin

Dass die USA bereit sind Kriege zu provozieren, durch Angriffe auf zivile Schiffe, die dann dem Gegner untergeschoben werden, haben sie bereits 1964 eindrucksvoll im Golf von Tonkin bewiesen und seitdem unzählige weitere Male.

Ich wäre daher auch diesmal sehr vorsichtig, vor allem mit „Beweisen“ der US-Regierung.

Trump und Bolton zeigen seit Monaten, dass sie es auf den Iran abgesehen haben.

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Das Pferd 14.06.2019, 10:22
304.

Zitat von Michael R
...............Nächstes Jahr sind Wahlen und die Amerikaner wählen in Kriegszeiten keinen neuen Präsidenten. Haben sie noch nie...
Eisenhower während des Koreakrieges
Nixon während des Vietnamkriegs
Ford während des Vietnamkriegs (allerdings nicht durch Wahl)

Und irgend ein kleiner Konflikt war eigentlich meistens.
Allerdings haben Sie nicht Unrecht, in Zeiten äußerer Bedrohungen sind in Demokratien Machtwechsel eher unwahrscheinlich.

Bei Trump sehe ich die Sache anders. Wenn man eine aussenpolitische sehen will, dann Mauern hoch und America first. Weg vom der Rolle des Weltpolizisten, die die USA ungefähr seit Big Stick oder Spanisch-Amerikanischem Krieg hatten, allerspätestens seit dem Eintritt in den ersten Weltkrieg. Ein Krieg für "deutsche Öltanker" ist so ziemlich das Letzte, was ihm bei seiner Anhängerschaft nützt.

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eichenbohle 14.06.2019, 10:24
305. Ich bitte mal um Hilfe.

Selbst mit meiner 8 Dioptrinbrille kann ich die Bootsnummer nicht erkennen. Hat man die Hoheitsflagge entfernt oder nur nicht sichtbar? Welche Uniformen (mit Hoheitszeichen) trägt die Besatzung. Und was da im aufgehellten Punkt zu sehen ist, ääähhh..., zu sehen sein soll, kann ich beim besten willen auch mit Vollbild am 21" Display nicht erkennen.
Eigentlich liefern die supertollen US Technologien nicht nur in den letzen 20 Jahren Bildmaterial, das schlechter ist als die Frontaufnahmen der Flieger im Ersten Weltkrieg oder die "Keyhole" Spionagesatelliten in den 60ern. Auch dieses Video lebt ausschließlich von den Kommentarzeilen und soll mir suggerieren, was ich zu sehen habe?

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rosinenzuechterin 14.06.2019, 10:26
306.

Zitat von nongsri
Diese Vorfaelle erinnern sehr an die Provokationen der USA im Golf von Tonkin im Jahr 1964!
Und mich an die "Gleiwitz", die unter polnischer Flagge fuhr.

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mborevi 14.06.2019, 10:27
307. Wer nach Bush's ...

... Iraklügen den USA noch glaubt ist selber schuld. Wie leicht lässt sich ein Video fälschen und die Frage, wem es nützt, ist immer angebracht. Die "Achse des Bösen" hat sich endgültig verschoben.

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sibbi78 14.06.2019, 10:28
308. @testuser2 - Krude Frage...

Zitat von testuser2
Die Frage ist ehrlich gemeint: Der Deutsche Außenminister versucht, im Iran zu vermitteln, dann der Japanische Premier und direkt danach erfolgen die Tankerangriffe. Besteht da ein Zusammenhang und wenn auf welche Weise ? Könnte es Auslöser gewesen sein, dass beide Länder aus Sicht des Iran nicht klar Stellung für den Iran bezogen haben ?
Wieso sollten Vermittler eine derartige Reaktion auslösen? Weil sie dem Iran nicht 100%ig zur Seite stehen? Das war bereits im Vorfeld klar. Und wieso ein norwegischer Tanker und nicht ein japanischer?

Was sagt @testuser1 dazu?

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kuac 14.06.2019, 10:30
309.

Iran kann es nicht gewesen sein. Falls die Behauptung von Trump, dass der Iran heimlich an der Bombe arbeitet, dann ist es noch zu früh für Iran, einen Krieg anzufangen.

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