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Reaktionen auf Abstimmung: EU-Politiker halten Brexit-Deal für tot
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Das britische Parlament hat das EU-Austrittsabkommen erneut abgelehnt - und EU-Politiker reagieren mit Frust, Wut und Enttäuschung. Die Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen ist gleich Null.

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Murmeltier 13.03.2019, 17:57
110. Der Frust ist nachvollziehbar

Zitat von mueller-thurau
Die EU-Politiker reagieren mit "Frust, Wut und Enttäuschung". Frustriert, wütend und enttäuscht kann man doch nur sein, wenn man die eigenen Interessen nicht durchsetzen konnte bzw. übervorteilt wurde. Geht es vielleicht doch nur um die Milliarden, die GB in die EU einzahlt?
Hätten Sie denn Lust, monate- und jahrelang mit einem Partner zu verhandeln, der es gar nicht ernst meint und nicht einmal weiß, was er selbst will, während dringende eigene Probleme anstehen? Allein die Verhandlungen dürften Kosten in vielfacher Höhe produziert haben. Sollte übrigens jeder bedenken, der außerhalb Europas künftig vorhat, mit den Briten über irgendetwas zu verhandeln. Mit ein paar großmäuligen Torys, einer unfähigen Regierungspartei und einem verantwortungslosen Parlament auf der Gegenseite hat das alles keinen Sinn.

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Rhönblick 13.03.2019, 18:38
111. Müller-Thurau bringt es auf den Punkt - danke

Genau darum geht es:
"Die EU-Politiker reagieren mit "Frust, Wut und Enttäuschung". Frustriert, wütend und enttäuscht kann man doch nur sein, wenn man die eigenen Interessen nicht durchsetzen konnte bzw. übervorteilt wurde. Geht es vielleicht doch nur um die Milliarden, die GB in die EU einzahlt?"

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owald_dumitru 13.03.2019, 18:47
112. Extrawürste für das Königreich

Am besten erlauben wir ihnen wieder Kaperschiffe zu entsenden um im Königreich die Kassen zu füllen.
Es wird eine Brexit Deal geben oder die Briten verhandeln etwas was für und dem vermutlich gleich kommt.

Keine Verlängerung. Wir sollten es den anderen Mitglieder auch mal zeigen das die EU kein Kaspertheater ist und das man alleine kaum besser dastehen wird.

Die Briten wollen alles behalten was sich lohnt und das abgeben was ihnen nicht gefällt.

Lassen wir Sie ziehen - und halten die Tür offen - für eine erneute Anwärterschaft - dann aber ohne die steuerfreien Inseln, den steuerfreien Affenfelsen oder das Pfund

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RalphHarro 13.03.2019, 18:50
113. Der tatsächliche Wert eines Volksentscheid?

Nachdem die erste Abstimmung nicht klappte, weil die britischen Medien die Bevölkerung falsch einschätzte und daher nicht genügend gegen den Brexit einstimmte, wird es beim zweiten Mal nun wohl werden.

Wenn es zur zweiten Abstimmung kommen sollte, wird dies das Verdienst der Premierministerin May sein. Sie war von Anfang an gegen den Austritt.

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Karlowitsch 13.03.2019, 19:30
114. Brexit nicht das Problem

Als ob der Brexit das Problem wäre und nur die Brexitwoller das Chaos machen würden. Das Problem ist doch, dass nicht der Brexit an sich ein Problem ist, sondern die Ausgestaltung und dass auch die Gegner zustimmen müssen. Jeder der jetzt denkt, Chaos sei die Folge, wenn man so doof sei, die tolle EU zu verlassen...nein, Problem ist doch nur, WIE man sie verlässt, dass es keine einheitliche Meinung dazu gibt also sozusagen die Demokratie das Problem ist. Genau wie wenn man Trump daran hintert, sein Wahlversprechen umzusetzten, was zu Chaos führt, und dann Trump für das Chaos verantwortlich machen.

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amon.tuul 13.03.2019, 21:02
115. 29.3. sollte Schluss sein

die Briten haben Jahre vergeigt, der EU schwer geschadet und sollten den Rest Anstand nutzen um sich sauber zu verabschieden.

