Forum: Politik
Reaktion auf USA: Iran weist Anschuldigungen zu Tanker-Angriffen zurück
Tasnim News Agency/ REUTERS

Die USA machen Iran für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman verantwortlich, Saudi-Arabien und Großbritannien schließen sich an. Teheran kritisiert nun die "unbegründeten Behauptungen".

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meinerseits 14.06.2019, 12:17
370. Brodgelehrter

Zitat von Hörbört
So unerfreulich das alles ist, so beruhigend ist doch der Umstand, dass unter 300+ Wortmeldungen in diesem Thread nur eine Handvoll Foristen die offenkundige Kriegstreiberei gutheißen, darunter ein spätnächtlicher Schreiber, dessen zweiteiliger Aufsatz wie in einem Thinktank erdacht daherkommt. Merke: Nicht jede Manipulation stammt aus St. Petersburg. Die andere Seite kann und macht das auch.
Lesen Sie mal die Akademische Antrittsrede von Schiller in Jena 1789. Da wird er erwähnt. Brodgelehrter...

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HeisseLuft 14.06.2019, 12:20
371. Nö

Zitat von Andraax
Wenn diese Vermutung richtig ist, müsste der Iran zu der Aktion stehen.
1) Das ist keine Vermutung, sondern eine zitierte Aussage:

"Solange wir unser Öl exportieren können, bleibt Hormus offen, wenn nicht, dann gibt es dafür keine Logik mehr", sagte IRGC-Marinekommandeur Aliresa Tangsiri am Dienstag laut Nachrichtenagentur Isna."

Aus:
https://www.t-online.de/nachrichten/...ockieren-.html, 24.04.2019.

Kleiner Unterschied, nicht?

2) Nein, der Iran muss nicht "zu der Aktion stehen" - was würde er denn damit gewinnen?
Verlieren würde er aber eine Menge, wenn er zugibt, dass er ohne Vorwarnung unbeteiligte Zivilschiffe von Drittstaaten angreift. Wie wäre wohl die Reaktion der EU? Könnten China und Russland den Iran noch vor einer Verurteilung im UN-Sicherheitsrat schützen? Und vor möglichen UN-Sanktionen? Was wären wohl die politischen Folgen in der Welt? Das sollte auch Ihnen klar sein.
Wirtschaftliche Risiken für seine Gegner hat er ja auch so erreicht. Da muss er sich nicht noch extra exponieren.

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draco2007 14.06.2019, 12:24
372.

Zitat von HeisseLuft
Weil der Iran einfach seinen Gegenspielern zeigen will, dass auch er für sie massive wirtschaftliche Risiken verursachen kann. Dafür reicht es völlig aus, wenn seine Täterschaft plausibel möglich ist. Und sie fragen jetzt im Ernst, warum der Iran auf eine öffentliche Erklärung verzichtet "Wir haben Zivilschiffe von Drittstaaten angegriffen, nur um zu zeigen, dass wir es können!"? Vielleicht, weil dann selbst China und Russland kaum mehr ein Veto gegen eine Verurteilung im UN-Sicherheitsrat verhindern könnten? Weil dann vielleicht UN-gestützte Sanktionen folgen könnten?
Sie widersprechen sich doch selbst.

Der Iran kann nicht zeigen wollen, "dass auch er für sie massive wirtschaftliche Risiken verursachen kann" und gleichzeitig behaupten die USA oder jemand anders war es.

Das ergibt keinen Sinn.

Die Drohung die Straße von Hormus zu sperren ist doch schon eine Drohung zivile Schiffe angreifen zu wollen.

Wenn dies ein Beweis für die Fähigkeit ist, dies auch umsetzen zu können, ergibt es keinen Sinn es abzustreiten.

Dabei spielen Russland und China überhaupt keine Rolle. Diese Länder würden nicht eingreifen, wenn die USA den Iran mit Bomben überziehen.
Noch mehr Sanktionen sind auch kein echtes Risiko. Mit mehr Sanktionen wird die Drohung in die Tat umgesetzt, man hat ja bewiesen, dass man es kann.

Ich bleibe dabei, es ergibt keinen Sinn, dass der Iran zwei Frachter angreift. Vielleicht waren es nicht die USA. Aber Israel und/oder Saudi Arabien haben genügend Gründe die USA dazu zu bringen den Iran zu vernichten.

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k.Lauer 14.06.2019, 12:26
373. Ausschlußverfahren: Grönland war es nicht!

Österreich auch nicht (Strache ist aus dem Verkehr gezogen), diverse andere Länder auch nicht, weil die gar keine Seeminen haben. Die arabischen Staaten auch nicht, weil die Öl liefern können und Geld verdienen wollen (müssen). Entscheidende Frage: wer dann? Kann bloß jemand sein, der sein Öl nicht mehr los wird, weil die bösen Amerikaner etwas dagegen haben und anderen Ländern verbieten, das Öl der Iraner abzunehmen.... .

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maohan 14.06.2019, 12:26
374. Reaktion auf USA: Iran weist Anschuldigungen zu Tanker-Angriffen zurüc

Hat jemand von Euch das Video überhaupt angesehen. Offensichtlich auch SPON hat das Video nich gesehen oder nur oberflächlich. Auf dem Bot, das an dem Tanker anlegt sind am Anfang nur 3-4 Personen zu sehen. Diese Sequenz ist offensichtlich sehr kürz gehalten, damit es nicht erkennbar ist.Danach ist aber das Bot voll von Menschen und entfernt sich gemächlich vom Tanker. Sieht ein Angriffsboot so aus. Das ist das Rettungsboot der iranischen Küstenwache, die die Besatzung des beschädigten Tankers aufgenommen hat und nach Hafen Jack gebracht hat, wo sie betreut wurden. Pasdaranboote sind Schmelleboote und die Pasdaran würden für so eine Aktion nicht einmal 5 Sekunden brauchen. Diese Propaganda Video Kursiert durch die Welt. Das nennt man Kriegsvorbereitung. USA machen sich lächerlich, zählen aber auf Journalisten , die hinter Sensationen sind und ohne Überprüfung der Fakten, alles was USA verbreiten, sofort als wahre Münze sehen, wobei Trump selbst sagt, als Nachrichtenmacher sind in USA USA sind Fake neues Macher. Er weisst warum. er verbreitet es nämlich selber auch viel davon.

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HeisseLuft 14.06.2019, 12:26
375. Ernsthaftes Argument oder postfaktisches Lamentieren?

Zitat von Peletua
Der Irakkrieg mag 2'000'000'000'000 $ gekostet haben, aber dieses Sümmchen ist durch die 'Vorzugskonditionen' der USA am irakischen Öl ganz sicher wieder zurückgeflossen - plus Gewinn. Und warum Trump 'ausgerechnet jetzt' einen (Öl-)Krieg anzetteln sollte? Lassen Sie mich nachdenken... Ach ja, ist es nicht so, dass - neben Trumps zahlreichen persönlich-politischen Gründen - 'der Westen' seit der Absetzung des blutigen Schah-Marionettenregimes verzweifelt versucht, wieder an das iranische Öl zu kommen?
"dieses Sümmchen ist durch die 'Vorzugskonditionen' der USA am irakischen Öl ganz sicher wieder zurückgeflossen - plus Gewinn"

Beleg dafür?

Konkret: wieviel Öl haben die USA denn zu "Vorzugskonditionen" vom Irak erhalten?

"seit der Absetzung des blutigen Schah-Marionettenregimes verzweifelt versucht, wieder an das iranische Öl zu kommen?"
Eigentlich nicht, nein. Öl gibt es genug. Und es ist n i c h t das Problem des iran, das er dem Westen sein Öl n i c h t verkaufen kann...

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ercutio 14.06.2019, 12:28
376. USA hat am meisten davon?

Alle jene, die schon wieder der Führung der USA die Schuld zuschieben, sollten bedenken, dass die USA tatsächlich darunter leiden. Alle Präsidenten der letzten Jahre hatten bislang etwas gemeinsam: Ölpreis niedrig halten! Trump treibt das sogar auf die Spitze. Außerdem hat er seinen Wählern versprochen, Truppen heimzuholen, darum versucht er auch Iran an den Verhandlungstisch zu bringen, einen Krieg und hohe Ölpreise will er vermeiden, weil dies innenpolitisch viel Schaden anrichten würde. Seine Wiederwahl wäre damit gefährdet. So einfach ist es also nicht.

Saudi-Arabien hätte weit mehr davon, denn die streben höhere Preise an, wurden aber durch Trump zu Niedrigpreisen gedrängt. Außerdem zeigen die Vorfälle um Khashoggi, dass hier professionelle Agenten eingesetzt werden um Kritiker loszuwerden und Vorfälle zu inszenieren.

Und natürlich bleibt der Iran Hauptverdächtiger, das liegt auch daran, dass die Regierung unter Rohani kaum Einfluss auf die Generäle der Revolutionsgarden und religösen Fanantiker hat, denen ebenfalls an militärischen Abenteueren gelegen ist.

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meinerseits 14.06.2019, 12:31
377.

Zitat von Ruhrsteiner
aber ein Indiz ist wie bekannt noch kein Beweis. Andererseits wenn man sich dieses Küsten-Transportboot ansieht, das natürlich nichts an der Bordwand des Tankers zu suchen hatte, übliche geringe Reichweiten dieser Motorboote bedenkt, liegt der Verdacht schon nahe, dass es von der weniger als 15 Seemeilen entfernt liegenden iranischen Küste aus dort hinaus gefahren ist. Genau wie die USA sollte auch der Iran die angespannte Lage im und am Golf nicht eskalieren lassen.
Dies ist ein kleines Schnellboot oder Patrouillenboot mit einem doppelten leichten Maschinengeschütz. Seine Reichweite dürfte 300 bis 500 km sein.

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draco2007 14.06.2019, 12:35
378.