Es war ja absehbar, daß sie ein erbärmliches Schauspiel betreiben anstatt die Verhandlungen Ernst zu nehmen.

Eine Verlämgerung von Fristen unter fadenscheinigen Vorwänden führt nur zu einem Schrecken ohne Ende und einer Stärkung sabotierender Politiker bei der EU Wahl.

Diese Freude sollte man den EU-Gegnern nicht machen.

Daher müssen die Briten jetzt raus und ihre Suppe auslöffeln.

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Newspeak 13.03.2019, 23:33
116. ....

Das Volk befragen? Wozu? Welche Fragen denn überhaupt? Das Volk ist doch genauso zerstritten. Die traurige Wahrheit ist, dass das Unterhaus tatsächlich die britische Gesellschaft abbildet. Rosinenpicker und Irrationale. Vielleicht doch noch Rinderwahn. Was Anderes gibt es auf der Insel nicht. No-Deal Brexit am 29.3. und gut ist.

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stollm 14.03.2019, 00:09
117. egal wies läuft

Ich finde es einfach toll dass keiner mehr schießen will und alle nur quasseln wollen

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herz+hirn 14.03.2019, 04:23
118. Bs

Zitat von RalphHarro
Nachdem die erste Abstimmung nicht klappte, weil die britischen Medien die Bevölkerung falsch einschätzte und daher nicht genügend gegen den Brexit einstimmte, wird es beim zweiten Mal nun wohl werden. Wenn es zur zweiten Abstimmung kommen sollte, wird dies das Verdienst der Premierministerin May sein. Sie war von Anfang an gegen den Austritt.
was Sie schreiben. Die britische Boulevard Presse, speziell die Murdoch-Blätter, hat doch überwiegend die Lügen der Brexiteers transportiert. Die superreichen Geldgeber der Kampagne haben sich nach dem Referendum durch Wetten auf den Pfund-Kurs noch mehr bereichert und verlassen mittlerweile höchst patriotisch z. T. das Land. In Monaco scheint ja auch die Sonne häufiger und in Singapur kann man seine Firma doch genausogut Kohle scheffeln lassen. Auch der feine Hedgefond Anteilseigner Rees-Mogg handelt nach der Devise: nix wie weg mit der Kohle, bevor der Brexit kommt. Diese "Twit of the year" Gesellschaft, Farage und BoJo vorneweg, hat schon recht: was kümmern uns die Proleten, taugen bestenfalls als Vehikel für Entscheidungen, die dem Plebs in der Folge richtig wehtun werden, aber wir bringen unsere Schäfchen so oder so in's Trockne. Putin lacht sich schlapp, der hat ja seine Finger auch hier und nicht nur bei Trumps Wahl bis zu den Ellenbogen drin.
Könnten Sie, RalphHarro, alles wissen, wollen Sie aber nicht (Forumshistorie!).
Kann man nur hoffen, dass mittlerweile genügend naiven und fehlinformierten Briten die Augen aufgegangen sind und ein zweites Referendum, so es denn käme, anders ausgehen würde.
Aber das Gift ist natürlich weiterhin in den Köpfen vieler Menschen und wirkt zerstörerisch auf den Zusammenhalt der Gesellschaft. Da arbeitet die AfD hier ja in ähnlicher Richtung dran, aber wem sag ich das?

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AxelSchudak 14.03.2019, 16:36
119. Undemokratisch?

May hat das Volk eine vorgezogene Neuwahl durchführen lassen. Das Parlament soll nun zum dritten mal über den Vertrag abstimmen. Aber eine erneute Volksbefragung für ein als unverbindlich bezeichnetes Referendum gilt als "undemokratisch"?
Natürlich gibt es dann auch keine neue Volksbefragung in Schottland - in der der Aussage, man würde mit dem Austritt aus dem UK auch aus der EU rausfallen, als gutes Gegenargument galt...

Tja nun, wir werden den Unterhaltungswert der britischen Politikverfahren in der EU vermissen. Besser als in einigen Staaten, die innerhalb der EU mit dem Autoritarismus flirten, ist der allemal.

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