Zitat von HeisseLuft
1) Das ist keine Vermutung, sondern eine zitierte Aussage: "Solange wir unser Öl exportieren können, bleibt Hormus offen, wenn nicht, dann gibt es dafür keine Logik mehr", sagte IRGC-Marinekommandeur Aliresa Tangsiri am Dienstag laut Nachrichtenagentur Isna." Aus: https://www.t-online.de/nachrichten/...ockieren-.html, 24.04.2019. Kleiner Unterschied, nicht? 2) Nein, der Iran muss nicht "zu der Aktion stehen" - was würde er denn damit gewinnen? Verlieren würde er aber eine Menge, wenn er zugibt, dass er ohne Vorwarnung unbeteiligte Zivilschiffe von Drittstaaten angreift. Wie wäre wohl die Reaktion der EU? Könnten China und Russland den Iran noch vor einer Verurteilung im UN-Sicherheitsrat schützen? Und vor möglichen UN-Sanktionen? Was wären wohl die politischen Folgen in der Welt? Das sollte auch Ihnen klar sein. Wirtschaftliche Risiken für seine Gegner hat er ja auch so erreicht. Da muss er sich nicht noch extra exponieren.
Dann die Frage, was hat der Iran von der Aktion, wenn er sich nicht dazu bekennt?

Ihrer Meinung nach soll ja die Aussage sein: "Wir der Iran können die Straße von Hormus jederzeit sperren. ABER wir haben die Schiffe nicht angegriffen, das waren die Amerikaner. Aber wir KÖNNTEN es, aber wir waren es nicht."

Das ist doch ein Widerspruch in sich.

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Emil Peisker 14.06.2019, 12:35
379. Plumpe Masche...

Zitat von JDR
Elemente des Regimes haben - erneut - die frei Schifffahrt angegriffen und die Neutralität mehrerer Staaten verletzt. Teheran wird die Terrorwelle fortsetzen und ausweiten, wenn die Sanktionen nicht ausgesetzt werden. Wichtig für Antworten des Westens wäre, dass die schnell geschehen, damit der unmittelbare Bezug zu den Aggressionen erhalten bleibt. Während unter Obama ein monatelanges Tauziehen in internationalen Gremien ohne hartes Ergebnis zu erwarten gewesen wäre, bleibt abzuwarten, inwieweit Präsident Trump eine Sprache zu reden bereit ist, welche das Regime entweder zum nachgeben, oder in die Knie zu zwingen geeignet ist. Aus iranischer Perspektive ist Teheran "Muhammad Ali", der mehr Schläge einstecken kann und beweglicher ist, als der Gegner. Das Problem bei solch einer Taktik ist ein Gegner, der wesentlich härter zuschlägt, als es Ali erwartet. "Wer k.o. geht, kann nicht mehr tanzen." Die erste Antwort des Westens kann, muss aber nicht - ein militärischer Vergeltungsschlag sein. Ziel sollte entweder die Bloßstellung der Tatsache sein, dass das Regime das Land nicht schützen kann, oder eine Maßnahme, welche die lebenswichtigen Ströme abschneidet. Dabei sollte der Effekt angesichts der bereits laufenden Gewaltspirale deutlich über dem liegen, was Teheran erwartet hat.
Werter JDR

Ihre Position kenne ich aus anderen Konflikten, bei denen Sie stets die Interessen Israels vertraten.
Bei diesem Vorfall ist es relativ einfach, der bewährten Methode:
"Wem nutzt es?" zu folgen.

Ihre Forderungen, dem Iran mit einem gezielten Gegenangriff die Erkenntnis zu vermitteln, dass sie nicht gewinnen können, dabei die USA als die Ausführenden vorzuschlagen, lässt eher vermuten, dass diese Provokation nicht aus dem Iran kam.

Die iranische Führung kann kein Interesse daran haben, dass jetzt ein ernsthafter militärischer Konflikt die Wirkung der US-Sanktionen gegen den Iran mehrfch multipliziert.

Wer steckt also dahinter ? Die Anschläge gegen die Schiffe hatten nicht die Absicht großen Schaden anzurichten, oder Menschenleben zu vernichten. Wäre es der IS gewesen, die Auswirkungen wären als Fehlschlag interpretiert worden.
Die bizarre Szene - Haftminen und Raketen zur gleichen Zeit - zeigt, dass man hier versucht die Urheber zu tarnen.

Von einem Waffengang der USA gegen den Iran profitiert der Iran nicht, Israel dagegen sehr. Netanyahu hat immer schon dafür plädiert.
Und natürlich SA hätte von der Domestizierung der Mullahs große Vorteile, da der Iransich in ihren Augen als der ernsthafteste Gegner darstellt.

Trumps plumpe ad hoc Beschuldigungen, ohne plausible Belege, zeigen nur, dass er tatsächlich glaubt, dass er das so durchziehen kann. Allerdings glaube ich nicht, dass er nach dem Irakdesaster den Kongress so locker in die nächste Misere locken kann.

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